DE2155377B2 - Verfahren zur Herstellung eines aus einem Metallkörper und an dessen Oberfläche haftendem Gummi gebildeten Körpers - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines aus einem Metallkörper und an dessen Oberfläche haftendem Gummi gebildeten Körpers

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Description

In der Industrie tritt häufig das Problem auf, die Haftkraft der Oberfläche von Metallkörpern gegenüber Gummi zu verbessern, insbesondere wenn es lieh darum handelt, die Wirksamkeit der aus metallischen Armierungselementen bestehenden Verstärkung für Gummiwaren wie beispielsweise Reifen zu verbessern.
Bei der Reifenherstellung besteht neuerdings die Tendenz, immer mehr Stahldrähte als Verstärkungselemente für Reifen zu verwenden. Durch die Verwendung dieser Drähte erhalten die Reifen ausgezeichnete mechanische Eigenschaften, die durch die hohen Leistungen moderner Kraftfahrzeuge erforderlich geworden sind.
Die Verwendung dieser Verstärkungselemente aus Stahldraht bringt jedoch ein schwerwiegendes Problem mit sieb, das darin besteht, die Haftkraft des Gummis an den Drähten so zu erhöhen, daß deren
δ mechanische Eigenschaften voll ausgenützt werden können.
Die Haftkraft von Stahl gegenüber Gummi, insbesondere die normalerweise zur Herstellung von Reifen verwendeten Gummigemische, ist nämlich an
»o und für sich verhältnismäßig gering oder zumindest für den vorgenannten Zweck unzureichend.
Bisher hat man sich dadurch geholfen, daß die Oberfläche der Stahldrähte mit einer dünnen Messingschicht überzogen wurde und daß den Gummi-
gemischen Stoffe zur Erhöhung ihrer Haftkraft an der Messingschient beigemischt wurden, beispielsweise komplexe Kobaltsalze und organische Harze. Dieses Verfahren bat jedoch den Ntirteil, daß es verhältnismäßig kostspielig ist. Außerdem werden
ao die Eigenschaften der auf diese Weise hergestellten Reifen durch die vorgenannten, den Gummigemischen beigegebenen Stoffe ungüstig beeinflußt.
Es ist daher die Aufgabe der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung ein Verfahren zu schaffen, das
»5 es ermöglicht, die Haftkraft der Oberfläche von Metallkörpern gegenüber Gummi zu erhöhen, ohne daß dem Gummi Substanzen beigemischt werden müssen, die seine Zusammensetzung verändern, insbesondere ein Verfahren zu schaffen, das es ermöglicht, die Haftkraft der für die Verstärkung von Reifen verwendeten Stahldrähte gegenüber den normalerweise zur Herstellung von Reifen verwendeten Gummigemischen zu verbessern, ohne daß diesen Gummigemischen ein besonderer Zusatz zur Erhöhung der Haftkraft des Gummis an dem Metall beigemischt werden muß.
Somit beruht die Erfindung auf der überraschenden Feststellung, daß die an und für sich schwache Haftkraft der Oberfläche eines Metalls gegenüber Gummi durch die Anbringung einer Kohlenstoffschicht auf der Metalloberfläche wesentlich erhöht wird, ohne daß es erforderlich wäre, dem Gummi besondere Zusatzstoffe beizumischen.
Dabei genügt zur Erzielung der gewünschten Wirkung die Anbringung einer verhältnismäßig dünnen Kohlenstoffschicht von beispielsweise 10 bis 500 A. Hinsichtlich der oberen und unteren Grenze für die Dicke der Kohlenstoffschicht sind ^sdoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine genauen Daten verfügbar.
Das vorgenannte Verfahren eignet sich nicht nur zur Verwendung bei Stahldrähten sondern auch bei Stahlkörpern, die eine andere als die Form von Drähten haben, insbesondere Platten, Bänder, Rohre usw., und auch zur Verwendung bei anders ausgebildeten Metallkörpern, die aus einem anderen Metall als Stahl bestehen.
