DE856796C - Eingusskopf fuer Blockgiessformen - Google Patents

Eingusskopf fuer Blockgiessformen

Info

Publication number
DE856796C
DE856796C DEM8664A DEM0008664A DE856796C DE 856796 C DE856796 C DE 856796C DE M8664 A DEM8664 A DE M8664A DE M0008664 A DEM0008664 A DE M0008664A DE 856796 C DE856796 C DE 856796C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tiles
tile
heat
sprue
head
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM8664A
Other languages
English (en)
Inventor
Harold Otter Howson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
THOMAS MARSHALL AND Co LO
Original Assignee
THOMAS MARSHALL AND Co LO
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by THOMAS MARSHALL AND Co LO filed Critical THOMAS MARSHALL AND Co LO
Application granted granted Critical
Publication of DE856796C publication Critical patent/DE856796C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals
    • B22D7/06Ingot moulds or their manufacture
    • B22D7/10Hot tops therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Eingußkopf für Blockgießformen Die Erfindung bezieht sich auf Eingußköpfe für Gießformenblöcke und andere Gußstücke aus Stahl und anderen Metallen.
  • Es ist bekannt, daß ein Eingußkopf ein Vorratsbehälter für geschmolzenes Metall ist, der an dem Kopf der gefüllten Gießform vorgesehen ist, um einen Vorrat von geschmolzenem Metall zu halten, der einsickern und die Hohlräume und porösen Stellen ausfüllen kann, die gewöhnlich an dem oberen Ende des Hauptkörpers des gebildeten Blockes oder Gußstückes entstehen.
  • Bei Gußköpfen, wie sie gegenwärtig verwendet werden, hat sich herausgestellt, daß, um die obigen Bedingungen zu erfüllen, das Gewicht des Metalls, das in dem Eingußkopf erhärten darf, durchschnittlich ungefähr 15% des Gesamtgewichtes des gegossenen Blockes oder anderen Gußstückes betragen muß. Diese Metallmenge in dem sich ergebenden Block oder Gußstück wird während der folgenden Behandlung des Blockes oder Gußstückes immer als unbefriedigend angesehen werden.
  • Es ist weiterhin bekannt, daß der Vorrat an geschmolzenem Metall in dem Eingußkopf in einem wärmebeständigen Aufbau von festen wärmebeständigen Fliesen enthalten ist, die in geeigneter Weise innerhalb einer nicht wärmebeständigen Umkleidung aneinander befestigt oder zusammengehalten werden, die durch den Oberteil der Gießform oder einem daran angebrachten Gehäuse gebildet wird und eine gehäuseähnliche Umkleidung bildet, die oben und unten offen ist.
  • Die Wärmeabgabe aus dem Vorrat an geschmolzenem Metall an die wärmebeständige Wand, die durch die Fliesen gebildet wird, ist zwar geringer als bei einer Metallwand, aber sie ist dennoch merklich und bewirkt ein Erstarren des Metalls an der Wand, was ein bedeutender Faktor bei der Bestimmung der Abfallmenge des Blockes ist. Es hat sich gezeigt, daß während der Erhärtungszeit der Wärmeverlust an der wärmebeständigen Wand weitgehend von der Wärmekapazität des wärmebeständigen Stoffes abhängt und in einem geringeren Maße von der Wärmeableitung zu dem Gehäuse-oder Formoberteil, das die wärmebeständige Wand umgibt.
  • Es ist nicht durchführbar, in irgendeinem wesentlichen Maße Werkstoffe von niedrigerem spezifischem Wärmewert oder Leitfähigkeit an Stelle des spezifisch feuerfesten Tones, wie er zur Zeit benutzt wird, zu verwenden, und zwar daher, weil andere Werkstoffe wesentlich weniger 'häufig benutzt werden können als die Schamottefliesen, die acht- bis sechzehnmal, jedoch gewöhnlich nicht mehr als zwölfmal benutzt werden können.
