DE219754C - - Google Patents

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DE219754C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21HINCANDESCENT MANTLES; OTHER INCANDESCENT BODIES HEATED BY COMBUSTION
    • F21H3/00Manufacturing incandescent mantles; Treatment prior to use, e.g. burning-off; Machines for manufacturing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gas Burners (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 219754 KLASSE 4/. GRUPPE
PAUL WIEGNER in CHARLOTTENBURG.
In neuerer Zeit pflegt man die Glühkörper für hängendes Gasglühlicht, besonders für hängendes Preßgaslicht, . in unabgebranntem Zustand als sogenannte »flache Ware« in den Handel zu bringen. Ihre Anwendung geschieht dadurch, daß man sie, auf einen Tragring aufgebunden, unmittelbar an dem zur Beleuchtung dienenden Brenner anbringt und sie bei geöffnetem Gashahn anzündet. Sie
ίο veraschen und formen sich dann unter dem Einfluß der Brennerflamme.
Bei der Ausführung dieses Verfahrens macht sich sehr häufig der Übelstand bemerkbar, daß, sobald an einer Stelle die Kohle verbrannt und das Ascheskelett weißglühend geworden ist, die Flamme explosionsartig nach innen schlägt. Dabei bekommt der Glühkörper infolge seiner Weichheit und des Explosionsdruckes fast stets große Löcher und Risse, die ihn unbrauchbar machen, zum mindesten wird sein Unterteil kolbenförmig aufgeblasen, worunter seine Lichtstärke außerordentlich leidet. Der ganze Vorgang ist mit der von Davy erstmalig festgestellten Wirkung eines engmaschigen Drahtnetzes zu vergleichen , welches ebenfalls erst dann einer Flamme den Durchgang gestattet, wenn es glühend geworden ist.
Der vorstehend beschriebene Übelstand läßt sich durch Einleiten der Flamme in das Glühkörperinnere sofort nach dem Anzünden sicher vermeiden.
Man hat nun versucht, die Entzündung des Gasgemisches im Innern des Strumpfes durch Zündfäden zu bewirken, die von außen her ins Glühkörperinnere geführt werden. Diese Zündfäden versagen jedoch häufig, vielleicht weil sie feucht geworden sind oder aus anderen Ursachen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Flamme ohne Hilfe eines Züiidfadens, lediglich mittels des Gasgemisches selbst ins Innere des Glühkörpers zu leiten und dadurch die Explosion und mit ihr das Zerreißen und Aufblasen des Glühkörpers zu verhindern. Dieser Zweck wird dadurch erreicht, daß man an einer oder mehreren Stellen des Glühkörpergewebes eine oder mehrere Öffnungen anbringt, deren Weite die der Glühkörpermaschen um mindestens das Doppelte übertrifft. Im allgemeinen wird man eine Öffnung von 5 bis 10 mm Weite am unteren Ende des Glühkörpers anwenden. Es steht aber auch nichts entgegen, die öffnung z. B. an der Seite des Körpers, vielleicht in Höhe der Zündflamme anzubringen. Verlegt man die öffnung in die Mitte des unteren Glühkörperendes, so wird die Lichtstärke, falls man über 10 mm Weite nicht hinausgeht, nicht beeinflußt. Es sind zwar schon früher hängende Gasglühkörper im freien Verkehr gewesen, die an ihrem unteren Ende eine öffnung hatten. Diese war jedoch nicht beabsichtigt, sondern infolge mangelhafter Technik beim Schließen des Schlauches entstanden. Man sah sie als fehlerhaft an und suchte sie möglichst zu vermeiden, was auch gelang, wie die heute gebräuchlichen Körper beweisen. Außerdem sind solche Glühkörper nicht erst auf der Gebrauchsflamme verascht und geformt worden.
Wünscht man die öffnung, etwa um Stichflammenbildung zu verhindern, nach der Zündung selbsttätig zu verschließen, so kann man im Innern des Körpers nahe der öffnung ein
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imprägniertes Gewebestück, ähnlich einer Ventilklappe annähen, und dieses durch einen nicht imprägnierten Faden hochziehen, so daß die öffnung freiliegt. Beim Anzünden schlägt dann die Flamme durch die öffnung ins Glühkörperinnere, brennt den nicht imprägnierten Faden durch und verschließt die öffnung.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche: -
    i. Verfahren zum Abbrennen von hängenden Gasglühkörpern auf dem Gebrauchsbrenner, dadurch gekennzeichnet, daß man in der Gewebewand des Glühkörpers an einer oder mehreren Stellen Öffnungen anbringt, deren Weite mindestens doppelt so groß wie die Maschenweite des Glühkörpers ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man im Glühkörperinnern über der öffnung ein imprägniertes Gewebestück nach Art einer Ventilklappe anbringt, welches nach dem Zünden der Flamme die öffnung selbsttätig verschließt.
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