DE219628C - - Google Patents
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- DE219628C DE219628C DENDAT219628D DE219628DA DE219628C DE 219628 C DE219628 C DE 219628C DE NDAT219628 D DENDAT219628 D DE NDAT219628D DE 219628D A DE219628D A DE 219628DA DE 219628 C DE219628 C DE 219628C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D9/00—Details of, or accessories for, wind musical instruments
- G10D9/04—Valves; Valve controls
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Endoscopes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 219628 KLASSE 51 c. GRUPPE
Tonberichtigungsvorrichtung an Blechblasinstrumenten.
Die Erfindung betrifft eine für Blechblasinstrumente mit Kesselmundstück geeignete
Vorrichtung zur Berichtigung fehlerhafter Töne. Es ist bekannt, daß gewisse tiefe und hohe
Töne zu hoch klingen, so daß das Instrument verstimmt erscheint.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung wirkt in der einen Richtung unter dem Druck einer
Feder und in der anderen Richtung unter dem
ίο Druck eines Fingers derjenigen Hand des
Bläsers, die er beim Spielen nicht zum Greifen der Ventiltasten braucht. Durch den Druck
des einen Fingers kann die Luftröhre jedesmal beim Blasen der unreinen Töne verlängert
werden, so daß jeder dieser Töne in reine Stimmung zu den gleichzeitig erklingenden Tönen
der Begleitinstrumente gebracht werden kann. Bei Fortnahme des Fingers stellt die Feder
selbsttätig wieder die für die richtige Klanghöhe der übrigen Töne der Tonskala passende
Normallänge der Luftröhre her.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 die Vorrichtung in einer beispielsweisen Ausführungsform
an einem Kornett in Seitenansicht, Fig. 2 und 3 die Vorrichtung für sich allein, vergrößert in
zwei um 90 ° versetzten Längsschnitten. Fig. 4 ist ein Querschnitt nach Linie y-y der Fig. 2..
Fig. 5 ist ein Querschnitt nach Linie x-x der Fig. 2. Fig. 6 ist ein gleicher Schnitt wie Fig. 5
mit einer gewissen Abänderung in der Einrichtung. Fig. 7 ist eine Einzelheit.
Alle nicht besonders beschriebenen Teile des Instruments haben die allgemein bekannte
Einrichtung. Die Hauptröhre des Instruments ist durch Unterbrechung in zwei Teile α und b
zerlegt. An der Unterbrechungsstelle sind die entstandenen beiden Rohrenden a', V, wie
Fig. 2 zeigt, so umgebogen, daß sie parallel in kurzem Abstande übereinander hegen. Auf
den beiden Enden a', b' sitzt verschiebbar eine bügeiförmige Verbindungsröhre c. Die beiden
Röhrenteile α und b sind so bemessen, daß,
wenn die Verbindungsröhre c ganz aufgeschoben ist, die Gesamtlänge der Röhre die
höchste Stimmung der Töne ergibt, die der Normalstimmung entspricht. Durch Zurückschieben
der Verbindungsröhre c wird die Gesamtlänge der Röhre a, b vergrößert und die
Stimmung entsprechend tiefer. Damit die Verbindungsröhre c leicht verschoben werden
kann, ist um sie ein zylindrisches Führungsgehäuse d angeordnet, das der Festigkeit halber
aus zwei ineinandergeschobenen Rohrstücken besteht. In dem Gehäuse d sitzt leicht verschiebbar
ein die Verbindungsröhre c umgebendes und mit dieser zu einem starren Ganzen, z. B.
durch Löten, verbundenes kurzes Rohrstück e.
Zwischen den beiden Enden der Verbindungsröhre c und am Rande des Rohrstückes e
ist ein Quersteg f festgelötet.
Mit dem Quersteg f sind zwei Stehbolzen g fest verschraubt oder vernietet. Die anderen
Enden der Stehbolzen g sind durch abgesetzte Gewindezapfen und Muttern (s. Fig. 7) mit
einem zweiten, in einer Schraubkapsel m verschiebbaren
Quersteg h fest verbunden. Zwischen den beiden Querstegen f und h durchdringen
die Stehbolzen g lose einen entsprechend dürchlochten dritten Quersteg ft, der auf dem \
Rande des inneren Gehäuserohres aufliegt und eine Stütze für die auf die Stehbolzen g aufgeschobenen
Federn k bildet. Die zwei Steh-
bolzen lassen sich auch durch'einen einzigen ersetzen.
