DE217069C - - Google Patents
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- DE217069C DE217069C DENDAT217069D DE217069DA DE217069C DE 217069 C DE217069 C DE 217069C DE NDAT217069 D DENDAT217069 D DE NDAT217069D DE 217069D A DE217069D A DE 217069DA DE 217069 C DE217069 C DE 217069C
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- sugar
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B30/00—Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
- C13B30/04—Separating crystals from mother liquor
- C13B30/08—Washing residual mother liquor from crystals
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Confectionery (AREA)
Description
Elften =
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 89 d. GRUPPE
JUAN OST in TURIN.
mittels aufsaugender Stoffe.
Zusatz zum Patente 211267 vom 22. Januar 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. September 1907 ab. Längste Dauer: 21. Januar 1922.
Die Erfindung bezieht sich auf die Benutzung einer Einrichtung zur Durchführung
des den Gegenstand des Patentes 211267 bildenden
Verfahrens zur Befreiung von Zuckerkristallen' vom anhaftenden Sirup mittels aufsaugender
Stoffe.
Gemäß dem Verfahren des Hauptpatents erfolgt die Befreiung der Zuckerkristalle von
dem sie umgebenden Sirup dadurch, daß dem Rohzucker Kapillarprodukte der Textilindustrie
oder diesen ähnliche, aus Haaren oder Fasern auf anderem Wege erzeugte Körper zugesetzt
werden.
Zur praktischen Durchführung dieses Verfahrens bedarf es einer sehr gründlichen Durchmischung
der Faserstoffe und des Zuckers, da nur in diesem Falle eine vollständige Losreißung der Lösung von den Zuckerkristallen
erreicht werden kann. Für die Schwierigkeit der Durchführung dieser Aufgabe spricht auch
die Tatsache, daß eine Befreiung der Zuckerkristalle von dem anhaftenden Sirup allein
durch Schleudern der Masse bekanntlich nicht möglich ist.
Es hat sich nun gezeigt, daß eine hinreichend innige und genügend oft sich wiederholende
Berührung der Textilstoffe mit den .Zuckerkristallen in allen ihren Teilen erreicht
wird, wenn die Durchmischung des Zuckers mit den Textilstoffen in einer rotierenden
Trommel geschieht. Wichtig für die Erzielung des gewünschten Endergebnisses ist auch hierbei,
daß die Trommel mit der gehörigen Geschwindigkeit in Umdrehung versetzt wird,
und zwar so, daß die Füllung so weit in die Höhe genommen wird, daß sie, sich überstürzend,
frei herabfällt. Die zweckmäßige Umdrehungsgeschwindigkeit der Mischtrommel hängt demnach von dem Trommeldurchmesser
ab. Bei einem Durchmesser von 1,50 m hat sich eine Umdrehungsgeschwindigkeit von etwa
30 Umdrehungen in der Minute als besonders zweckmäßig erwiesen. Nur bei einem solchen
freien Herabfallen der Mischung tritt die erforderliche Häufigkeit der Berührungen zwisehen
den Kristallen und Textilstoffen ein, welche zu einer völligen Befreiung der Kristalle
von dem Sirup führt.
Ergänzend zu dieser Behandlung des Rohzuckers mit Textilstoffen in einer rotierenden
Trommel muß aber hinzutreten die Trennung der vom Sirup befreiten Kristalle von den
Textilstoffen; als wesentliches Erfordernis kommt also hinzu, daß der rotierende Zylinder
zur Durchmischung des Rohzuckers mit den Textilstoffen mit einer rotierenden Siebvorrichtung
zur Trennung der Kristalle von den Textilkörpern stets verbunden sein muß.
. Auf der Zeichnung ist eine solche Vorrichtung für kontinuierlichen Betrieb dargestellt.
Dieser Apparat setzt sich aus einer rotierenden Mischtrommel und einer ebenfalls ro-
tierenden Siebtrommel zusammen mit Einrichtungen zur Einführung des Rohzuckers und
der Textilstoffe in die Mischtrommel und zur Überführung der Mischung in den Siebzylinder.
Entsprechend der Bedingung, den Transport der Masse durch die Mischtrommel je nach
der Beschaffenheit des in die Trommel eingeführten Rohzuckers schneller oder langsamer
durchzuführen, ist bei der auf der Zeichnung
ίο dargestellten Anordnung der Trommelmechanismus
gegenüber der Horizontalen einstellbar angeordnet, so daß durch stärkere Neigung
die Transportgeschwindigkeit beschleunigt und durch geringere Neigung verlangsamt werden
kann.
Der Mischzylinder ist mit 1 bezeichnet; er
kann vermittels acht tragender Reibungsräder 2 in Umdrehung versetzt werden, wobei
die Reibungsräder bzw. ihre Welle durch die Kettenräder 3 (Fig. 2) angetrieben werden.
Der Zucker und die Baumwollgeflechte gelangen durch den Trichter 4 in den Zylinder i,
der in der Minute 30 Umdrehungen macht und bei einer Länge von 7 m einen Durchmesser
von 1,5 m hat. Die Geschwindigkeit des Zylinders muß konstant bleiben, damit
die durch das Schema (Fig. 4) veranschaulichte Bewegung des Zuckers stattfindet, durch welche
die größte Wirkung der Mischung eintritt.
