DE2139043A1 - Kontinuierliches Verfahren zur Be handlung eines Kohlenwasserstoffstromes aus einem Gemisch alkylaromatischer Kohlen Wasserstoffe - Google Patents
Kontinuierliches Verfahren zur Be handlung eines Kohlenwasserstoffstromes aus einem Gemisch alkylaromatischer Kohlen WasserstoffeInfo
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MÜNCHEN 15 KAISER-LUDWIG-Plaiz 8 TEL 0811/53 0211 53 0212 CABLES: THOPATENT TELEX: FOLGT |
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8000 München 15 4. August 1971
Imperial Chemical Industries Limited London, Großbritannien
Kontinuierliches Verfahren zur Behandlung eines Kohlenwasserstoff stromes aus einem Gemisch alkylaromatischer
Kohlenwas s erstoffe
Die Erfindung bezieht sich auf die Umwandlung von Alkylbenzolen
in Benzol und Wasserstoff.
Unter den verschiedenen aromatischen Kohlenwasserstoffen, welche sich von Kohlenwasserstoffumwandlungsverfahren herleiten,
befinden sich Benzol und die Xylole. p-Xylol wird gewöhnlich
durch Abtrennung aus einem Gemisch aromatischer Kohlenwasserstoffe mit 8 Kohlenstoffatomen erhalten. Bisweilen werden auch
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andere Isomere, beispielsweise o-Xylol, abgetrennt. Die Fraktion, aus welcher das p-Isomere abgetrennt worden ist, kann isomerisiert
werden, um mehr p-Xylol zu erzeugen und letztlich kann
der größte Teil des Gemisches aromatischer Kohlenwasserstoffe mit 8 Kohlenstoffatomen auf diese Weise in das p-Isomere umgewandelt
werden.
Häufig enthält das Gemisch Mengen an Äthylbenzol, welche den Wert des Ausgangsmaterials herabsetzen und es wurde als
schwierig befunden, Äthylbenzol als solches aus seinem Gemisch mit Xylolen abzutrennen. Es ist jedoch gezeigt worden, daß
alky!aromatische Kohlenwasserstoffe in Benzol umgewandelt werden
können und zwar durch katalytische Entalkylierung in Anwesenheit entweder von Wasserstoff oder Wasserdampf, wobei im
letzteren Falle ein getragener Nickelkatalysator verwendet wird. Nunmehr wurde gefunden, daß das Verfahren der Entalkylierung
aromatischer Kohlenwasserstoffe mit Wasserdampf in der Lage ist, W in solcher Weise durchgeführt zu werden, daß bevorzugte Entalkylierung
einer Komponenten eines Gemisches unterschiedlicher alkylaromatischer Verbindungen erfolgt. Die Natur der Alkylgruppe
bzw. der Alkylgruppen und ihrer relativen Stellungen, wo mehr als eine Alkylgruppe vorhanden ist, scheint mit der
Leichtigkeit der Entalkylierung der verschiedenen Komponenten des Gemisches in wichtiger Beziehung zu stehen. Methylgruppen
scheinen weniger leicht entfernt zu werden als höhere Alkylgruppen und Polymethylgruppen scheinen leichter entfernt zu werden
als Gruppen, welche weniger Methylgruppen besitzen.
109887/1989 mö
Die Erfindung schafft ein kontinuierliches Verfahren zur
Behandlung eines Kohlenwasserstoffstromes aus einem Gemisch von alky!aromatischen Kohlenwasserstoffen, wobei das Verfahren
darin besteht, daß man den Kohlenwasserstoffstrom zusammen mit
Wasserdampf, vorzugsweise in im wesentlichen icolarem Überschuß,
in der Dampfphase über einen festen Katalysator zuführt, welcher für die Entalkylierung alky!aromatischer Kohlenwasserstoffe
wirksam ist, daß man die Reaktionsbedingungen so steuert, daß unterschiedliche alkylaromatische Kohlenwasserstoffe bis zu im
wesentlichen unterschiedlichen Graden enfcalkyliert werden, daß man aus den Reaktionsprodukten eine organische Phase isoliert,
welche Benzol und unveränderte und/oder andere aromatische Kohlenwasserstoffe enthält, und daß man Benzol aus der organischen
Fraktion abtrennt. Das Rückführen alkylaromatischer Kohlenwasserstoffe
aus dem Produktstrom zur Verwendung als Ausgangsmaterial bei der kontinuierlichen Entlalkylierung kann, wo dies tunlich
oder zweckmäßig ist, ausgeübt werden.