Im Mittelpunkt des Quersteges h ist der Schaft i einer Taste / befestigt, der in einer
Kork- oder Filzbuchse ο geführt wird. Im Innern der Kapsel, dicht am Steg h, sitzt auf
dem Schaft ϊ noch ein Anschlagring η ebenfalls
aus Kork oder Filz, der eine unmittelbare Berührung zwischen dem Steg h und dem
Kapselboden verhindert.
ίο An zwei gegenüberliegenden Stellen des Gehäuserohres
d sind Öffnungen vorgesehen, f in
welchen die Röhrenteile α und b an den Biegungsstellen festsitzen. Die lösbare Kapsel m
und ein lösbarer Boden I ermöglichen ein leichtes Zusammensetzen und Auseinandernehmen der
beweglichen Teile.
Der Steg f kann auch, wie bei Fig. 6 gezeigt,
durch eine mit den Enden der Verbindungsröhre c durch Löten fest verbundene runde
Scheibe q ersetzt werden. Die Scheibe deckt das Gleitrohr β ab und gibt dem Ganzen mehr
Festigkeit.
Die Taste j kann bequem mit dem Zeigefinger der linken Hand entgegen dem Druck
der Federn k bewegt werden. Wird ein Druck auf die Taste ausgeübt, dann verschieben sich
die mit dieser in starrer Verbindung stehenden Teile i, h, g, f, c und e in gleicher Richtung,
so daß die Hauptröhre a, b durch das Ausziehen der Verbindungsröhre c entsprechend verlängert
wird. Bei der Verschiebung der bezeichneten Teile werden die Federn k vor dem festliegenden
Steg p stark gespannt, so daß die verschiebbaren Teile nach Loslassen der Taste wieder
in die Normalstellung zurückgedrückt werden.
Die Vorrichtung kann auch zur Berichtigung
der Tonhöhen im umgekehrten Sinne benutzt werden. Die Gesamtlänge der Hauptröhre wird
in diesem Falle so bemessen, daß die zu scharfen Töne die Normalstimmung erhalten, wenn die
Taste vollständig einwärts gedrückt und die Verbindungsrölire c am weitesten ausgezogen
wird. Die hierbei zu tief klingenden anderen Töne können dann durch verschiedenes Nachlassen
des Druckes auf die Taste entsprechend erhöht werden, indem die Federn k die Verbindungsröhre
c aufschieben und dadurch die Gesamtlänge der Hauptröhre verkürzen.
Claims (2)
1. Tonberichtigungsvorrichtung an Blechblasinstrumenten,
dadurch gekennzeichnet, daß die parallel gebogenen Enden (al, V)
der Hauptröhre mit der verschiebbaren Verbindungsröhre (c) in ein zylindrisches
Gehäuse (d) eingeschlossen sind, in welchem die Verbindungsröhre (c) mittels eines sie
umgebenden und mit ihr starr verbundenen, der lichten Weite des Gehäuses entsprechenden
Rohrstückes (e) kolbenartig Führung erhält.
2. Tonberichtigungsvorrichtung nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsröhre (c) der Quere nach mit einer stegförmigen Platte (f) oder
einer runden Scheibe (q) starr verbunden ist, die durch Stehbolzen (g) und Quersteg
(h) mit einer Taste (i, j) in starrer Verbindung steht, wobei auf die Stehbolzen (g)
aufgeschobene Schraubenfedern (k) einerseits an dem zusammen mit der Taste (i, j)
und der Verbindungsröhre (c) verschiebbaren Quersteg (h), andererseits an einem
im Gehäuse (d) festliegenden, den Stehbolzen (g) in Löchern Führung gebenden
Quersteg (p) abgestützt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE219628C true DE219628C (de) |
Family
ID=480748
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT219628D Active DE219628C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE219628C (de) |
-
0
- DE DENDAT219628D patent/DE219628C/de active Active
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