  • Die Natur des feuerfesten Tones (Schamottes) erfordert gewisse Vorkehrungen, die bei der Herstellung von wärmebeständigen Fliesen und anderen wärmebeständigen Erzeugnissen zu beachten sind, damit sie den höhen Temperaturen, denen sie bei der Benutzung unterworfen sind, sowie der sehr rauhen Behandlung, der sie von dem Augenblick ihrer Fertigstellung bis zu ihrer Ingebrauchnahme ausgesetzt sind, widerstehen können.
  • Aus diesem Grunde sind die wärmebeständigen Fliesen so dünn wie möglich im Verhältnis zu ihrer Größe herzustellen, und bisher haben sie gewöhnlich eine Mindeststärke von 1'/a bis 1'/E Zoll.
  • Darüber hinaus ist man seit langer Zeit der Ansicht gewesen, daß, je dicker die Fliesen des Eingußkopfes sind, desto besser ist ihre Fähigkeit, die Wärme innerhalb des Eingußkopfes zu halten; indessen tritt ungeachtet ihrer größeren Stärke die Zerstörung der üblichen Eingußkopffliese bei der Benutzung gewöhnlich nach einer acht- bis zwölfmaligen Verwendung ein. Der Grund des Versagens ist ein steiler Temperaturabfall, der an der Fläche der Fliese entsteht, die dem geschmolzenen Metall ausgesetzt ist. Dies hat die Bildung einer scharf umgrenzten verschlackten oder physikalisch veränderten Zone zur Folge, die sich nur über eine kurze Strecke der Dicke der Fliese, von ihrer heißen Fläche ausgehend, erstreckt, wobei eine im wesentlichen unveränderte angrenzende Zone für die restliche Dicke der Fliese übrigbleibt. Der Umstand, daß sich die veränderte Zone nur über einkurzes Stück erstreckt und, wie es sich in gewissen Fällen herausgestellt hat, weniger als ein halber Zoll stark ist, zeigt, daß hinter diesem Stück der restliche Teil der Fliese nur dem Zweck dient, gewöhnlich etwas Wärme von dem geschmolzenen Metall abzuleiten.
  • Infolge der verschiedenen Ausdehnung zwischen den aneinanderliegenden verschlackten und unveränderten Zonen entsteht ein Riß an der Verbindungsstelle dieser Zonen, der parallel zu dieser 'heißen Fläche verläuft, so daß zwei getrennte Schichten entstehen, und die ganze oder ein Teil dieser verschlackten Schicht fällt mitunter ab und in den Vorrat von geschmolzenem Metall hinein, oder wenn nichts abfällt, wird sie sich schließlich als eine getrennte Schicht beim Abstreifen des Blockes oder Gußstückes von der Form loslösen, und die Fliese wird unbrauchbar.
  • Wenn es daher möglich w:ire, eine w-;irmebeständige Fliese von so geringer Dicke herzustellen und zu verwenden, wie das gewöhnliche Maß der verschlackten Schicht beträgt, so wäre das für eine Eingußkopffliese zweckmäßig. Leider ist es aus den schon genannten Gründen nicht möglich, Fliesen von so geringer Dicke herzustellen, und ein Gegenstand der Erfindung ist die Herstel lang einer wärmebeständigen Fliese, die die gewünschten Vorteile besitzt, nämlich eine äußerst geringe @#.ärmekapazität und Leitfähigkeit ohne die vorher erwähnten Nachteile.
  • Ein weiterer Zweck der Erfindung sind Verbesserungen an Eingußköpfen, durch die ein Wärmeverlust von dem Vorrat an geschmolzenem Metall zu der wärmebeständigen, durch die Fliesen gebildeten Wand auf ein -Mindestmaß herabgesetzt wird, so daß der Eingußkopf an Volumen verkleinert werden kann und dadurch einen größeren Prozentsatz von festem Metall in dem Block oder Gußstück vorhanden ist.
  • Ein weiterer Zweck der Erfindung ist eine verbesserte Bauart einer wärmebeständigen Fliese dahingehend, daß seine Benutzungsdauer wesentlich gesteigert und dadurch die Zahl der für eine gegebene Leistung an Blöcken oder Gußstücken benötigten Fliesen vermindert und auch die für das Auswechseln notwendige Arbeit und die dadurch entstehenden Verzögerungen verkleinert werden.
  • Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Erzielung einer Wirtschaftlichkeit bei den Herstellungskosten von Blöcken und Gußstiicken.
  • In einem Guß'kopf für eine Blockform od. dgl. gemäß der Erfindung ist der Vorrat an Metall in einem offenen gehäuseähiiliclien Aufbau enthalten, dessen größerer Teil mindestens aus einer Anzahl wärmebeständiger Fliesen zusammengesetzt ist, von denen jeder eine dem geschmolzenen Metall des Vorrates ausgesetzte Fläche besitzt, die im Verhältnis zu ihrem Querschnitt eine verminderte volumetrische Kapazität für Wärmeaufnahme und Leitfähigkeit gegenüber dem restlichen Teil der Fliesen aufweist.
  • Diese verminderte Wärmekapazität und Leitfähigkeit der Fliesen wird dadurch erreicht, daß die dem geschmolzenen Metall abgekehrte Fläche einer jeden Fliese ausgespart ist. Die ausgesparte Fläche kann eine oder mehrere Aussparungen besitzen, die sich über einen Raum zwischen den oberen und unteren Kanten der Fliese oder zwischen der unteren Kante und einer Stelle, die in einem gewissen Abstand von der oberen Kante liegt, erstrecken; sie verläuft über die ganze Länge mit Abständen über die L:iirge der Fliese oder nur zwischen seinen Enden. so da13 mindestens ein Hohlraum vorhanden ist, der zwischen der Hinterflache einer jeden Fliese und dessen Stütze an der Rückseite liegt. Der Hohlraum oder die Hohlräume, die so auf der Rückseite einer jeden Fliese in dem Eingußkopf gebildet werden, können als isolierende Lufträume in dem Eingußkopf bleiben oder mit einem wärmeisolierenden \\"erkstoff gefüllt werden.
  • Die verminderte \\-<irrtiekapazit:it und Leitfähigkeit kann auch dadurch erreicht werden, daß jede Fliese hohl hergestellt wird, so daß Innen- und :\ußcn@@ündc an der Fliiche der Fliese, die dem Vorrat an geschmolzenem Metall gegenüberliegt, durch einen Luftraum getrennt sind. wobei die Innenwand der Fliese die Wand bildet, die mit dem geschmolzenen Metall in Berührung steht.
  • Bei einer Fliese, die, wie zuvor beschrieben, gemäß der Erficiclung hergestellt ist, ist die Masse und folglich die \\ ä rinespeicherungsfäliigkeit an Stellen in und um den Vorrat des geschmolzenen Metalls herum vermindert, und die gefüllten oder ungefüllten Hohlräume dienen als Isoliermittel, um die W:irrneleitti»<, von dem Fingußkopf zu der Wand der Gießform oder des den Eingußkopf umgebenden Kopfgehäuses zu verkleinern.
  • Die Zeichnung zeigt als Beispiel einige Ausführungsformen der Erfindung.
  • Fig. i ist ein teilweise senkrechter Schnitt durch eine Blockgießform, die mit einem Fliesenaufbau versehen ist, der eine Form des Eingußkopfes gemäß der Erfindung darstellt; Fig. 2 ist ein Querschnitt durch Fig. i in Richtung der Linie II-II; Fig.3 ist ein teilweiser Schnitt durch eine abgeänderte Form einer Blockgießform und eines Eingußkopfes; Fig. d ist ein waagerechter Querschnitt durch eine weitere abgeiinderte Ausführungsform einer Blockgießform und eines Eingußkopfes; Fig. 5 ist ein teilweise senkrechter Schnitt einer weitere« Ausführungsform eitler Blockgießform und eines Eingußkopfes; Fig.6 ist ein Aufriß und zeigt eine abgeänderte Form einer Fliese für einen Eingußkopf; Fig. 7 ist ein Schnitt durch Fig. 6 in Richtung der Linie VII-@'H; Fig. 8 ist ein Aufriß einer weiteren abgeänderten Form einer Fliese; Fig. g ist ein Schnitt durch diesen in Richtung der Linie I\-I1; Fig. io ist ein Aufriß einer weiteren abgeänderten Ausführungsform der Fliese; Fig. i i ist ein Schnitt durch Fig. io in Richtung der Linie XI-KI; Fit-'- 12 ist ein senkrechter, teilweiser Schnitt durch eine gebrauchte Fliesenausführung der bisherigen Bauart.
