DE217030C - - Google Patents
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- DE217030C DE217030C DENDAT217030D DE217030DA DE217030C DE 217030 C DE217030 C DE 217030C DE NDAT217030 D DENDAT217030 D DE NDAT217030D DE 217030D A DE217030D A DE 217030DA DE 217030 C DE217030 C DE 217030C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12G—WINE; PREPARATION THEREOF; ALCOHOLIC BEVERAGES; PREPARATION OF ALCOHOLIC BEVERAGES NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES C12C OR C12H
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- C12G1/08—Removal of yeast ["degorgeage"]
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6 c. GRUPPE
einer anderen Flüssigkeit und Verkorkens.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, in kurzer Aufeinanderfolge aus Wein oder anderen
Flüssigkeiten, welche auf Flaschen gären oder vergoren sind und während - der. Gärung
Trubstoffe (Hefe u. dgl.) absetzen, diese trüben-. den Bestandteile zu entfernen, in die hefe- und
trubfrei gemachten Flüssigkeiten Zusätze in flüssiger oder fester Form einzuführen und
schließlich die Flaschen zu verkorken, ohne ίο daß während dieser sämtlichen Vornahmen der
Inhalt der Flaschen mit der Außenluft in Berührung kommt.
Es ist bereits eine denselben Zweck erfüllende Vorrichtung bekannt geworden, bei welcher an
die zu behandelnde Flasche ein Gefäß luftdicht angeschlossen wird, das von . außen gegen die
Flasche abgeschlossen werden kann, so daß
: man nacheinander den Niederschlag aus der Flasche in dieses Gefäß entleeren, andere zuao
sätzliche Stoffe in die Flasche einführen und die Flasche verschließen kann, ohne daß der
Inhalt der Flasche mit der Außenluft in Berührung kommt.
Auch ist es bekannt, bei Flaschenfüll-. und Korkmaschinen die Korke in die Flaschen durch
dieselben Kanäle des Aufsatzgefäßes einzupressen, welche zum Einführen der Flüssigkeit
in die Flaschen dienen.
Ferner sind Füll- und Verkorkmaschinen zum Behandeln mehrerer Flaschen zu gleicher Zeit
bekannt, wobei durch Verschieben einer Platte die Mündungsöffnung der Flaschen nach Belieben
mit der Füll- oder mit der Korkzufüh-
rungsvorrichtung in Verbindung gebracht werden kann.
Diesen bekannten Apparaten gegenüber besteht das Wesen der Erfindung darin, daß durch
sie eine Vorrichtung geschaffen ist, welche, gestattet, mehrere Flaschen gleichzeitig derart zu
behandeln, daß nacheinander die Trubstoffe aus den Flaschen entfernt, Zusatzstoffe in die
Flaschen ■ eingeführt und endlich die Flaschen verkorkt. werden können, ohne daß ein wesentlicher
Verlust an Gas und Flüssigkeit stattfindet und der Inhalt der Flaschen mit der
Außenluft in Berührung kommt.
Der Apparat ist in der Zeichnung durch die Fig. ι bis 9 zur Darstellung gebracht. Er besteht
aus einem Gehäuse A, das an seinem oberen Teil mit einem nach innen und außen überstehenden
Rand (Führungsschiene) E versehen ist. Das Gehäuse ist bei D und C mit einer
zylindrischen Ausbohrung versehen, während die Ausbohrung B sich nach oben zu verengt
und an der engsten Stelle ebenso weit als die . Öffnung der Hälse der Flaschen ist, welche zur
Verwendung kommen. Auf dem Gehäuse A ist ein Schieber F angebracht, der durch die
Führungsschiene E festgehalten wird, so daß er sich in der Längsrichtung des Gehäuses verschieben
läßt. Die Gleitfläche des Schiebers F sowie die Gleitfläche des Gehäuses sind genau
aufeinander geschliffen. Der Schieber F hat eine Durchbohrung, die, wenn der Schieber vollständig
nach links gebracht ist, genau über der Mitte der Ausbohrung D liegt (Fig. 1, 3 und 4).