Die Erfindung ist insbesondere anwendbar auf die bevorzugte Entalkylierung von Äthylbenzol, welches in einem Xylole haltigen
Strom, beispielsweise einer Fraktion mit 8 Kohlenstoffatomen, anwesend ist, wobei diese Fraktion auch aliphatische Kohlenwasserstoffe
enthalten kann, beispielsweise Paraffine, welche durch Abspalten eines aromatenhaltigen Stromes aus einem Umbildner erhalten
wurden. Andere Zufuhrmaterialien, welche behandelt werden
können, sind diejenigen, welche beispielsweise höhere alkyl-
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aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten, beispielsweise Trimethylbenzol,
Äthyltoluol.
Der feste En-galley lierungskatalysator kann mindestens einen
nichtmetallischen oder metallischen Katalysator aufweisen. Gehalterte Metallkatalysatoren sind bevorzugt,.doch geeignete
Oxyde oder Sulfide können verwendet werden. Zu geeigneten Metallen
zählen Silber, Gold und die Metalle der Gruppe VIII des " Periodischen Systems, wobei eines oder mehrere solcher Metalle
verwendet werden können, wenn dies gewünscht ist. Sowohl unedle Metalle, beispielsweise Nickel, als auch edle Metalle, beispielsweise
Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium und Iridium der Gruppe VIII ^ind geeignet.
Der Träger für den Katalysator aus Metall der Gruppe VIII besteht vorzugsweise im wesentlichen aus Aluminiumoxyd, beispielsweise
gamma-Aluminiumoxyd. Es sind Anzeichen vorhanden, daß ein
k Träger, welcher ebenfalls brauchbar ist, ein Aluminiumoxyd ist, welches mindestens 50% alpha-Aluminiumoxyd enthält, ausgedrückt
als Prozentsatz des gesamten anwesenden Aluminiumoxyds. Vorzugsweise besteht das Aluminiumoxyd aus mindestens 90% alpha-Aluminiumoxyd.
Der Träger kann auch andere Aluminiumoxydformen oder anderes alumxniumoxydhaltiges Material enthalten, beispielsweise
einen Zeolith oder ein Spinell oder einen amorphen Träger wie Siliciumdioxyd-Aluminiumoxyd, doch brauchbar scheint
' es, daß mindestens 50% alpha-Aluminiumoxyd, stärker bevorzugt
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mindestens 7o% alpha-Aluminiumoxyd, ausgedrückt als Prozentsatz
des gesamten Trägers, vorhanden sein sollten. Zur Zeit bestehen keine Anzeichen, daß Siliciumdioxyd eine erwünschte
Komponente des Katalysatorträgers ist, doch kann es vielleicht zumindest in geringer Menge, beispielsweise bis zu etwa 5 Gew.-%
des Trägers, annehmbar sein. Eine kleine Menge alkalischen Materials kann vorhanden sein, um die Eigenazidität des Trägers
herabzusetzen. Alkalioxyde und Erdalkalioxyde sind bevorzugte
alkalisierende Stoffe. Die Anwesenheit untergeordneter Mengen
anderer Oxydarten mag in der Praxis unvermeidbar sein. Der Gehalt an Edelmetall, welcher auf dem Katalysator imprägniert
ist, beträgt geeignet 0,1 bis 15 Gew.-%, beispielsweise 0,2 bis 0,8 Gew.-%, doch Gehalte oberhalb und unterhalb dieses Bereiches
können, wenn gewünscht, angewandt werden. Silber und Gold, welche ihrer Natur nach weniger aktive Katalysatoren sind als
die Edelmetalle der Gruppe VIII, werden vorzugsweise in reichlicherem Anteil bei den stärker erhöhten Temperaturen angewandt.
Der alpha-Aluminiumoxydträger kann bereitet werden, indem
man gamma-Aluminium in einem Ofen bei Temperaturen oberhalb 950° brennt. Es ist bevorzugt, daß der Oberflächenbezirk minde-
2 —1 2 —1
stens 5mg und vorzugsweise mindestens 20 m g beträgt und
3 —1 daß das Porenvolumen mindestens 25 cm g ist.
Gleichzeitig anfallende Produkte der Ent alkylierungsreaktion
sind ,in der Hauptsache Wasserstoff, Kohlendioxyd und Kohlen-
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monoxyd. Diese Substanzen werden auch gebildet durch eine
Konkurrenzreaktion, welche gleichzeitig stattfindet und welche zu einem Verlust an Selektivität gegenüber Benzol führt, nänlich
durch die Wasserdampfumbildung des aromatischen Kohlenwasserstoffs.
