DE2139275B2 - Anordnung zur abwicklung von betriebsvorgaengen fuer rechnergesteuerte fernmelde-vermittlungsstellen, insbesondere fernsprech-vermittlungsstellen - Google Patents
Anordnung zur abwicklung von betriebsvorgaengen fuer rechnergesteuerte fernmelde-vermittlungsstellen, insbesondere fernsprech-vermittlungsstellenInfo
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Description
Es ist bekannt, speicherprogrammierte digitale Rechenanlagen durch Datenverarbeitung bei der Abwicklung
von Vorgängen für verschiedene Dienstleistungen mitwirken zu lassen. So ist es bekannt (siehe
DT-AS 1213646), bei Banken zur Abwicklung von Buchungsvorgängen und dergleichen über besondere
Eingabe-Ausgabe-Einrichtungen eine Rechenanlage mitwirken zu lassen. In ähnlicher Weise kann eine Rechenanlage
auch zur Aufnahme und zur Lieferung von
Informationen bei medizinischen Untersuchungen mitwirken (siehe DT-OS 1946005). In entsprechender
Weise kann eine Rechnanlage auch für ein Platzauskunfts- und Reservierungssystem im Reiseverkehr
ausgenutzt werden (siehe DT-AS 1221831 Elektronische
Rechenanlagen, 1959, Seite 6 bis Seite 16). Rechenanlagen sind auch zur Steuerung des Straßenverkehrs
geeignet (siehe »Elektronische Rechenanlagen«, 1965, Seite 186 bis 190). Auch in der Vermittlungstechnik
sind bisher bereits Rechenanlagen eingesetzt worden, z. B. zur Berechnung von Fernsprechnetzen
(siehe »Informationen Fernsprech-Vermittlungstechnik«, 1969, Seite 34 bis 42). Sie sind bekanntlich
auch für die Abwicklung von Vermitt lungsvorgängen benutzt worden (siehe »Informationen
Fernsprech-Vermittlungstechnik«, 1970, Seite 11 bis 21,35 bis 43,55 bis 73). Darüber hinaus ist bereits angeregt
worden, durch einen sogenannten Bedienungsrechner die über Vermittlungsvorgänge hinausgehenden
Betriebsvorgänge in der Vermittlungstechnik zu unterstützen (siehe »Informationen Fernsprech-Vermittlungstechnik«,
1970, Seite 8 und 10). Ein derartiger Rechner kann unter anderem die einlaufenden
Meldungen für Dokumentation und Statistik speiehern, sie über Datensichtgeräte und Bedienungsblattschreiber
ausgeben, und sie dabei auch interpretieren und gemäß ihrer Dringlichkeit ordnen. Auch Speicherabfragen
und Änderungen sowie der Dialog mit Test Programmen können durch einen Bedienungsrechner
ι ο wirkungsvoll unterstützt werden. Ferner können außer ergänzenden Daten über die Anlagenausstattung der
Vermittlung auch selten benötigte umfangreiche Prüf- und Diagnoseprogramme gegebenenfalls zu einer
rechnergesteuerten Vermittlungsstelle übertragen werden.
Die Erfindung betrifft nun eine Weiterentwicklung dieser Anregungen. Sie geht dabei von der über diese
Anregungen hinausgehenden Aufgabe aus, für eine Mehrzahl von rechnergesteuerten Fernmeldevermittlungsstellen
eine Anordnung zur Abwicklung von Betriebsvorgängen zu schaffen, die nicht unmittelbar der
Verbindungsherstellung zwischen rufenden und gerufenen Teilnehmern dienen, wobei speicherprogrammierte
digitale selbständige Rechenanlagen verwendet sind, die mehreren Vermittlungsstellen zugeordnet
sind. Die Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß ein Netz von
den Vermittlungsstellen übergeordneten digitalen selbständigen Rechenanlagen vorgesehen ist, durch
jo die unterschiedliche Betriebsvorgänge abgewickelt
werden und die entsprechend den von ihnen abzuwikkelnden Betriebsvorgängen untereinander über Datenleitungen
dergestalt hierarchisch verbunden sind, daß Rechenanlagen einer mittleren Netzebene, durch
die bestimmte Arten von Betriebsvorgängen abgewikkelt werden, jeweils mit mehreren Rechenanlagen einer
unteren Netzebene, die jeweils Gruppen von Vermittlungsstellen zugeordnet sind und durch die
bestimmte andere Arten von Betriebsvorgängen abgewickelt werden, in Verbindung stehen und eine Rechenanlage
einer oberen Netzebene mit allen Rechenanlagen der unteren Netzebene in Verbindung
steht.
Die Erfindung macht sich demgemäß die an sich bekannte Technik zunutze, die die Zusammenarbeit
mehrerer selbständiger Rechenanlagen betrifft (siehe z.B. DT-AS 1232374, DT-AS 1285220, DT-OS
2027181; »Elektronik« 1969, Seite 217 bis 219). Es ist in diesem Zusammenhang zwar bereits auch bekannt,
ein digitales Rechnersystem aus zugehörigen Subsystemen gemäß einer hierarchischen Ordnung
zusammenschaltbar auszubilden (siehe DT-OS 1956225). Es ist aber nicht bekannt, hierbei als Subsysteme
selbständig arbeitende Rechenanlagen zu benutzen, denn es bildet erst das aus der Zusammenschaltung
entstehende' Rechnersystem eine selbständig benutzbare Rechenanlage. Ein Subsystem stellt
nämlich jeweils entweder das Leitwerk, das Rechenwerk, das Eingabewerk, das Ausgabewerk oder den
6n Hauptspeicher und dergleichen des durch die Zusammenschaltung gebildeten Rechnersystems dar.
