DE2147180C3 - Vorrichtung und Verfahren zum Zurückhatten von Flüssigkeit an schnellaufenden Metallbändern - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Zurückhatten von Flüssigkeit an schnellaufenden MetallbändernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Zurückhalten von Flüssigkeit an
schnellaufenden, nach dem Austritt aus einem Bchandlungsbad durch Quetschrollen geführten Metallbändern.
Bei solchen schnellaufenden Metall· bzw. Stahlbändern, die mit einer Geschwindigkeit von
mehr als 7 m/Sek. laufen, wird von dem Band beim Austritt aus einem Behandlunj;sbad eine erhebliche
Flüssigkeitsmenge mitgerissen, die bisher von Quetschrollen zurückgehalten wird. Dabei treten jedoch
beträchtliche Nachteile ein. Die Quetschrollen spritzen die abgequetschte Flüssigkeit in das Behandlungsbad
zurück, so daß an dessen Oberfläche eine erhebliche Schaumbildung entstehen und außerdem
durch diese Spritzwirkung Korrosionsschäden an Konstruktionsteilen auftreten können. Bei schnellaufenden
Bändern geht außerdem zu viel Flüssigkeit durch die Quetschrollen hindurch, so daß also hohe
Austragsverluste des Behandlungsbades entstehen, außerdem aber auch durch die starke Quetschwirkung
eine hohe Beanspruchung der Quetschrollen auftritt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorerwähnten Nachteile
bei schnellaufenden, aus einem Behandlungsbad austretenden Metallbändern zusätzlich zu den
Quetschrollen eine einfache Vorrichtung zu schaffen, die in wirksamer Weise einen erheblichen Teil der
vom Band mitgerissenen Badflüssigkeit zurückhält. Zu diesem Zweck sind bei einer eingangs genannten
Vorrichtung nach der Erfindung beidseitig des Bandes über dem Bandaustrittsich über die Breite des Bandes
erstreckende Flachstrahldüsen vorgesehen, die in einem spitzen Winkel zur Bandebene angeordnet sind,
durch die das Band entgegen seiner Laufrichtung mit
Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
Die Zeichnung zeigt einen Teil einer elektrolytischen Bandverzinnungsanlage.
»o In der Zeichnung ist mit 1 ein in einem Tank befindliches
Elektrolytbad bezeichnet, durch das ein Stahlband 2 in vertikalen Schlaufen hindurchgeführt
wird. Dabei läuft dieses Band zwischen Zinnanoden 3 hindurch, die an Stromschienen 4 aufgehängt sind,
welche von Bänken 5 abgestützt werden. Dieses Band läuft in PfeüYichtung über eine Stromzuführungsrolle
6 und eine angepreßte Rolle 17, die zusammen ein Quetschrollenpaar bilden.
2" dem Bandaustritt α beidseitig des Bandes 2 und sich
über die Bandbreite erstreckende Flachstrahldüsen 8 vorgesehen, die in einem spitzen Winkel α zur Bandebene
angeordnet sind, durch die das Band entgegen seiner Laufrichtung mit Druckflüssigkeit beaufschlagt
wird. Die aus diesen Düsen 8 austretenden Flachstrahlen sind bei 9 angedeutet. Versuche haben ergeben,
daß eine optimale Wirkung erzielt wird, wenn diese Flachstrahldüsen 8 in einem Winkel α von annähernd
30° zur Bandebene angeordnet sind. Weiterhin wurde durch Versuche ermittelt, daß bei Bandgeschwindigkeiten
bis zu 20 m/Sek. eine optimale Wirkung erzielt wird, wenn die Flachstrahlen mit einem
Druck von 2 bis 3 atü aus den Düsen austreten und eine Dicke d von etwa 3 bis 4 mm haben. Dabei
entspricht die Strahlgeschwindigkeit etwa der Bandgeschwindigkeit. Die vom Band mitgerissene, eine
verhältnismäßig große Stärke dx aufweisende Flüssigkeitsgrenzschicht
wird von den entgegengerichteten flachen Flüssigkeitsstrahlen 9 gewissermaßen abgeschält
und nach unten abgelenkt, wie bei 10 angedeutet. Auf diese Weise wird ein erheblicher Teil der vom
Band beim Badaustritt mitgerissenen Flüssigkeit dicht über der Badoberfläche 11 zurückgehalten, so daß die
obenerwähnten Nachteile nicht eintreten. Nach diesem Abschälen der mitgerissenen Flüssigkeit läuft das
Band mit einer verhältnismäßig dünnen Flüssigkeitsschicht 12 zu den Quetschrollen 6, 17, so daß durch
diese auch bei schnellaufenden Bändern die restliche Flüssigkeit ohne Schwierigkeit abgequetscht bzw. zurückgehalten
wird.
Vorteilhaft wird mit den Flachstrahldüsen 8 eine Flüssigkeit aufgespritzt, die mit der Flüssigkeit des
Bades identisch ist. Es wird damit nicht nur der Austragsverlust erheblich herabgesetzt, sondern mit Zuführung
dieser Flüssigkeit durch die Düsen 8 der noch eintretende Austragsverlust ausgeglichen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch bei anderen Anlagen mit schnellaufenden Bändern, z. B.
Bandentfettungsanlagen, Anwendung finden.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Zurückhalten von Flüssigkeit an schnellaufenden, nach dem Austritt aus einem
Behandlungsbad durch Quetschrollen geführten Metallbändern, gekennzeichnet durch vor den Quetschrollen beidseitig des Bandes
über dem Bandaustritt (a) angeordnete, sich über dessen Breite erstreckende Flachstrahldüsen
(8) für Druckflüssigkeit, die in einem spitzen Winkel
(a) zur Bandebene entgegen der Bandlaufrichtung angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachstrahldüsen (8) in einem
Winkel (α) von annähernd 30° zur Bandebene angeordnet sind.
3. Verfahren zum Zurückhalten von Flüssigkeit an schnellaufenden Metallbändern unter Verwendung
einer Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Bandgeschwindigkeiten
bis zu 20 m/Sek. Flachstrahlen (9) mit einem Druck von 2 bis 3 atü und einer Dicke (d)
von etwa 3 bis 4 mm angewendet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712147180 DE2147180C3 (de) | 1971-09-22 | 1971-09-22 | Vorrichtung und Verfahren zum Zurückhatten von Flüssigkeit an schnellaufenden Metallbändern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712147180 DE2147180C3 (de) | 1971-09-22 | 1971-09-22 | Vorrichtung und Verfahren zum Zurückhatten von Flüssigkeit an schnellaufenden Metallbändern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2147180A1 DE2147180A1 (de) | 1973-03-29 |
| DE2147180B2 DE2147180B2 (de) | 1974-10-31 |
| DE2147180C3 true DE2147180C3 (de) | 1975-06-26 |
Family
ID=5820201
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712147180 Expired DE2147180C3 (de) | 1971-09-22 | 1971-09-22 | Vorrichtung und Verfahren zum Zurückhatten von Flüssigkeit an schnellaufenden Metallbändern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2147180C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2468659A1 (fr) * | 1979-10-26 | 1981-05-08 | Clesid Sa | Installation de decapage en continu d'une bande d'acier par attaque a l'acide |
-
1971
- 1971-09-22 DE DE19712147180 patent/DE2147180C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2147180A1 (de) | 1973-03-29 |
| DE2147180B2 (de) | 1974-10-31 |
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Legal Events
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