Die Bohrung des Schiebers F ist etwas kleiner als die Ausbohrung D (Fig. 4), stimmt aber mit
der Ausbohrung C und Durchbohrung B überein. Der Schieber F trägt genau mit dem
Rand seiner Bohrung abschließend ein Mund-■ stück G, welches nach oben zu sich etwas verengt,
dann plötzlich in seinem oberen Teil sich seitlich abgeflacht, erweitert und hier auf der
seitlichen Erweiterungsfläche einen Gummiring L trägt (Fig. 4 und 5).
Wie Fig. 6 und 7 zeigen, sind mehrere dieser Gehäuse auf der Platte H. eines vierteiligen Gestelles
(System N) angeordnet. Die Schenkel K und 5 sowie die Schenkel O und K dieses Gesteiles
sind unbeweglich im rechten Winkel miteinander verbunden, während Schenkel H mit
Schenkel S durch ein Scharnier beweglich verbunden ist. Schenkel O hat an seinem freien
Ende eine Sperrvorrichtung, in welche beim Schließen des Schenkels H der Verschlußstift T
eingreift, so daß der Schenkel nach Belieben höher oder tiefer gestellt werden kann. Das
ganze Gestell ist drehbar aufgestellt. Der Schenkel K trägt nebeneinander eine Anzahl zur Aufnähme
der Flaschen bestimmter Teller m, die in dem Schenkel K einschraubbar, also höher
und tiefer stellbar, angebracht sind. In Fig. 8 und 9 ist die Anbringung eines Gehäuses A am
Schenkel H im Schnitt veranschaulicht. Das Gehäuse ist mit seiner Führungsschiene E in
dem Schenkel H seitlich verschiebbar in eine Gleitbahn eingebettet (Fig. 8 und 9). . Das
Mundstück G des Schiebers F ist durch den Schenkel H durchgeführt und steht somit unveränderlich
fest, während das Gehäuse A nach links und rechts verschiebbar ist. Wenn das
Gehäuse A ganz in seiner Gleitbahn nach rechts verschoben ist, so kommt das Mundstück G
genau über die Ausbohrung D zu stehen (Fig. 8).
Über der Ausbohrung C ist durch den Schenkel H
eine kleine Durchbohrung P (Fig. 7 und 8) angebracht. Durch Verschiebung des Gehäuses A
nach links können nun die Ausbohrungen C und B genau unter das Mundstück G gebracht
werden, und zwar geschieht dies bei der Ausbohrüng C dadurch, daß das Gehäuse A durch
eine seitlich anzubringende Einschnappfeder genau festgelegt wird, während die Bohrung B
genau unter dem Mundstück G liegt, wenn das Gehäuse am weitesten nach links geschoben ist.
An dem Schenkel H sind nun ebenso viele Gehäuse A angebracht, als auf dem gegenüberliegenden
Schenkel K Flaschenteller m vorhanden sind.
Die Betriebsweise des Apparates ist folgende:
Die Flaschen R werden mit der Flüssigkeit,
welche gären oder Bestandteile absetzen soll, gefüllt und dann vor der Gärung oder vor dem
Absetzen, also von vornherein, in das System N (Fig. 6) nach Aufklappen des Schenkels H auf
die Flaschenteller m gestellt und hierauf der Schenkel H bei T an den Schenkel O angeschlossen,
wodurch die Flaschenhälse in die Mundstücke G eingepreßt werden (Fig. 7). Die
verschraubbaren Flaschenteller m ermöglichen ein genaueres Einstellen der Flaschen. Die
sämtlichen Gehäuse A sind ganz nach T zu geschoben, so daß alle Flaschenhälse in den
Mundstücken G über der Ausbohrung D stehen. Das ganze System N wird nun gedreht, so daß
der Schenkel H unten ist (Fig. 7). Die trübenden Stoffe der Flüssigkeit setzen sich nun ab,
was, wie dies bei der Schaumweinfabrikation üblich ist, durch Schrägstellen des Gestelles N
vor-, rückwärts oder seitlich mittels der Lagerbocke unterstützt werden kann. Dieses Schrägstellen
ist erforderlich, um die Bestandteile, welche sich an den schrägen Flaschenwänden
absetzen, zum Herunterfallen zu veranlassen.
