DE2139167B2 - RotationsvervieHältiger zum Abdruck einer auf einer Drucktrommel befestigten Druckform aus Papier, Kunststoff o.dgl - Google Patents

RotationsvervieHältiger zum Abdruck einer auf einer Drucktrommel befestigten Druckform aus Papier, Kunststoff o.dgl

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DE2139167B2
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Gerhard 1000 Berlin Ritzerfeld
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Description

Die Erfindung betrifft einen Rotationsvervielfältiger zum Abdruck einer auf einer Drucktrommel befestigten Druckform aus Papier, Kunststoff o. dgl, die mit einem auf Wärme reagierenden Spiegelbild versehen ist, mit einem in Drehrichtung der Drucktrommel gesehen hinter der Drucklinie angeordneten, im Infrarotbereich wirkenden, gegen die Druckform gerichteten Wärmestrahler sowie einem Schichtübertragungsband, welches mittels einer oder mehrerer Andrückwalzen gegen die Drucktrommel gepreßt wird.
Bei Verwendung von Schichtübertragungsbändern ist es üblich, bei jeder Drucktrommelumdrehung eine Schicht vom Schichtübertragungsband auf die Bildstellen der Druckform zu übertragen und dann vor der Drucklinie durch eine Wärmequelle wieder zur Übertragung auf das Abzugspapier zu erhitzen. Hierbei ist es erforderlich, die Infrarotstrahler bei jeder Drucktrommelumdrehung zu zünden, was einen relativ hohen Verschleiß des Strahlers zur Folge hat.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einmal für eine Erhöhung der Lebensdauer des Strahlers den starken Verschleiß des Strahlers herabzusetzen und zum anderen bei längerer Betriebsdauer eine damit verbundene steigende Betriebstemperatur im Innern des Rotationsvervielfältigers zu begrenzen, um dadurch selbst bei längerer Betriebsdauer gleiche Betriebsbedingungen für den Abdruck von Druckformen mit z. B. unterschiedlicher Bildstärke zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Anschwenken der Andrückwalze^) des Schichtübertragungsbandes durch mechanische oder elektrische Steuermittel periodisch nach einer vorbestimmten Anzahl von Trommelumdrehungen erfolgt
Hierbei soll bei jeder Schichtübertragung für eine Anzahl von Drucken eine Farbschicht übertragen und nach Erschöpfung periodisch erneuert werden.
Zum Anschwenken der Andrückwalze(n) des Schichtübertragungsbandes sind Steuermittel, z.B. Kurvenscheiben vorgesehen, welche mittels Übersetzung von der Drucktrommel angetrieben werden, wobei das Anschwenken der Andrückwalze^) periodisch nach
ίο einer vorbestimmten Anzahl von Trommelumdrehungen erfolgt
Es hat sich weiterhin als besonders vorteilhaft erwiesen, daß die Strahlungsintensität der Strahlungsquelle über einen Spannungsregler, durch Veränderung der Arbeitsspannung für die Strahlungsquelle von Hand und/oder automatisch durch mechanische, elektrische bzw. optische Steuerelemente, regelbar ist
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführung dargestellt Es zeigt
F i g. 1 eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Rotationsvervielfältigers;
F i g. 2 ein Blockschaltbild zum Regeln der Arbeitsspannung für die Strahlungsquelle.
Die auf einer rotierenden Welle 2 gelagerte
Drucktrommel t besitzt eine Druckformspannklemme 3, in die eine Druckform 4 eingespannt ist, welche auf einer Seite mit einer normal lesbaren Schrift 5 und auf der anderen Seite mit einer dem Trommelumfang abgewandten Kohlespiegelschrift 6 versehen ist
Bei einer Drehbewegung der Drucktrommel 1 wird bei angeschwenktem Zustand des auf der Welle 114 gelagerten Lagerbügels 88 und 136 an die Drucktrommel 1 mittels Friktion die Andrückwalze 86 angetrieben. Über das mit der Andrückwalze 86 durch eine Rutschkupplung 100 verbundene Transportriemenrad 83 wird durch einen Transportriemen 84 das auf der Welle 78 gelagerte Transportriemenrad 81 angetrieben, wobei das Farbband 79 an einen bestimmten Abschnitt des Drucktrommelumfanges herangeführt und dann auf die Welle 78 aufgerollt wird, während das Farbband 79 von der Welle 80 abrollt.