Daher sollten die Reaktionsbedingungen gesteuert werden,
um die Umwandlung des Äthylbenzols maximal zu halten und die ungewünschte Entalkylierung, beispielsweise von Xylolen und
die DampfUmbildung von aromatischen Substanzen minimal zu halten.
Obgleich Wasserstoff während des erfindungsgemäßen Verfahrens
gebildet wird und daher über einigen Teilen des Katalysatorbettes während des Verfahrens anwesend ist, wurde jedoch
gefunden, daß die Katalysatorlebensdauer bedeutend verlängert wird, wenn .man dafür sorgt, daß Wasserstoff über dem gesamten
Bett zugegen ist, indem man zu dem Prozeß kontinuierlich Wasserstoff zuführt, und zwar sowohl als Wasserdampf als auch als
aromatische Kohlenwasserstoffe.
Man muß sich vergegenwärtigen, daß eine gewisse Entaktivierung des Katalysators eintritt, wenn der Prozeß ohne Wasserstoffzufuhr
gefahren wird. Diese Entaktivierung erfolgt insbesondere im Bett in der Nähe des Zufuhreinlasses, wo der Partialdruck des Wasserstoffs,
welcher durch die beim Verfahren auftretenden Reaktionen gebildet wird, relativ geringer ist als in anderen Teilen des
Bettes.
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Durch Zuführen von Wasserstoff mit dem Strom der Reaktionsteilnehmer, wird die Entaktivierung, welche in Abwesenheit von
Wasserstoff eintritt, wesentlich herabgemindert oder ausgeschaltet, insbesondere im Bett in der Nähe des Zufuhreinlasses. Darüberhinaus
wird nicht nur der Verlust an Katalysatoraktivität herabgesetzt, sondern man findet auch,-daß das Hinzuführen von
Viasserstoff die Katalysatoraktivität steigert, soweit dies die Entalky.lierungsgeschwindigkeit betrifft.
Es ist bevorzugt, daß die dem Verfahren zugeführte Wasserstoffmenge
im Bereich von 5 bis 50 Mol-%, bezogen auf Gesamtzufuhr
(d.h. Kohlenwasserstoff + Wasserdampf), stärker bevorzugt im Bereich von 5 bis 20 Mol-%, liegt.
Der Wasserstoff kann von einer äußeren Zulieferung zugeführt werden, doch ist es bevorzugt, rückgeführten Wasserstoff
zu verwenden, welcher beim erfindungsgemäßen Verfahren gebildet
wurde.
Das Verfahren läßt eine weite Variation der relativen Mengenanteile
an Wasserdampf und zugeführten aromatischen Kohlenwasserstoffen zu. Ein minimales praktisches molares Verhältnis von
Dampf zu gesamtem Kohlenwasserstoff liegt wahrscheinlich bei . etwa dem stöchiometrischen Erfordernis, doch höhere molare
Verhältnisse sind erwünscht und werden auch zweckmäßig eingehalten. Sehr befriedigend sind molare Verhältnisse von 6:1 bis
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zu 40:1, vorzugsweise größer als 12:1, beispielsweise 15:1
bis 35:1,
Die Entalkylierungsreaktion ist endotherm und die Reaktionsteilnehmer werden erwünschterweise auf eine Temperatur vorer-•hitzt,
welche sich zumindest der Röaktionstemperatur nähert.
Die Reaktionstemperaturen können sehr geeignet innerhalb des
Bereiches von 300 bis 8000C gehalten werden. Die Verwendung
niedrigerer oder höherer Temperaturen ist durchführbar, doch
der bevorzugte Arbeitsbereich der Temperatur, insbesondere für Edelmetallkatalysatoren der Gruppe VIII, beträgt M-OO bis BSO0C.
Die Reaktion vollzieht sich bei irgendeinem praktischen Druck, doch aus Gründen der Zweckmäßigkeit des Arbeitens ist
es bevorzugt, einen Druck oberhalb Atmosphärendruck anzuwenden. Gutes Arbeiten hat man bei Drucken erreicht, welche nur am
Rande oberhalb atmosphärischen Druckes liegen.(d.h. bei einem Hinimaldruck, welcher wirksam ist, um ein angemessenes Fließen von
Dampf durch das Reaktorsystem zu erzielen), und auch beim Arbeiten mit höheren Drucken. Sehr wahrscheinlich findet man,
daß die Optimaldrucke für industrielle Herstellung innerhalb des Bereiches von 5 bis 50 atü, vorzugsweise von 25 bis 50 atü,
liegen. Die Anwendung solcher mäßiger Drucke geht einher mit dem weiteren Vorteil, daß das Handhaben und Verarbeiten der
gasförmigen Reaktionsprodukte erleichtert wird, wobei zusätzliche Einrichtungen zur Gaskomprimierung unnötig sind.