Da der Zylinder eine veränderliche Neigung von 2 bis 5 Prozent gegen die Wagerechte
hat, und da der Zucker' senkrecht zur Zylinderachse aufsteigt, welche, wie erwähnt, geneigt
zur Wagerechten liegt, aber senkrecht zur Wagerechten abstürzt, so ergibt sich daraus,
daß er sich bei jeder Umdrehung des Zylinders, bei der sein Absturz viel schneller als
sein Aufstieg erfolgt, um etwas mehr als die Hälfte der Ganghöhe der sich ergebenden
Schraubenlinie stetig nach dem tieferen Ende
& des Zylinders bewegen muß. Da hier der Zylinder durch die Zarge 5 teilweise geschlossen
ist, so stellt sich die Mischung bei fortgesetzter gleichmäßiger Beschickung nach etwa
6 Minuten in eine Höhe parallel zur Zylinderachse ein, so daß in jedem Querschnitt des
Apparates die gleiche Menge Zucker vorhanden ist. Durch die in der Zarge bleibende kreisförmige
öffnung 6 ist aber eine mit der Be-Schickung Schritt haltende Entleerung, welche
zugleich die Zuckerkristalle und die Geflechte umfaßt, wegen der Querschnittsverminderung
. nicht möglich. Vielmehr ist es nötig, eine besondere Entleerungsvorrichtung für das Gemisch
vorzusehen. Eine solche ist auf der Zeichnung in Form einer Brücke 7 angedeutet,
die durch den Hebel 8 ■ auch während des Ganges des Apparates bis zu verschiedenen
Tiefen in diesen eingeführt werden kann, um den Beharrungszustand des Apparates herbeizuführen.
Durch diese Brücke und den Kegelstützen 9 wird das Gemisch in das Innere des
sich drehenden Siebes 10 gebracht, wo es nach 2 Minuten in den auf die Transportschnecke
fallenden affinierten Zucker und in die Geflechte getrennt wird, die am offenen Ende
des Siebes bei 12 austreten.
Am Einführungsende des Zylinders 1 befindet sich der Konus 13, der bei der Drehung
des Zylinders vom Zucker frei bleibt und dadurch einerseits die Einmündung des Trichters 4 gestattet, andererseits den neu
hinzukommenden Zucker in der Weise an die vorhandene Menge anreiht, daß er sie infolge
der konischen Auffallsfläche von dieser abdrängt, so daß eine schnell eintretende Mischung
der einzelnen Portionen miteinander nicht eintritt und die normale Aufeinanderfolge
besser gewahrt bleibt.
Da die Affinationszeiten für die verschiedenen Produkte verschieden sind, indem bester
Kornzucker 5 Minuten, dagegen geringe Nachprodukte bis 15 Minuten brauchen, und davon
die Geschwindigkeiten abhängig sind., mit welcher der Zucker den Apparat durchläuft,
so muß dessen Neigung je nach Bedarf verändert werden können.
Es wird dies dadurch erreicht, daß der auf
dem Holzrahmen 14 ruhende Apparat um den Zapfen 15 beweglich ist und durch Keile 16
eingestellt werden kann, welche mittels der '. Schraubenspindeln 17 und der Handräder 18
gleichzeitig in Bewegung gesetzt werden. Die durch das Handrad 18 (Fig. 2) bewegte
Schraubenspindel auf der rechten Seite des Apparates überträgt ihre Bewegung auf die
links liegende Spindel durch den Kettentrieb 19.
Bei einer Geschwindigkeitsänderung des Zuckers im Apparate muß auch dessen Entleerung
und Beschickung geändert werden. Ersteres wird durch Einstellung der Brücke 7 erreicht, während letzteres durch eine Geschwindigkeitsänderung
der betreffenden Transporteure bewerkstelligt wird, deren Konstruktion aus Fig. 3 ersichtlich ist. Auf der linken
Seite befindet sich der Zuckertransporteur 20, der in seinem unteren Teile als Baggertransporteur
ausgebildet ist und daher den Zucker aus der Grube 21 ganz gleichmäßig und automatisch
dem Apparate zumißt. Auf der no
rechten Seite befindet sich der Baumwolletransporteur 22, der durch Handarbeit beschickt
wird. Diese beiden durch die gleich großen Zahnräder 23 angetriebenen Transporteure
haben stets dieselbe relative Geschwindigkeit, wodurch die Unveränderlichkeit des
Verhältnisses von Zucker und Geflechten gesichert ist. Soll dagegen die absolute Geschwindigkeit
der beiden Transporteure geändert werden, so kann dies durch Verschieben des Riemens auf dem. Kegelscheibentriebe 24
geschehen, wobei die Scheibe 25 als die trei-
Claims (3)
1. Verfahren zur Befreiung von Zuckerkristallen von anhaftendem Sirup gemäß
Patent 211267, dadurch gekennzeichnet, daß der Zucker und die hochkapillaren Produkte
gemeinsam zuerst durch eine drehbare Mischtrommel und darauf zur Trennung der gereinigten Zuckerkristalle von den
kapillaren Produkten in eine konachsial gelagerte rotierende Siebtrommel befördert
werden.
2. Vorrichtung zur Ausführung des im Anspruch ι genannten Verfahrens, dadurch
gekennzeichnet, daß sowohl die Mischtrommel als auch die Siebtrommel auf
einer gegenüber der Horizontalen einstellbaren Unterlage gelagert sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch zwei Transportvorrichtungen
zur Zuführung der Rohzuckermasse bzw. der kapillaren Textilstoffe zur Mischtrommel,
deren Antrieb so eingerichtet ist, daß die relative Geschwindigkeit beider Transportvorrichtungen bei beliebiger Regelung
ihrer absoluten Geschwindigkeit unverändert bleibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE217069C true DE217069C (de) |
Family
ID=478408
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT217069D Active DE217069C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE217069C (de) |
-
0
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