DE219751C - - Google Patents

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DE219751C
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61M—DEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M11/00—Sprayers or atomisers specially adapted for therapeutic purposes
    • A61M11/04—Sprayers or atomisers specially adapted for therapeutic purposes operated by the vapour pressure of the liquid to be sprayed or atomised
    • A61M11/041—Sprayers or atomisers specially adapted for therapeutic purposes operated by the vapour pressure of the liquid to be sprayed or atomised using heaters

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Hematology (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
-Λ* 219751 -KLASSE 30 k. GRUPPE
GUSTAV FUSCH in HANNOVER.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Oktober 1907 ab.
Bei den bisher bekannten Verfahren zum Betriebe von Inhalatorien, .bei denen die Inhalationsflüssigkeit selbst und nicht der aus ihr erzeugte Dampf zerstäubt wird, erfolgte die Zerstäubung der Flüssigkeit dadurch, daß man sie entweder durch einen Dampfstrahl unmittelbar an der Austrittsöffnung desselben mittels eines besonderen Rohres aus einem offenen Gefäß ansaugte oder sie unter Druck
ίο setzte und mittels Zerstäubungsdüsen möglichst fein zerteilte. In beiden Fällen wird jedoch nur eine unvollkommene Verdampfung bzw. Verdunstung der Inhalationsflüssigkeit erzielt, während ein erheblicher Teil der zerstäubten Flüssigkeit — wenn auch in fein zerteilter Form — im flüssigen Zustand verbleibt, wobei sich die feinen Wasserteilchen wieder mehr oder weniger vereinigen und in Form größerer oder kleinerer Tropfen niedergeschlagen werden. Die in der Flüssigkeit aufgelösten festen Bestandteile werden somit infolge der unvollständigen Verdampfung nicht, wie es erwünscht ist, in trockenem und staubförmigem Zustande ausgeschieden, sondern verbleiben in gelöstem Zustande.
Diese Nachteile werden durch das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren vollständig beseitigt, das im wesentlichen darin besteht, die unter Druck stehende Inhalationsflüssigkeit bei einer über dem atmosphärischen Siedepunkt liegenden Temperatur mittels an sich bekannter Zerstäubungsapparate zu zerstäuben. Das Verfahren beruht darauf, daß beim Übertritt einer unter höherem Druck stehenden, siedenden Flüssigkeit in die Atmo-Sphäre zur Verdampfung dieser Flüssigkeit ein Überschuß an Wärme zur Verfügung steht, welcher die Dampfbildung der fein zerstäubten Flüssigkeit wirksam unterstützt und eine möglichst vollständige Verdampfung bzw. Verdunstung der gesamten zerstäubten Flüssigkeit bewirkt, so daß auch die in der Flüssigkeit gelösten festen Bestandteile in feinster Staubform und in trockenem Zustande ausgeschieden werden. Daß diese Wirkung tatsächlich eintritt, zeigt sich besonders daran, daß sich beispielsweise bei Zerstäubung einer Sole alle in dem Inhalationsraum befindlichen Gegenstände mit einem äußerst feinen (je nach der Entfernung von dem Zerstäubungsapparat), mehr oder weniger dichten und trockenen Staubüberzug von weißer Farbe bedecken, der lediglich das in der Sole enthaltene Salz darstellt.
Für die Zerstäubung der Inhalationsflüssigkeit gemäß vorliegendem Verfahren ist es natürlich erforderlich, Zerstäubungsapparate mit hohem mechanischen Wirkungsgrad zu verwenden, d. h. Apparate, welche eine möglichst feine Zerteilung der Flüssigkeit bewirken, da bei ungenügender Zerteilung auch die hierbei vor sich gehende Verdampfung der Flüssigkeit, welche nach dem vorliegenden Verfahren durch den Überschuß an Wärmeenergie zwar wesentlich unterstützt, aber nicht ausschließlieh erzielt werden soll, nur eine unzulängliche sein würde, so daß es alsdann nicht mehr möglich sein würde, die nach vorliegendem
Verfahren angestrebte Wirkung der Ausfällung der Medikamente aus der Flüssigkeit im trockenen und staubförmigen Zustande sicher zu erreichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Zerstäuben von unter Druck gesetzten Inhalationsflüssigkeiten, welche feste Bestandteile in gelöster Form enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit selbst unter höherem als atmosphärischen Druck bei der diesem Druck entsprechenden Verdampfungstemperatur mittels an sich bekannter Zerstäubungsapparate zerstäubt wird, um die Ver- dampfung der zerstäubten Flüssigkeit bei ihrem Übertritt in die Atmosphäre zu unterstützen und eine möglichst vollkommene Verdampfung derselben und eine Ausscheidung der darin·*'gelösten Körper im vollkommen trockeneri/:|^|^nde zu erzielen. ' '"!Ϊ '.'
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