  • In Fig. i und 2 ist die Blockform no mit einem Eingußkopf aus vier Fliesen i i versehen, deren Kanten mit Zement verbunden sind und den üblichen kastenähnlichen Aufbau bilden, der an dem und innerhalb des oberen Teiles der Gießform liegt und als Vorratsbehälter 12 für geschmolzenes Metall oberhalb der Hauptmasse 13 des '.Metalls in der Gießform io dient.
  • Die Fliesen i i sind mit einer Aussparung 1:I versehen, und zNvar an der Fläche, die dem Vorratsbehälter 12 abgewandt ist, und die Aussparung beschränkt sich auf den Raum zwischen den oberen und unteren waagerechten und den senkrechten Kanten der Fliesen.
  • Wie aus Fig. i und 2 ersichtlich, bewirkt die \"ertiefting 14 in den Fliesen i i für einen beträchthcllen Teil der Höhe des geschmolzenen :Metall: in dem Vorratsfiehälter 12 eine verminderte Stärke der Wand, und der verbleibende dünnere Teil der Fliesen bildet mit der Gehäusewand, wenn die vier Fiesen i i zusammengesetzt sind, verschiedene Räume, in denen die Wärmespeicherfähigkeit und die Wärmeleitfähigkeit vermindert ist, und gleichzeitig isolierende Aussparungen 15 zwischen den Fliesen und der Wand der Form io. Es kann gegebenenfalls auch ein Isoliermaterial 16 in die Vertiefungen 15 eingelegt werden, das körnig oder plastisch sowie auch schichtartig oder teigig sein kann. Das körnige oder plastische Isoliermaterial kann durch Hitze und Druck mit oder ohne Bindemittel erhärtet werden.
  • Ferner kann, was in der Zeichnung nicht besonders gezeigt ist, wahlweise eine Schicht oder ein Brei von hitzebeständigem oder isolierendem oder sonst geeignetem Werkstoff zwischen die ausgesparten Fliesen i i und die Wand io der Blockform gebracht werden. Diese Schicht oder teigige Masse kann als ständiger fester Teil in der Form verbleiben und dient als weiterer Isolator und dichter Abschluß des Luftraumes in der Aussparung 15.
  • Geeignete Werkstoffe sind z. B. Vermikulit, Asbest und Diatomit, die, wenn sie in körniger oder plastischer Form eingeführt sind, durch Hinzufügung eines Bindemittels mit oder ohne Einwirkung von Hitze oder Druck erhärtet werden können. Der Werkstoff kann auch als lose Masse eingebracht werden oder durch eine geeignete Schicht eines Werkstoffes, z. B. starken Papieres, in seiner Lage gehalten werden. Es können auch andere Werkstoffe mit geeigneten Eigenschaften zur Verminderung der Wärmeübertragung an dem ausgesparten Teil benutzt werden.
  • In Fig.3 ist die Blockform 17 mit einem aufgesetzten Gehäuse oder Kasten 18 zur Unterbringung eines Aufbaues von' ausgesparten Fliesen i9, ähnlich den in Fig. i und 2 gezeigten, versehen, wobei diese Fliesen zusammen mit dem Gehäuse 18 von der Form 17 abgehoben werden können, bevor der Block aus der Form entfernt wird.
  • In Fig. q ist jede Fliese 2o in einer gesonderten Aussparung 21 in den anliegenden Wänden der Form untergebracht, wobei die Aussparung 23 an der Rückseite der Fliese einen Hohlraum zwischen der Fliese und der benachbarten Wand bildet, und dieser Hohlraum liegt in der Mitte der ihn umgrenzenden Ränder der Fliese.
