DE2146459C3 - Anordnung zum Befestigen der nach dem Strippen der Kokille am Blockkopf verbleibenden Auskleidung des Kokillenkopfes - Google Patents
Anordnung zum Befestigen der nach dem Strippen der Kokille am Blockkopf verbleibenden Auskleidung des KokillenkopfesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Befestigen
der nach dem Strippen der Kokille am Blockkopf verbleibenden Auskleidung des K.okillenkopfes, welche
aus einzelnen, mit einem Armierungsblech an der der Kokille zugekehrten Außenseite versehenen Wärmedämmplatten besteht, um die gefürchtete Sekundärlun-
kerbildung im Blockrumpf beim Vergießen von beruhigtem bzw. kopfberuhigtem Stahl in Kokillen infolge
zu rascher Abkühlung des Blockkopfes zu vermeiden.
Beim Abgießen von beruhigtem oder kopfberuhigtem Stahl in Kokillen ist es bereits bekannt, den Stahl
im oberen Teil oder Kopfteil der Kokille durch Auskleiden der Kokille in diesem Bereich mit einem Material
geringer Wärmeleitfähigkeit sowie gegebenenfalls durch Auflegen von exotherm reagierenden Stoffen auf
den Blockkopf oder durch elektrische Kopfbeheizung u. dgl. so lange flüssig zu halten, bis die im Blockinneren
«Is Folge der Voilumenkontraktion bei der Erstarrung gebildeten Hohlräume durch den nach unten nachflie-Ißenden
Stahl aufgefüllt sind, wodurch der Lunker in den verlorenen Kopf verlegt wird.
Um die Größe des verlorenen Kopfes und damit die unvermeidlichen Ausbringverluste so klein wie möglich
zu halten, ist es bei der geschilderten Arbeitsweise unbedingt erforderlich, die Wärmeisolierung des Blockkopfes
bis zur vollendeten Erstarrung aufrechtzuerhallen.
Wegen des Erstarrungsschrumpfens des Metalls kommt es schon während des Abgießens zur Trennung
tier erstarrten Blockschale von der inneren Kokillenwand, wodurch ein Luftspalt zwischen Kokille und
Blockschale entsteht, der sich auf die Wärmeabfuhr aus dem Block hemmend auswirkt und damit die Erstarrungsperiode
verlängert. Dies erfordert jedoch gesteigerte Bemühungen, um den Stahl im Blockkopf flüssig
zu erhalten. Außerdem wird durch die Verlängerung der Erstarrungszeit das Seigerungsverhalten des Blokkes
nachteilig beeinflußt, eine Erschwerung der Gießgrubenarbeit- und Organisation hervorgerufen und der
Wirkungsgrad des Tiefofens verschlechtert. Versuche, durch vorzeitiges Abziehen der Kokillen die Abkühlgeschwindigkeit
zu erhöhen und die Erstarrungszeii /u verkürzen, führten jedoch häulig zur teilweisen Zerstörung
oder zum Abfallen der Wärmedämmplatten, was die Ausbildung von tief in den Block hineinreichenden
Lunkern und einen entsprechend hohen Ausbringungsverlust zur Folge hatte.
Um diesen Mangel zu beheben, wurde schon vorgeschlagen,
Isolierplatten oder -hauben beim Gießen direkt am Block zu befestigen, so daß dieselben auch
nach frühzeitigem Abziehen der Kokille noch fest am Block haften und eine fortdauernde Wärmeisolierung
des Blockkopfes bis zur vollständigen Erstarrung gewährleisten.
So ist es aus der DT-AS 2 147 407 und aus der DT-OS 2 025 736 bereits bekannt, die Wärmedämmplalien
der Kokillenkopfauskleidung mit zahlreichen Durchtrittsöffnungen für den flüssigen Stahl zu versehen,
welche in auf der Rückseite der Platten befindliche Hohlräume in Form von Nuten einmünden. Dadurch
bilden sich beim Gießen Stahlleisten zwischen den Wärmedämmplatten und der Kokillenwand aus, die
über die Stahlzapfen in den Durchtrittsöffnungen mit dem erstarrenden Blockkopf verbunden sind und so die
Blockkopfisolierung beim Strippen der Kokille und danacri am Blockkopf sicher festhalten sollen.
Diese Vorrichtungen haben jedoch den wesentlichen Nachteil, daß einerseits relativ große Wärmeverluste
an absolut unerwünschter Stelle eintreten und andererseits die Herstellung der benötigten Wärmedämmplatten
in der speziellen Form verhältnismäßig aufwendig ist.
Bei diesen bekannten Vorrichtungen wird jedoch durch die Metallzapfen und -leisten die Isolierung der
Platten partiell aufgehoben, und es werden außerdem durch die gute Wärmeleitfähigkeit der zahlreichen Metallzapfen
Wärmebrücken geschaffen, über die die Wärme aus dem Blockkopf in unerwünschter Weise
nach außen abgeleitet wird.
