DE2151069A1 - Verfahren um den Verschleisswiderstand zu erhoehen - Google Patents
Verfahren um den Verschleisswiderstand zu erhoehenInfo
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Description
SHOWA DENKO, Tokyo/Japan
Verfahren, um den Verschleißwiderstand zu erhöhen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um den Verschleißwiderstand
von'Reibflächen von Gegenständen zu erhöhen, die aus Aluminiummetall oder aus Aluminium enthaltenden Legierungen
hergestellt sind. Das Verfahren ist besonders für die Innenseiten von Motorenzylindern oder deren Laufbuchsen, die aus
aluminiumhaltigem Metall bestehen, geeignet.
In den letzten Jahren wurden ausgedehnte Untersuchungen durchgeführt,
um aluminiumhaltige Metalle als Materialien in Brennkraftmaschinen
zu verwenden mit dem Ziel, Maschinen bzw. Motoren niit leichtem Gewicht zu erhalten. Aluminiumhaltige Metalle
zeigen jedoch einen zu schlechten Verschleißwiderstand, um als innere Fläche eines Zylinders oder als Laufbuchsenfläche
verwendet zu werden. Die innere Fläche einer Laufbuchse wird heute durch eine Laufbuchse aus gegossenem Eisen, die
darin hineingesteckt iav, verstärkt, wodurch das Gewicht der Maschine
bzw.des Motors unnötig erhöht wird. Man hat auch versucht, auf der Oberfläche von aluminiumhaltigem Metall poröses Chrom
elektrisch abzuscheiden, aber das Verfahren dafür ist zu kompliziert und daher praktisch nicht nützlich.
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In der TJ.S.-Patentschrift 3 333 579 wird ein Verfahren beschrieben,
um den Verschleißwiderstand von Reibflächen aus einer Legierung mit Aluminium als Grundstoff und hohem Siliciumgehalt
zu verbessern. Dies Verfahren besteht darin,daß man im
.wesentlichen Aluminium aus der oberen Schicht eines Gegenstandes,
der aus einer hyporeutektischen Legierung aus Silicium
und Aluminium als Grundstoff besteht, durch mechanische oder chemische Vorfahren entfernt, wobei Teilchen aus Silicium
aus der Legierungsfläche herausragen, und wobei man bei diesem Verfahren dann die überstehende Siliciumschicht poliert. Die-
W ses Verfahren ist jedoch nur für Silicium-Alurniniumlegierungen
mit hohem Siliciumgehalt anwendbar. Da die Menge an Silicium,
die an der Oberfläche exponiert ist, in Abhängigkeit von dem Entfernungsgrad des Aluminiums variiert, ist die Qualitätskontrolle
davon sehr schwierig. Weiterhin sind hochentwickelte
und schwierige Verfahren erforderlich, um die exponierten
Siliciumteilchen zu glätten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Reibfläche eines
Gegenstands, der aus Aluminiummetall, d.h. aus metallischem Aluminium, oder einer Legierung mit Aluminium als Grundstoff,
hergestellt ist mit verbessertem Verschleißwiderstand,wobei man ein· Verfahren, das leicht und wirkungsvoll durchgeführt werden
kam^ verwendet.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
einer Reibfläche, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
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eine Mischung aus Magnesium und Silicium oder Bleichlorid mit geschmolzenem, aluminiumhaltigem Metall vermischt, das geschmolzene
Metall su einem geformten Gegenstand gießt, die Reibfläche dieses Artikels poliert, damit ein Teil dispergierter
Teilchen darauf exponiert sind und die Masse der exponierten Teilchen der Reibflächenschicht durch Waschen mit einer
anorganischen Säurelösung entfernt, wobei feine, exponierte Ausbauchungen bzw. Aussparungen bzv;. Hohlräume als Öllagerstätten
verbleiben.
Beispielsweise Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
werden anhand der beigefügten Zeichnung, in der eine spezifische, erfindungsgemäße Ausführungsform dargestellt ist, näher
erläutert.