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens, die sich sowohl für Kohlenstoff enthaltende Metallkörper als auch für keinen Kohlenstoff enthaltende Metallkörper eignet, wird die Kohlenstoffschicht durch Verdampfung im Vakuum in einer geeigneten Kammer auf die Oberfläche des Metallkörpers aufgetragen. Um die größtmögliche Verbesserung der
6S Haftkraft zu erzielen, kann wie folgt vorgegangen werden: Unmittelbar nach der Auftragung der Kohlenstoffschicht kann in die Vakuumkammer wenigstens ein Gas wie Wasserstoff oder ein gasförmiger
,Jenwasserstoff bei Umgebungstemperatur eingebt werden, worauf dieses Gas bei atmosphSripm oder annähernd atmosphärischem Druck für zur Sättigung der Kohlenstoffschicht erforderliche t mit der Kohlenstoffschicht in Berührung gehal-[ wird. Solange der Gummi, der an der Oberfläche κ Metallkürpers haften soll, nicht aufgebraucht ist, es erforderlich, jede längere Berührung des auf £ Weise behandelten Metallkörpers mit dem erstoff der Luft zu verhindern. Zu diesem Zweck
der Metallkörper vorzugsweise unmittelbar ti der Behandlung zur Erhöhung seiner Haftkraft dem Gummikörper überzogen, zu dessen Verkung er dienen soll, oder zumindest mit einer jnmischicht der gleichen Art wie der Gummikör- J5 ■ oder mit diesem verträglichen Gummischicht. Vas die Vakuumverdampfungseinrichtung anbeft, diese kann jeder bekannter Art sein, voraus-Igßsetzt, daß sie die Erhitzung eines Körpers aus reijjem Kohlenstoff auf eine Temperatur um etwa 3000J K unter einem Druck von etwa 10 5 Torr gestattet und der Koiiienstoffkörper damit auch bei dieser Temperatur ausreichend lange gehalten werden kann, um die Auftragung der Kohlensioffschicht in der erforderlichen Dicke auf die Oberfläche des Metallkörpers zu ermöglichen.
Beispielsweise kann ein zwischen zwei Kohlenstoffelektroden überspringender elektrischer Lichtbogen oder ein durch Joulesche Wärme erhitzter Kohlenstoffkörper verwendet werden, wooei in beiden Fällen in einer lter einem hohen Vakuum von wenigstens 10 s Torr stehenden Kammer gearbeitet wird. Es kann auch eine kathi/dische Verdampfungseinrichtung verwendet werden, die umer einem weniger hohen Vakuum als 10 5 Torr asbeitet.
In der vorstehend beschriebenen Ausführungsform des Verfahrens kann dieses im Schubbetrieb oder in kontinuierlicher Arbeitsweise ausgeführt werden. Diese letztere Ausführungsart ist besonders vorteilhaft und eignet sich insbesondere zur Behandlung von langen Metallkörpern wie Drähten oder Bändern großer Länge.
Um eine gute Haftung der Kohlenstoffschicht an der Oberfläche des Metallkörpers zu gewährleisten, muß diese Oberfläche vollkommen sauber und entfettet sein. Zu diesem Zwecke kann die Oberflache des Metallkörpers zuvor, falls erforderlich, mit ircendeinem geeigneten Lösungsmittel oder Losungsmittelgemisch, beispielsweise Azeton gereinigt werden Die chemische Reinigung der Oberflache des Metallkörpers kann auch durch ein Bombardement mit Ionen ersetzt oder ergänzt werden, beispielsweise durch eine elektrische Entladung in einer Inertgasatmosphäre unter schwachem Druck (beispieisweise 10 3 Torr), wobei diese elektrische Entladung durch Anlegung eines ausreichend hohen Spannungsun Jsäiedf von beispielsweise 500 Volt zwischen diesem Körper, der als negative Elektrode benutzt wird, und einer geeigneten positiven Elektrode her- ^
vorgerufen wird. v
Gemäß einer anderen Ausführungsform des Verfahrens kann die Verdampfung des Kohlenstoffs im Vakuum durch die Auftragung einer KoWenstof schicht durch Zersetzung einer Kohlenstoff enthal· enden gasförmigen Verbindung, insbesondere eines Kohlenwasserstoffs, von Kohlenstoffsulfid, einer halogenierten Kohlenstoffverbindung der Verbin- ZJ C,O2 usw., ersetzt werden, wöbe! die Zerset-
