DE216975C - - Google Patents

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DE216975C
DE216975C DENDAT216975D DE216975DA DE216975C DE 216975 C DE216975 C DE 216975C DE NDAT216975 D DENDAT216975 D DE NDAT216975D DE 216975D A DE216975D A DE 216975DA DE 216975 C DE216975 C DE 216975C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B3/00Ploughs with fixed plough-shares
    • A01B3/64Cable ploughs; Indicating or signalling devices for cable plough systems
    • A01B3/68Cable systems with one or two engines ; e.g. electrically-driven or with diesel generating set

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
->£ 216975 — KLASSE 45«. GRUPPE
fortschaltbaren Ankerwagen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1908 ab.
Bei mechanischer Bodenbearbeitung mit Maschinenpflügen nach dem Einmaschinensystem wurde bislang das Zugseil am Geräte selbst unterbrochen und es wurden die Enden mit den Angriffspunkten einer Wendevorrichtung verbunden. Wenn, bei dieser Anordnung die Zugkraft des Seiles gleichzeitig auch nutzbar gemacht werden sollte, um den Ankerwagen fortzuschalten, so war eine Antriebskraft erforderhch, welche für beide Arbeitsleistungen zusammen bemessen sein mußte. . Jede von diesen für sich'aber beansprucht bereits einen erheblichen Kraftaufwand, so daß ein verhältnismäßig starker Motor vorgesehen werden mußte. Der vorliegenden Erfindung gemäß soll an Motorgröße und Arbeitsleistung dadurch gespart werden, daß man das ununterbrochene Seil am Hubende von dem Geräte entkuppelt und es ausschließlich auf Fortschaltung des Ankerwagens wirken läßt, bis das Seil die neue Arbeitsbahn erreicht hat. Alsdann kehrt man die Bewegungsrichtung des Seiles/ um und kuppelt das Gerät wieder an, worauf der Rückweg angetreten werden kann. Durch ein besonderes Mittel ist bei dieser Anordnung noch dafür gesorgt, daß eine Ümwendung des Arbeitsgerätes am Hubende herbeigeführt werden kann, so daß man mit Wendegeräten zu arbeiten vermag. Dieses Mittel besteht im wesehtliehen darin, daß man das ganze Arbeitsgerät von beliebiger Art oder auch mehrere verschiedenartige hintereinandergeschaltete Arbeitsgeräte durch einen besonderen, als Angriffspunkt für den Seilzug dienenden Vorspann wagen schleppen läßt, welcher mit dem Seile „nach Bedarf gekuppelt oder von ihm gelöst werden kann. Wie sich der Arbeitsvorgang. bei der neuen Anordnung gestaltet und die Einzel-'. heiten der Erfindung ausgebildet sind, möge an Hand der Zeichnung näher erläutert werden. 4<·
Fig. ι zeigt die Gesamtanordnung der verschiedenen Geräte während der Arbeit.
Fig. 2 und 3 stellen den Vorspann wagen in größerem Maßstabe dar.
. Auf der einen Seite des Ackerfeldes steht 4,s der Arbeitswagen α mit den beiden Seiltrommeln b und c, die ihren Antrieb abwechselnd durch einen Motor erhalten. Von der einen Trommel ist das Zugseil d über das Ackerfeld ■ nach dem auf der gegenüberliegenden Seite aufgestellten Ankerwagen e geleitet und wird ' von dort nach Umspannung der Seilrolle f zu der zweiten Trommel des Arbeitswagens zurückgeführt. Die Fortbewegung des letzteren erfolgt durch unmittelbaren Antrieb der Räder, während der Ankerwagen dadurch bewegt wird, daß die Seilrolle vor dem Hubende mittels Schaltwerkes auf eine Seilwinde g einwirkt. Letztere wickelt das am Wagen angreifende und über eine in der Verlängerung der Bewegungsrichtung angeordnete Ankerrolle h geführte Seil i auf und zieht dadurch den Wagen vorwärts.
Das eine Zugseil, hier d, dient nun zur Mitnahme des beliebigen Arbeitsgerätes und kann mit demselben nach Bedarf gekuppelt und von ihm gelöst werden. Nach Erreichung des Hubendes löst der Führer die Kupplung und
läßt das Seil für eine kurze Zeit ausschließlich auf den Ankerwagen einwirken, der sich hierdurch fortschaltet und das Seil nach der neuen Bahn verlegt. Gleichzeitig wird auch der Antriebswagen um das gleiche Stück vorwärts bewegt.
Das Arbeitsgerät selbst kann beliebiger Art, z. B. als Doppelgerät ausgebildet oder umwendbar sein. Alle bekannten Wendegeräte