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Die Raumgeschwindigkeiten (WHSV) für die zügeführten aromatischen
Kohlenwasserstoff e bzw. den Dampf, liegen geeignet innerhalb der Bereiche von 0,'2 bis 10, vorzugsweise von 0,5 bis 5,bzw»
von 1 bis 30\, vorzugsweise, von 1 bis 10.
Kohlendioxyd wird aus der abgehenden Gasphase durch bekannte
Verfahren leicht abgetrennt, beispielsweise durch Verfahren auf
der Basis der Bildung und Zersetzung von Kaliumticarbonat. Falls
das Entfernen von Kohlenmonoxyd ebenfalls gewünscht wird, so kann dies in be]cannter Weise vollzogen werden, beispielsweise durch
einen Wassergas-Verschiebungsprozeß (falls gewünscht mit einer
sich anschließenden Methanierungsstufe, was von der Reinheit des
gewünschten Wasserstoffes abhängig ist).
Die Phasentrennung des kondensierbaren Teiles des Ablaufes aus der Entalkylierungsreaktion, wird ebenso in bekannter Weise
leicht vollzogen. Der Oberstrom aromatischer Kohlenwasserstoffe,
welcher aus der Phasentrennungsstufe abgezogen wird, kann (nach
angemessenem Trocknen) durch Destillieren in einen Produktbenzolstrom und einen Strom rückgeführter Alkylaromaten aufgespalten
werden. Diese Destillation kann man in einer Einrichtung bewirken, welche von den Destillationseinrichtungen getrennt ist,
die einen Teil einer einbezogenen oder angrenzenden Anlage zur Erzeugung aromatischer Kohlenwasserstoffe bilden, oder
s ie kann durch solche Einrichtungen bewirkt x^erden. Die folgenden
Ausführungsbeispiele veranschaulichen das erfindungsgemäße Verfahren.
.&.r£W w^ 109887/1989
Ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen mit 8 Kohlenstoffatomen
{hinsichtlich Äthylbenzol und jedem der Xylole äquimolar) und
Wasserdampf, läßt man in einen rohrförmigen Reaktor niit festem
Bett bei einer Temperatur von 4GO C und einem Druck, welcher
wenig größer als Atmosphärendruck ist, über einen Katalysator gehen, welcher aus Rhodium (0,18% Gewicht/Gewicht) besteht und
v/elcher auf IO his 22-maschigen Partikeln aus gamma-Aluminium
gehaltert ist. Die Zufuhrgeschwindigkeiten betragen 0,5 6 g Kohlenwasserstoffgemisch/g Katalysator/Stunde und 1,8 g Dampf/g
Katalysator/Stunde.
Das flüssige organische Produkt besteht aus (in Gramm je Gramm Katalysator je Stunde) 0,16 Benzol, 0,10 Toluol und 0,08
Xylolen. Wasserstoff und Kohlenoxyde werden ebenfalls gebildet, jedoch kann im Produkt kein Äthylbenzol nachgewiesen werden.
Wasser und ein äquinolares Gemisch aus Äthylbenzol, o-, n- und p-Xylolen, schickt man kontinuierlich durch einen Verdampfer
und von da aus mittels eines Abwärts;stromes durch ein Siliciumdioxydrohr
hindurch, vzelches einen Katalysator enthält, der aus
Rhodium (0,6' Gew.-1S) besteht und der auf gamrr'.a-Aluniniumoxyd
getragen ist. Die gewichtsmäßigon stundliohan Rau.ageöchv.'inair',-keiten
betragen 1,50 für V/asser und 0,48'i für die aromatischem
Kohlenwasserstoffe mit 8 Kohlenstoffatomen» Das Holverhältnis
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von Wasserdampf zu Kohlenwasserstoff beträgt 19:1.
Wenn die Reaktion bei 38O°C und einem Druck durchgeführt
wird, welcher wenig höher als Atmosphärendruck ist, so enthält das gewonnene kondensierbare Produkt 13 Mol-% Äthylbenzol und
21 Mol-% jedes der Xylole, 9 Mol-% Benzol und 14 Mol-% Toluol.
Das Molverhältnis von Äthylbenzol zu den Xylolen, welches beim nicht umgesetzten Gemisch 1:3 betrug, ist. im Produkt auf 1:5
vermindert worden.