Das Farbband 79 ist auf der Welle 80 so aufgerollt, daß die Farbschicht 82 des Farbbandes 79 bei einer Beschichtung der Druckform 4 mit der Kohlespiegelschrift 6 der Druckform 4 in Berührung kommt
Wenn an der Vervielfältigungsmaschine Vervielfältigungen — mit zwischenzeitlichem Regenerieren der abdruckfähigen Druckform 4 — vorgenommen werden sollen, spielt sich im einzelnen folgender Ablauf ab:
Die Drucktrommel 1 wird mittels eines in der Zeichnung nicht näher dargestellten Motors über bekannte Magnet- oder Eintourenkupplungen angetrieben, und zwar in Pfeilrichtung A. Die Drehbewegung der Drucktrommel 1 wird über Zahnräder 106,107 und 108 übersetzt auf die Kurvenscheibenwelle 105 übertragen, die axial bzw. in Umfangsrichtung verstellbare, mit unterschiedlich langen Kurvenbahnen versehene Kurvenscheiben 109 und 110 trägt.
Die Kurvenscheiben 109 und 110 dienen als
Steuermittel, um einerseits das periodische Anschwenken der Andrückwalzen 25,86 des Schichtübertragungsbandes 79 nach einer vorbestimmten Anzahl von Trommelumdrehungen zur Wirkung an die auf der Drucktrommel 1 aufgebrachte Druckform 4 zu bringen, und andererseits einen Schalter 101 für den Wärmestrahler 103 auszulösen, der in Abhängigkeit von der periodischen Anschwenkbewegung der Andrückwalze 25 des Schichtübertragungsbandes 79 für den auf der
Druckform 4 vorzunehmenden Farbauftrag angeschaltet wird.
Zum Einschalten des Wärmestrahlers 103 wirkt die Kurvenscheibe HO auf den Schalter 101, während die versetzt zur Kurvenscheibe 110 angeordnete Kurvenscheibe 109 über eine Rolle 104 auf ein Hebelgestänge 115, 117, 119, 120, 121 und 122 wirkt und die Anschwenkbewegung der Andrückwalzen 25, 86 des Schichtübertragungsbandes 79 an die Drucktrommel 1 ausführt to
In der Zeichnung ist der von der Drucktrommel 1 abgeschwenkte Zustand der Andrückwalze 25 des Schichtübertragungsbandes 79 gezeigt Wird die Drehbewegung der Dmcktronunel 1 in Richtung A ausgelöst so wird die durch die Zahnräder 107 bis 108 übersetzte is Drehbewegung auf die Kurvenscheibenwelle 105 in Pfeilrichtung θ übertragen. Die zur Drehbewegung der Drucktrommel 1 übersetzt drehende Kurvenscheibenwelle 105 mit den Kurvenscheiben 109, 110 trifft mit dem Anstieg der Kurvenscheibe 110 die Rolle des Schalters 101, der dadurch geschlossen wird und den Wärmestrahler 103 bestromt Die Vorderkante der Druckform 4 befindet sich spätestens zu diesem Zeitpunkt an der Bestrahlungslinie.
