DE215372C - - Google Patents
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- DE215372C DE215372C DENDAT215372D DE215372DA DE215372C DE 215372 C DE215372 C DE 215372C DE NDAT215372 D DENDAT215372 D DE NDAT215372D DE 215372D A DE215372D A DE 215372DA DE 215372 C DE215372 C DE 215372C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A33/00—Adaptations for training; Gun simulators
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
- Telescopes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72/. GRUPPE
Vorrichtung für Zielübungen mit Gewehren. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. April 1907 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für Zielübungen mit Gewehren o. dgl., bei der die
Waffe vollständig frei nach jeder Richtung hin wie beim gewöhnlichen Feuern gehalten und
bewegt werden kann, während die Genauigkeit des Zielens im Augenblick des Feuerns angezeigt
oder aufgezeichnet wird.
Gemäß der Erfindung wird zwischen dem Gewehrlauf und der Zielscheibe ein aus einem
ίο Faden, Draht o. dgl. bestehender, bei allen
Stellungen der Waffe gestreckt gehaltener Verbinder vorgesehen, der beim Abziehen des Gewehrs
ein von seiner Richtung in bezug auf die Seelenachse abhängiges Zeichen auslöst, welches
den Grad der Genauigkeit des Zielens erkennen läßt.
Z. B. kann bei falschem Zielen eine elektrische Klingel zum Ertönen, ein Licht zum Leuchten
gebracht werden, oder es kann eine kleine Anzeigescheibe oder ein Anzeigestift so. bewegt
werden, daß der Stift auf der Anzeigescheibe
. ein die Genauigkeit des Zielens anzeigendes Zeichen hervorbringt.
Das Anzeigen vermittels des Verbinders oder der Anzeigescheibe kann durch den elektrischen
Strom in bekannter Weise vermittelt werden, indem z. B. der Strom durch chemisch präpariertes
Papier hindurchgeht oder einen Funken erzeugt, welcher die Anzeigescheibe durchbohrt.
Es ist zwar bereits bekannt geworden, die Genauigkeit des Zielens auf einer Anzeigescheibe
mittels eines durch das Gewehr beim Abdrücken bewegten Stiftes aufzuzeichnen, jedoch
unterscheidet sich die entsprechende Anordnung bei vorliegender Erfindung wesentlich dadurch,
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daß die Anzeigescheibe unmittelbar an dem Gewehr angeordnet ist und das Gewehr in keiner
Weise, ausgenommen durch die zielende Person, unterstützt ist.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Bewegung des Gewehrs in bezug
auf den Verbinder vergrößert werden kann, z. B. durch eine drehbar gelagerte Stange mit
Hebelarmen von verschiedener Länge.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι ein Gewehr mit dem Verbinder und der Scheibe,
Fig. 2 eine Ausführungsform im Längsschnitt, bei welcher ein elektrisches Klingelzeichen gegeben
wird,
Fig. 3 eine Ausführungsform, bei welcher eine Anzeigescheibe angewendet wird,
Fig. 4 eine Ausführungsform, bei welcher eine Anzeigescheibe außerhalb und parallel zum
Lauf angeordnet ist,
Fig. 5 eine Ausführungsform, bei welcher eine Anzeigescheibe in einem besonderen Mantel angeordnet
ist, der auf den Lauf aufgesetzt ist,
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform, bei welcher die Anzeigescheibe außerhalb des Gewehrs
befestigt ist und das Zielen durch einen gewöhnlichen Anzeiger mit Fallklappen angezeigt
wird. ' 6g
Fig. 7 ist eine Einzelheit für die in Fig. 6 angenommene Anzeigescheibe.
Fig. 8 zeigt eine Ausführüngsform, bei welcher die Aufzeichnungen vergrößert werden.
Fig. 9 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei welcher der Verbinder durch ein gebogenes
Rohr "mit Anzeigestift hindurchgeführt ist.
Fig. ίο zeigt eine Ausführungsform, bei welcher
die Aufzeichnungen vermittels chemischen Papiers oder durch den elektrischen Funken
erfolgen.
Gemäß Fig. ι ist zwischen dem Gewehr ι und
dem Mittelpunkt der. Scheibe 3 ein biegsamer Verbinder 2 vorgesehen, welcher aus leichtem
Faden, Seil oder Draht bestehen kann, durch ein Loch der Scheibe hindurchtritt und durch
eine hinter der Scheibe befindliche Trommel mit Innenfeder straff gehalten wird, um eine
vollständig freie Bewegung des Gewehrs innerhalb verschiedener Höhen und Entfernungen
von der Scheibe zu ermöglichen.
