DE2149407B2 - Verfahren zum einschmelzen von metallschwamm durch gasplasmen in einem gekuehlten metalltiegel - Google Patents

Verfahren zum einschmelzen von metallschwamm durch gasplasmen in einem gekuehlten metalltiegel

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Einschmelzen von Metallschwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metalltiegel mittels inerter elektrisch erzeugter Gasplasmen. In der metallurgisehen Schmelztechnik werden in zunehmendem Maße schwammartige metallische Rohstoffe als Einsatzmaterialien zum Einschmelzen von Blöcken oder ähnlichem Vormaterial verwendet. Dabei wird der Rohstoff — z. B. Eisenschwamm — im Elektrolichtbogenofen als Metallschwammgranulat eingesetzt, oder wenn es sich um reaktive Metalle wie Titan und Zirkon handelt, zu einer Elektrode verpreßt, die in einem Vakuumlichtbogenofen mit selbstverzehrender Elektrode abgeschmolzen wird.
Beim Einschmelzen von Eisenschwamm im Elektrolichtbogenofen setzt sich der Veredelungsprozeß aus den Verfahrensstufen Einschmelzen und Raffinieren des erschmolzenen Metalles durch Überführung der Verunreinigungen in eine Schlacke zusammen. Im Anschluß daran wird der so gewonnene Stahl in Pfannen abgestochen und in Kokillen vergossen.
Im Falle der Verarbeitung von reaktiven Metallschwämmen nach dem Vakuumlichtbogenverfahren kann auf eine Schlackenarbeit verzichtet werden, da die Verunreinigungen durch Verdampfen entfernt werden.
Für das schlackenlose Raffinieren reaktiver Metallschwämme ist bereits eine Vorrichtung bekanntgeworden, bei der zum Umschmelzen inerte Gasplasmen eingesetzt werden. Die dafür eingesetzten Plasmabrenner arbeiten mit übertragenem Lichtbogen und erzeugen dabei im Brennfleck der Schmelze so hohe Temperaturen, daß hier, wie beim Vakuumverfahren, ebenfalls die im Schwamm enthaltenen Verunreinigungen verdampft werden. In vielen Fällen können jedoch die Verunreinigungen nicht durch Verdampfen beseitigt, sondern sie müssen vielmehr in eine zu bildende Schlacke überführt werden.
Die Erfindung bezweckt, die Technik des Erschmelzens von Metallschwämmen mit Hilfe von Gasplasmen auch für diesen Fall anwendbar zu machen. Sie besteht darin, daß Metallschwamm, dessen Rohdichte geringer ist als die Dichte einer über dem flüssigen Metallsumpf befindlichen Schlacke, auf diese aufgegeben und durch die vom heißen Plasmastrahl zwischen Elektrode und Schlackenoberfläche aufgegebene Wärme derart aufgeschmolzen wird, daß das Metall in Form kleiner Tropfen durch die flüssige Schlackenschicht in einen Metallsumpf fällt, der mit fortschreitender Abkühlung im Tiegel zu einem Block erstarrt.
Vorzugsweise wird dieses Verfahren in einer gekühlten zylindrischen oder nach unten leicht konischen Kokille durchgeführt, in deren unterem Teil bei fortschreitendem Schmelzvorgang ein fester Block des aufgeschmolzenen Metalls entsteht.
Die Technik einer derartigen Schlackenführung ist an sich vom Verfahren des Elektro-Schlacke-Umschmelzens her bekannt. Das Verfahren nach der Erfindung hat demgegenüber jedoch den Vorteil, daß auf den Einsatz vorgeschmolzener Elektroden, wie sie beim Elektroschlackeumschmelzen verwendet werden müssen, verzichtet und ein billiges, noch stark verunreinigtes Metallschwammgranulat, wie z.B. Eisenschwamm, verwendet werden kann, das im Gegensatz zum konventionellen Elektrolichtbogenofen-Verfahren in einem Arbeitsgang kontinuierlich zu einem verarbeitungsfähigen Block veredelt wird. |
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung ist, daß die Schlackentemperatur in dem durch sie gegebenen metallurgischen System unabhängig von der Schmelztemperatur des einzuschmelzenden Metallschwammes beeinflußt werden kann. Es ist sogar durch Verringerung der Metallschwammzugabe eine Erhöhung der Schlackentemperatur bis über den Schmelzpunkt von reinem Kalk (2600° C) möglich. Beim Elektro-Schlacke-Umschmelzen kann dagegen die Schlackentemperatur nur wenig über den Schmelzpunkt der in die Schlacke eintauchenden, abschmelzenden Vormetall-Elektrode (bei Eisenlegierungen 1300 bis 1500° C) ansteigen, so daß bei diesem Verfahren nur Schlacken mit sehr niedrigem Schmelzpunkt, die das relativ teure und wegen seiner Fluoremission problematische Kalziumfluorid enthalten, verwendet werden können. Nach der Erfindung kann auf derartige, temperaturerniedrigende Zusätze verzichtet werden. Durch mögliche Temperaturerhöhung der Schlacke können außerdem Voraussetzungen geschaffen werden, die eine Verbesse- i rung der Raffinationswirkung der Schlacke ergeben. Vor allem kann die wesentliche Entschwefelung des Metalls verbessert werden.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes das Aufschmelzen von Eisenschwammgranulat nach der Erfindung in einer vom Elektro-Schlacke-Umschmelzen bekannten Anordnung. Dabei befindet sich in einem gekühlten Metalltiegel 1 ein Metallblock 2 aus Stahl, der aus einem verunreinigten Eisenschwammgranulat 3 erschmolzen wurde. Das Eisenschwammgranulat 3 wird dem Metalltiegel 1 durch Förderrohre 4 zugegeben. Die zum Schmelzen erforderliche Wärmeenergie wird durch eine Plasmaflamme 5 gedeckt, die vom Plasmabrenner 6 erzeugt wird, der mit übertragenem Lichtbogen arbeitet. Durch die Plasmaflamme 5 wird der auf der Oberfläche der Schlacke 7 schwimmende, von Natur aus poröse Metallschwamm aufgeschmolzen und fällt als Tropfen, der auf Grund seiner Kompaktheit eine höhere Dichte als die Schlacke hat, durch die Schlacke 7 in den flüssigen Metallsumpf 8, der sich auf der Oberfläche des Blockes ausbildet.
Im Metallschwamm ursprünglich vorhandene Verunreinigungen, wie z. B. Schwefel und Phosphor,
werden beim Durchfallen der Schlacke, wie beim Eiektro-Schlacke-Umschmelzen von der Schlacke aufgenommen. Mit 9 ist eine Stromquelle bezeichnet, die die elektrische Energie für den Plasmabrenner 6 liefert, in den das Plasmagas an dem Eintrittsstutzen 10 eintritt. Mit 11 ist der Kühlwassereintritt in die Kokille 1 und mit 12 der Kühlwasseraustritt aus der Kokille 1 bezeichnet. Das Unterteil 13 ist ebenfalls wassergekühlt, und zwar tritt das Kühlwasser in das Unterteil 13 beim Kühlwassereintritt 14 ein und beim Kühlwasseraustritt 15 wieder aus.
Nach der Erfindung wird der Plasmabrenner mit einem Inertgas, z. B. Argon oder Stickstoff, als Plasmagas betrieben, dem bei Bedarf reduzierende oder oxydierende Gase, wie z. B. Wasserstoff, Kohlenoxid, Methan oder auch Kohlendioxid oder Luft, in geringen Mengen zugemischt werden können. Reduzierende Gase sind dann angebracht, wenn z.B. im Eisenschwamm noch geringe Eisenoxidanteile enthalten sind, die entfernt werden müssen, um den Sauerstoffgehalt im Block in den von den Qualitätsforderungen bestimmten Grenzen zu halten. Durch ein Zumischen von Kohlenoxid oder Methan kann darüber hinaus der Kohlenstoffgehalt im Block erhöht werden. Das Zumischen von oxidierenden Gasen ist notwendig, wenn im Metallblock bestimmte, über dem Sauerstoffgehalt des Metallschwammes liegende Sauerstoffgehalte eingestellt werden sollen.
Das Verfahren nach der Erfindung kann unter Verwendung eines Plasmabrenners mit übertragenem Lichtbogen in einer unten geschlossenen Metallkokille durchgeführt werden, wobei der Plasmabrenner während des Schmelzens entsprechend der wachsenden Blockhöhe kontinuierlich nach oben abgezogen wird. Es kann aber auch eine Kokille verwendet werden, die unten offen ist und aus der der erschmolzene Metallblock nach dem Erstarren im unteren Teil der Kokille entsprechend der Emschmelzgeschwindigkeit stranggußartig nach unten abgesenkt wird. Besonders vorteilhaft ist es außerdem, wenn das für die Plasmabildung benötigte Gas dem Plasmabrenner im Kreislauf zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Einschmelzen von Metallschwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metalltiegel mittels inerter elektrisch erzeugter Gasplasmen, dadurch gekennzeichnet, daß Metallschwamm, dessen Rohdichte geringer ist als die Dichte einer über dem flüssigen Metallsumpf befindlichen Schlacke, auf diese aufgegeben und durch die vom heißen Plasmastrahl zwischen Elektrode und Schlackenoberfläche abgegebene Wärme derart aufgeschmolzen wird, daß das Metall in Form kleiner Tropfen durch die flüssige Schlackenschicht in einen Metallsumpf fällt, der mit fortschreitender Abkühlung im Tiegel zu einem Block erstarrt.
DE19712149407 1971-10-04 1971-10-04 Verfahren zum Einschmelzen von Metall schwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metallüegel Expired DE2149407C (de)