Pig. 1 ist ein vergrößerter, schematischer Querschnitt
einer Reibfläche gemäß einer maßgebenden, erfindungsgemäßen
Ausführungsform.
Fig. 2 ist ein anderer, vergrößerter schematischer Querschnitt
der Reibfläche einer anderen, modifizierten, erfindungsgemäßen
Ausführungsform.
In der folgenden Beschreibung sind alle Teile und Prozentgehalte, wenn nicht anders angegeben, durch das Gewicht ausgedrückt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann eine aluminiumhaltige
Legierung, die 5 bis 30$ Silicium und 3 bis 15% Magnesium
enthält, als Gießmetall verwendet werden. Andere ähnliche legierungen, die zusätzlich zu den oben erwähnten Elementen
einige Prozente eineb anderen Elements oder anderer Elemente, beispielsweise Kupfer, enthalten, können für den gleichen
Zweck verwendet werden. Im Laufe der Herstellung dieser Legierungen
werden feine Teilchen aus Magnesiumsilicid MgpSi
gebildet, und sie liegen einheitlich dispergiert in der Le-
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gierung vor, wie aus Pig. 1 (Bezugszeichen 3) ersichtlich, ist.
Der Durchmesser der Teilchen liegt ungefähr zwischen 5 und 100 Mikron,.
Wenn die Fläche eines geformten Gegenstands, wie eines Motorenzylinders
bzw. Maschinenzylinders, oder dessen Laufbuohsen,die
durch Gießen der oben erwähnten Legierung hergestellt wurden, durch mechanisches Polieren fertig bearbeitet
werden, so wird eine glatte Reibfläche 1, wie sie in Fi'g.1
. da .-gestellt ist, gebildet, und einige der feinen leuchen 3
aus Magnesiumsilicid, die in der Oberflächenschicht 2 vorhanden sind, sind an der Oberfläche exponiert. Wenn die exponierten
Teilchen durch chemische Behandlung entfernt werden, verbleiben zahlreiche feine Hohlräume 3a auf der Oberflächenschicht
2. Verwendet man diese Hohlräume als Cld,bj.agerungsstätten,
so wird der Yerschleißwiderstand der Reibfläche bemerkenswert
verbessert.
Um die Oberfläche chemisch zu waschen, verwendet man eine wäßrige Lösung einer anorganischen Säure, wie Salpetersäure,
Chromsäure, Schwefelsäure, Chlorwasserstoffsäure und Phosphorsäure
in geeigneten Konzentrationen. Verwendet man eine ) oxydierend wirkende Säure, so wird die Oberfläche des Aluminiummetalls
durch dieses Waschen passiviert, und das Aluminiummetall
löst sich selbst nicht in dem oben erwähnten Waschmittel. Verwendet man eire nicht oxydierend wirkende
Säure, so löst sich die Fläche des Aluminiummetails geringfügig
in der Waschlösung. Da jedoch die Auflösegeschwindigkeit von Magnesiumsilicid wesentlich höher ist als die von Aluminium,
treten dadurch keine Probleme auf. Es können andere Teilchen aus Siliciummetall oder anderen intermetallischen
Verbindungen, außer Magnesiumsilicid, die an der Oberfläche exponiert sind, vorhanden sein. (Diese Metalle sind in der
Zeichnung nicht dargestellt). Diese Metalle lösen sich ebenfalls in dem Waschmittel nicht. Die Zeit^ die für das
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Waschen nötig ist, hängt gemäß der Art und der Konzentration der verwendeten Säure ab.
Um zu "bewirken, daß die feinen.Hohlräume in der Reibfläche
als Ölablagerungsstätten bzw. als Ölpool wirken, muß der gesamte Oberflächenbereich der exponierten Hohlräume 5 bi3 50%
des gesamten Bereichs der Reibfläche ausmachen.
Weiterhin müssen die feinen Hohlräume eine geeignete Größe besitzen.
