DE2139888C3 - Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen

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Description

Unter den Polymeren der aliphatischen Olefine, die unter Verwenudng von Koordinationskomplexverbir düngen der Übergangsmetalle als Polymerisationsinitiatoren hergestellt werden, stellen die amorphen Copoly· meren aus Äthylen mit höheren aliphatischen Monoolefinen eine wichtige Klasse wegen ihres erwünschten eiastomeren Charakters und ihrer im allgemeinen guten Beständigkeit gegenüber Ozon und anderen Chemikalien dar. Die chemische Inertheit dieser Polymeren geht darauf zurück, daß die lineare Kette oder das »Gerüst« tine vollständig gesättigte Struktur besitzt ohne die reaktiven Doppelbindungen der üblichen eiastomeren Materialien, wie beispielsweise natürlicher Kautschuk oder die aus konjugierten Diolefinen hergestellten tynthetischen Elastomeren. Aufgrund dieser chemiichen Inertheit konnten die amorphen Äthylen-Propylencopolymeren unmöglich mit den in der Kautschukin dustrie bevorzugten .Schwefelsystemen vulkanisiert werden. Dieses Problem wurde dadurch gelöst, daß als ein drittes Monomeres nicht-konjugierte Diolefine eingearbeitet wurden die sowohl eine leicht polymer!' iierbare als auch eine relativ niclH^polymerisierbare Doppelbindung enthalten. Wodurch ein elaslorriefes Polymeres gebildet wurde', das aus einem linearen gesättigten Gerüst mit daran hängenden ungesättigten Kohlenwasserstoffgruppen, die zu Vernetzungsreaktionen mit Schwefelhärtungssystemen befähigt sind, gebildet wird. Die Verwendung nichtkonjugierter aliphatischer Diolefine, wie beispielsweise 1,4-Hexadien ■i und 6-MethyI-1,5-heptadien als drittes Monomeres in Kohlenwasserstoffelastomeren dieser Art ist beispielsweise in der US-PS 29 33 480 beschrieben, und die Verwendung von durch Brücken verbundenen Ringdiolefinen mit Doppelbindungen ungleicher Reaktivität ist gleichfalls in der US-PS 32 11 709 beschrieben. Diese Tripolymeren werden im allgemeinen als EPDM-Copo-Iymere bezeichnet
Reifenseitenwände unterliegen relativ rascher Verschlechterung und Zerstörung, wenn sie unter Verwendung von Gemischen aus natürlichem Kautschuk und dem im wesentlichen geradkettigen EPDM-Copolymeren gefertigt sind. Ternäre Gemische aus natürlichem Kautschuk, Polychloropren und praktisch linearen EPDM-Copolymeren sind in der Technik bekannt
in Jedoch erwies sich die Ozonbeständigkeit dieser Gemische, in denen das EPDM aus offenkettigen Dienen hergestellt ist nicht zur Verwendung dieser Gemische in Ansätzen für Reifenseitenwände als VuiikufniTicn Ziitncucnsicucfiu.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen, bestehend aus Naturkautschuk, Ruß, einem Chloroprenpolymeren und einem linearen, eiastomeren Copolymerisat aus Äthylen, Propylen und einem offenkettigen, nichtkonjugier-
jn ten Dien mit regelloser Verteilung der Monomereinheiten (EPDM-Copolymerisat) und gegebenenfalls üblichen Zusätzen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine Vormischung aus 15 bis 30 Gewichtsteilen EPDM-Copolymerisat mit einer Mooney-Viskosität
π (ML- 1 +4/1210C) von 35 bis 75. 20 bis 35 Gewichtsteilen eines mercaptan-modifizierten Sols eines Chloroprenpolymeren mit einer Mooney-Viskosität (ML-I +2/1000C) von 50 und 25 bis 60 Gewichtsteilen Ruß mit einer spezifischen Oberfläche von mindestens
-in 40 m2/g herstellt und diese Vormischung mit 50 bis 60 Gewichtsteilen Naturkautschuk mischt, wobei sämtliche Gewichtsteile sich auf die Ge;amtmurge der Kautschuke beziehen.
Die Figur gibt eine Abbildung von Standardproben
4"> wieder, die als Bezug zur Bestimmung der Ozonbeständigkeit verschiedener elastomerer Massen verwendet wurden. Die Verwendung der Standardproben wird in den Beispielen vollständig beschrieben.