Außerdem ist dort auch nicht die unterschiedliche Programmierung zur Mitwirkung bei Betriebsvorgängen
von sonst völlig davon getrennten anderen AnIa-
b5 gen vorgesehen, wie es rechnergesteuerte Fernmelde-Vermittlungsstellen
sind Dementsprechend richtet sich bei dem bekannten Rechnersystem die Hierarchie nach den unterschiedlichen Teilaufgaben
einer digitalen Rechneranlage, nicht aber nach der Eigenart von Betriebsvorgängen, die für Vermittlungsstellen
abzuwickeln sind. Die bei der Erfindung vorgesehene Hierarchie für die zugehörigen digitalen
selbständigen Rechenanlagen unterscheidet sich daher grundsätzlich von der bei dem bekannten Rechnersystem
vorgesehenen Hierarchie.
Dadurch, daß bei der erfindungsgemäßen Anordnung die Hierarchie der Verbindung der zugehörigen
selbständigen Rechenanlagen sich nach ihrer Inanspruchnahme durch die von ihnen abzuwickelnden
Betriebsvorgänge richtet, ergibt sich eine vorteilhafte Verteilung der Beteiligung der Rechenanlagen an den
insgesamt abzuwickelnden Betriebsvorgängen. Es wird nämlich der Datenfluß zwischen den Vermittlungsstellen
und den Rechenanlagen und zwischen den Rechenanlagen selber dadurch klein gehalten und
es ergibt sich eine ziemlich gleichmäßige Verteilung des Bedarfs an Speicherplatz bei den verschiedenen
Rechenanlagen. Durch die Mitwirkung der Rechenanlagen bei der Abwicklung der fraglichen Betriebsvorgänge kann entweder das sonst hierfür in Anspruch
zu nehmende Personal verringert werden oder es kann die Anzahl der abwickelbaren Betriebsvorgänge wesentlich
erhöht werden.
Die in dem erwähnten Netz über Datenleitungen verbundenen Rechenanlagen sind unterschiedlich
programmiert und wirken dementsprechend jeweils bei unterschiedlichen Betriebsvorgängen mit. Zweckmäßigerweise
werden vier verschiedene Arten von Rechenanlagen vorgesehen, nämlich Betriebsrechner,
Auskunftsrechner, Rechnungsdienstrechner und ein Zentralrechner. Die Betriebsvorgänge, bei denen
diese verschiedenen Rechenanlagen mitwirken, werden noch später im einzelnen angegeben werden. Sie
sind jedenfalls derart auf die Rechenanlagen verteilt, daß bezüglich der Inanspruchnahme verwandte Betriebsvorgänge
jeweils durch dieselbe Rechenanlage abgewickelt werden und daß es möglich ist, Rechenanlagen
der gleichen Größenordnung zu benutzen. Das Netz aus diesen Rechenanlagen ist derart aufgebaut,
daß jeder Betriebsrechner für sich über Datenstandleitungen mit mehreren Vermittlungsstellen verbunden
ist, daß die Betriebsrechner in Gruppen eingeteilt sind und jeder Gruppe ein Auskunftsrechner
und ein Rechnungsdienstrechner zur Abwicklung von Betriebsvorgängen zugeteilt ist, daß jeder Betriebsrechner
einer Gruppe über Datenstandleitungen mit dem zugehörigen Auskunftsrechner und mit weiteren
Auskunftsrechnern verbunden ist, dagegen über eine Datenstandleitung nur mit dem zugehörigen
Rechnungsdienstrechner, und daß alle Betriebsrechner über je eine Datenwahlleitung mit dem Zentralrechner
verbunden sind. Jeder der erwähnten Betriebsrechner wirkt nicht nur, wie bereits angegeben,
bei der Abwicklung verwandter Betriebsvorgänge mit, die insbesondere Dienstleistungen betreffen, sondern
übt wegen der vorgesehenen Einfügung in das Netz auch eine Verteilerfunktion für den sich zwischen den
verschiedenen Rechenanlagen abspielenden Datenaustausch aus. Bekanntlich kann durch eine Datenübertragung
zu einer Rechenanlagc jeweils der Ablauf eines bestimmten Programms veranlaßt werden (siehe
z. B. DT-OS 1801375, DT-AS 1209329).
Bei den zum Netz gehörenden Rechenanlagen sind zweckmäßigerweise jeweils Datensichtgeräte vorgesehen,
die zur Abwicklung von Betriebsvorgängen unter Mitwirkung der Rechenanlagen ausgenutzt
werden, wozu über diese Datensichtgeräte hierbei zu berücksichtigende Daten ausgegeben oder eingegeben
werden und/oder von Rechenanlagen erarbeitete Daten ausgegeben werden. Die zum Netz gehörenden
Rechenanlagen werden in Anpassung an die Verteilung der Vermittlungsstellen über ein größeres Gebiet
zweckmäßigerweise ebenfalls über dieses Gebiet entsprechend ihrem Zentralisierungsgrad verteilt, so daß
sie zum Teil räumlich großen Abstand von einander
ίο haben. Es ergibt sich dadurch, daß die zugehörigen
Eingabe- und Ausgabegeräte, wozu auch die Datensichtgeräte gehören, zur Datenfernverarbeitung ausgenutzt
werden, für die es bekanntlich verschiedene Betriebsweisen gibt, nämlich Stapelbetrieb, Dialogbetrieb,
Echtzeitbetrieb, Teilnehmerbetrieb, Teilhaberbetrieb (siehe Datenträger, 1969, Seite 310bis 318
und Seite 386 bis 391; data report 1970, Heft 3, Seite 6 bis Seite 10; Elektronische Rechenanlagen 1967,
Seite 117 bis 122). Der Aufbau und der Betrieb hierbei gegebenenfalls zu benutzender Datensichtgeräte
ist auch im einzelnen bereits bekannt (siehe »Internationale elektronische Rundschau« 1970, Seite 162 bis
164; »Elektronische Rechenanlagen« 1971, Seite 78 bis 80; DT-OS 1945412).
Ein Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Anordnung sowie einige Varianten dazu werden an
Hand der Fig. 1 bis 4 im folgenden näher erläutert. Fig. 1 zeigt ein Netz aus selbständigen Rechenanlagen,
das einer größeren Anzahl von Vermittlungs-
jo stellen zugeordnet ist.