  • In einem weiteren Ausführungsbeispiel eines Eingußkopfes, der in Fig.5 gezeigt ist, werden hohle Fliesen 24 verwendet, wobei der Hohlraum 25 von dem einen Ende der Fliese bis zum anderen Ende reicht, jedoch an dessen Ober- und Unterseite geschlossen ist.
  • In Fig. 6 und 7 ist eine weitere Bauart von Fliesen 26 gezeigt, bei denen die hintere Fläche eine Vertiefung 2; aufweist, die sich von dem einen bis zum anderen Ende der Fliese erstreckt, abgesehen von einer dazwischenliegenden Verstärkungsrippe 28.
  • Fig. 8 und 9 zeigen eine weitere Bauart der Fliese 29 mit einer Hauptaussparung 30. In dem infolge der Hauptaussparung 30 verminderten Querschnitt der Fliese sind zusätzliche Vertiefungen 31 angebracht, und zur Verstärkung der Fliese ist eine Verstärkungsrippe 32 vorgesehen.
  • Fig. io und ii zeigen noch eine weitere Form einer Fliese, die aus besonderen Ober- und Unterteilen 33 und 3,4 zusammengesetzt ist, wobei das Unterteil 3:4 einen dünneren Querschnitt als das Oberteil 33 aufweist. Das Unterteil ist mit einer Verstärkungsrippe 35 versehen.
  • Die Stärke des verschwächten Teiles der Fliese braucht nicht unbedingt gleichmäßig zu sein, sondern 'kann in Übereinstimmung mit dem berechneten Wärmestrom an dem Querschnitt des Vorratsbehälters des geschmolzenen Metalls verändert werden.
  • Aus der Beschreibung ist ersichtlich, daß bei einem Eingußkopf, der aus Fliesen gemäß der Erfindung zusammengesetzt ist, jede Fliese mit einer Fläche versehen ist, die mit einem nicht wärmebeständigen Gehäuse in Berührung steht, das im Verhältnis zum Querschnitt ein Höchstmaß an Wärmeaufnahmefähigkeit und Leitfähigkeit besitzt und in einem gewissen Abstand von diesem Gehäuse noch eine weitere Fläche aufweist, die ebenfalls im Verhältnis zu ihrem Querschnitt eine geringste `%'ärmeaufnahmefähigkeit und Leitfähigkeit aufweist.
  • In gewissen Fällen können die Fliesen an mindestens einer Kante mit einer Randfläche versehen sein, die bei dem Aufbau eines Eingußkopfes an das nicht wärmebeständige Gehäuse angrenzt, während die übrige Fläche der Fliese in einem Abstand von diesem Gehäuse liegt.
  • Fig. 12 zeigt einen Teil einer gebrauchten Fliese der gewöhnlichen Bauart. Es ist ersichtlich, daß eine solche Fliese beim Gebrauch über einen kleinen Teil seiner Stärke von seiner heißen Fläche an, d. h. der Fläche an, die an dem geschmolzenen Metall liegt, eine verschlackte oder physikalisch veränderte Zone _A aufweist, die sich unter Umständen von der im wesentlichen unveränderten Zone B, die den übrigen Teil der Fliesenstärke bildet, abtrennt. Die veränderte Zone A, die sich ungefähr über ein Drittel der Stärke der Fliese erstreckt, zeigt, daß die restlichen zwei Drittel der Stärke der Fliese unnötigerweise eine besondere Wärmeleitfähigkeit besitzen und daß die Stärke der veränderten ZoneA die höchstens erforderliche darstellt. Diese Tatsache wird für die vorliegende Erfindung-dadurch verwertet, daß,die Fliesen für den Eingußkopf mit einem Mindestmaß an Stärke 'hergestellt werden, um ihre Wärme-Leitfähigkeit innerhalb ihrer Fläche, die dem geschmolzenen Metall ausgesetzt ist, zu verringern, und sie an anderen Flächen ausreichend stark gemacht werden, besonders ihre Ränder, so daß sie fest und stark genug sind, um eine Verformung während der Herstellung zu verhüten und allen Bedingungen bei ihrer Benutzung zu entsprechen.
