DE2160673B2 - Verfahren zur herstellung von 4-cyanoimidazol-5-carboxyamid bzw. 5-cyanoimidazol-4-carboxyamid - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 4-cyanoimidazol-5-carboxyamid bzw. 5-cyanoimidazol-4-carboxyamid

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DE2160673B2
DE2160673B2 DE19712160673 DE2160673A DE2160673B2 DE 2160673 B2 DE2160673 B2 DE 2160673B2 DE 19712160673 DE19712160673 DE 19712160673 DE 2160673 A DE2160673 A DE 2160673A DE 2160673 B2 DE2160673 B2 DE 2160673B2
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carboxyamide
cyanoimidazole
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cyanoimidazol
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Norio Inbagun Chiba Asai (Japan)
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Sagami Chemical Research Institute
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D233/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings
    • C07D233/54Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D233/66Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D233/90Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals

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  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 4-Cyanoimidazol-5-carboxyamid bzw. 5-Cyanoimidazol-4-carboxyamid, wobei nachstehend vereinfacht lediglich auf 4-Cyanoimidazol-5-carboxyamid der nachstehenden Formel
N-
CN
—CONH,
N
H
Bezug genommen wird.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Gewichtsteil Diaminomaleinsäuredinitril der Formel
H,N
CN
H2N
CN
mit 1 bis 2 Gewichtsteilen Ameisensäure in Toluol, Äthylbenzol, Xylol und/oder Anisol durch 5- bis 7stündiges Erhitzen unter Rückfluß umsetzt.
Das nach dem Verfahren gemäß der Erfindung erhaltene Reaktionsprodukt 4-Cyanoimidazol-5-carboxyamid stellt eine wertvolle Vorläuferverbindung für die Synthese von verschiedenen Pharmazeutika dar.
Es sind bereits einige Verfahren zur Herstellung von 4-Cyanoimidazol-5-carboxyamid bekannt, jedoch sind diese Verfahren für die Herstellung der Verbindung in großtechnischem Maßstab nicht geeignet, da entweder die Ausgangsmaterialien nicht !eicht erhältlich sind oder die praktische Durchführbarkeit mit Schwierigkeiten verbunden ist.
Ein typisches bekanntes Verfahren zur Herstellung von ^-Cyanoimidazol-S-carboxyamid besteht z. B. darin, daß man Diaminomaleinsäuredinitril mit einem Orthoester unter Bildung von 4,5-Dicyanoimidazol umsetzt, das anschließend zum 4-Cyanoimidazol-5-carboxyamid hydrolisiert wird (vgl. US-PS 25 34 331 und »Bull. Chem. Soc. Japan« 41, 241 [1968]). Dieses bekannte Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß zu seiner Durchführung zwei Stufen erforderlich sind.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines verbesserten Verfahrens zur Herstellung von 4-Cyanoimidazol-5-carboxyamid, bei welchem die ilen bekannten Verfahren anhaftenden Nachteile vermieden werden, das unter milden Bedingungen durchgeführt werden kann und für die Herstellung in großtechnischem Maßslab gut geeignet ist.
Das als Ausgangsmaterial in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Diaminomaleinsäuredinitril ist eine bekannte Verbindung und kann icichi nach bekannten Verfahren hergestellt werden. Wie oben angegeben, ist das criindungsgcmäßc Verfahren
ίο dadurch gekennzeichnet, daß Ameisensäure verwendet wird, die als Ausgangsmalerial für die Umsetzungen in einem technischen Maßstab verschiedene Vorteile hat, und daß das gewünschte Produkt durch Umsetzung in einer ein/igen Stufe aus den obengenannten Ausgangsmatcrialien erhallen werden kann.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Ameisensäure in einer Menge von 1 bis 2 Gewichtsteilen auf 1 Gewichtsteil Diaminomaleinsäuredinitril verwendet, und vorzugsweise wird sie innerhalb des vorstehend genannten Bereichs in überschüssiger Menge, bezogen auf das Diaminomaleinsäuredinitril, eingesetzt.