Die in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwende-
")(i ten EPDM-Copolymeren sind in der Technik bekannt. Sie können in einfacher Weise durch Umsetzung von Äthylen. Propylen und einem offenkettigen nicht konjugierten Dien in Gegenwart eines Koordinationskatalysatorsystems hergestellt werden.
μ Verfahren /ur Durchführung der Polymerisation von Olefinkohlenwasserstoffen mit Koordinationskomplex katalysatoren sind bekannt, vgl. /um Beispiel »Linear and Stereoregular Addition Polymers« von Gaylord und Mark. Interscience Publishers. New York. 1959 sowie
w) die USPS 29 33 480 Unter den wirksamsten Katalyse torsystemen zur Herstellung von eiastomeren C'opolyolefinen befinden sich solche auf der Grundlage von kohlenwasserstofflöslichen Verbindungen des Vanadiums, wie beispielsweise Vanadiumoxytrichlorid, Vanadl·
Umtetrachlorid, Vanadium-tris^acelylacelonat) und dgl., die in Verbindung mit Öfganoaluminiürnvcrbindüngeri, wie beispielsweise Aiumihiümaikylverbindungen (z, B. Triisobutyialüminium) und Alkylaluminiumchlöriden
oder -bromiden (ζ. B. Diisabuiylaluminiumchlorid) usw. verwendet werden. Halogen sollte an wenigstens einer der Katalysatorkomponenten vorliegen. Viele Variationen dieser Katalysatorsysteme sind nun in der Technik bekannt. ϊ
Eine Vielzahl von Lösungsmitteln kann zusammen mit dem Katalysator angewendet werden. Unter den günstigsten befinden sich Tetrachloräthylen und aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Hexan. Andere Lösungsmittel ergeben sich dem Fachmann auf κι diesem Gebiet
Verfahren zur Copolymerisierung von Äthylen und Propylen unter Bildung amorpher Polymerer mit den grundlegenden Eigenschaften eines synthetischen Kautschuks sind in der Technik bekannt Das Prinzip, diese Polymeren mit Schwefelhärtungssystemen vulkanisierbar zu machen, indem als ein drittes polymensierbares Monomeres ein Multiolefin mit nur einer polymerisierbaren Doppelbindung eingeführt wird, ist gleichfalls bekannt Es wurde festgestellt, daß poiymerisierbare Doppelbindungen in Koordinationspolymerisationssystem'en im allgemeinen ungehinderte endständige Doppelbindungen in aliphatischen Olefinen oder Doppelbindungen in cycioaiiphatischen gespannten Ringverbindungen sind, wie beispielsweise cycloaliphatische r> Verbindungen mit durch Brücken aus ein oder zwei Kohlenstoffatomen verbundenen Ringstrukturen. Doppelbindungen, die sich als nicht leicht polymerisierbar erwiesen, sind im allgemeinen die inneren, d. h. nicht endständigen Doppelbindungen aliphatischer Olefine, ut sterisch gehinderte Doppelbindungen aliphatischer Olefine, wie beispielsweise solche, welche eine Methylgruppe oder einen anderen Substituenten an einem der doppelt gebundenen Kohlenstoffatome tragen und Dc ppelbindungen in relativ nicht gespannten cycloali- η ph.'tischen Ringen. Typische nicht konjugierte Diolefine, die nur eine poiymerisierbare Doppelbindung en halten, die für erfindungsgemäß einsetzbare EPDM-Cc polymere geeignet sind, sind 1,4-Hexadien, 2-Methyl-1,5-hexadien, 1,9-Octadecadien, 6-Methyl-l,5-heptadien, 7-Methyl-l,6-octadien, 1 l-Äthyi-1,11-tridecadien und dgl. Die Verwendung dieser Verbindungen, um amorphe Polyolefine nut mit Schwefel reaktionsfähigen ungesättigten Seitenketten zu erhalten, ist an sich bekannt.