Man hat gefunden, daß man die beste Schmierung erreicht, wenn die Hohlräume eine Größe im Bereich von 10 bis
50 Mikron besitzen. Man hat ebenfalls gefunden, daß innerhalb des oben erwähnten Anteilbereicha von Silicium und Magnesium
in der Legierung mit Aluminium als Grundmetall zufriedenstellende Ergebnisse erhalten werden.
Bei einer anderen, erfindungsgemäßen Ausführungsform wird als
Substanz für die feinen Teilchen, die in der Metallmatrix dispergiert sind, anstelle von Magnesiumsilicid Bleidichlorid
verwendet. In diesem Pail kann man jedes aluminiumhaltige
Metall als Gießmetall verwenden.
Bei dieser Ausführungsform wird ein aluminiumhaltiges Metall
geschmolzen,und zu der Schmelze fügt man bei einer (Temperatur unter 800.0O 2 bis 10$ feine Teilchen aus Bleidichlorid (PbCl2)
und rührt die Schmelze gut, um eine vollkommene Dispersion der zugefügten leuchen zu erreichen.. Da die Dichte von Bleidichlorid
größer ist als die der Aluminiummetalle, muß die Schmelze gut gerührt werden, sonst setzen sich die Teilchen
ab. Es muß beachtet werden, daß Bleidichlorid durch Zersetzung, wenn es auf ein© Temperatur von 8000C oder höher erwärmt wird,
zu metallischem Blei reduziert wird. Wenn die zugefügte Menge an Bleidichlorid geringer als 2$ ist, wirft der Verschleißwiderstand
nicht bemerkenswert erhöht. Wenn andererseits die zugefügte Menge mehr als 10$ beträgt, setzt sich die Menge
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an Bleidichlorid, die über 10^ beträgt, auf dem Boden des
Reaktionsgefässes ab. Die Größe der dispergierten Teilchen
beträgt ungefähr 30 Mikron.
Das geschmolzene Aluminiummetall, das dispergierte Bleidichloridteilchen
enthält, wird vergossen, und die Reibflächen werden durch Polieren geglättet, wobei man eine Reibfläche erhält,
bei der eiirige feine Bleidichloridteilchen freigelegt werden, genau wie im Falle der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform.
In diesem Pail werden die Teilchen ebenfalls durch 3 in Pig. 1 dargestellt. Diese Oberfläche wird mit einer wäßrigen
Lösung einer anorganischen Säure oder mit heißem Wasser von ungefähr 600C gewaschen, und das Bleidichlorid, das die Teilchen
bildet, wird von der Oberflächenschicht entfernt, da bes sich
in der Waschflüssigkeit löst. So werden auf gleiche Weise, wie bei der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform Ölpools bzw.
Öllagerstatten gebildet.
Bei einer dritten erfindungsgemäßen Ausführungsform wird ein bekanntes Verfahren mit den erfindungsgemäßen Merkmalen verr
bunden. Verfahren, um die Zylinder und Ringoberflächen zu verbessern, sind bekannt. Ein Verfahren besteht darin, daß man die
Kontaktflächen der Zylinder und Kolbenringe, die aus gegossenem Eisen bestehen, schleift und hont. Diese Verfahren wurden jedoch
nicht v/irksam für Gegenstände verwendet, die aus Aluminiummetäll hergestellt sind. Verwendet man jedoch ein solches Verfahren
zusammen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, so wird die Abnutzungsfestigkeit
der Reibfläche aus Aluminiummetall wesentlich verbessert.