Beim Weiterdrehen der Drucktrommel 1 verläßt die am Ende des Hebels 115 sitzende Rolle 104 des Hebelgestänges 115,117 bis 122 für das Schichtübertragungsband 79 den Anstieg der Kurvenscheibe 109 und wird durch die Wirkung der Zugfeder 124 auf die Kurvenbahn 109a gezogen, die mit dem Anstieg der Kurvenbahn 110a der Kurve 110 — für die Auslösung des Schalters 101 des Wärmestrahlers — in einer Ebene liegt Dadurch wird erreicht daß der Hebel 115 um die Achse 116 in Pfeilrichtung F gedreht wird. Der Hebel 115 schiebt den Steuerhebel 117 um die Achse 118 drehend, die Lasche 119 in Pfeilrichtung G. Dieser Schub läßt über die Kniehebel 120 und 121 auf der Bahn des Führungshebels 122, der um die Achse 118 dreht, die vom Lagerbügel 88,136 getragenen Andrückwalzen 25, 86 an die Drucktrommel 1 anschwenken, so daß die auf das Schichtübertragungsband 79 aufgebrachte Farbschicht 82 durch die Wärmewirkung des bestromten Wärmestrahlers 103 auf die dunkien Stellen der Druckform 4 aufgeschmolzen wird.--Der Antrieb des Schichtübertragungsbandes geschieht wie bereits vorher erläutert
Durch den auf der Welle 11 drehbar gelagerten Bremsbügel 112, der durch die Feder 113 in einem auf der Welle 80 leicht schleifenden Zustand gehalten wird, soll das Farbband 79 daran gehindert werden, sich z. B. beim Anschwenken der Lagerbügel 88 und 136 von der Drucktrommel 1 zu stauchen.
Bei weiterführender Drehbewegung der Drucktrommel 1 wird bei Erreichung des Endes der Kurvenbahn HOa der Kurvenscheibe 110 über die Schalterrolle des Schalters 101 der Stromfluß zum Wärmestrahler 103 unterbrochen. Kurz danach verläßt auch die Rolle 104 des Hebelgestänges 115,117 bis 122 für die Schwenkbewegung des Schichtübertragungsbandes 79 den Wirkungsbereich der Kurvenbahn 109a der Kurvenscheibe 109 und trifft auf den Anstieg der Kurvenscheibe 109. Dadurch wiederholt sich in umgekehrter Reihenfolge die Bewegung des Hebelgestänges 115,117 bis 122 und schwenkt die Andrückwalzen 25, 86 von der Drucktrommel 1 ab. Der zum Drucken benötigte Farbauftrag ist somit über die gesamte Länge der Druckform 4 aufgetragen.
Bevor die nächste Drucktrommelumdrehung ausge
löst wird, wird das zu bedruckende Blatt 31 über den Anlegetisch 7 an die Vortransportwalzen 8 und 9 gelegt Diese transportieren nach Auslösung der Trommeldrehung das Blatt 31 über ein Leitblech 10 an die Andrückwalze 11 zur Drucklinie C-D hin, und der eigentliche Druckvorgang beginnt Ist die Drucktrommel 1 mit der Druckform 4 bis auf eine bestimmte Entfernung an den in Arbeitsstellung stehenden Wärmestrahler 140 herangeführt worden, wird der Wärmestrahler 140 über den Schakkontakt 75 mittels Schleifsegment 76 eingeschaltet, damit der Wärmestrahler 140 beim Eintritt der Druckform 4 in seinen Bereich über die für den Beschichtungsvorgang erforderliche Arbeitstemperatur verfügt und die Bildstellen 6 der Druckform 4 Farbstoff 82 des Schichtübertragungsbandes 78 erhalten. Ober den Schaltkontakt 75 und das Schleifsegment 76 wird der Wärmestrahler 140 nach dem Heraustreten der Druckform 4 aus dem Arbeitsbereich des Wärmestrahlers 140 wieder ausgeschaltet
Nach einem gewissen periodischen Ablauf, vorbestimmt nach einer Anzahl von Trommeldrehungen, erfolgt dann wieder der bereits geschilderte Anschwenkvorgang der Andrückwalzen 25, 83 des Schichtübertragungsbandes 79 an die Drucktrommel 1.
Um für das periodische Anschwenken der Andrückwalzen 25,83 des Schichtübertragungsbandes 79 an die Drucktrommel 1 nicht von einer starren und festgelegten Zahnradübersetzung ausgehen zu müssen, kann vorteilhafterweise mittels eines in der Zeichnung nicht dargestellten Zeitschalters die Mechanik für das periodische Anschwenken der Andrückwalze ausgelöst werden. Durch diese Maßnahme kann das periodische Anschwenken unabhängig von einer Zahnradübersetzung erfolgen und willkürlich gewählt werden.