Die Fig. 2 und 3 zeigen mehrere Möglichkeiten dafür, wie die von Auskunftsrechnern benötigten Daten
auf diese Auskunftsrechner verteilt werden können. Fig. 4 zeigt ein Beispiel dafür, wie ein Betriebsrechner
jeweils in Betriebsteilrechner aufgeteilt werden kann.
Das in Fig. 1 gezeigte Netz von den den rechnergesteuerten Vermittlungsstellen VSTl... VSTx... VST
übergeordneten speicherprogrammierten digitalen
-to selbständigen Rechenanlagen enthält die bereits erwähnten
verschiedenen Arten von Rechenanlagen. Dementsprechend gehören dazu die Betriebsrechner
FBR1... FBRy... FBRz... FBR. Ferner gehören dazu
die Auskunftsrechner FARl... FAR und die Rechendienstrechner RZl...RZ. Schließlich gehört noch
dazu der zentrale Rechner FR. Alle diese Rechenanlagen sind jeweils mehreren Vermittlungsstellen zugeordnet.
So ist der Betriebsrechner FBRl den Vermittlungsstellen VSTl... VSTx zugeordnet. Der Auskunftsrechner
FARl ist einer im Vergleich dazu wesentlich größeren Anzahl von Vermittlungsstellen
zugeordnet, zu denen die bereits erwähnten an der Betriebsrechner FBRl angeschlossenen Vermittlungsstellen
VSTl... VSTx sowie die an den Betriebsrechner FBRy angeschlossenen Vermittlungssteller
KSTgehören. Denselben Vermittlungsstellen ist auch der Rechendienstrechner KZl zugeordnet. Der Zentralrechner
FR ist allen in der Fig. 1 erfaßten Ver mittlungsstellen zugeordnet. Die Zuordnung vor
bo Auskunftsrechnern, Rechendienstrechnern und de!
Zentralrechners ist dadurch bestimmt, wie die Rechenanlagen hierarchisch über Datenleitungen ver
bunden sind. Diese Verbindungsweise ist ihrerseit! durch die von den verschiedenen Rechenanlagen ab
h5 zuwickelnden Betriebsvorgänge bestimmt, die im ein
zelnen bei der Erläuterung der Eigenart der verschie denen Rechenanlagen angegeben werden. Die Re
chenanlagen sind jeweils zur Abwicklung der voi
ihnen auszuführenden Betriebsvorgänge programmiert, also im Vergleich zueinander unterschiedlich
programmiert. Von derselben Rechenanlage werden solche Betriebsvorgänge abgewickelt, die sich zu ihrer
Zusammenfassung auf Grund ihrer Eigenart eignen. Dabei können verschiedene Gesichtspunkte maßgebend
sein, z. B. betriebstechnische, wie gleiche anfordernde Stellen, gleiche zu benutzende Daten, ferner
programmtechnische Gesichtspunkte, wie ähnliche Programme für arithmetische Vorgänge sowie auch
abwicklungstechnische Gesichtspunkte, wie Echtzeitbetrieb und Stapelbetrieb u. a.
Die zu dem in Fig. 1 gezeigten Netz von Rechenanlagen gehörenden Betriebsrechner FBR... wirken
durch Datenlieferung und Datenverarbeitung bei der Abwicklung verschiedener Betriebsvorgänge mit.
Dazu gehören Betriebsvorgänge für die Anmeldestelle von Vermittlungen. In der Anmeldestelle werden
bekanntlich Neuanmeldungen und Änderungen von Teilnehmeranschlüssen bearbeitet. Hierbei sind
die bereits vorhandenen Leitungen, Verteiler und dergleichen zu berücksichtigen. Die Angaben darüber
sind im Datenspeicher des zugeordneten Betriebsrechners enthalten. An einem Betriebsrechner sind
auch jeweils Plätze einer Anmeldestelle angeschlossen. So sind z. B. beim Betriebsrechner FBRz die
Plätze AM für eine Anmeldestelle angeschlossen. Bei einer Anmeldestelle werden jeweils die Aufträge bearbeitet,
die Teilnehmer der zugeordneten Vermittlungsstellen betreffen. Dementsprechend werden bei
der Anmeldestelle des Betriebsrechners FBRl Aufträge bearbeitet, die die Vermittlungsstellen
VSTl... VSTx betreffen. Bei der Bearbeitung wirkt der Betriebsrechner VBRl dadurch mit, daß er die
erforderlichen Daten liefert und z. B. über ein Datensichtgerät ausgibt und im Zuge eines Dialogverkehrs
von ihm erarbeitete Daten über zu benutzende Einrichtungen liefert, die er auf Grund des vorliegenden
Auftrages gefunden hat. Zu den Betriebsvorgängen, bei denen ein Betriebsrechner mitwirkt, gehören auch
Betriebsvorgänge für die Entstörungsstelle. Die zugehörigen Plätze sind bei dem Betriebsrechner FBRz
mit FEE bezeichnet. Ferner gehören dazu Betriebsvorgänge für die Unterhaltungsdienststelle, deren
Plätze bei dem Betriebsrechner FBRz mit FEU bezeichnet sind. Zum Arbeitsbereich einer Entstörungsstelle gehört die Anlage einer Störungskartei, der Betrieb
von Prüf- und Leitplätzen und dergleichen. Zum Arbeitsbereich der Unterhaltungsdienststelle gehört
die Überwachung der Einrichtungen, die Änderung von Teilnehmer- und Betriebsdaten, Starten von
Prüfprogramm-Läufen, die Erfassung von Beschaltungsdaten von Verteilern und dergleichen. Bei all
diesen Arbeiten ist es zweckmäßig, beispielsweise mit Hilfe von Datensichtgeräten ähnlich wie bei einer Anmeldestelle
den betreffenden Betriebsrechner in Anspruch zu nehmen. Er kann auch für Betriebsvorgänge
für die Fernsprechauftragsdienststelle in Anspruch genommen werden, deren zugehörige Plätze bei dem
Betriebsrechner VBRz mit FAED bezeichnet sind. Dadurch wird auch ermöglicht, daß der betreffende
Betriebsrechner Fernsprechauftragsdienste automatisch steuert. Ein Betriebsrechner kann noch bei weiteren
Betriebsvorgängen mitwirken, wozu z. B. Einzel- und Sammelabfragen von Gebührenständen
gehören. Dies ist bei dem Betriebsrechner FBRz dadurch
angedeutet, daß dort noch mit »S« bezeichnete besondere Plätze vorgesehen sind. Für die Einzel- und
Sammelabfragen von Gebührenständen kann die dafür bereits bekannte Technik ausgenutzt werden
(siehe DT-AS 1063217, DT-AS 1287165).