Die für die Erfindung geeigneten EPDM-Copolyme- 4"> ren sind die eine regellose Verteilung der Monomereinheiten aufweisenden linearen elastomeren Copolymeren aus Äthylen, Propylen und offenkettigem nicht konjugiertem Dien. Es wurde kein besonderer Vorteil hinsichtlich der Regelung der Reihenfolge des Vermi- vi schens bei Verwendung von EPDM-Copolymeren. die eine cycloaliphatische Verbindung enthielten, festgestellt. Geeignete EPDM-Copolymere besitzen eine Mooney-Viskosität (Ml. 1+4/121"C) von etwa 35 bis 75. Die bevorzugte Viskosität liegt bei etwa 50 bis 70 y, Die Mooney-Viskosität wird bei 12TC gemäß der ASTM Methode D-1646-67 unter Verwendung des großen Rotors bestimmt. Nachdem die Probe in dem Gerät eine Minute erwärmt worden ist, wird der Motor des Scherscheibenviskosimeters in Betrieb genommen wi 4 Minuten später wird die angezeigte Viskosität abgelesen. Ktwa 15 bis 30 Teile, bezogen auf da«. Gesamtgewicht der Kautschukmaterialien, des EPDM Copolymeren Werden zur Herstellung des Vorgeml· scheä verwendet Es wird bevorzugt, etwa 18 bis 22 &5 Teile, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kautschuk· materialien, an EPDM-Copolymerem zu verwenden Ein besonders bevorzugtes EPDM*Copolymeres ist Äihylen/Propylen/l,4-bt!xudien.
Das Vorgemisch enthält auch etwa 20 bis 35 Teile, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kautschukmaterialien, an mercaptanmadifiziertem Sol eines Chloroprenpolymeren. Chloropren, 2-ChloM ,3-butadien, ist in der Technik bekannt Das mercaptanmodifizierte Sol eines Chloroprenpolymeren und das Verfahren zur Herstellung sind gleichfalls bekannt; vgl. z, B. US-PS 29 14 497 (Beispiel 1) und US-PS 24 J4 087 (Beispiel 6). Das für die Erfindung geeignete mercaptanmodifizierte Polychloropren besitzt eine Mooney-Viskosität (ML-I+2,5/ 100° C) von etwa 50. Die Mooney-Viskosität wird gemäß der ASTM-Methode D-1646-67 gemessen. Die bevorzugte Menge an mercaptanmodifiziertem Sol eines Chloroprenpolymeren liegt bei etwa 28 bis 32 Teilen, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kautschukmaterialien.
Das Vorgemisch enthält auch etwa 25 bis 60 Teilt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kautschukmaterialien, eines Verstärkungsrußes mit einer elektronenmikroskopisch bestimmten spezifischen Oberfläche von wenigstens etwa 40 mJ/g. Die bevorzugte Menge an Verstärkungsruß beträgt etwa 25 ' j 50 Gew.-Teile. Besonders bevorzugte Rußarten sird FET und HAF-Ruß (Typen N-550 bzw. N-330 gemäß dem ASTM-Standard D-1765-68).
Zu anderen Rußarten gemäß dem ASTM-Standard D-1765-08 gehören
N-219), ISAF-HM (Typ N-220), ISAF-LM (Typ
N-231), ISAF-HS (Typ N-242),CF(Typ N-293 und N-296), SCF(Typ N-294), EPC(Typ 3-300), MPC
(Typ S-301), HAF-LS(Typ N-326 und N-327).
HAF-HS(Typ N-347),SPF(Typ N-358), FF(Typ
N-440). FEF-LS (Typ N-539), FEF-HS (Typ N-568), HMF(TypN-601),GPF(TypN-660)undAPF(Typ N-683).
Rußarten sind ferner in der US-PS 33 64 156; »Reinforcement of Elastomers«, G. Kraus, Interscience Publishers, N. Y. 1965. Kapitel 6. 10 und 12; und »Introduction to Rubber Technology«, M. Mo; lon, Reinhold Publishing Corporation. N. Y. 1959, Kapitel 8. beschrieben.
Das EPDM-Copolymere. Polychloropren und der Verstärkungsruß werden unter Bildung eines Vorgemisches vermischt. Das Vermischen kann unter Verwendung von Kautschukverarbeitungseinrichtungen, die in der Technik üblich sind, erfolgen. Beispielsweise sind Walzenmühlen und Innenmischer (wie beispielsweise Banbury-Mischer) typische Vorrichtungen, die in einfacher Weise zur Herstellung des Vorgemisches verwendet werden können. Die Mischerbeladung, die Verarbeitungszeit und die Geschwindigkeiten und so weiter sind dem Fachmann auf diesem Gebiet geläufig.
Nach Herstellung des Vorgemisches wird in etwa 50 bis 60 Gew.-Teile natürlicher Kautschuk, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kautschukmaterialien, damit unter Bildung eine· elastomeren Masse verrrischt. Das Vorgemisch und der natürliche Kautschuk können in üblichen Kautschukverarbeitungseinrichtungen, wie vorstehend beschrieben, vermischt werden. Die nach dem erfindungsgeinäßen Verfahren hergestellte elastomere Masse besitzt überlegene Ozonbeständigkeit gegenüber ähnlichen Massen, die nicht gemäß Uef hier vorgeschriebenen Mischfülge hergestellt wurden.