Der Verbinder tritt durch die Bohrung des Laufes hindurch und ist an einem Zapfen am
Ende 4 der Gewehrhülse befestigt; nur an dieser ■ Stelle liegt er beständig zentrisch zu der Laufbohrung.
Da der Faden weit dünner als die Laufbohrung ist, so ist es möglich, das Gewehr so zu halten, daß es auf das Schwarze der Scheibe j
gerichtet ist und der Faden auf seiner ganzen Länge genau in der Seelenachse liegt, so daß
er den vorderen Teil der Bohrung nicht berührt, ausgenommen, wenn das Gewehr aus dieser
Lage gebracht wird.
Nach Fig. 2 ist der biegsame Verbinder 2 mit einem in der Hülse oder in dem Patronenraum
des Laufes gelagerten Pfropfen 5 verbunden und dann zu der Scheibe 3 und über die Trommel hinter der Scheibe geführt. In
diesem Fall besteht der Verbinder aus einem feinen Draht entweder auf seiner ganzen Länge
oder auf einer Länge, die etwas größer als der Lauf ist, in welchem Fall der übrige Teil aus
einem feinen Seil oder starken Faden besteht, der durch ein Gewicht 7 .gespannt gehalten
wird. Der Pfropfen 5 kann in diesem Fall aus Gummi bestehen, um den Draht zu isolieren,
der in der Nähe der Laufmündung einen Kontakt 8 trägt und an dem hinteren Ende durch
den Gummipfropfen hindurchgeht, und hier mit einem isolierten Ansatz versehen ist, an
welchem der Pfropfen herausgezogen werden kann. An dem vorderen Ende des Laufes ist
ein Metallring 9 eingesetzt, der mit einer konischen Bohrung den Kontakt 8 so umgibt, daß
der Ring in der Längsrichtung verstellt werden kann. Unterhalb des Laufes ist das eine Ende
eines isolierten Metallstreifens 10 mit einem Metallteil des Verbinders 2 leitend verbunden,
während das andere Ende mit der Wicklung eines Magneten 11 verbunden ist. Von dem
Magneten führt eine Leitung zu der Klemme einer Klingel und durch eine Batterie 12 zu
einer Feder 13 auf dem Abzugsblech, gegen welches die Feder isoliert ist, wobei ein Stromzweig
von dem Anker 14 des Magneten zu dem Abzug und eine Verbindung von dem Kontakt
15 zu der anderen Klemme der Klingel führt. Die Wirkungsweise ist folgende:
Beim Ziehen des Abzugs wird der Klingel- und Batteriestromkreis bei 13 geschlossen, und
die Klingel wird ertönen, wenn der Kontakt 8 nicht in Berührung mit dem konischen Ring 9
steht. Wenn jedoch in jenem Augenblick der Kontakt 8 dadurch in Berührung mit dem
Ring 9 kommt, daß das Gewehr etwas aus der Ziellinie kommt, dann erfolgt ein Nebenschluß
in dem Stromkreis der Batterie 12; der Strom geht dann von dem Lauf durch den' Kontakt 8
und die Drahtverbindung mit dem Metallstreifen 10 zu dem Magneten 11 und der Batterie
12. Da zwischen dem Kontakt 8 und dem Ring 9 ein Kontakt hergestellt ist, so ist der
Stromkreis geschlossen, und der Magnet wird den Anker 14 heben, den Klingelstromkreis unterbrechen,
so daß die Klingel nicht ertönt, und angezeigt wird, daß ungenau gezielt wurde. :
An Stelle der Klingel kann irgendeine andere elektrische Einrichtung zum Anzeigen getroffen
werden. Der konische Ring 9 kann aus isolierten Segmenten hergestellt werden, so
daß durch Schließen verschiedener Stromkreise je nach dem Teil des Ringes, der durch
den Kontakt berührt wird, angezeigt wird, nach welcher Seite falsch gezielt worden ist.
Der Kontakt kann auch aus isolierten Segmenten anstatt eines Konus bestehen. Der Zweck der
konischen Form des Ringes besteht darin, eine mehr oder weniger genaue Einstellung zu ermöglichen,
je nachdem das Ziel sie erfordert.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist 17 eine nach allen Richtungen drehbare
Stange, welche mit der Scheibe auf beliebige Weise verbunden ist. Die Stange 17 ist vermittels
eines Pfropfens 18 in dem vorderen Teil des Laufes drehbar gelagert, während ihr
inneres Ende 19 zugespitzt ist. In diesem Fall ist ein Halter 20 zur Aufnahme einer Anzeigescheibe
aus Papier auf einem elastischen Pfropfen 5 gelagert, der ähnlich demjenigen in Fig. 2 ist. Der Halter 20 liegt gewöhnlich außerhalb
des Bereichs der Spitze 19 der Stange 17 und wird von einem Bolzen 21 getragen, der
durch den Zapfen nach hinten hindurchtritt.
