DE219751C - - Google Patents
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- DE219751C DE219751C DENDAT219751D DE219751DA DE219751C DE 219751 C DE219751 C DE 219751C DE NDAT219751 D DENDAT219751 D DE NDAT219751D DE 219751D A DE219751D A DE 219751DA DE 219751 C DE219751 C DE 219751C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
-Λ* 219751 -KLASSE
30 k. GRUPPE
GUSTAV FUSCH in HANNOVER.
Bei den bisher bekannten Verfahren zum Betriebe von Inhalatorien, .bei denen die Inhalationsflüssigkeit
selbst und nicht der aus ihr erzeugte Dampf zerstäubt wird, erfolgte die Zerstäubung der Flüssigkeit dadurch, daß
man sie entweder durch einen Dampfstrahl unmittelbar an der Austrittsöffnung desselben
mittels eines besonderen Rohres aus einem offenen Gefäß ansaugte oder sie unter Druck
ίο setzte und mittels Zerstäubungsdüsen möglichst
fein zerteilte. In beiden Fällen wird jedoch nur eine unvollkommene Verdampfung bzw. Verdunstung der Inhalationsflüssigkeit
erzielt, während ein erheblicher Teil der zerstäubten Flüssigkeit — wenn auch in fein zerteilter
Form — im flüssigen Zustand verbleibt, wobei sich die feinen Wasserteilchen
wieder mehr oder weniger vereinigen und in Form größerer oder kleinerer Tropfen niedergeschlagen
werden. Die in der Flüssigkeit aufgelösten festen Bestandteile werden somit infolge der unvollständigen Verdampfung nicht,
wie es erwünscht ist, in trockenem und staubförmigem Zustande ausgeschieden, sondern verbleiben
in gelöstem Zustande.
Diese Nachteile werden durch das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren
vollständig beseitigt, das im wesentlichen darin besteht, die unter Druck stehende Inhalationsflüssigkeit
bei einer über dem atmosphärischen Siedepunkt liegenden Temperatur mittels an sich bekannter Zerstäubungsapparate zu zerstäuben.
Das Verfahren beruht darauf, daß beim Übertritt einer unter höherem Druck stehenden, siedenden Flüssigkeit in die Atmo-Sphäre
zur Verdampfung dieser Flüssigkeit ein Überschuß an Wärme zur Verfügung steht, welcher die Dampfbildung der fein zerstäubten
Flüssigkeit wirksam unterstützt und eine möglichst vollständige Verdampfung bzw. Verdunstung
der gesamten zerstäubten Flüssigkeit bewirkt, so daß auch die in der Flüssigkeit
gelösten festen Bestandteile in feinster Staubform und in trockenem Zustande ausgeschieden
werden. Daß diese Wirkung tatsächlich eintritt, zeigt sich besonders daran, daß sich beispielsweise bei Zerstäubung einer
Sole alle in dem Inhalationsraum befindlichen Gegenstände mit einem äußerst feinen (je
nach der Entfernung von dem Zerstäubungsapparat), mehr oder weniger dichten und trockenen Staubüberzug von weißer Farbe
bedecken, der lediglich das in der Sole enthaltene Salz darstellt.
Für die Zerstäubung der Inhalationsflüssigkeit gemäß vorliegendem Verfahren ist es natürlich
erforderlich, Zerstäubungsapparate mit hohem mechanischen Wirkungsgrad zu verwenden,
d. h. Apparate, welche eine möglichst feine Zerteilung der Flüssigkeit bewirken, da
bei ungenügender Zerteilung auch die hierbei vor sich gehende Verdampfung der Flüssigkeit,
welche nach dem vorliegenden Verfahren durch den Überschuß an Wärmeenergie zwar wesentlich unterstützt, aber nicht ausschließlieh
erzielt werden soll, nur eine unzulängliche sein würde, so daß es alsdann nicht mehr
möglich sein würde, die nach vorliegendem
Verfahren angestrebte Wirkung der Ausfällung der Medikamente aus der Flüssigkeit im
trockenen und staubförmigen Zustande sicher zu erreichen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zum Zerstäuben von unter Druck gesetzten Inhalationsflüssigkeiten, welche feste Bestandteile in gelöster Form enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit selbst unter höherem als atmosphärischen Druck bei der diesem Druck entsprechenden Verdampfungstemperatur mittels an sich bekannter Zerstäubungsapparate zerstäubt wird, um die Ver- dampfung der zerstäubten Flüssigkeit bei ihrem Übertritt in die Atmosphäre zu unterstützen und eine möglichst vollkommene Verdampfung derselben und eine Ausscheidung der darin·*'gelösten Körper im vollkommen trockeneri/:|^|^nde zu erzielen. ' '"!Ϊ '.'
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE219751C true DE219751C (de) |
Family
ID=480861
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT219751D Active DE219751C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE219751C (de) |
-
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