DE216877C - - Google Patents

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DE216877C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21HINCANDESCENT MANTLES; OTHER INCANDESCENT BODIES HEATED BY COMBUSTION
    • F21H5/00Solid incandescent bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

ffiafoczdcfou cfafan I'cwi Ib.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Ti 216877-KLASSE 4/. GRUPPE
RENfi LAIGLE in PARIS. Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern.
Zusatz zum Patente 216871 vom 7. Januar 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. April 1908 ah. Längste Dauer: 6. Januar 1923.
. 14. Dezember 1900 σ
vom 11. Oktober 1907 anerkannt.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern aus Teigmasse und bildet eine weitere Ausgestaltung der Erfindung nach Patent 216871.
Der Zweck der Neuerung besteht darin, daß. die Beimengungen, die zur Herstellung des Glühkörpers erforderlich sind, keine schädlichen Wirkungen mehr auf den fertigen Glühkörper bzw. auf seine Leuchtkraft und Dauer haftigkeit ausüben.
Zu diesem Zwecke wird die Masse, . aus welcher die Glühkörper geformt und gebrannt werden, nur aus solchen Substanzen zusammengesetzt, die in dem fertigen Glühkörper nur die reinen, lichtemittierenden Metalloxyde zurück-■ lassen, während die zur Bildung des Teiges erforderlichen organischen bzw. schädlichen Beimischungen während des Brennprozesses verbrannt werden. Hierbei kann durch besondere Behandlung bezw. Auswahl, der zur Herstellung des Teiges dienenden organischen Beimengungen, insbesondere durch Zusatz eines organischen Oxydationsmittels, erzielt werden, daß diese Verbrennung in vollkommener Weise
erreicht wird. .
Nach dem Hauptpatent wird bei der Herstellung massiver Thor-Cerkörper unter Verwendung von Berylliumoxyd als Bindemittel Tonerde benutzt. Es hat sich jedoch als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn man nicht das pulverige Oxydhydrat verwendet, sondern das gelatinöse, wie man es in bekannter Weise durch die Fällung mittels Ammoniak erhält, ' da dieses Hydrat die Bildung einer plastischen Masse erleichtert, indem es die Wirkung der organischen Bindemittel unterstützt.
Um die Reibung beim Auspressen der Fäden zu verringern, hat man bereits Schmierseife der plastischen Masse zugesetzt. Solche Seife hat aber den Nachteil, daß sie anorganische Substanzen enthält, die nach dem Brennen im fertigen Glühkörper zurückbleiben und die Leuchtwirkung vermindern. Es darf also keine gewöhnliche Kali- oder Natronseife, sondern nur eine solche Seife verwendet werden, die nur organische Substanzen enthält. Zu diesem Zwecke wird bei der Herstellung des Glühkörperteiges eine ammoniakalische Seife, d. h. eine solche verwendet, bei welcher das Öl durch Ammoniak verseift wird. Eine derartige Seife verbrennt vollständig während des Abbrennens, so daß der fertige Glühkörper von denjenigen Verunreinigungen frei ist, welche bei Verwendung anderer Seifen als unverbrenn-
bare und daher den Glühkörper verunreinigende und die Leuchtwirkung herabsetzende Rückstände im Glühkörper zurückbleiben.
Von allergrößter Bedeutung für die Leuchtwirkung der fertigen Glühkörper ist aber, daß das gleichfalls zur Teigbildung verwendete Gummi arabicum keine Rückstände hinterläßt. Man verwendet daher das als äußerst rein bekannte Arabin, aus welchem jedoch
ίο vor der Verwendung mineralische Beimengungen entfernt werden müssen. Aber auch bei Verwendung dieses reinen Gummis bildet sich trotzdem während des Brennprozesses als Rückstand Kohlenstoff in· Form eines fein verteilten Niederschlags. Um auch diesen während des Brennprozesses zu beseitigen, wird dem Teig ein organisches Oxydationsmittel, beispielsweise Pikrinsäure, zugesetzt, welches den Kohlenstoff zu Kohlensäure oxydiert.
Durch die vorbezeichneten Mittel ist es möglich, die Wirkung der nur zur Herstellung erforderlichen Beimengungen, die die Leuchtkraft beeinträchtigen, auszuschalten. .

Claims (4)

  1. ,. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern nach Patent 216871, gekennzeichnet durch die Anwendung von Tonerdehydrat in gelatinösem Zustande.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der zur Herstellung von Glühfaden verwendeten plastischen Masse eine Seife, beispielsweise ammoniakalische Seife, verwendet wird, welche, ohne Rückstände zu hinterlassen, verbrennt. ■ 3..
  3. Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern nach Anspruch 1 oder 2, dadurch . gekennzeichnet, daß man zur Herstellung des die Glühoxyde enthaltenden Teiges ein reines organisches Bindemittel, beispielsweise Arabin, verwendet, aus welchem etwaige mineralische Unreinigkeiten vorher entfernt werden.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man mit der zur Bildung der Glühfäden verwendeten plastischen Masse ein organisches Oxydationsmittel mengt, beispielsweise Pikrinsäure, welches die Verbrennung des angewendeten Klebemittels und der verwendeten Seife vervollständigen bzw. in flüchtige Körper überführen soll.
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