35 wng durch Einwirkung der gasförmigen Ve.-btadung auf die Oberfläche des Metallkörper* hervorgerufen wird, der zuvor auf eine ausreichende Temperatur beispielsweise über 600° C, erhitzt wurde. Natürlich läßt sich diese Ausführungsform nur bei Metallkörpern anwenden, die durch diese hohe Temperatur nicht nachteilig beeinflußt werden. Wenn dies nicht der Fall ist, wie beispielsweise bei Stahldrähten, die zur Verstärkung von Reifenkarkassen bestimmt sind und im Draht/iehverfahren hergestellt werden, durch das sie stark gereckt werden, so daß sie in Folge der hohen Temperatur durch Ausglühen einen Teil ihrer mechanischen Festigkeit verlieren würden, so ist die Ausführuitgsform des Verfahrens vorzuziehen, bei der die Kohlenstoffschicht durch Verdampfung im Vakuum aufgebracht wird.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens, die sich für Kohlenstoff enthaltende Metalle und Metalllegierungen, insbesondere Stahl, eignet, wird die Kohlenstoffschidit auf der Oberfläche des Metallkörper dadurch hergestellt, daß der Metallkörper bis zu einer bestimmten Tiefe von seiner Oberfläche ausgehend einer Ätzbehandlung unterzogen wird, durch die wenigstens der größte Teil des Metalls, d. .\ des Eisens im Falle von Stahl, entfernt wird, während der Kohlenstoff verbleibt.
Diese Ätzbehandlung kann vorzugsweise aus einer elektrolytischen Behandlung in einem elektrolytischen Bad bestehen, wobei der zu behandelnde Metallkörper als Anode benutzt wird. Als elektrolytisches Bad kann beispielsweise eine wäßrige Lösung einer Säure, insbesondere eine wäßrige Lösung verdünnter Chlorwasserstoffsäure, beispielsweise der Konzentration 0,1 N, oder eine Salzlösung, verwendet werden. In diesem Falle empfiehlt es sich, den behandelten Metallkörper in einer geeigneten Atmosphäre, beispielsweise heißer Luft, zu trocknen, ehe der Gummi auf seine Oberfläche aufgebracht wird. Wie bei der ersten Ausführungsform des Verfahrens kann bei dieser letzteren Auüführungsform im Schubbetrieb oder in kontinuierlicher Arbeitsweise vorgegangen werden. Im letzteren Falle kann bei der Behandlung eines länglichen Metallkörpers, beispielsweise eines Drahts oder Bands, dieser nacheinander durch ein chemisches Waschbad, ein elektrolytisches Ätzbad, eines oder mehrere Waschbäder, eine Trockenkammer, die Vorrichtung zur Verwendung des Metallkörpers, d. h. im Falle eines Stahldrahts durch die Vorrichtung zur Herstellung der Reifenkarkassen, und in die Vorrichtung zum Besch'chten der Reifenkarkassen mit dem Gummigemisch und zum Formen und Vulkanisieren des Gum-
1I!I3\.II WIiU ..
migemischs geführt werden.
Als Variante zu dieser letzteren Ausführungsform kann das elektrolytische Ätzbad durdi ein chemisches Ätzbad in flüssiger oder gasförmiger Umgebung ersetzt werden.
Nachstehend werden einige Beispiele zur praktischen Durchführung des Verfahrens beschrieben.
Beispiel 1
Ein Stück Kohlenstoffstahldraht von hoher mechanischer Festigkeit, der Art wie er normalerweise zur Verstärkung von Reifenkarkassen verwendet wird, mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,7 Gewichtsprozent, einem Durchmesser von 0,2 mm und einer Länge von 10 cm wird durch Eintauchen in ein Aze-
2
tobad entfettet und danach mit einem ganz sauberen Wolltuch abgetrocknet.
Danach wird dieses Drahtstück in eine Haltevorrichtung eingespannt, indem es mit beiden Enden je an einem Arm der Haltevorrichtung befestigt wird. Diese Haltevorrichtung ist so angeordnet, daß die Achse des Drahts in vertikaler Richtung verläuft, wobei die Haltevorrichtung selbst in vertikaler Richtung unter Mitnahme des Drahts entlang einer Fühnmgsstange verschiebbar ist, so daß der Draht wäh- ια rend dieser Bewegung mit einer vorbestimmten bekannten Geschwindigkeit in einem Abstand von 3 mm an einen elektrischen Lichtbogen erzeugenden Kohlenstoffelektroden vorbeigeführt wird. Die gesamte Haltevorrichtung ist in einer Kammer angeordnet, in der ein Vakuum von 10 s bis 10 6 Torr erzeugt werden kann wad die mit einer Vorrichtung zur Einführung von Argon versehen ist Diese Kammer ist ferner mit einer Vorrichtung zur Beschießung des eingespannten Drahts mit Ionen versehen, indem zwischen dem als negative Elektrode benutzten Draht und einer geeigneten positiven Elektrode in einer Argonatmosphäre unter niedrige.,] Druck ein Spannungsunterschied erzeugt wird.