Übliche Mischungsbestandteile, wie beispielsweije Ruß, mineralische Füllstoffe, z. B. Ton, Farbstoffe, Streckmittelöle und dgl., können in die elastomeren
Masse nach dem Mischverfahren eingearbeitet werden. Vorzugsweise sollten keine Bestandteile zugegeben werden, welche die Ozonbeständigkeit herabsetzen.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Masse kann durch eine Vielzahl von Härtungssystemen gehärtet werden. Das wichtigste dieser Härtungssysteme ist das Schwefelhärlungssyslem und das Peroxidhäftungssystem.
Im Beispiel beziehen sich sämtliche Teile, Prozentgehalte und Verhältnisse auf das Gewicht, falls nicht anders angegeben.
Beispiel
Ozonbesiändige elastomere Masse aus natürlichem
Kautschuk/Polychloropren/Ruß/EPDM-
Kohlenwasserstoffkautschuk
Die Bestandteile der folgenden Rezeptur werden nach dem im folgenden beschriebenen Verfahren vermischt. Die Bestandteile werden in einem Banburyiviiscner rriii einem Raum von 250 ml vermischt. Der Mischer wird bei 142 Upm betrieben. Sämtliche Gemische beginnen bei 320C und werden zwischen 79 und 93°C ausgeleert. Die gesamte Mischzeit beträgt in jedem Fall 12 Minuten.
Rezeptur:
Probe
Nr.
Reihenfolge der Zugabe und Mischzcileh
Natürlicher Kautschuk, 102 g
smoked sheets 61 g
Polychloropren 41g
EPDM-Copolymeres
Schnellextrusions-OfenruB 52 g
(ASTM Typ N-550) 7,2 g
Zinkoxid 5.7 g
Naphthenisches Prozeßöl
Das Polychloropren besitzt eine Mooney-Viskosität (ML-I+2.5/1000C) von etwa 50 und wird gemäß Beispiel 1 der US-PS 29 14 497 hergestellt.
Das EPDM-Copolymere ist ein kautschukartiges Kohlenwasserstoffpolymeres mit einer Mooney-Viskosität (ML-I+4/12TC) von etwa 70, einer inhärenten Viskosität von etwa 3,7 (gemessen bei 30"C an einer Lösung aus 0,1 g Copolymerem in 100 ml Tetrachloräthylen) und der folgenden Konzentration an Monomereneinheiten (bezogen auf das Gewicht): Äthylen 52,4%; Propylen 44%; gesamtes 1,4-Hexadien 3,6%; der Äthylengruppengehalt beträgt etwa 0,33 Grammol/kg. Der Äthylengruppengehalt wird durch korrigierte Bromabsorption, wie unter »1,4-Hexadiengehalt« in der US-PS 34 67 633 beschrieben, ermittelt. Die Mooney-Viskosität wird nach der ASTM-Methode D-1646-63 bestimmt.
Das naphthenische Strecköl, ASTM D-2226,Typ 103, besitzt ein spezifisches Gewicht bei I5,6°C (60° F) von 0,92, eine SUS-Viskosität gemäß ASTM-Test D-88 (37,8°C/98,9OC; 100°F/210°F) von 156/41 und einen Gesamtaromatengehalt von 425% und ist handelsüblich. Die Verwendung von Zinkoxid und Prozeßöl ist wahlweise.
Der Ofenruß besitzt eine elektronenmikroskopisch bestimmte Oberfläche von etwa 80 m2/g und eine DBF-Absorption (Dibutylphthalatabsorptionszahl gemäß ASTM-Test D-2414-65T) von etwa 127 cmVIOO g.
Die elastomeren Massen werden wie folgt hergestellt In jedem Fall wird ein Vorgemisch unter anschließender Zugabe des Restes der Rezeptur und weiterem Vermischen hergestellt.