In Dig. 2 ist eine solche Kombination dargestellt. Zuerst
wird die Reibfläche eines Gegenstands, der aus Aluminiummetall hergestellt ist, mit einem groben Schleifstein an den
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Enden geschliffen. Dadurch, werden eine Anzahl paralleler Rillen
4 mittlerer Größe gebildet, die eine liefe von 10 bis
20 Mikron besitzen. In einigen Fällen kann man auf der Reibfläche mit einer Drehbank oder anderen Werkzeugmaschinen
schraffierte, schraubenförmige Muten 5 als große Aussparungen,
die ungefähr 20 Mikron tief sind, erzeugen. Gewünschtenfalls
kann man Aussparungen kleinerer Größe 6, die eine Tiefe von 5 bis 7 Mikron besitzen, in einer Richtung erzeugen, die
sich von den zuvor hergestellten Aussparungen mittlerer Größe unterscheidet, indem man einen feinen Schleifstein verwendet.
Der Winkel zwischen den Aussparungen und dem Querschnitt des Zylinders beträgt beispielsweise 40° für die Aussparung
mittlerer Größe und 60° für die Aussparung kleiner Größe, und die Wirkung ist stärker, wenn der Winkel der kleinen Aussparung
größer ist als der der Aussparungen mit mittlerer Größe.
Diese Aussparungen stehen in Verbindung mit den kleinen Räumen, die durch die dispergierten Teilchen 3 aus Magnesiuinsilicid
oder Bleidichlorid gebildet werden und die erfindungsgemäß
hergestellt wurden. Eine so präparierte Oberflächenschicht wird mit irgendeinem der oben beschriebenen Auslaugmittel
gewaschen, und die exponierten Teilchen werden aus den Aussparungen und den Räumen herausgeholt, und so werden Ölpools
mit vergrößertem und verändertem Hohlraum, wie in Pig. 2 gezeigt ist, hergestellt. Wie in der US-PS 3 333 579 beschrieben
ist, wirken diese Aussparungen nicht, wenn sie allein an der Reibfläche eines Motöuzylinders, der aus Aluminiummetall
hergestellt wurde, vorhanden sind, aber die Aussparungen, ■zusammen mit den feinen Löchern, wie oben beschrieben, liefern
einen verbesserten Verschleißwiderstand der reibenden, aluminiumhaltigen Oberfläche.
Die Erfindung kann ebenfalls auf folgende, modifizierte Weise durchgeführt v/erden. Wird eine bearbeitete Reibfläche
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mit einer anorganischen Säurelösung behandelt, die ein. wasserlösliches Metallsalz enthält,dessen Ionisationsneigung geringer ist als die von Aluminium, werden nicht nur
die exponierten Magnesiumsilicid- oder Bleichloridteilchen
entfernt," sondern das Metall des zugefügten Salzes scheidet
sich auf der Oberfläche und auf der inneren Fläche der Nuten und Aussparungen aus. Salze, die für diesen Zweck geeignet
sind, sind wasserlösliche Salze von Fe, Zn, Mn,Mo, Pb, Sn, B usw. Bevorzugte Konzentrationen solcher Salze in den
Auslauglösungen sind 10 bis 50$ oder in dieser Größenordnung.
Die Höhlungen und Aussparungen, die so gebildete poröse metallische Abscheidungen enthalten, ergeben einen verbesserten
Yerschleißwiderstand der reibenden Fläche.
oürf indungsgemäß kann der Verschleißwiderstand einer reibenden
Fläche aus äluminiumhaltigen Gegenständen durch ein sehr einfaches Verfahren verbessert werden.Das erfindungsgemäße Verfahren
besitzt bei der Herstellung von Motorzylindern und
bei Auskleidungen aus aluminiumhaltigemMetall große Bedeutung.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie jedoch zu beschränken.
Zylinderbuchsen" für Automobile wurden gegossen, wobei
man eine legierung verwendete, die 20$ Si, 5$ Mg, 4$ Cu und
als Rest Al enthielt. Die mikroskopische Untersuchung der inneren Oberfläche der Maschinenteile zeigte, daß der durchschnittliche
Durchmesser der exponierten leuchen aus Mg2Si
20 Mikron betrug, und die gesamte Fläche der Oberfläche der exponierten Seilchen betrug ungefähr 30$, bezogen auf die gesamte
Oberfläche. Wurde die Innenfläche der Zylinder mit einer 25$igen wäßrigen Lösung von Salpetersäure während 20 Minuten
gewaschen, so wurde fast das gesamte, exponierte Magnesium-
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silioid herausgewaschen.