Die Beschießung des Drahts mit Ionen dauert 5 Minuten. Der dabei angelegte Spannungsuntcrschied beträgt 500 Volt mit einer Stromstärke von 50 mA. unter Anwendung eines Drucks von 10 3 Torr in einer Argonatmosphäre. Dadurch wird der Grad der Sauberkeit der Oberfläche des Drahts noch weiter erhöht. Danach wird das Argon abgeführt, bis in der Kammer ein Druck von 10 5Torr herrscht, die elektrischen Lichtbogen werden eingeschaltet und der Draht wird zwischen den Lichtbogen mit einer Geschwindigkeit von 1,5 Meter pro Sekunde bewegt. Auf diese Weise wird eine Kohlenstoffschicht aufgetragen, deren mittlere Dicke 10 Angstrom beträgt, wie an Hand einer Annäherungsschätzung auf Grund einer int.rferometrischen Messung (nach der Michelson-Methode) ermittelt wurde, bei der die Dicke einer unter den gleichen Bedingungen in einer bekannten Zeit auf eine in einer festen Stellung symmetrisch in einem Abstand von 36 mm über den Lichtbogen angebrachte Glasplatte aufgetragenen Kohlenstoffschicht gemessen wurde.
Sobald der Draht mit der gewünschten Kohlenstoffschicht bedeckt ist, werden die Lichtbogen abgeschaltet, und wenn die Lichtbogen abgekühlt sind, wird, ohne zuvor das Vakuum in der Kammer zu stören, Wasserstoff in die Kammer eingeleitet, bis in der Kammer der atmosphärische Druck wiederhergestellt ist. In der Wasserstoffatmosphäre wird der Draht eine Stunde lang belassen.
Durch die Ausführung des Verfahrens in der vorstehend beschriebenen Weise wird eine sehr gute Haftkraft des Drahts gegenüber Gummi erzielt, wie der nachstehend beschriebene herkömmliche Versuch zeigt; Sofort nach Beendigung der Behandlung des Drahts in der Wasserstoffatmosphäre wird der Draht schnell mit einem Gummiprobestück überzogen, das keinen Zusatzstoff der Art, wie er zur Erhöhung der Haftkraft des Gummis an Messing verwendet wird, enthält und das zuvor in zwei Durchgängen bei 45° C und 80° C gewalzt wurde. Danach wird das Probestück in üblicher Weise vulkanisiert, wobei die Vulkanisationstemperatur 143° C und die Vulkanisationsdauer 1 St'tnde beträgt, und dabei in einen /vlindrischen Körper von 6 mm Länge und 3,5 mm 377
Durchmesser geformt, wobei sich der mit der Kohlenstoffschicht Überzogene Stahldraht genau in der vertikalen Achse des zylindrischen Körpers befindet. Dps GummiprobestUck hat folgende Zusammensetzung (in Gewichtsanteilen):
Naturkautschuk 100
Zinkoxyd 5
Stearinsäure 3
Amin-Oxydationsschutzmitte! 1,5
Ruß 50
Kienteer 3
Benzothiazyldisulfid 1,4
Schwefel 2,8
12 Stunden nach der Fertigstellung des auf diese Weise angefertigten Probestücks wurde dieses einer Zugprobe unterzogen, bei der mit einer Zugprüfmaschine in der Achse des Diahts auf diesen eine bekannte stetig zunehmende, auf ein Herausziehen de* Drains aus dem Gummi i;eriditete Kraft aus»eüiv. wurde, zu welchem Zweck e; , freies Ende des Stuhl· drahtb in eine Spannhacke der Zugprüfmaschine ein geklemmt wurde, während die andere Spannbacke der Zugprüfmaschine mit einer Vorrichtung versahen war, die ein Festhalten des GummiprobestUck ; gestattet, ohne es seitlich einzuklemmen, d. h. da\ Gummiprobestück lediglich rechtwinklig zur Achsdes Drain-, hält, ohne die Zugbeanspruchung zu beeinträchtigen.