  • Eine gemäß der Erfindung hergestellte Fliese besitzt daher eine oder mehrere Flächen, die eine Beringst zulässige Dicke und infolgedessen eine niedrige Wärmekapazität und Leitfähigkeit aufweisen, und eine oder mehrere Flächen, die ein Höchstmaß an Dicke zur Erzielung genügender Standfestig- und @\'iderstaiidsfähigkeit besitzen mit dem weiteren Vorteil, daß die Fläche mit der größten Dicke dazu dient, die Fläche mit der geringsten Dicke in einem gewissen Abstand von dem üblichen nicht wärniebestindigen Gehäuse zu halten, das den Aufbau der Fliesen zu einem Gußkopf umgibt, und einen isolierenden Hohlrauen zwischen den Fliesen des Eingußkopfes und dem Gehäuse zu schaffen, der als Hohlraum bestehenbleiben oder mit wärmeisolierendem Werkstoff gefüllt werden kann.
  • Obwohl Schamotte oder gebrannter Ton der bevorzugte Werkstoff für die ausgesparten Fliesen gemäß der Erfindung ist, können auch andere wärmebeständige Werkstoffe benutzt werden, und die im Vergleich zu gewöhnlichen bisher benutzten Fliesen verringerte Masse der Fliesen ermöglicht die wirtschaftliche Benutzung anderer teuerer wärmebeständiger Werkstoffe mit größerer Wirksamkeit.
  • Die wärmebeständige Fliese nach der Erfindung kann für die Herstellung von Blöcken und Gußerzeugnissen aus Stahl, Eisen, Eisenmetallen, Nichteisenmetallen und allen Legierungen verwendet werden. Der Eingußkopf 'kann beliebiger Art sein, sowohl aufgesetzt als auch aus einem Stück mit der Form bestehend. Es ist häufig zweckmäßig, einen großen oder zusammengesetzten Gußkopf unter Verwendung einer ausreichenden Anzahl von ausgesparten Fliesen herzustellen.
  • Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, daß der Erfindungsgedanke für alle vorhandenen Arten von Eingußkopffliesen durch geeignete Veränderungen an den Gießformen verwendet werden kann, ohne wesentliche Änderungen in der Bauart.
  • Die verringerte @`-ärmekapazität und Leitfähigkeit der neuen Fliesen vermindert die Erhärtung von Metall an ihnen und ermöglicht die Benutzung eines Eingußkopfes von geringeren Abmessungen. Das verminderte Volumen kann durch Herabsetzung der Höhe erreicht werden, bis zu der das Metall in dem Eingußkopf während des Gießvorganges ansteigen darf. Das Volumen des Gußkopfes kann aber auch durch Veränderung der Abmessungen verringert werden, wodurch sich eine weitere Ersparnis an wärmebeständigem Material und an Material für die Gießform oder das Kopfgehäuse ergibt.
  • Die gesteigerte Wirksamkeit der Fliesen nach der Erfindung hat eine bessere Festigkeit und bessere metallurgische Eigenschaften des Blockes und des sonstigen Gußstückes zur Folge. Bei einer Eingußkopffliese gemäß der Erfindung ist die Verteilung der Wärme infolge der Isolierwirkung der Aussparung, wenn sie mit Isoliermasse gefüllt ist oder als Luftlücke dient, gleichmäßiger, und physikalische Veränderungen schreiten gleichmäßig fort ohne Bildung von Rissen oder mit beträchtlich vermindertem Bestreben zur Rißbildung.
  • Eine Zerstörung der Fliese wird verhütet und die Benutzungsdauer gesteigert. Außerdem wird eine höhere Flächentemperatur erzielt, die eine glattere Arbeitsfläche zur Folge hat, die ein Abstreifen ohne Verrücken der Fliese erlaubt. Die längere Benutzungsdauer vermindert die Zahl der Fliesen, die für eine gegebene Ausbeute an Blöcken oder Gußstücken benötigt wird, und vermindert besonders die Arbeitskosten und die erheblichen Verzögerungen, die durch ein ständiges Auswechseln entstehen.