^ Diese lauf "büchsen wurden in einen Automotor mit Luftdruokküh- hj
— lung eingebaut. Die Daten der Maschine, waren folgende: 1Jj
2 Zylinder, 4 latte, Bohrung 62,5 mm, Huh 57,8 mm,-Gesamt- "i
hubraum 354 oar und Kompressionsverhältnis 8,5.Mi^ diesem
Motor wurde ein kontinuierlicher Versuch auf dem Versuchsstand durchgeführt, wobei man folgende Bedingungen wählte:
7500 üpm, Vollast\ und 200 Std. (10 Std./Tag).
Uaoh Beendigung des Versuchs betrug der durchschnittliche Abrieb des Zylinders 17 Mikron, und man beobachtete auf den
Zylinderflächen weder Pressen (Abnutzung) noch Riefen (bzw. Zerfressen). Diese Zylinder aus einer Aluminium-Grundlegierung
eindweder den bekannten gegossenen Eisenzylindern noch ohromplattierten,
porösen Zylindern unterlegen.
Zu der Schmelze einer Aluminium-Grundlegierung mit hohem Silioiumgehalt,
die 20$ Si, 4$ Ou, 1$ Mg, 1# Fe, 1# Mn und als
Rest Al enthielt, gab man 5$ feines Pulver aus PbCl2 und rührte
gut bei 8000O, und dann goß man aus dieser Schmelze Zylinder-
tuchatn für Automobile. Die Gießsttioke wurden in heißes Was-•tr
von 800Oi während 30 Minuten eingetaucht, dann wurde die
inner« bearbeitete Fläche davon mit zahlreichen kleinen
löchern versehen, die an der Oberfläche öffnungen hatten. Die
mikroskopische Untersuchung zeigte, daß der durchschnittliche Durohmesser
äieser Löcher 25 Mikron, die durchschnittliche
liefe 20 Mikron unäid^e gesamte Eläοhe dieser Löcher
betrug, bezogen auf die gesamte Oberfläche.
Buohsei wurden in dem gleichen Automotor, wie in
1 beschrieben, verwendet, und dann wurde mit diesen.
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- ίο -
ϊL Zylindern der gleiche Versuch, wie in Beispiel 1 "beschrieben,
^ durchgeführt. Fach Beendigung des Versuchs "betrug der durch-'
sohnittliche Abrieb der Zylinder 18 Mikron, und auf den Zylinderflächen "beobachtete man weder Riefen noch Pressen.
Zylinderauskleidungen für Automobile wurden aus einer AIuminium-Grundlegierung
mit hohem Aluminiumgehalt, die 20$ Si, 4$ Cu, 6$ Mg, 2$ Mn und als Rest Al enthielt, gegossen, und
die inneren fläohen wurden ao bearbeitet, daß zuvor bestimmte
Dimensionen erhalten wurden. Auf diesen Oberflächen war eine große Anzahl exponierter Teilchen aus Mg2Si unter den gleichen
Bedingungen, wie in Beispiel 1 beschrieben, vorhanden.
Auf der Innenfläche dieser Auskleidungen wurden eine Vielzahl von Auaaparungen mittlerer Größe, die ungefähr 200 Mikron tief
waren, hergestellt, indem man mit einem 120J-Schleifstein in
einer Riohtung von 40° zum Querschnitt der Auskleidung sohliff.
Weiterhin wurden eine Vielzahl kleiner Aussparungen herge-'
stellt, die ungefähr 7 Mikron tief waren, indem man mit einem 60QJ-Sohleifstein in einer Richtung von 60° zum Querschnitt
der Auskleidung sohliff, wobei man die Aussparung mittlerer
Größe üfcerkreuzte. Danach wurden die Innenflächen duroh
leichtes Läppen fertig bearbeitet.