Bei einer Zuggeschwindigkeit von 5 cm pro Mi nute betrug die zum Herausziehen des Stahldralüv erforderliche Kraft 7 kg.
Das zur Durchführung der vorgenannten Zugp-o bc angewandte Verfahren und die dabei verwendet Zugp;iifmaschine sind beispielsweise in dem Artikel »Improvement of the Testing Method for adhesion of vulcanized rubber to steel wire cords« von S E c c h e r und C. Canevari, Kautschuk- und Gummi-Kunststoffe 22 (1969), Heft 5, S. 22S bis 232, beschrieben.
Zum Vergleich wurden in der gleichen Weise wie vorstehend beschrieben mehrere Zugversuche mit Stahldrahtstückcn der gleichen Art ausgeführt, die mit Gummiprobestücken der gleichen Art überzogen waren, aber nicht rj»r vorstehend beschriebenen Behandlung gemäß den· erfindungsgemäßen Verfahren unterzogen worden waren. Zur Herausziehen dieser Stahldrähte war eine Kraft erforderlich, die bei den verschiedenen Versuchen zwischen 0,1 und 0,4 kg lag.
Entsprechende Versuche wurden auch mit entsprechenden unbehandelten Stahldrahtstücken durchgeführt, bei denen die Gummiprobestücke Zusatzstoffe zur Erhöhung der Haftkraft des Gummis gegenüber Messing enthielten. Bt diesen Versuchen war zum Herausziehen der Stahldrähte eine im Bereich zwischen 2,2 und 4,8 kg liegende Kraft erforderlich.
Weitere Versuche wurden mit Stahldrahtstücken des gleichen Durchmessers ausgeführt, die mit einer Messingschicht in einer Dicke von 5 Mikron überzogen waren. Bei diesen Versuchen war zum Herausziehen der Stahldrähte aus den Gummiprobestücken, die Zusatzstoffe zur Erhöhung der Haftkraft des Gummis gegenüber Messing enthielten, eine im Bereich zwischen 7 und 8 kg liegende Kraft erforderlich.
Die in diesem Beispiel beschriebene Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens gestaltet also ohne die Verwendung von dem Gummi beizumischenden Zusatzstoffen die Erzielung einer Haftkraft des Gummis gegenüber dem Stahl, die praktisch ebenso gut ist wie die durch Verwendung von besondere Zusatzstoffe enthaltendem Gummi und mit einer Messingschicht überzogenem Stahldraht crziclbare Haftkraft.
Es ist ferner zu bemerken, daß das erfindungsgemäße Verfahren von besonderem Vorteil für Slahldrähte ist, die, wie es in neuerer Zeit häufig der Pail ist, nicht im Strangpreß- oder Drahtziehverfahren sondern beispielsweise im Stranggußverfahren hergestellt werden, bei dem das Verfahren des Überziehens der Oberfläche von Stahldrähten mit einer Messingschicht nicht so wirtschaftlich wie bei den früher angewandten Verfahren ist.
Beispiel 2
Ein Kohlenstoffstahldraht der gleichen Art, wie er im Beispiel 1 verwendet wurde, wird sorgfältig mit Azeton entfettet. Dieser Draht wird einer Ätzbehandlung in einem elektrolytischen Bad unterzogen, das aus einer wäßrigen Lösung von Chlorwasserstoffsäure mit einer Konzentration von 0,1 N besteht. Die Temperatur des elsktrolytischen Bads beträgt 20° C, die angewandte Stromdichte 0,16 Ampere pro cm2 und die Behandlungsdauer beträgt 5 Sekunden. Als Anode wird der Stahldraht verwendet, während die Kathode aus Kupfer besteht. Zwischen Anode und Kathode wird ein Spannungsunterschied von 12 Volt angelegt.