Die Grundreaklion der Erfindung ist die Cyclisierung von Diaminomaleinsäuredinitril mit Ameisensäure, und die Umsetzung läuft glatt ab durch 5- bis 7stündiges Erhitzen einer Mischung der Reaktantcn und der genannten Lösungsmittel bei der Rückflußtemperatur der Mischung. Unter den oben angegebenen Bedingungen kann das gewünschte Produkt 4 - Cyanoimidazol - 5 -carboxyamid in relativ guter Ausbeute erhalten werden. Das auf diese Weise erhaltene Produki kann aus der Reaktionsmischung abgetrennt und dann nach irgendeinem der üblichen Verfahren, beispielsweise durch Einengen der Misehung bis zur Trockne und Umkristallisation des Produktes aus einem geeigneten Lösungsmittel, gereinigt werden unter Bildung eines gereinigten kristallinen Produktes.
Auf diese Weise kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren 4-Cyanoimidazol-5-carboxyamid in hoher Ausbeute in einer einzigen Stufe aus Diaminomaleinsäuredinitril hergestellt werden, und weil dabei Ameisensäure verwendet wird, hat dieses Verfahren gegenüber den bekannten Verfahren Vorteile und ist wirtschaftlicher, wenn es in technischem Maßstab durchgeführt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1
6 gDiaminomalcinsäurcdiniirilundo.O ml Ameisensäure (85%ige wäßrige Lösung) wurden zu 100 ml Xylol zugegeben, und die erhaltene Mischung wurde 6 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt, wobei während dieser Zeit die Umsetzung ablief. Die erhaltene Reaktionsmischung wurde dann zur Trockne eingeengt. Zu dem Rückstand wurde Wasser zugegeben, und dann wurde wiederum zur Trockne eingeengt. Der Rückstand wurde anschließend aus Aktivkohle enthaltendem Wasser umkrislallisiert, und man erhielt 4,62 g (61,2% Ausbeute) des Produktes in Form von farblosen nadeiförmigen Kristallen. Dieses Produkt hatte einen Schmelzpunkt von 276° C (unter Zersetzung) und wurde durch lR-Absorplionsspcklralanalyse als 4-Cyanoimidazol-5-carboxyamid identifiziert.
Beispiel 2
Nach dem im Beispiel 1 beschriebinen Verfahren. Hobci diesmal jedoch an Si die von ί (K) ml Xy!o! als Lösungsmittel KK) ml Anisol verwendet wurden. frhiclt man 4,37 μ (57,9% Ausbeule) dre Produktes in Form von farblosen nadclförmigcn K ristallen. Dieses Produkt halte einen Schmelzpunkt von 276 C (unter Zersetzung) und wurde durch IR-Absorplionsspcklralanaiyse als 4-Cyanoimidazol-5-carboxyjmid idcntifiziert.
Beispiel 3
Nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren, wobei diesmal jedoch an Stelle von 100 m! Xylol als Lösungsmittel 100 ml Älhylbenzol verwendet wurden, erhielt man 4,53 μ (59,5% Ausbeute) des Produktes in Form von farblosen nadclförmiiien Kristallen. Dieses Produkt hatte einen Schmelzpunkt von 276 C (unter Zersetzung) und wurde durch IR-Absorplionsspektralanalyse als 4-C"yanoimidazol-5-carboxyamid identifiziert.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 4-Cyanoimidazol-5-carboxyamid bzw. 5-Cyanoimidazol-4-carboxyamid, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Gewichtsteil Diaminomaleinsäuredinitril mit 1 bis 2 Gewichtsteilen Ameisensäure in Toluol, Äthylbenzol, Xylol und/oder Anisol durch 5- bis 7stündiges Erhitzen unter Rückfluß umsetzt.
DE19712160673 1970-12-09 1971-12-07 Verfahren zur Herstellung von 4-Cyanoimidazol-5-carboxyamid bzw. S-Cyanoimidazol-4-carboxyamid Expired DE2160673C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP10858070 1970-12-09
JP45108580A JPS4926627B1 (de) 1970-12-09 1970-12-09

Publications (3)

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DE2160673A1 DE2160673A1 (de) 1972-06-22
DE2160673B2 true DE2160673B2 (de) 1976-02-12
DE2160673C3 DE2160673C3 (de) 1976-09-30

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IT1056017B (it) 1982-01-30
JPS4926627B1 (de) 1974-07-10
CH563368A5 (de) 1975-06-30
FR2117606A5 (de) 1972-07-21
GB1356043A (en) 1974-06-12
DE2160673A1 (de) 1972-06-22
US3808225A (en) 1974-04-30
NL156400B (nl) 1978-04-17
NL7116642A (de) 1972-06-13

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