Wenn dieser Zapfen in ein Zündnadelgewehr eingesetzt wird, so wird beim Abfeuern der
Bolzen 21 und der Halter 20 nach vorwärts geschoben, da der Schlagbolzen in derselben
Weise auf diese Teile auftrifft wie auf die gewöhnliche Patrone. Hierbei wird auf der Scheibe
des Halters 20 ein Eindruck hinterlassen, welcher der Stellung des Stiftes 19 entspricht, also
das Zielen genau wiedergibt. Der Pfropfen 5 1X5
kann in diesem Fall aus Gummi bestehen und wird dann den Halter 20 von dem Zeiger 19
zurückziehen, wenn der Schlagbolzen wieder gespannt wird. Der Pfropfen 5 kann durch
Federn oder andere Teile ersetzt werden, welche ^20
den Scheibenhalter 20 zurückziehen; der Bolzen 21 kann auch mit einer Spitze versehen und
Claims (9)
1. Vorrichtung für Zielübungen mit Gewehren o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Gewehrlauf und der Zielscheibe ein gestreckt gehaltener Verbinder, bestehend
in einem Faden, Draht o. dgl., vorgesehen ist, der beim Abziehen des Gewehrs ein von seiner Richtung in bezug auf die
Seelenachse des Gewehrs abhängiges, sichtbares oder hörbares Zeichen herbeiführt,
welches den Grad der Genauigkeit des Zielens erkennen läßt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbinder mittels
eines Bolzens o. dgl. mit dem Lauf so verbunden ist, daß das Ziehen des Gewehrabzugs
eine Längsbewegung des Verbinders in bezug auf den Lauf bewirkt, welche das Anzeigen oder Aufzeichnen des Genauigkeitsgrads
des Zielens herbeiführt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der im Lauf entlanggeführte
A^erbinder am hinteren Laufende befestigt ist und nahe dem Mündungsende
des Laufes ein Kontaktstück trägt, das je nach seiner Stellung im Augenblick des
Schießens einen elektrischen Stromkreis schließen kann.
4· Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am vorderen Laufende
ein mit dem vom Verbinder getragenen Kontaktstück (8) elektrische Verbindung herstellendes,
einstellbares konisches Kontaktstück (9) vorgesehen ist, durch dessen Verstellung
der Spielraum zwischen beiden Kontaktstücken geändert und dadurch die Vorrichtung der Geschicklichkeit der verschiedenen
Schützen angepaßt werden kann.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Gewehr oder am
Verbinder eine kleine Anzeigescheibe vorgesehen ist, auf welcher bei dem Ziehen des Gewehrabzugs der wirkliche Zielpunkt
des Schützen durch eine am Verbinder oder am Gewehr vorgesehene Anzeigespitze vermerkt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zielrichtung bei
dem Ziehen des Gewehrabzugs durch einen über zwei sich gegenüberstehende Spitzen
des Verbinders fließenden Strom durch dessen mechanische oder chemische Einwirkung
auf einer zwischen beiden Spitzen stehenden Anzeigescheibe sichtbar gemacht wird (Fig. 10).
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Anzeigen der Zielrichtung beim Ziehen des Gewehrabzugs durch Verschieben einer am Gewehr geführten,
eine Anzeigescheibe oder Anzeigespitze tragenden Stange gegenüber dem mit einer Anzeigespitze oder Anzeigescheibe versehenen
Verbinder bewirkt wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der Mündung des
Gewehrlaufs eine drehbar gelagerte Stange vorgesehen ist, deren eines Ende an dem
Verbinder befestigt ist, so daß die Bewegung des Verbinders in bezug auf den Lauf durch
das freie Ende der Stange ins Größere übersetzt wird (Fig. 6 bis 8). . '
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß durch die
beim Ziehen des Gewehrabzugs unmittelbar bewegten Anzeigeteile am Gewehr eine unabhängig
vom Gewehr angeordnete Anzeigevorrichtung mit sichtbarem oder hörbarem Zeichen ausgelöst wird. '
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE215372C true DE215372C (de) |
Family
ID=476873
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT215372D Active DE215372C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE215372C (de) |
-
0
- DE DENDAT215372D patent/DE215372C/de active Active
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