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BE789375D BE789375A (fr) 1971-10-04 Procede pour la refusion d'eponge metallique a l'aide de plasmas gazeuxdans un creuset metallique refroidi
DE19712149407 DE2149407C (de) 1971-10-04 Verfahren zum Einschmelzen von Metall schwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metallüegel
NL7212863A NL7212863A (de) 1971-10-04 1972-09-22
US00293031A US3843352A (en) 1971-10-04 1972-09-28 Method for melting sponge metal using gas plasma in a cooled metal crucible
FR7234606A FR2156668B1 (de) 1971-10-04 1972-09-29
ZA727038A ZA727038B (en) 1971-10-04 1972-10-02 Process for the smelting of metal sponge by gas plasmas in a cooled metal crucible
LU66218A LU66218A1 (de) 1971-10-04 1972-10-02
JP47099351A JPS4844104A (de) 1971-10-04 1972-10-03
GB4557872A GB1365618A (en) 1971-10-04 1972-10-03 Process for the melting of metal sponge by gas plasmas in a cooled metal crucible

Applications Claiming Priority (1)

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DE19712149407 DE2149407C (de) 1971-10-04 Verfahren zum Einschmelzen von Metall schwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metallüegel

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DE2149407B2 true DE2149407B2 (de) 1972-11-09
DE2149407A1 DE2149407A1 (de) 1972-11-09
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FR2156668A1 (de) 1973-06-01
LU66218A1 (de) 1973-01-23
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FR2156668B1 (de) 1976-08-13
DE2149407A1 (de) 1972-11-09
ZA727038B (en) 1973-07-25
US3843352A (en) 1974-10-22
GB1365618A (en) 1974-09-04
NL7212863A (de) 1973-04-06
BE789375A (fr) 1973-01-15

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