Die so hergestellten Reibflächen mit Aussparungen an der Auskleidung
wurden mit einer 25$igen wäßrigen Lösung aus Salpetersäure
während 20 Minuten behandelt und dann mit Wasser gewaschen«
Diese Auskleidungen wurden in Automotoren, wie in Beispiel 1 beschrieben, eingebaut, und dann wurde ein kon-
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tinuierliclier Versuch auf dem Versuchsstand unter den gleichen
Bedingungen durchgeführt. Nach Beendigung des Versuchs "betrug
der durchschnittliche Abrieb der Zylinderauskleidungen Mikron, und man "beobachtete an den Reibflächen weder Riefen noch
Pressen»
Die innere Fläche einer gegossenen Zylinderbuchse, hergestellt
wie in Beispiel 2, wurde weiter mit einer Vielzahl von Aussparungen mittlerer Größe mit einer Tiefe von 10 bis
Mikron in einer Richtung von 40° zum Querschnitt der Buches versehen, indem man mit einem 200J-Schleifstein schliff,
und weiterhin wurden eine Vielzahl kleiner Aussparungen mit einer Tiefe von 6 bis 7 Mikron in einer Richtung τοη 60°
zum Querschnitt der Buchse und überkreuz zu den Aussparungen mittlerer Größe angebracht, indem man mit einem Schleifstein
von 600J schliff, und dann wurden die inneren Flächen leicht gelappt.
Die so hergestellten Gleitflächen mit Aussparungen der Buchse wurden in heißem Wasser von 800G eingetaucht und danach mit
Wasser gewaschen.
Die Buchsen wurden in einen wassergekühlten Motor eingebaut.
Eer Motor hatte die folgenden Daten: 4 Zylinder, 4 Takte, Bohrung 70,0 mm, Hub 76,0mm Gesamthubraum
1,169 cm und Kompressionsverhältnis 8,6. Dieser
Motor wurde kontinuierlich auf dem Versuchsstand bei folgenden Bedingungen laufengelassen: 5500 Upm, Vollast und
Std. (8 Std./Iag). Hach Beendigung des Versuches betrug
.der durchschnittliche Abrieb des Zylinders 13,5 Mikron, und an den Reibflächen beobachtete man weder Fressen noch
Riefen.
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Motorauskleidungen wurden hergestellt, indem man das Verfahren
von Beispiel 3 wiederholte mit der Ausnahme, daß man eine 25$ige wäßrige Lösung von Salpetersäure, die 20$ Eisen-III
enthielt, als Auslauglösung verwendete. Man schliff und polierte auf gleiche Weise, wie in dem Beispiel beschrieben.
Diese Auskleidungen wurden in einen Äutomotor, wie in Beispiel 1 eingebaut, und der gleiche Versuch auf dem
Prüfstand wurde durchgeführt.. Nach Beendigung des Versuches "betrug der durchschnittliche Abrieb der Auskelidung 11,5
Mirkon, und man "beobachtete an den Reibflächen weder Riefen
noch Fressen.
Pur Vergleichszwecke wurden bekannte, gegossenen Eisenaus—
kleidungen, an deren Oberfläche abgeschliffene Aushöhlungen
vorhanden waren, auf gleiche Weise untersucht. Man stellte fest, daß der durchschnittliche Abrieb 20,5 Mikron betrug.