  • In gewissen Fällen werden Eingußkopffliesen nur einmal benutzt, da sie infolge der Form der Blockgießform beim Herausziehen des Blockes unbedingt zerstört werden. Fliesen gemäß der Erfindung sind auch für solche Fälle verwendbar und sind aus folgenden Gründen vorteilhaft: Die verminderte Wärmekapazität und Isolation ermöglicht einen kleineren Gußkopfinhalt und einen größeren Ertrag an festem Stahl; die verminderte Masse der Fliese setzt die Möglichkeit herab, daß der obere Teil des Blockes an der Form haftet, und verhütet so die bekannten und schädlichen Querrisse in dem Blockkörper.
  • Die Fliesen für nur einmalige Benutzung können mit ausreichend hohen, in der Längsrichtung verlaufenden Bodenrippen sowie Querrippen oder inertem Dichtungsmaterial versehen sein, um ein Einsickern des Stahles hinter die Fliese zu verhüten.
  • Infolge der verminderten Maße der ausgesparten Fliesen sind diese leichter zu handhaben und erzeugen weniger Abfall in der Gießgrube. Diese beiden Vorteile sind sehr wesentlich.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Eingußkopf für eine Blockgießform od. dgl., bei dem das Vorratsmetall in einem offenen, gehäuseähnlichen Aufbau enthalten ist, dessen größerer Teil wenigstens aus einer Anzahl w iirmel)eständiger Fliesen besteht, von denen je eine Fläche dem geschmolzenen Metall des Vorrats ausgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch bestimmte Verminderungsbereiche in der Dicke der Fliesen eine verminderte Kapazität für W'irme und eine verminderte Leitfähigkeit eintritt.
  2. 2. Eingußkopf für eine Gießform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufbau aus wärmebeständigen Fliesen an den Seiten von einem nicht wärmebeständigen Gehäuse umgeben ist, wobei eine Fläche jeder Fliese mit dem Gehäuse in Berührung steht, das ein Höchstmaß an Kapazität für Wärme und Leitfähigkeit aufweist, und daß in einem gewissen Abstand von dem Gehäuse eine andere Fläche der Fliese liegt, die durch Verringerung der Dicke eine sehr geringe Kapazität für Wärme und Leitfähigkeit aufweist.
  3. 3. Eingußkopf nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fliesen an mindestens einer Kante eine Randfläche besitzen, die sich gegen die Umkleidung legt und die restliche Fläche der Fliese in einen Abstand von dieser Umkleidung hält.
  4. 4. Eingußkopf nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fliesenaufbau durch die Wand der Form oder einem an ihr befindlichen Kopfgehäuse umfaßt wird und die dem geschmolzenen Metall abgekehrte Fläche der Fliesen ausgespart ist, so daß mindestens ein Hohlraum zwischen jeder Fliese und der benachbarten umgebenden Wand entsteht.
  5. 5. Eingußkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich eine einzige Aussparung zwischen den Ober- und Unterkanten und von einem zum anderen Ende einer jeden Fliese erstreckt, während quer über diese Aussparung eine Verstärkungsrippe verläuft.
  6. 6. Eingußkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Aussparungen in einem Abstand von der Oberkante der Fliesen vorhanden sind.
  7. 7. Eingußkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Fliese von zusammengesetzter Bauart ist, bei der ein Teil von höchster Wärmekapazität und Leitfähigkeit ist und an einem anderen Teil befestigt ist, der eine geringere Wärmekapazität und Leitfähigkeit aufweist, wobei dieser andere Teil in einem gewissen Abstand von der die Fliesen des Eingußkopfes umgebenden Wand liegt. B. Eingußkopf nach einem der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum zwischen den Fliesen und der umgebenden Wand der Gießform oder des Kopfgehäuses mit einem wärmeisolierenden Werkstoff angefüllt ist. g. Eingußkopf nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fliesen als Hohlsteine ausgebildet sind. io. Eingußkopf nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum der Fliesen mit einem wärmeisolierenden Werkstoff angefüllt ist.