Smoked Sheets, 5 Minuten
Zugabe des Restes der Rezeptur, 7 Minuten
Smoked Sheets und Ruß, 5 Minuten
Zugabe des Restes der Rezeptur, 7 Minuten
Smoked Sheets und Polychloropren, 5 Minuten Zugabe des Restes der Rezeptur, 7 Minuten
Smoked Sheets und Ruß, 5 Minuten
Zugabe des Restes der Rezeptur, 7 Minuten
Smoked Sheets und EPDM, 5 Minuten
Zugabe des Restes der Rezeptur, 7 Minuten
Smoked Sheets, EPDM, Polychloropren,
2 Minuten
Zugabe des Restes der Rezeptur, 10 Minuten
Smoked Sheets und EPDM, 5 Minuten
Zugabe des Restes der Rezeptur, 7 Minuten
10
Zugabe des Restes der Rezeptur, 7 Minuten
EPDM, Polychloropren, Ruß, 5 Minuten
Zugabe des Restes der Rezeptur, 7 Minuten
EPDM und Ruß, 5 Minuten
Zugabe des Restes der Rezeptur, 7 Minuten
Probe Nr. 9 ist eine elastomere Masse, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurde. Der in Rest der P/aben dient zum Vergleich.
Jede der obigen Proben wird mit Härtungsbestandleiien auf einer Walzenmühle von 10,2 χ 20,3 cm nach folgender Rezeptur gemischt.
j5 Probe aus dem
Banbury-Mischer
Stearinsäure
Benzothiazyldisulfid
Diphenylguanidin
Schwefel
Magnesiumoxid
200 g
3,3
0,76
0,53
2,0
0,6
Ein Teil einer jeden Probe wird zu Tafeln von 2,54 χ 12,7 χ 0,14 cm geformt und 15 Minuten bei 1600C zwischen Polyesterplatten unter Druck vulkanisiert. Die Proben werden aus der Presse genommen und die Polyesterplatten entfernt Aus den Tafeln werden hanteiförmige Standardprüfstücke (Form »C«, ASTM D-412) ausgeschnitten, die vor dem Versuch mindestens 24 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen werden.
Ozonbeständigkeitstest
Die so hergestellten Prüfstücke werden bei 400C in einer Versuchskammer der Einwirkung von Ozon in einer Konzentration von 50 pphm ausgesetzt Die Prüfstücke werden dynamisch in einer Vorrichtung untersucht, in der sie an jedem Ende festgeklammert und dann 30mal pro Minute abwechselnd auf eine
mi Dehnung von 25% gestreckt und wieder zum ungedehnten Zustand entspannt werden.
Ergebnisse
f>5 Das Aussehen der Proben nach Ablauf von 24 Stunden ist nachstehend angegeben. Die Bewertungszahlen beziehen sich auf die in der Abbildung angegebenen Ozonbeständigkeitsstandardwerte.
2i 39 888
Probe Nf. Bewertung
1 3
2 5
3 5 Prüfkörper zerbrochen
4 4
5 5
6 5 Prüfkörper fast zerbrochen
7 5 Prüfkörper zerbrochen
8 5s
9 10 wenige sehr kleine Risse 10 5s
Die Probe Nr. 9 ergibt sörnil gegenüber jeder anderen Probe eindeutig überlegene Ergebnisse.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen, bestehend aus Naturkautschuk, Ruß, einem Chloroprenpolymeren und einem linearen, elastonieren Copolymerisat aus Äthylen, Propylen und einem offenkettigen, nicht-konjugierten Dien mit regelloser Verteilung der Monomereinheiten (EPDM-Copolymerisat) und gegebenenfalls üblichen Zusätzen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Vormischung aus 15 bis 30 Gewichtsteilen EPDM-Copolymerisat mit einer Mooney-Viskosität (ML-I +4/1210C) von 35 bis 75, 20 bis 35 Gewichtsteilen eines mercaptan-modifizierten Sols eines Chloroprenpolymeren mit einer Mooney-Viskosität (MI -1 +2/1000C) von 50 und 25 bis 60 Gewichtsteilen Ruß mit einer spezifischen Oberfläche von mindestens 40 mVg herstellt und diese Vormischung mit 50 bis 60 Gewichtsteilen Naturkautschuk mischt, wobei sämtliche Gewichtsteile sich auf die Gesamtmenge der Kautschuke beziehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als EPDM-Copolymerisat ein Copolymerisat aus Äthylen, Propylen und Hexadien-(1,4) mit einer Mooney-Viskosität (ML-1+4/ 121°C) von 40 bis 70 in Mengen von 18 bis 22 Gewichtsteilen, bezogen auf d:e Gesamtmenge der Kautschuke, verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den Naturkautschuk in Mengen von 48 bis 52 Gewichtsteilen, bezogen auf die Gesamtmentj■; der Kautschuke, verwendet
4. Verwendung der nach d-orn Verfahren gemäß der Ansprüche 1—3 hergestellten Kautschukmischungen nach Zusatz von üblichen Vulkanisationsmitteln zur Herstellung von ozonbeständigen Formkörpern.
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