Bei den beiden vorerwähnten und bekannten Vorrichtungen ist jedoch außer acht gelassen, daß sich die
Isolierverhältnisse der Kopfverkleidung durch die bestimmte Art der Befestigung der Wärmedämmplatten
am Blockkopf nach dem Abziehen der Kokille ganz wesentlich verändern.
Beim normalen Gießverfahren wird die wärmedämmende Wirkung der Umkleidung des Blockkopfes
durch die Kokille verstärkt. Sie bewirkt einen zusätzlichen Wärmeschutz dadurch, da sie wegen der Isolierplatten
an ihrem Kopf kälter ist als am Kokillenfuß. Daher gelangt aus dem unteren Teil der Kokille Wärme,
die dort vom Stahlblock auf die Kokille übergegangen ist, durch Leitung in die Zone des Kokillenkopfes
und verringert damit die Temperaturdifferenz zwischen den Isolierplatten und der Kokille und dadurch die
Wärmeableitung von den Isolierplatten auf die Kokille. Dieser Wärmeschutz durch die Kokille entfällt aber
nach ihrem Abziehen, so daß die Abkühlung des Blockkopfes dann um ein Mehrfaches beschleunigt wird.
Dazu treten bei dieser Blockbehandlung aber noch die zusätzlichen Wärmeverluste durch die eingegossenen
Haltemittel für die Isolierplatten auf. Da der Blockkopf normalerweise einen kleineren Durchmesser bzw.
Querschnitt hat als der Blockrumpf, kommt es durch die voreilende Erstarrung an diesen Stellen zur Brükkenbildung,
die das Auftreten von Sekundärlunkern begünstigt. Da das Verschweißen des Sekundärlunkers
beim Walzen mit Sicherheit nicht zu gewährleisten ist — vor allem nicht bei härteren Qualitäten —, muß mit
erheblichen Ausbringungsverlusten entweder durch ein extrem anormal großes Kopfvolumen oder durch
Kopfabschnitte, die bis weit in den Rumpf reichen, gerechnet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die der Blockkopfisolierung dienenden Wärmedämmplatten
derart am Blockkopf zu befestigen, daß eine absolut sichere Befestigung gegen das Abfallen der Platten ge- ίο
währleistet ist und die notwendigerweise durch die Befestigungsmittel
in Kauf zu nehmenden Wärmeverluste einen Minimalwert aufweisen.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einer Blockkopfisolierung der in Betracht
kommenden Art, unter Verwendung von an der Rückseite mit einem Armierungsblech versehenen
Wärmedämmplatten, die Armierungsbleche an den einander benachbarten Seiten wenigstens an einer Seite
über den Rand der Wärmedämmplatten hervorragen und mit dem überragenden Teil das benachbarte Arniierungsblech
überragen, und daß im Überlappungsbe reich der einander benachbarten Armierungsbleche
Öffnungen für den Eintritt des eine Punktverschweißung der überlappenden Armierungsblechenden bewirkenden
flüssigen Metalls angeordnet sind.
Nach dem Abziehen der Kokille kann es infolge des durch die Punktverschweißung gebildeten Blechrings
an der Außenseite der Wärmedämmplatten zu keinem Abfallen des Isoliermantels kommen. Auch vor dem
Gießen bedarf es keiner zusätzlichen Halter-Hilfsmittel, weil sich die Wärmedämmplatten, die gegebenenfalls
keilförmig ausgebildete Kanten aufweisen, gegenseitig abstützen oder von Keilen abgestützt werden.
Die Wärmeableitung wird schließlich dadurch gering gehalten, daß die öffnungen in den Wärmedämmplatten
im Überlappungsbereich der Armierungsbleche und damit an den Ecken der Isoliervorrichtung angeordnet
sind.
Bei einer vorteilhaften Ausbildung des Gegenstandes der Erfindung können die Armierungsbleche an einem
Ende bündig mit der Wärmedämmplatte abschließen und am anderen Ende diese überragen. Dies hat den
Vorteil, daß alle Wärmedämmplatten im wesentlichen gleich ausgebildet, einfach hergestellt und besonders
einfach und schnell in die Kokille eingesetzt werden können.
Bei einer anderen gleichfalls vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes überragen die
Armierungsbleche die Wärmedämmplatten an beiden Enden und werden im Überlappungsbereich mittels
eines die Metalleintrittsöffnungen enthaltenden Spannkeils aneinander angepreßt. Eine exakte Paßform der
Wärmedämmplatten ist hierbei nicht erforderlich.
Zweckmäßigerweise sind die Metalleintrittsöffnungen in den Wärmedämniplatten an der Innenseite
durch dünne Metallplättchen, insbesondere aus Aluminium, abgedeckt. Das verzögerte Aufschmelzen dieser
Verschlußplättchen verhindert ein Eindringen von Gießpulver in die öffnungen, wodurch ein Punktverschweißen
der Armierungsbleche unter Umständen in Frage gestellt wäre.