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Claims (13)
1. Verfahren, am den Verschleißwiderstand von Reibflächen
von Metallgegenständen, die Aluminium enthalten, zu verbessern,
dadurch gekennzeichnet, daß man mit dem geschmolzenen, aluminiumhaltigen Metall Bleichlorid odjer
eine Mischung aus Magnesium und Silicium vermischt, das geschmolzene, aluminiumhaltige Metall in geformte Gegenstände
gießt, die feine Teilchen aus Magnesiumsilicid oder Bleichlorid darin dispergiert enthalten, eine Reibfläche
des geformten Artikels durch Polieren herstellt, wobei ein Seil der dispergierten Teilchen daran exponiert sind,
und das Magnesiumsilicid oder Bleichorid der exponierten Teilchen aus der Reibflächenschicht des Gegenstandes durch
Waschen mit einer anorganischen Säurelösung entfernt, wobei kleine, feine Hohlräume in der Reifcflächenschichft ■ als
Ölpools bzw. als üllagerstätten zurückbleiben.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das geschmolzene, aluminiumhaltige Metall 5 bis 30 Gew.-^
Silicium, 3 bis 15 Gew.-7° Magnesium und als Rest Aluminiummetall enthält.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man heißes Wasser mit einer Temperatur von 60 bis 800C als
Waschflüssigtet anstelle einer anorganischen Säurelösung
verwendet, wenn in dem aluminiumhaltigen Metall Bleichlorid dispergiert ist.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vermisohungstemperatur niedriger als 800°0 ist, wenn
Bleichlorid in dem geschmolzenen, aluminiumhaltigen Metall
dispergiert ist.
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5. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Menge an dispergierten, feinen Bleiteilchen 2 bis Gew.-$, "bezogen auf das geschmolzene, aluminiumhaltige
Metall, "beträgt.
6. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die gesamte Oberfläche der exponierten Hohlräume 5 bis 50$ der gesamten Reiboberflächen ausmacht.
7. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der dispergierten Teilchen 10 bis 50 Mikron beträgt
.
8. Verfahren,; um'den Verschleißwiderstand einer Reibfläche
aus metallischen, aluminiumhaltigen Gegenständen zu verbessern,
dadurch gekennzeichnet, daß man Bleichlorid und eine Mischung aus Magnesium und Silicium mit dem geschmolzenen,
aluminiumhal ti gen Metall vermischt, das geschmolzene, aluminiumhaltige Metall zu geformten Gegenständen gießt,
die feine !Teilchen aus Magnesiurasilicid oder Bleichlorid
darin dispergiert enthalten, die Reibfläche des geformten Artikels poliert, wobei ein Teil dispergierter Teilchen
darin exponiert sind, die polierte Reibfläche schleift, wobei eine Vielzahl von Aussparungen gebildet werden, diese
mit einer Anzahl der dispergierten Teilchen in der Reibflächenschicht des geformten Artikels verbunden sind, und das
Magnesiumsilicid oder Bleichl'orid aus den exponierten Teilchen, die mit den Aussparungen verbunden sind, aus der
Reibfläche des Artikels herauslöst, indem man mit einer anorganischen Säurelösung wäscht, wobei feine exponierte
Hohlräume in der Reibflächenschicht als Öipools verbleiben.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Aussparungen 5 bis 20 Mikron beträgt.
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10. Verfahren gemäß Ansx>Euch 8, daduröh gekennzeichnet, daß
die anorganische Säurelösung ein zugefügtes Metallsalz enthält, dessen MetalTbestandteil eine kleinerer Ionisationsneigung
"besitzt, als das Aluminiummetall, wobei dieser Bestandteil in einer Konzentrat ion von ungefähr 10 "bis 50$
vorhanden ist,und wodurch auf den exponierten Flächen der
Aussparungen und Hohlräume eine feine Metallabscheidung
gebildet wird.
11. Verfahren gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallkomponente des Metallsalzes JPe, Zn, Mn, Mo, ii,
Hi, Pb, Sn oder B ist
12. Metallischer, alumlniumhaltiger Gegenstand mit einer Reibfläche
mit erhöhtem Reibwiderstand, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibfläche eine Vielzahl exponierter feiner Hohlräume
als Ölpools besitzt.
13. Metallischer, aluminiumhaltiger Gegenstand gemäß Anspruch
12, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtoberfläche der zahlreichen, exponierten, feinen Hohlräume eine feine
Abscheidung aus metallischem Pe, Zn, Mn, Mo. Ei, Pb, Sn oder B darauf enthält.
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Lee
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