Zu dem Netz der in Fig. 1 gezeigten selbständigen Rechenanlagen gehören auch die bereits erwähnten
Auskunftsrechner, von denen die Auskunftsrechner FARl... FAR gezeigt sind. Sie wirken durch Datenlieferung
und Datenverarbeitung bei der Abwicklung von Betriebsvorgängen für die Erteilung von Auskünften
an Teilnehmerstellen mit. Zu der zu einem derartigen Betriebsrechner gehörenden Fernsprechauskunftsstelle
gehören jeweils die Plätze FEAK. Im Datenspeicher eines Auskunftsrechners sind unter
anderem Namen- und Rufnummernverzeichnisse sowie Straßenverzeichnisse von Teilnehmerstellen enthalten.
Diese Daten können z. B. im Dialogverkehr von einem Platz einer Fernsprechauskunftsstelle angefordert
werden, wobei vom Auskunftsrechner auch Suchvorgänge und dergleichen ausgeführt werden
können. Betriebstechnisch ist es am bequemsten, wenn die Daten jeder Teilnehmerstelle in den Datenspeichern
aller Auskunftsrechner enthalten sind. In diesem Fall kann von jeder Fernsprechauskunftsstelle
jede gewünschte Auskunft geliefert werden. Außerdem kann auch jeder Auskunftsrechner jeden anderen
Auskunftsrechner bei Ausfall vertreten. Diese Verteilung der Daten ist in der Fig. 2 auf der linken
Hälfte gezeigt, wo die vier Auskunftsrechner IFARa.. .1FARd gezeigt sind. Zu den Teilnehmerstellen
der dem Auskunftsrechner 1 FARa zugeordneten Vermittlungsstellen gehören die Daten a, zu den
Teilnehmerstellen der dem Auskunftsrechner IFARb zugeordneten Vermittlungsstellen gehören die Daten
b usw. Im Datenspeicher jedes Auskunftsrechners sind aber alle Daten a, b, c, d enthalten. Dies hat
zur Folge, daß in jedem Datenspeicher eines Auskunftsrechners die Daten einer großen Anzahl von
Teilnehmerstellen enthalten sind. Im Datenspeicher eines Betriebsrechners ist dagegen die Anzahl der dort
erfaßten Teilnehmerstellen bzw. Anschlußeinheiten wesentlich kleiner, da dort lediglich die im Bereich
der zugeordneten Vermittlungsstellen liegenden erfaßt sind. Andererseits ist aber dort diejenige Datenmenge,
die pro Teilnehmerstelle bzw. Anschlußeinheit entfällt, wesentlich größer als die Datenmenge,
die bei einem Auskunftsrechner auf eine Teilnehmerstelle entfällt. Insgesamt ergibt es sich, daß für die
Datenspeicher von Betriebsrechnern und Auskunftsrechnern jeweils ungefähr die gleiche Speicherkapazi-
tat erforderlich ist.
In der Fig. 2 ist auch gezeigt, wie man die für einen
Datenspeicher eines Auskunftsrechners erforderliche Speicherkapazität wesentlich verringern kann. Hierzu
ist vorgesehen, daß die Daten jeder Teilnehmerstelle jeweils nur in den Datenspeichern zweier Auskunftsrechner enthalten sind. Ist die Anzahl der Auskunftsrechner geradzahlig, so kann man Paare von Auskunftsrechnern
bilden, deren Datenspeicher jeweils die zugehörigen Daten enthalten. In der rechten Seite
W) der Fig. 2 ist gezeigt, wie in dieser Weise die Daten
a, b, c und d von vier Auskunftsrechnern 2FARa...2FARd auf zwei Paare zu verteilen sind.
Die Auskunftsrechner 2FARa und 2FARb bilden ein Paar. Die zugehörigen Datenspeicher enthalten jc-
b5 weils die Daten α und b. Diese beiden Auskunftsrechner können auch dementsprechend bei Ausfall
einander vertreten. In entsprechender Weise sind die Daten e und d auf die Datenspeicher der Auskünfte-
rechner IFARc und IFARd verteilt. Auch diese können
einander vertreten. Ist die Anzahl der Auskunftsrechner ungeradzahlig, so kann eine Verteilung
gewählt werden, wie sie an Hand der Fig. 3 für drei Auskunftsrechner gezeigt ist. Jeder der Datenspeicher
dieser Auskunftsrechner enthält jeweils die zwei Auskunftsrechner zugeordneten Daten, nämlich die ihm
selber zugeordneten Daten und die einem anderen Auskunftsrechner zugeordneten Daten. So enthält der
Datenspeicher des Auskunftsrechners 3FARa die Daten α und b, der Datenspeicher des Auskunftsrechners 3FARb die Daten b und c und der Datenspeicher
des Auskunftsrechners 3FARc die Daten a und c. Wenn einer dieser Auskunftsrechner ausfällt,
so kann er fallweise durch den einen oder durch den anderen der beiden anderen Auskunftsrechner vertreten
werden. An Hand der in den Fig. 2 und 3 gezeigten Beispiele sieht man ohne weiteres, daß dort
Datenspeicher mit halber Speicherkapazität als sonst benutzt sind. Wenn die Anzahl der insgesamt vorhandenen
Auskunftsrechner größer ist, so ergibt sich eine dementsprechend größere Einsparung an Speicherkapazität.
