DE218664C - - Google Patents

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DE218664C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C5/00Processes for producing special ornamental bodies
    • B44C5/06Natural ornaments; Imitations thereof

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  • Decoration By Transfer Pictures (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PAfENTSCHRIFT
KLASSE 75 h. GRUPPE
PAUL J. ESSELBACH in DRESDEN.
Die Farbenpracht der Schmetterlinge hat von jeher den Wunsch angeregt, dieselben zu Ausstattungszwecken, beispielsweise als Hutschmuck, verwenden zu können. Dem stand jedoch die außerordentliche Zerbrechlichkeit der Schmetterlinge und die ungemein leichte Verletzbarkeit des für Verschönerungszwecke besonders wirkungsvollen Schuppenbelags der Flügel, welcher schon durch leise Berührung
ίο beschädigt wird, hindernd· im Wege.
Für die Verbesserung der Haltbarkeit einzelner Teile eines Schmetterlings sind Mittel und Wege bekannt. So läßt sich sowohl dessen Körper als auch seine Füße und Fühler unter Verwendung haltbarer Stoffe naturgetreu nachbilden. Haltbare und naturgetreue Nachbildungen von Schmetterlingsflügeln aber gibt es bisher noch nicht. Die bekannt gewordenen Versuche zur Herstellung solcher haben ein zufriedenstellendes Ergebnis nicht gehabt.
Wohl· nur zur Verwendung für wissenschaftliche Zwecke ist in Druckschriften ein Verfahren zur Herstellung von Schmetterlingsflügelnachbildungen beschrieben worden, nach welchem der Schuppenbelag der natürlichen Schmetterlingsflügel auf eine haltbare künstliche Membran dadurch übertragen wird, daß, nachdem letztere auf ihrer Fläche mit Klebstoff versehen worden ist, sie mit dieser Fläche derart an den abzunehmenden Flügelbelag angedrückt wird, daß letzterer an der künstlichen Membran haften bleibt. .
Die auf diesem Wege hergestellten künstlichen Flügel sind Seiten- und flächen verkehrt, denn es kommen die Seiten des Schuppenbelags, welche an der natürlichen Membran anlagen und daher nicht sichtbar waren, nach der Übertragung auf die künstliche Membran nach außen zu liegen und sind nun sichtbar; umgekehrt sind die an den natürlichen Schmetterlingsflügeln sichtbaren Seiten des Schuppenbelags nach dessen Übertragung auf die künstliche Membran, weil sie nunmehr an letzterer anliegen, nicht sichtbar. Das rechte Flügelpaar wurde zum linken und umgekehrt. Bekanntlich sind die beiden Seiten des Schuppenbelags einer Falterflügelfläche, d.h. dessen frei liegende, also sichtbare Oberseite und dessen an der Membran anliegende, daher unsichtbare Unterseite sowohl bezüglich der Zeichnung und Färbung als auch des Glanzes mehr oder weniger verschieden. Die Übertragung des Flügelbelags matt erscheinender Falter ergibt glänzende Nachbildungen. Die Übertragung des Flügelbelags gewisser Arten der Gattung Morpho, welche am natürlichen Falter blau und schillernd sind, erscheinen an der Nachbildung braun und glänzend. Bei solchen Faltern, welche behaart sind, zeigt die Nachbildung keine Behaarung, weil diese nun am Klebstoff der Membran festsitzt.
Die nach dem bekannt gewordenen Verfahren hergestellten Nachbildungen von Schmetterlingsflügeln sind auch nicht wetterfest, da der zur Übertragung des Schuppenbelags dienende Klebstoff in Wasser löslich und ein Überlackieren des Schuppenbelags nicht möglich ist.
Mit diesen bekannten künstlichen Schmetterlingsflügeln mit künstlicher Membran und natürlichem Schuppenbelag haben die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden künstlichen SchmetterlingsflUgel das gemein,
daß bei ihnen die Membran künstlich und der Schuppenbelag natürlich ist; dagegen unterscheiden sich letztere von ersteren dadurch, daß bei ihnen die Anordnung des natürlichen Schuppenbelags auf der künstlichen Membran genau die gleiche ist wie bei den natürlichen Schmetterlingen. Sie sind seiten- und flächenrichtig und daher nach Zeichnung und Färbung sowie Mattigkeit, Glanz und Behaarung naturgetreue Nachbildungen der letzteren, und wetterbeständig.
Die Herstellung derartiger künstlicher Schmetterlingsflügel wird auf folgende Weise bewirkt: Von den natürlichen Flügeln wird ein doppelseitiger Abdruck auf mit Klebstoff — z. B. Gummiarabikum — versehene Übertragungsunterlagen gemacht, bei welchem die Ober- und Unterseite des Schuppenbelags auf den Flächen der Unterlage kleben bleiben. Die dadurch auf beiden Seiten vom Schuppenbelag entblößte natürliche Membran wird dann entfernt. Insoweit war das Verfahren bekannt. Da diese Abdrücke an Stelle der Flügelrippen Rinnen zeigen, die meist farblos sind, weil die Rippen des natürlichen Falterflügels vielfach keine Beschuppung tragen oder dieselbe nicht loslassen, werden diese Stellen durch Auftragen der Natur angepaßter Farben — z. B. Staubfarben — gedeckt. Falls in einem Flügel ein Stück fehlt, wird das entsprechende Stück eines anderen Flügels zwischen die Abdrücke beider Seiten des mangelhaften Flügels gebracht, ein neuer Abdruck gemacht und das Membranstück entfernt. Der Flügelbelag des Reparaturstückes haftet an dem Klebstoffe des Übertragungsabdruckes nur dort, wo nicht bereits Flügelschuppen sitzen. Die entfernte zerbrechliche Membran wird nun durch eine künstliche, aus haltbarem Stoffe — z. B. Zelluloid — bestehende, ersetzt, indem man zwischen die Übertragungsabdrücke der Ober- und Unterseite ein beiderseitig mit einem Klebstoffe — z. B. Lack — bestrichenes Stoffstück der neuen Membran, das größer als die Falterflügel ist, bringt und unter Vermeidung von Luftblasen anpreßt, wodurch eine innige Verbindung des Schuppenbelags mit der neuen Unterlage erzielt wird. Um bei dem nun folgenden Abschwemmen der Übertragungsunterlage und ihres Klebstoffes eine Lösung des Flügelbelags von der neuen Membran zu verhüten, ist es notwendig, daß die Klebstoffe des Übertragungsabdruckes und der neuen Membran verschiedene Lösungsmittel haben. Im vorliegenden Falle erfolgt die Lösung des Klebstoffes des Übertragungsabdruckes — Gummiarabikum — durch Wasser, welches den Klebstoff der neuen Membran — Lack — nicht angreift. Nach Ablösen der Übertragungsunterlage kommt auf beiden Seiten des Flügels der am natürlichen Falterflügel sichtbar gewesene Schuppenbelag wieder zum Vorschein. Die so hergestellten Flügel werden ausgeschnitten und in die künstlichen Körper eingesetzt.
- Die künstliche Membran wird zweckmäßig von einer Färbung gewählt, welche möglichst mit der der natürlichen übereinstimmt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Künstliche Schmetterlingsflügel mit künstlicher Membran und natürlichem Schuppenbelag, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung des Schuppenbelags auf der Membran mit. der bei den natürlichen Schmetterlingsflügeln genau übereinstimmt.
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