Das Durchführen der Reaktion bei 400 C und einem Druck,
i/olcher wenig größer als Atmosphärendruck ist, führt zu Umwandlungen
von Äthylbenzol, p-Xylol, m-Xylol und o-Xylol von
3ΕΛ, 5Ci, 41% bzw. 41%. Das erhaltene Produkt enthält 1 Mol-%
/\thylbenzol, 11 MoI-I p-Xylol, 15 Mol-% ττι-Xy lol, 15 Mol-% o-Xylol,
27 Mol-% Benzol und 31 Mol-% Toluol. Das Molverhältnis von /Vthylbenzol zu den Xylolen im Produkt ist also auf 1:34 vermindert
worden.
Das nieht-kondensierbare Gas,welches sowohl nach der Reaktion
bei 3800C als auch nach der Reaktion bei 4000C erhalten wurde,
ist hauptsächlich Wasserstoff ( ~ 70 Mol-%) und Kohlendioxyd
( ~25 Mol-%), zusammen mit geringen Mengen an Methan und Kohlenmonoxyd.
109887/1989 «do*»«.
Claims (1)
- Patentansprüche1. Kontinuierliches Verfahren zur Behandlung eines Kohlenwasserstoff stromes aus einem Gemisch alky !aromatischer-Kohlenwasserstoffe, dadurch gekennzeichnet,, daß man den Kohlenwasserstoffstrom,-zusammen mit Wasserdampf, vorzugsweise in im wesentlichen molarem,Überschuß,indarDampfphase über einen festen Katalysator zuleitet, welcher zur Entalkylierung von alky!aromatischen Kohlenwasserstoffen wirksam ist, wobei man die Reaktionsbedingungen so steuert, daß unterschiedliche alky!aromatische Kohlenwasserstoffe bis zu im wesentlichen unterschiedlichen Graden entalkyliert werden» und wobei man eine organische Phase, welche Benzol und unveränderte und/andere aromatische Kohlenwasserstoffe enthält, au ε den Reaktionsprodukten isoliert und Benzol aus der organischen Fraktion abtrennt.2.. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ' daß man als Entalkylierungskatalysator ein Metall, vorzugsweise Silber, Gold, oder ein Metall der Gruppe VIII des Periodischen Systems, auf einem Träger verwendet.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Träger Aluminiumoxyd, vorzugsweise mindestens 50% alpha-Aluminiumoxyd, ausgedrückt als Prozentgehalt des gesamten''Trägers ι verwendet.109887/1989'f.. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Katalysator verwendet, dessen Metallgehalt, der auf dem Katalysator imprägniert ist, im Bereich von 0,1 bis 15 Gew,-%, vorzugsweise im Bereich von 0,2 bis 0,8 Gew.-%, liegt.5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß -man ein molares Verhältnis von Dampf zu den gesamten Kohlenwasserstoffen im Bereich von 6:1 bis 40il einhält,6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Reaktionstemperatur im Bereich von 300 bis 800°C, vorzugsweise von 400 bis 65O°C, einhält,7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Reaktionsdruck im Bereich von 5 bis 50 atü, vorzugsweise von 25 bis .50 atü, einhält.8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man.eine gewichtsmäßige stündliche Raumgeschwindigkeit für die Zufuhr an aromatischen Kohlenwasserstoffen im Bereich von 0,2 bis 10, vorzugsweise im Bereich von 0,5 bis 5, einhält.9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da-durch gekennzeichnet, daß man eine gewichtsmäßige stündliche109887/1989 eRaumgeschwindigkeit für den Dampf im Bereich von 1 bis 30, vorzugsweise von 1 bis 10, einhält.10. Verfahren nach einen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch alky!aromatischer Kohlenwasserstoffe verwendet, welches Äthylbenzol und Xylole aufweist.11. Verfahren nach einem der vorhergehenden An—Sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man aliphatische Kohlenwasserstoffe in dem Strom der alkylaromatischen Kohlenwasserstoffe vorsieht.12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man Wasserstoff in der Zufuhr, zusammen mit den zu entalkylierenden alkylaromatischen Kohlenwasserstoffen und dem Dampf, vorsieht.)l 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Prozeß Wasserstoff im Bereich von 5 bis 50 Iiol-%, vorzugsweise von 5 bis 20 Mol-%, bezogen auf die Gesamtzufuhr (Kohlenwasserstoff + Dampf) zuführt.14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß man ale zugeführten Wasserstoff einen rück^eführtcn Wasserstoff verwendet, welcher beim Verfahren gebildet wurde.109887/-1989
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