Zur zweiten Übertragung vor der Drucklinie kann statt des Wärmestrahlers 140 eine Hochfrequenzeinrichtung, eine Heißluftquelle oder eine Anfeuchtvorrichtung für die zu bedruckenden Papiere verwendet werden.
In Fig.2 ist ein Blockschaltbild zum Regeln der Arbeitsspannung für den Strahler 103 gezeigt.
Wie sich herausgestellt hat, tritt mit zunehmender Benutzungsdauer eine Aufheizung im Innern des Rotationsvervielfältigers auf. Dabei kann der Fall eintreten, daß z. B. die Aufheizung der Druckelemente so stark wird, daß die Druckelemente selbst bereits einen Farbübertrag in Form z. B. eines Flächentons verursachen und mit dem Rotationsvervielfältiger so lange keine brauchbaren Vervielfältigungen mehr hergestellt werden können, bis eine erhebliche Abkühlungszeit vergangen ist.
Aus diesem Grunde muß die Aufheizung im Innern des Rotationsvervielfältigers bis zu einem Wert begrenzt werden, der noch eine brauchbare Vervielfältigung von Druckformen mit z. B. unterschiedlicher Bildstärke zuläßt.
Die Spannungsregelung kann z. B. von Hand geschehen, indem ein Drehregler 150, z. B. ein sogenannter »Potentiometer«, in die Regel-Schaltung für den Strahler eingebaut ist, der jederzeit über einen in der Zeichnung nicht näher dargestellten Knopf von außen zugänglich und zu bet; tigen ist.
Die Spannungsregelung kann aber auch z. B. automatisch durch elektronische Steuerelemente erfolgen, indem mittels eines in die Schaltung für den Strahler 103 eingebauten Temperaturfühlers bzw. Meßkopfes 151 die Aufheizung im Rotationsvervielfältiger — verur-
sacht durch eine längere Betriebsdauer des Strahlers 103 — überwacht wird und bei Erreichung eines bestimmten Aufheizungswertes, der nicht überschritten werden darf, den Strahler 103 an eine von der vollen Netzspannung abweichende Arbeitsspannung legt, damit die Strahlungsintensität des Strahlers 103 und die dadurch bedingte Aufheizung im Roiationsvervielfältiger begrenzt werden kann.
Sollte trotzdem eine Überhitzung des Rotationsvervielfältigers eintreten, so ist eine in der Zeichnung nicht näher dargestellte Sicherheitsschaltung im elektronischen Steuerteil 552 vorgesehen, durch die der Rotationsvervielfältiger außer Betrieb gesetzt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Rotationsvervielfältiger zum Abdruck einer auf einer Drucktrommel befestigten Druckform aus Papier, Kunststoff o. dgl, die mit einem auf Wärme reagierenden Spiegelbild versehen ist, mit einem in Drehrichtung der Drucktrommel gesehen hinter der Drucklinie angeordneten, im Infrarotbereich wirkenden, gegen die Druckform gerichteten Wärmestrahler sowie einem Schichtübertragungsband, welches mittels einer oder mehrerer Andrückwalzen gegen die Drucktrommel gepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschwenken der Andriickwalze(n) des Schichtübertragungsbandes durch mechanische oder elektrische Steuermittel periodisch nach einer vorbestimmten Anzahl von Trommelumdrehungen erfolgt
2. Rotationsvervielfältiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das Anschwenken der Andriickwalze(n) des Schichtübertragungsbandes Steuermittel, z. B. Kurvenscheiben, vorgesehen sind, welche mittels Obersetzung von der Drucktrommel angetrieben werden und das Anschwenken der Andrückwalze(n) periodisch nach einer vorbestimmten Anzahl von Trommelumdrehungen erfolgt
3. Rotationsvervielfältiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlungsintensität der Strahlungsquelle Ober einen Spannungsregler, durch Veränderung der Arbeitsspannung für die Strahlungsquelle von Hand oder/und automatisch durch mechanische, elektronische bzw. optische Steuerelemente, regelbar ist.
DE19712139167 1971-07-30 1971-07-30 Rotationsvervielfältiger zum Abdruck einer auf einer Drucktrommel befestigten Druckform aus Papier, Kunststoff o.dgl Expired DE2139167C3 (de)

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