In den F i g. 1 und 2 der Zeichnung sind zwei bevorzugte
Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt, welche nachfo.'gend im einzelnen
näher beschrieben sind. Es zeigt
Fig.] einen horizontalen Schnitt durch zwei an
einer Ecke einer Kokille aneinandergrenzende Wärmedämmplatten in einer ersten Ausführungsform,
F 1 g. 2 einen Schnitt durch zwei an einer Kokillenekke einander benachbarte Teile von Wärmedämmplatten
mit zwischen ihnen angeordneten Spannkeil, nach einer zweiten Ausführungsform.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, stoßen die beiden Wärmedämmplatten 11 und 12 im Bereich einer Kokillenecke
stumpf aneinander; sie bilden zusammen mit zwei weiteren Wärmedämmplatten einen den Blockkopf
umgebenden Isoliermantel, der zunächst an der Kokilleninnenwand anliegt. An der Rückseite der Wärmedämmplatten
11, 12 sind Armierungsbleche 13, 14 befestigt, von denen das eine Blech 13 bündig mit der
Stirnfläche der zugehörigen Platte abschließt, während das Armierungsblech 14 an der anderen Wärmedämmplatte
12 die Stirnfläche der zugehörigen Platte 12 mit seinem freien Ende 14a überragt, welches um die Platte
11 und das Armierungsblechende 13a herumgebogen ist, wobei es an diesem anliegt. Die Bleche 13 und 14
weisen eine Stärke von weniger als 0,5 mm auf. Im Überlappungsbereich der beiden Bleche 13,14 befinden
sich Öffnungen 15 in der Wärmedämmplatte 11, in die das flüssige Metall in Form eines Pfropfens beim Gießen
eindringt und die aneinandergepreßten Bleche 13 und 14 punktförmig miteinander verschweißt. Diese
öffnungen 15 weisen einen Durchmesser von etwa 25 bis 30 mm auf, damit es zu einer sicheren Verschweißung
der Bleche kommt, selbst wenn mit dem flüssigen Metall Gießpulver in die Öffnungen 15 eindringen sollte.
Um dies zu verhindern, können die öffnungen 15 durch dünne Metallplättchen 16, insbesondere aus Aluminium,
abgedeckt sein; in diesem Falle braucht der Durchmesser der öffnungen 15 nur etwa 17 bis 20 mm
betragen, was günstiger ist.
Bei der Ausführungsform der Isoliervorrichtung nach F i g 2 grenzen die die Seitenwände des Isoliermantels
bildenden Wärmedämmplatten 21, 22' nicht unmittelbar aneinander. Zwischen sie ist ein Spannkeil 23 eingesetzt,
der einerseits die Platten 21, 22 auseinander und sie damit fest gegen die Kokillenwand preßt und anderseits
auch die Enden 24a, 25a der an der Rückseite der Wärmedämmplatten 21, 22 befestigten, über diese vorstehenden
Armierungsbleche 24, 25 aneinanderpreßt. In diesem Fall sind in dem Spannkeil 23 die Metalleintrittsöffnungen
26 vorgesehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Anordnung zum Befestigen der nach dem Strippen der Kokille am Blockkopf verbleibenden
Auskleidung des Kokillenkopfes, welche aus einzelnen, mit einem Armierungsblech an der der Kokille
-zugekehrten Außenseite versehenen Wärmedämmpluiten
besieht, dadurch gekennzeichnet,
daß die Armierungsbleche an den einander benachbarten Seiten wenigstens an einer Seite über den
Rand der Wärmedämmplatte hervorragen und mit dem überragenden Teil das benachbarte Armierungsblech
überragen und daß in den Wärmedämmplatten (11) im Überlappungsbereich der ein-
ander benachbarten Armierungsbleche öffnungen (15) für den Eintritt eines eine .°unktverschweißung
der überlappenden Armierungsblechenden (13a, 14a) bewirkenden flüssigen Metallpfropfens angeordnet
sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (15, 26) in den Wärmedämmplatten (U, 12, 26) an der Innenseite mittels
dünner Metallplättchen (16) insbesondere aus Aluminium abgedeckt sind.
Priority Applications (1)
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| DE2146459B2 DE2146459B2 (de) | 1974-11-21 |
| DE2146459C3 true DE2146459C3 (de) | 1975-07-03 |
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ID=5819811
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| DE19712146459 Expired DE2146459C3 (de) | 1971-09-16 | 1971-09-16 | Anordnung zum Befestigen der nach dem Strippen der Kokille am Blockkopf verbleibenden Auskleidung des Kokillenkopfes |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE2146459C3 (de) |
-
1971
- 1971-09-16 DE DE19712146459 patent/DE2146459C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2146459A1 (de) | 1973-03-22 |
| DE2146459B2 (de) | 1974-11-21 |
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