Die an Vermittlungsstellen VST... angeschlossenen Fernsprechteilnehmerstellen T sind über Fernsprechwahlleitungen
vw mit Auskunftsrechnern FAR... verbindbar. Über solche Leitungen kann von
einer Fernsprechteilnehmerstelle aus eine Auskunft angefordert werden, die dann von einer zum betreffenden
Auskunftsrechner gehörenden Fernsprechauskunftsstelle unter dessen Mitwirkung gegeben
wird. Zweckmäßigerweise sind die an eine Vermittlungsstelle angeschlossenen Fernsprechteilnehmerstellen
T über Fernsprechwahlleitungen ν tv primär mit demjenigen Auskunftsrechner verbindbar, der mit
demjenigen Betriebsrechner verbunden ist, der seinerseits mit der betreffenden Vermittlungsstelle verbunden
ist. So sind die Vermittlungsstellen KSTl... VSTx über Fernsprechwahlleitungen vw primär
mit dem Auskunftsrechner FARl und demgemäß mit der zugehörigen Fernsprechauskunftsstelle FEA K
verbindbar. Die an die Vermittlungsstellen angeschlossenen Fernsprechteilnehmerstellen T sind über
Fernsprechwahlleitungen darüber hinaus auch sekundär mit mindestens einem anderen Auskunftsrechner
verbindbar, dessen Datenspeicher ebenfalls die Daten dieser Fernsprechteilnehmerstelle enthält. Diese
Fernsprechwahlleitungen sind in die Fig. 1 jedoch nicht eingezeichnet. Durch Ausnützung solcher Fernsprechwahlleitungen
wird auch eine Auskunft in dem Fall ermöglicht, bei dem der Auskunftsrechner ausgefallen
ist, mit dem eine Teilnehmerstelle primär verbindbar ist. Wenn, die den Auskunftsrechnern zugeordneten
Daten in der Weise auf die zugehörigen Datenspeicher verteilt sind, wie es in den Fig. 2 und
3 gezeigt ist, ist bei Ausfall eines Ausgangsrechners jeweils mindestens ein anderer Auskunftsrechner
vorhanden, der für eine Auskunft in Anspruch zu nehmen
ist. Hierzu ist eine Ausfallmeldung an die Vermittlungsstellen weiterzugeben, damit dort auf Grund
einer Verbindungsanforderung jeweils eine Verbindung über Fernsprechwahlleitungen zu dem in Frage
kommenden Auskunftsrechner mit zugehöriger Auskunftsdienststelle
weitergeleitct wird. Eine Verdopplung von Auskunftsrechnern, um Störungen bei ihrem
Ausfall zu vermeiden, erübrigt sich dann.
An die Vermittlungsstellen VST... können auch Fernschreibteilnehmcrstellen angeschlossen sein, die
über Fernschreibwahlleitungen entsprechend wie Fernsprechteilnehmerstellen T über Fernsprechwahlleitungen
vw mit mindestens einem Auskunftsrechner VAR verbindbar sind. Ein Auskunftsrechner
kann dann auch bei der Abwicklung von Betriebsvorgängen für die Erteilung von Auskünften an Fernschreibteilnehmerstellen
mitwirken. Auch alle übrigen über Vermittlungsvorgänge hinausgehenden Betriebsvorgänge können für Fernschreibteilnehmerstellen
unter Mitwirkung der vorgesehenen selbständigen Rechenanlagen abgewickelt werden.
Zu dem in Fig. 1 gezeigten Netz gehören auch die zentralen Rechnungsdienstrechner RZl... RZ, die als
Rechenzentren für die Erstellung von Teilnehmerrechnungen, Gehalts- und Lohnabrechnungen von
Arbeitnehmern und dergleichen dienen. Es handelt sich dabei um unter sich verhältnismäßig gleichartige
Vorgänge, an deren Abwicklung die Programmierung und der Aufbau eines derartigen Rechnungsdienstrechners
in an sich bekannter Weise (siehe DT-AS 1287165, DT-OS 1801380) angepaßt werden kann.
Die dafür erforderlichen Daten werden einem derartigen Rechner von Betriebsrechnern geliefert, die ihm
zugeordnet sind. So sind dem Rechnungsdienstrechner RZl die Betriebsrechner FBRl...FBRy zugeordnet,
mit denen er über Datenstandleitungen fr verbunden ist. Bis zur Erstellung einer Rechnung können
die dazugehörigen Daten jeweils im Datenspeicher eines Rechnungsdienstrechners gespeichert werden.
ίο Ein derartiger Datenspeicher enthält jeweils nur die
Daten eines Teiles der Teilnehmer, Arbeitnehmer usw., nämlich derjenigen , die zu dem Bereich gehören,
die die zugeordneten Vermittlungsstellen bestimmen.
Schließlich gehört zu dem in Fig. 1 gezeigten Netz noch ein einzelner keinem anderen Rechner untergeordneter
Zentralrechner FR, der durch Datenlieferung und Datenverarbeitung bei der Abwicklung von
Betriebsvorgängen mitwirkt, bei denen der gesamte Vermittlungsbereich oder vorher nicht festlegbare
Teile des Vermittlungsbereichs betroffen sind, wie z. B. die Verteilung von Fernleitungen auf Grund eines
aufgetretenen Bedarfs nach Maßgabe des Bestandes an Fernleitungen, Erstellung von Statistiken usw.
■ti Die zugehörigen Dienststellen können ebenfalls mit
Datensichtgeräten V ausgerüstet sein.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung der einzelnen zum Netz gehörenden Rechenanlagen hervorgeht,
sind diese Rechenanlagen untereinander in un-
ϊο terschiedlicher Weise über Datenleitungen verbunden.