DEM8664A 1950-02-21 1951-02-21 Eingusskopf fuer Blockgiessformen Expired DE856796C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB856796X 1950-02-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE856796C true DE856796C (de) 1952-11-24

Family

ID=10590612

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM8664A Expired DE856796C (de) 1950-02-21 1951-02-21 Eingusskopf fuer Blockgiessformen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE856796C (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1017752B (de) * 1952-07-19 1957-10-17 Ferro Engineering Company Eingussaufsatz fuer Formen oder Kokillen zur Herstellung von Gussbloecken
DE1058706B (de) * 1957-05-29 1959-06-04 Rheinstahl Eisenwerke Muelheim Verlorener Kopf oder Steiger von Bloecken oder Gussstuecken
DE1097623B (de) * 1955-10-19 1961-01-19 British Iron Steel Research Giessformaufsatz
DE1130560B (de) * 1956-08-18 1962-05-30 Enn Vallak Blockformaufsatz oder-einsatz fuer Giessformen aus brennbaren Stoffen
DE2024077A1 (de) * 1970-05-16 1971-12-02 Odermath K Formstein für Trichteraufsätze und -auskleidungen insbesondere bei Stahl- und Graugußherstellung

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1017752B (de) * 1952-07-19 1957-10-17 Ferro Engineering Company Eingussaufsatz fuer Formen oder Kokillen zur Herstellung von Gussbloecken
DE1097623B (de) * 1955-10-19 1961-01-19 British Iron Steel Research Giessformaufsatz
DE1130560B (de) * 1956-08-18 1962-05-30 Enn Vallak Blockformaufsatz oder-einsatz fuer Giessformen aus brennbaren Stoffen
DE1058706B (de) * 1957-05-29 1959-06-04 Rheinstahl Eisenwerke Muelheim Verlorener Kopf oder Steiger von Bloecken oder Gussstuecken
DE2024077A1 (de) * 1970-05-16 1971-12-02 Odermath K Formstein für Trichteraufsätze und -auskleidungen insbesondere bei Stahl- und Graugußherstellung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH616869A5 (de)
DE1186389B (de) Metallummantelter feuerfester Stein und Verfahren zur Herstellung desselben
DE1433934A1 (de) Verfahren zur Formung und Herstellung exothermer Mischungen in der Giessform
AT376920B (de) Verfahren zum herstellen eines gegenstandes aus einem sinterfaehigen material
DE3614730C2 (de)
DE856796C (de) Eingusskopf fuer Blockgiessformen
DE1483628A1 (de) Bodenstopfen fuer Blockformen und Verfahren zu dessen Herstellung
DE1287263B (de) Verfahren zum Herstellen kleiner Ferrolegierungsgussstuecke und Giessform zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE3109602C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen plattierter Blöcke
DE1483633C2 (de) Auskleidung für einen Gußformaufsatz
DE861004C (de) Blockgiessform
DE3423220A1 (de) Seitenspeiser fuer gussstuecke
DE2223264C3 (de) Gußeiserne Bodenplatte für Kokillen
DE725946C (de) Giessform zur Herstellung von schweren Gussstuecken aus hoeher schmelzenden Metallen
DE2634687A1 (de) Verfahren zur aufbereitung einer gusseisenschmelze
DE2525700A1 (de) Form zur herstellung von formstuecken, insbesondere ziegeln
DE934246C (de) Gitterwerk fuer Regeneratoren
AT142917B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohlstangen oder anderen rohrförmigen oder hohlen Gußkörpern.
DE2147407A1 (de) Vorrichtung zur Behandlung von zur Ausformung ohne Aufenthalt bestimmten Eisenbarren
DE2125242C (de) Vorrichtung für das Verbundgießen von Teilen aus geschmolzenen feuerfesten Stoffen
DE2108052A1 (de) Warmhauben für Gußblöcke
DE2125792C3 (de) Abdeckung fur den Badspiegel einer Stahlschmelze
DE357966C (de) Blockform mit innerhalb ihrer Wandung angeordnetem Hohlraum
DE2125242A1 (de) Vorrichtung für das Verbundgießen von Teilen aus geschmolzenen feuerfesten Stoffen
AT156852B (de) Verfahren zur Herstellung von Kernen für die Anfertigung hohler Metallgußkörper.