Nachdem das Absetzen beendet ist und die abgesetzten Teile sich in den Ausbohrungen D
angesammelt haben, wird durch die Bohrung P (Fig. 7 und 8) der eventuell erforderliche Likörzusatz
in die Ausbohrung C gegeben. Ist dies bei allen Gehäusen A geschehen, so werden diese
nach links geschoben, bis die Ausbohrungen C unter die Mundstücke G zu stehen kommen.
Hierauf wird das ganze System N wieder gedreht, so daß der Schenkel H nach oben kommt.
Die in den Ausbohrungen C befindlichen Liköraromastoffe
fließen jetzt in die Flaschen.
Hierauf erfolgt das Verkorken der Flaschen, indem das ganze System N unter eine Korkmaschine
gebracht wird, die so eingerichtet ist, daß sie jedesmal ein Gehäuse A festhält und in
die Bohrung B einen Korken eintreibt und eingetrieben dort festhält. Darauf wird das
System N nach rechts gezogen, wobei das von der Korkmaschine festgehaltene Gehäuse A
weiter nach links gleitet, bis die Bohrung B, in welcher bereits der dort eingetriebene Kork
sich befindet, über das Mundstück G zu stehen kommt. Hierauf treibt die Korkmaschine den
Korken durch das Mundstück G in den Flaschenhals. Der Vorgang ist somit beendet und die
Flaschen können fertig verkorkt aus dem System N herausgenommen werden.
Bei dem ganzen Vorgang sind die Stoffe, welche sich in den Flaschen abgesetzt haben,
aus der Flüssigkeit entfernt, und es sind dieser andere Bestandteile zugesetzt worden, ohne Verlust an Flüssigkeit und Kohlensäure, ferner ist
auth bei der Verkorkung kein Verlust eingetreten, kurz, die Flüssigkeiten in den Flaschen
sind behandelt worden, ohne die Flüssigkeiten mit der umgebenden Luft in Verbindung zu
bringen.
Zum besseren Verständnis dafür, wie bei dem ganzen Vorgang jeder Verlust ausgeschlossen
wird, sei an Hand der Fig. 10 bis 14 der Zeichnung
noch folgendes ausgeführt:
In diesen Figuren ist das Gehäuse A, von
oben gesehen, wie nach Fig. 3 dargestellt. Auf dem Schieber F ist nur die Öffnung des Mundstückes
G durch einen voll ausgezogenen Kreis gekennzeichnet. Die Öffnung der Ausbohrung D
liegt ganz unter dem Schieber F, und zwar genau unter der Öffnung des Mundstückes G,
. und ist durch einen punktierten Kreis gekennzeichnet, da ihr Rand verdeckt liegt. Auf der
Platte sind rechts weiter die Öffnungen der Ausbohrung C und der Durchbohrung B durch
Kreise festgelegt.
Steht nun eine mit Flüssigkeit gefüllte und zu behandelnde Flasche mit ihrem Hals auf dem
Mundstück C, so steht die in der Flasche befmdliche
Flüssigkeit nur mit der Ausbohrung D in Verbindung und ist rundherum durch den
Schieber F, der fest auf der Platte des Gehäuses A liegt, von der umgebenden Luft abgeschlossen.
Der Abschluß wird durch die gezeichneten Strahlen angedeutet. Fig. 11
zeigt eine kleine Verschiebung des Schiebers -F. Die Öffnung des Mundstückes G steht noch
mit der Ausbohrung D in geringer Verbindung, während der linke Teil des Schiebers sich schon
über die Ausbohrung D geschoben hat. Der rechte Teil des Schiebers, hat schon begonnen
die Ausbohrung C zu verschließen. Der Inhalt der aufstehenden Flasche bleibt auch jetzt
noch von der umgebenden Luft abgeschlossen, wie die gezeichneten Strahlen es andeuten.