Der der Elektrolyse unterzogene Teil des Drahts schwärzt sich in Folge der Bildung einer Oberflächenschicht aus amorphem Kohlenstoff in einer Dicke von 100 A. Danach wird der Draht aus dem elektrolytischen Bad herausgenommen, zur Entfernung der Säure mit Wasser abgespült, dann zur Entfernung des Wassers mit Äthylalkohol abgespült und schließlich wird die Kohlenstoffschicht 75 Minuten durch Erhitzung auf 120° C an der Luft getrocknet. Dadurch wird eine Erhärtung der Kohlenstoffschicht erzielt und diese haftet fest an der Oberfläche des Drahts.
Die Verbesserung der Haftkraft des Drahts gegenüber Gummi wurde an Hand der gleichen Versuche ermittelt und bestätigt, die im Beispiel 1 beschrieben sind. Die zum Herausziehen des Drahts aus dem Gummi erforderliche Kraft betrug fi kg.
B ei spi el 3
Das im Beispiel 1 beschriebene Verfahren wird unter Verwendung eines Drahts aus rostfreiem Austcnitstahl mit einem Durchmesser von 0,2 mm ίο und der folgenden Zusammensetzung (in Gewichtsprozent) wiederholt:
Kohlenstoff 0,15
Chrom 18
Nickel 8
Mangan 2
Silizium 1
Eisen 70,85
Die zum Herausziehen des Drahts erforderliche ao Kraft betrug 6 kg. Ein zum Vergleich angestellter entsprechender Zugversuch mit einem entsprechenden Draht ohne Kohlenstoffschicht ergab eine zum Herausziehen des Drahts erforderliche Kraft von 0,2 kg.
»5
Beispiel 4
Das im Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurde
unter Verwendung eines Drahts aus rostfreiem Ferritstahl mit einem Durchmesser von 1 mm und der folgenden Zusammensetzung (in Gewichtsprozent) wiederholt:
Kohlenstoff 0,12
Chrom 16
3^ Mangan 1
Silizium 1
Eisen 81,88
Zur Ermittlung der Haftkraft des Drahts gegenüber Gummi würde das gleiche herkömmliche Prüfverfahren angewandt, das im Beispiel 1 beschrieben ist. Diese Prüfung ergab, daß zum Herausziehen des mit Kohlenstoffschicht überzogenen Drahts aus dem Gummi eine Kraft von 8 kg erforderlich ist. Zum Herausziehen eines entsprechenden Stahldrahts, der nicht mit der Kohlenstoffschicht überzogen ist, genügt eine Kraft von 0,2 kg.
409540/344

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines aus einem Metallkörper, z. B. einem Stahlkörper, und an dessen Oberfläche haftendem Gummi gebildeten, zusammengesetzten Körpers, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Metallkörper mit einer an ihr haftenden Kohlenstoffschicbt fiberzogen wird, worauf der Gummi direkt aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenstoffschicht durch Verdampfung im Vakuum auf die Oberfläche des Metalikörpers aufgetragen wird.
3. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar nach der Auftragung der Koblenstoffschicbt auf den Metallkörper in die Vakuumkammer Wasserstoff oder ein gasförmiger Kohlenwasserstoff bei Umgebungstemperatur eingebracht wird und dieses Gas bei atmosphärischem oder annähernd atmosphärischem Drude für die zur Sättigung der Kohhmstoffschicht erforderliche Zeit mit der Kohlenstoffschicht in Berührung gehalten wird.
4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Kohlenstoff überzogene Metallkörper von seiner Oberfläche ausgehend einer Ätzbehandlung unterzogen wird, durch die der größte Teil des Metalls entfernt wird, während der Kohlenstoff verbleibt.
5. Verfahren nach Palentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ätzbehandlung eine elektrochemische Behandlung ist und daß die auf diese Weise hergestellte Kohlenstoffschicht zum Zwecke ihrer Erhärtung getrocknet wird.
6. Verfahren nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Metallkörper ein Stahlkörper verwendet wird.
7. Verfahren nach den Patentansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenstoffschicht an Luft getrocknet wird.
8. Verfahren nach den Patentansprüchen S bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrochemische Behandlung in einem elektrolytischen Bad ausgeführt wird, das aus einer wäßrigen Lösung aus verdünnter Chlorwasserstoffsäure besteht.
DE2155377A 1970-11-18 1971-11-04 Verfahren zur Herstellung eines aus einem Metallkörper und an dessen Oberfläche haftendem Gummi gebildeten Körpers Expired DE2155377C3 (de)

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