ίο setzen ein an der Wendevorrichtung unterbrochenes Zugseil voraus und sind zumeist sehr umständlich eingerichtet. Bei der neuen Anordnung, bei welcher das Zugseil ununterbrochen durchläuft und das Gerät mit ihm gekuppelt werden kann, gestaltet sich der. Wendevorgang bei Benutzung des bereits erwähnten besonderen Mittels außerordentlich einfach. Dazu besitzt dieses Mittel noch den Vorteil, daß Arbeitsgeräte beliebiger Art und auch mehrere hintereinandergeschaltete verschiedenartige Geräte benutzt werden können. Das Mittel besteht, wie bereits oben erwähnt, ■ darin, daß man das eigentliche Gerät an einen besonderen Vorspannwagen anhängt, der die Kupplung für die Verbindung mit dem Seile trägt. An diesen Vorspannwagen 0 können beliebige Geräte angehängt werden. In' Fig. 1 ist z. B. I ein Kultivator, m eine Walze und η eine Egge. Fig. 2 und 3 zeigen noch die Einrichtung des Vorspannwagens in größerem .Maßstabe und in einer Ausführung als Beispiel. Auf einer Scheibe p ist die Kupplung q zur Befestigung des Wagens an dem Seile angeordnet. Um die Scheibe stets in ihrer Lage zu halten, ist das Seil zwischen geeignet angeordneten Führungsrollen r hindurchgeführt. Um den Gabelzapfen der Scheibe ist der übrige Teil des Wagens, welcher auf Rädern s ruht, schwenkbar. Die Steuerung geschieht durch eine Kette u und ein Steuerrad t vom Führersitze ν aus. Um das Seil an dem letzteren vorbeizuleiten, . sind noch geeignete Führungsrollen w vorgesehen. Gestänge χ verbinden das eigentliche Gerät mit dem Vorspannwagen. Zur leichteren Beweglichkeit wird man vorteilhaft das Gestänge χ an einem um den drehbaren Teil y des Wagens gelegten Ring ζ angreifen lassen. Der Wendevorgang vollzieht sich mit Hilfe dieses Gerätes folgendermaßen:
Sobald dasselbe am Ende der ' Arbeitsbahn angelangt ist, lost der Führer die Kupplung und bewirkt dadurch das Durchlaufen des Seiles, das nunmehr lediglich auf Fortschaltung des Ankerwagens e wirken kann. Bei der hierdurch veranlaß ten Verlegung des Seiles wird der Vorspannwagen seitwärts mitgenommen, und der Führer muß hierbei durch Einstellen der Steuerung die Räder s in die neue Spur lenken. Er braucht hierbei nicht etwa die ganze Achse um 180° zu drehen, sondern hat nur dafür Sorge zu tragen, daß sie in der neuen Spur wieder gerade steht.. Sobald dies der Fall ist, gibt er das Zeichen zur Umkehrung der Seilbewegung und kuppelt den Vorspannwagen wieder an. Zuvor hat er die Arbeitsgeräte in üblicher Weise vom Boden abgehoben, so daß das ganze Gerät auf den Rädern ruht. Infolgedessen kann es sich.leicht auf der Stelle drehen, wobei es sich ein wenig rückwärts bewegen wird, so daß es ohne Mühe in die neue Spur hineingezogen werden kann. Der Vorspannwagen bietet durch die Möglichkeit der Benutzung ganz beliebiger Anhängegeräte außerordentliche Vorteile und macht die Beschaffung teurer Spezialwendegeräte überflüssig. Der Führersitz kann auch auf dem Vorspannwagen selbst angeordnet werden und könnte man in diesem Falle beliebige vorhandene Geräte anhängen. Die Verbindung kann auch durch Ketten hergestellt werden, wodurch ein Rückstau beim Wenden des Gerätes auf. der Stelle vermieden wird. ;

Claims (2)

Pate nt-An Sprüche:
1. Maschinenpflug nach dem Einmaschi- ■ nensystem mit einem durch das Zugseil fortschaltbaren Ankerwägen, dadurch ge-
■ kennzeichnet, daß d°as Gerät am Hubende von dem ohne Unterbrechung durchlaufenden Zugseile entkuppelt werden kann, so daß zwecks Ersparung an Motorärbeit die gesamte Zugkraft auf Fortschaltung des Anker Wagens wirkt. ■
2. Maschinenpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsgerät
• beliebiger Art oder mehrere hintereinandergeschaltete verschiedenartige Geräte .von einem steuerbaren Vorspannwagen geschleppt werden, um welchen sie sich am Hubende nach Verlegung der Seilbahn und Umkehrung der Zugrichtung drehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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