Bei Fig. 12 ist der Schieber noch mehr nach rechts verschoben. Der linke Teil des Schiebers
verschließt noch ganz die Ausbohrung D, während die Öffnung des Mundstückes G schon
ganz auf dem glatten Teil der Platte angelangt ist. Der rechte Teil des Schiebers F hat sich
mittlerweile noch weiter über die Ausbohrung C geschoben. Auch hier zeigt der Strahlenkranz
den Abschluß der Öffnung des Mundstückes G und der auf ihr stehenden Flüssigkeit von der
sie umgebenden Luft. Wird nun der Schieber F noch mehr nach rechts verschoben, so schließt
der rechte Teil dieses Schiebers zunächst die Ausbohrung C und bringt nach entsprechend
vorgeschrittener Verschiebung die Öffnung des Mundstückes G mit der Bohrung C in Verbindung,
ohne daß die auf dem Mundstück G stehende Flüssigkeit mit der umgebenden Luft
in Verbindung tritt. Bei der Durchbohrung B ist der Vorgang der gleiche, nur daß hier vor
dem Verschieben des Schiebers F erst der Kork, welcher die Flasche verschließen soll, in die
Durchbohrung B hineingetrieben wird. Wird nun die Verschiebung ausgeführt, so tritt auch
hier die Flüssigkeit nicht mit der umgebenden Luft in Verbindung, da die Durchbohrung B
durch den eingetriebenen Kork bereits verschlossen ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum Behandeln mehrerer Wein oder andere Flüssigkeiten enthaltender Flaschen behufs Entfernens der Trubstoffe, Zusatzes einer anderen Flüssigkeit und Verkorkens der Flaschen, gekennzeichnet durch ein um seine Achse drehbares, die Flaschen aufnehmendes Gestell (H, S K, O), dessen einer Teil (H) zwecks Einsetzens und Entfernens der Flaschen in das bzw. aus dem Gestell an einem Ende in Scharnieren beweglich und am anderen Ende von dem Teil (O) ablösbar und ferner für jede Flasche mit je einem verschiebbaren Kasten (A) versehen ist, dessen Öffnungen (D, C, B) beim Verschieben des Kastens abwechselnd mit der unteren Öffnung des durch eine Aussparung im Teil (H) hindurchreichenden, den Hals der Flaschen aufnehmenden Mundstückes (G) bzw. mit .öffnungen.(Pj in der Platte (H) in Verbindung gebracht werden können, derart, daß je nach der Drehung des Gestelles und je nachdem das Mundstück (G) mit den Öffnungen (D, C, B) bzw. mit (P) in Verbindung ist, die trübenden Stoffe nach (D) entleert, aus (C) Flüssigkeit und aus (B) ein Kork in die Flaschen eingeführt bzw. die Öffnung (C) durch die Öffnung (P) mit der in die Flaschen einzuführenden Flüssigkeit gefüllt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE217030C true DE217030C (de) |
Family
ID=478375
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT217030D Active DE217030C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE217030C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6362477B1 (en) | 1997-12-10 | 2002-03-26 | Commonwealth Scientific And Industrial Research Organisation | Bulk material analyser for on-conveyor belt analysis |
| FR2887863A1 (fr) * | 2005-07-04 | 2007-01-05 | Chayoux Sa | Dispositif de dechargement de bouteilles depuis une installation de refroidissement |
| FR2896032A1 (fr) * | 2006-01-10 | 2007-07-13 | Champagel Sa | Plateau support pour la congelation des cols de bouteilles comprenant des moyens de pulverisation pour la refrigeration des corps des bouteilles et appareil comprenant un tel plateau support |
-
0
- DE DENDAT217030D patent/DE217030C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6362477B1 (en) | 1997-12-10 | 2002-03-26 | Commonwealth Scientific And Industrial Research Organisation | Bulk material analyser for on-conveyor belt analysis |
| FR2887863A1 (fr) * | 2005-07-04 | 2007-01-05 | Chayoux Sa | Dispositif de dechargement de bouteilles depuis une installation de refroidissement |
| FR2896032A1 (fr) * | 2006-01-10 | 2007-07-13 | Champagel Sa | Plateau support pour la congelation des cols de bouteilles comprenant des moyens de pulverisation pour la refrigeration des corps des bouteilles et appareil comprenant un tel plateau support |
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