Die sich dabei ergebende Hierarchie wird im folgenden in Zusammenfassung beschrieben. Die Betriebsrechner
FBR, die für sich über Datenstandleitungen /v jeweils mit mehreren Vermittlungsstellen
-)■>
verbunden sind, sind in Gruppen I...N eingeteilt. Jeder Gruppe von Betriebsrechnern ist ein Auskunftsrechner und ein Rechnungsdienstrechner zur Abwicklung
von Betriebsvorgängen zugeteilt. So ist der Gruppe / mit den Betriebsrechnern FBRl... FBRy
W) der Auskunftsrechner FARl und der Rechnungsdienstrechner
RZl zugeteilt. Jeder Betriebsrechner einer Gruppe ist über Datenstandleitungen //mit dem
zugehörigen Auskunftsrechner und mit weiteren Auskunftsrechnern verbunden. So ist der Betriebsrechner
hi FBRl über solche Datenstandleitungen mit dem Auskunftsrechncr
FARl und mit dem Auskunftsrechner FAR verbunden. Über diese Datenstandleitungen
kann der Betriebsrechner FBRl den betreffenden
Auskunftsrechnern Daten übermitteln, wenn die Daten von Teilnehmerstellen Tder mit ihm verbundenen
Vermittlungsstellen KSTl... VSTxzu ändern oder zu
ergänzen sind. Dadurch wird erreicht, daß die in den Datenspeichern der betreffenden Auskunftsrechner
enthaltenen Daten über Teilnehmerstellen und dergleichen stets auf dem letzten Stand sind. Jeder Betriebsrechner
FBR ist dagegen über eine Standleitung fr nur mit dem zugehörigen Rechnungsdienstrechner
RZ verbunden. Schließlich sind noch alle Betriebsrechner über je eine Datenwahlleitung fw mit dem
Zentralrechner FR verbunden. Eine Datenwahlleitung wird im Unterschied zu einer Datenstandleitung
jeweils erst bei Bedarf durch Vermittlungsvorgänge zusammengeschaltet. Eine Standleitung ist ständig
fest durchgeschaltet.
Die zu dem Netz gehörenden verschiedenen Rechenanlagen
sind, wie bereits erwähnt, in dem durch die Vermittlungsstellen festgelegten Bereich verteilt
und sind daher räumlich mehr oder weniger weit entfernt, arbeiten jedoch über die sie verbindenden Datenstandleitungen
miteinander zusammen. Für die Verteilung ergibt sich, daß die Betrie.bsrechner jeweils
bei Fernmeldeämtern FA liegen, während die Auskunftsrechner und Rechnungsdienstrechner jeweils
bei Fernmeldezentralämtern ZA bzw. bei Oberpostdirektionen liegen. Der Zentralrechner FR liegt
zweckmäßigerweise bei der allen anderen Ämtern übergeordneten Stelle, die in Deutschland das Fernmeldetechnische Zentralamt FTZ ist. Diese Verteilung
ist auch in der Fig. 1 mit Hilfe der Hinweiszeichen FTZ, ZA und FA angedeutet.
In der Fig. 1 ist darüber hinaus auch angedeutet, welche der Rechenanlagen zur Ersatzschaltung doppelt
vorgesehen ist. Solche Rechenanlagen sind nämlieh statt durch einfache, durch doppelte Kreise symbolisiert.
Demgemäß ist zur Ersatzschaltung lediglich jeder Betriebsrechner doppelt vorgesehen. Auch die
bei den rechnergesteuerten Fernmelde-Vermittlungsstellen KST... vorgesehenen Rechnersteuerungen
sind jeweils zu verdoppeln, damit dort kein störender Ausfall auftritt. Die Auskunftsrechner, die Rechnungsdienstrechner
und der Zentralrechner brauchen dagegen nicht verdoppelt zu werden. Die Auskunftsrechner können einander, wie schon beschrieben, vertreten.
Die Rechnungsdienstrechner arbeiten nur im Stapelbetrieb, so daß ein vorübergehender Ausfall
keine unzulässige Störung verursacht. Das gleiche gilt auch für den Zentralrechner FR. Die Betriebsrechner
FBR wirken dagegen auch bei der Abwicklung von Echtzeitvorgängen mit, so daß eine Verdopplung für
die Ersatzschaltung angebracht ist.
Es kann sich als zweckmäßig erweisen, einen Betriebsrechner jeweils in Betriebsteilrechner aufzuteilen,
die als im wesentlichen selbständige Rechner jeweils bei der Abwicklung eines Teils der sonst durch
dieselbe Rechenanlage erfaßten Betriebsvorgänge mitzuwirken haben. Solche Betriebsteilrechner befinden
sich vorzugsweise an derselben Stelle wie der ursprünglich vorhandene Betriebsrechner, insbesondere
bei ein und demselben Fernmeldeamt. Die Aufteilung eines Betriebsrechners in Betriebsteilrechner ermöglicht
z. B. bei Benutzung ein und derselben Type von Rechenanlagen eine stärkere Zentralisierung der Betriebsrechner,
da ihnen nach ihrer Aufteilung mehr Vermittlungsstellen als sonst zugeordnet werden können.
In diesem Zusammenhang kann z. B. ein Betriebsrechner jeweils in einen sogenannten Bedienungsrechner
und in einen Verwaltungsrechner aufgeteilt werden. Ein Bedienungsrechner wirkt bei
der Abwicklung von Betriebsvorgängen für die Entstörungsstelle, bei Betriebsvorgängen für die Unterhaltungsdienststeile
und bei Betriebsvorgängen für die Fernsprechauftragsdienststelle mit. Ein Verwaltungsrechner wirkt dagegen bei der Abwickung von Betriebsvorgängen
für die Anmeldesteile, bei Betriebsvorgängen für eine Rechnungsstelle, die z. B. die
ίο Einzel- und Sammelabfragen von Gebührenstellen
abwickelt und bei sonstigen Betriebsvorgängen mit. Die im vorstehenden als Beispiel angegebene Aufteilung
ist deshalb besonders zweckmäßig, weil es sich dabei ergibt, daß nur der Bedienungsrechner im Echtzeitbetrieb
zu arbeiten hat, während der Verwaltungsrechner nur im Stapelbetrieb zu arbeiten hat. Für die
Betriebsvorgänge für die Anmeldestelle, die Rechnungsstelle und für die sonstigen Betriebsvorgänge ist
nämlich kein Zeitzwang gegeben. Die Aufteilung eines Betriebsrechners in einen Bedienungsrechner und
einen Verwaltungsrechner ist auch in der Fig. 4 gezeigt. Auf der linken Seite der Fig. 4 ist der Betriebsrechner FBR mit den Plätzen AM für die Anmeldestelle,
den Plätzen FEE für die Entstörungsstelle, den Plätzen FEU für die Unterhaltungsdienststelle, den
Plätzen FEAD für die Fernsprechauftragsdienststelle und den Plätzen 5 für sonstige Betriebsvorgänge gezeigt.
Auf der rechten Seite der Fig. 4 ist die Aufteilung dieses Betriebsrechners in den Bedienungsrech-
jo ner FhR und den Verwaltungsrechner VR gez^igt. An
den Bedienungsrechner FbR sind die Plätze FEE, FEU und FEAD angeschlossen. An den Verwaltungsrechner
VR sind die Plätze RE der Rechnungsstelle sowie die Plätze AM und S angeschlossen. Der
Bedienungsrechner FbR ist in der Fig. 4 durch einen
Doppelkreis symbolisiert, womit darauf hingewiesen wird, daß er zur Ersatzschaltung doppelt vorgesehen
ist. Der Verwaltungsrechner ist dagegen nur einfach vorgesehen. Es ist hier lediglich der Bedienungsrechner
doppelt vorzusehen, da nur dieser Echtzeitbetrieb abzuwickeln hat und daher eine Unterbrechung dieses
Betriebs durch Ausfall zu vermeiden ist. Die Aufteilung der Betriebsvorgänge auf zwei Betriebsteilrechner
erweist sich demgemäß als recht zweckmäßig, da sie ermöglicht, nur einen der beiden Betriebsteilrechner
doppelt vorzusehen. Es kann sich unter Umständen aber auch als zweckmäßig erweisen, einen Betriebsrechner
in anderer Weise in Betriebsteilrechner aufzuteilen. Die Aufteilung kann zur Folge haben, daß
auch ein Datenaustausch zwischen einem Bedienungsrechner und dem zugehörigen Verwaltungsrechner erforderlich ist, wobei sie in an sich bekannter
Weise (siehe DT-OS 1549499) zusammenarbeiten. In diesem Fall sind die hierfür erforderlichen Einrich-
-,-·, tungen vorzusehen. Ein Bedienungsrechner und der
zugehörige Verwaltungsrechner sind entsprechend wie der Betriebsrechner, den sie vertreten, in das Netz
von Rechenanlagen einzufügen und dementsprechend wie ein Betriebsrechner über Datenleitungen mit den
bo anderen Rechenanlagen und mit den Vermittlungsstellen
zu verbinden. Bei den Vermittlungsstellen kann es sich wie auch sonst um Ortsvermittlungsstellen
und um Fernvermittlungsstellen handeln.
Die Leitungen, über die die in Fig. 1 gezeigten Ver-
h5 mittlungsstellen VST... mit den Betriebsrechnern
FBR... und den Auskunftsrechnern FAR... verbunden sind und über die die zum Netz gehörenden Rcchenanlagcn
untereinander verbunden sind, sind je-
weils mit Pfeilen versehen. Die Richtung dieser Pfeile gibt an, in welcher Richtung diese Anlagen einander
anfordern. So werden die Auskunftsrechner FAR... über die Fernsprechwahlleitungen vw von den Vermittlungsstellen
VST... aus angefordert. Zwischen den Vermittlungsstellen VST... und den Betriebsrechner FBR... können dagegen Anforderungen in
beiden Richtungen auftreten, weshalb die diese Anlagen verbindenden Datenstandleitungen fv mit Pfeilen
in beiden Richtungen versehen sind. Auch die Datenstandleitungen fr, über die die Betriebsrechner
FBR... mit den Rechnungsdienstrechnern RZ... ver-
bunden sind, sind aus entsprechenden Gründen mit Pfeilen in beiden Richtungen versehen. Dies gilt auch
für die Datenwahlleitungen fw, über die der Zentralrechner
FR mit den Betriebsrechnern FBR... verbunden ist. Die Datenstandleitungen ff, über die die Betriebsrechner
FRR... mit den Auskunftsrechnern FAR... verbunden sind, sind dagegen nur mit Pfeilen
versehen, die zu den Auskunftsrechnern zeigen. Diese
werden nämlich nur von den Betriebsrechnern angefordert, wenn dorthin Änderungen von Daten
zu übertragen sind, die zu Teilnehmerstellen gehören.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (19)
1. Anordnung zur Abwicklung von Betriebsvorgängen, die nicht unmittelbar der Verbin- i
dungsherstellung zwischen rufenden und gerufenen Teilnehmern dienen, für eine Mehrzahl von
rechnergesteuerten Fernmelde-Vermittlungsstellen, unter Verwendung von speicherprogrammierten
digitalen selbständigen Rechenanlagen, die mehreren Vermittlungsstellen zugeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein Netz von den Vermittlungsstellen ( VSt) übergeordneten
digitalen selbständigen Rechenanlagen (FBR, FAR, RZ, FR; Fig. 1) vorgesehen ist, durch die
unterschiedliche Betriebsvorgänge abgewickelt werden und die entsprechend den von ihnen abzuwickelnden
Betriebsvorgängen untereinander über Datenleitungen (fr, ff, fr, fw) dergestalt hierarchisch
verbunden sind, daß Rechenanlagen (FARl, RZX... FAR) einer mittleren Netzebene,
durch die bestimmte Arten von Betriebsvorgängen abgewickelt werden, jeweils mit mehreren
Rechenanlagen (FBRl...FBR) einer unteren Netzebene, die jeweils Gruppen von Vermitt-I
ungssteilen ( VSt) zugeordnet sind und durch die
bestimmte andere Arten von Betriebsvorgängen abgewickelt werden, in Verbindung stehen und
eine Rechenanlage (FR) einer oberen Netzebene mit allen Rechenanlagen (FBRl... FBR) der un- jo
teren Netzebene in Verbindung steht.
2. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur unteren Netzebene Betriebsrechner
(FBR) gehören, die durch Datenlieferung und Datenverarbeitung bei der Abwick- J5
lung folgender Betriebsvorgänge mitwirken: Betriebsvorgänge für die Anmeldestelle, Betriebsvorgänge für die Entstörungsstelle, Betriebsvorgänge
für die Unterhaltungsdienststelle, Betriebsvorgänge für die Fernsprechauftragsdienststelle,
sonstige Betriebsvorgänge, wie Einzel- und Sammelabfragen von Gebührenständen.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur mittleren Netzebene
Auskunftsrechner (FAR) gehören, die durch Datenlieferung und Datenverarbeitung bei der Abwicklung
von Betriebsvorgängen für die Erteilung von Auskünften an Teilnehmerstellen (T) mitwirken.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Daten jeaer Teilnehmerstelle
(T) in den Datenspeichern aller Auskunftsrechner (IFARa...IFARd; Fig. 2) enthalten
sind.
5. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Daten jeder Teilnehmerstelle
(T) jeweils in den Datenspeichern zweier Auskunftsrechner(2FARa...2FARd;Fig. 2 bzw.
3FARa...3FARc; Fig. 3) enthalten sind.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
mittleren Netzebene zentrale Rechnungsdienstrechner (RZ) als Rechenzentren für die Erstellung
von Teilnehmerrechnungen, Gehalts- und Lohnabrechnungen und dergleichen gehören. bs
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Datenspeicher eines Rechnungsdienstrechners
(RZ) jeweils nur Daten eines
Teils der Teilnehmer, Arbeitnehmer usw. enthält.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
oberen Netzebene ein einzelner keinem anderen Rechner untergeordneter Zentralrechner (FR)
gehört, der durch Datenlieferung und Datenverarbeitung bei der Abwicklung von Betriebsvorgängen
mitwirkt, bei denen der gesamte Vermittlungsbereich oder vorher nicht festlegbare Teile
des Vermittlungsbereiches betroffen sind, wie z. B. die Verteilung von Fernleitungen auf Grund
eines aufgetretenen Bedarfs nach Maßgabe des Bestandes an Fernleitungen.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Betriebsrechner (FBR) für sich über Datenstandleitungen
(fv) mit mehreren Vermittlungsstellen (VST) verbunden
ist, daß die Betriebsrechner (FBR) in Gruppen (I...N) eingeteilt sind und jeder Gruppe
ein Auskunftsrechner (FAR) und ein Rechnungsdienstrechner (RZ) zur Abwicklung von Betriebsvorgängen zugeteilt ist, daß jeder Betriebsrechner
(FBR) einer Gruppe über Datenstandleitungen (ff) mit dem zugehörigen Auskunftsrechner
(FAR) und mit weiteren Auskunftsrechnern (FAR) verbunden ist, dagegen über eine Datenstandleitung
(fr) nur mit dem zugehörigen Rechrsungsdienstrechner (RZ) und daß alle Betriebsrechner (FBR) über je eine Datenwahlleitung
(fw) mit dem Zentralrechner (FR) verbunden ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 3, 4, 5 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die an
Vermittlungsstellen (VST) angeschlossenen Fernsprechteilnehmerstellen (T) über Fernsprechwahlleitungen
(vw) mit mindestens einem Auskunftsrechner (FAR) verbindbar sind.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die an eine Vermittlungsstelle angeschlossenen Fernsprechteilnehmerstellen (T)
über Fernsprechwahlleitungen (vw) primär mit demjenigen Auskunftsrechner (FAR) verbindbar
sind, der mit demjenigen Betriebsrechner (FBR) verbunden ist, der seinerseits mit der betreffenden
Vermittlungsstelle (VST) verbunden ist.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die an eine Vermittlungsstelle (VST) angeschlossenen Fernsprechteilnehmerstellen
(T) über Fernsprechwahlleitungen sekundär mit mindestens einem anderen Auskunftsrechner (FAR) verbindbar sind, dessen Datenspeicher
ebenfalls die Daten dieser Fernsprechteilnehmerstelle enthält.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß Fernschreibteilnehmerstellen
über Fernschreibwahlleitungen entsprechend wie Fernsprechteilnehmerstellen (T) über Fernsprechwahlleitungen (vw) mit mindestens
einem Auskunftsrechner (FAR) verbindbar sind.
14. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ersatzschaltung
lediglich jeder Betriebsrechner (FBR) doppelt vorgesehen ist.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Betriebsrechner (FBR) jeweils in Betriebsteilrechner aufgeteilt
ist, die als im wesentlichen selbständige Rechner jeweils bei der Abwicklung eines Teils
der sonst durch dieselbe Rechenanlage erfaßten Betriebsvorgänge mitzuwirken haben.
16. Anordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein Betriebsrechner (FBR) jeweils
in einen Bedienungsrechner (FbR) und einen Verwaltungsrechner (VR) aufgeteilt ist, daß
ein Bedienungsrechner (FbR) bei der Abwicklung
folgender Betriebsvorgänge mitwirkt: Betriebsvorgänge für die Entstörungsstelle, Betriebsvorgänge
für die Unterhaltungsdienststelle, Betriebsvorginge für die Fernsprechauftragsdienststelle
und daß ein Verwaltungsrechner (KR) bei der Abwicklung folgender Betriebsvorgänge mitwirkt:
Betriebsvorgänge für die Anmeldestelle, Betriebs vorgänge für die Rechnungsstelle, sonstige
Betriebsvorgänge.
17. Anordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen zum Datenaustausch
zwischen einem Bedienungsrechner (FbR) und dem zugehörigen Verwaltungsrechner ( VR)
vorgesehen sind.
18. Anordnung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ersatzschaltung lediglich
jeder Bedienungsrechner (FbR) doppelt vorgesehen ist.
19. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
den zum Netz gehörenden Rechenanlagen Datensichtgeräte vorgesehen sind, die zur Abwicklung
von Betriebsvorgängen unter Mitwirkung der Rechenanlagen ausgenutzt werden, wozu über diese
Datensichtgeräte hierbei zu berücksichtigende Daten ausgegeben oder eingegeben werden und/
oder von Rechenanlagen erarbeitete Daten ausgegeben werden.
Priority Applications (11)
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|---|---|---|---|
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