DE212958C - - Google Patents

Info

Publication number
DE212958C
DE212958C DENDAT212958D DE212958DA DE212958C DE 212958 C DE212958 C DE 212958C DE NDAT212958 D DENDAT212958 D DE NDAT212958D DE 212958D A DE212958D A DE 212958DA DE 212958 C DE212958 C DE 212958C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnet
magnets
type
work
switching device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT212958D
Other languages
English (en)
Publication of DE212958C publication Critical patent/DE212958C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05FSYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
    • G05F1/00Automatic systems in which deviations of an electric quantity from one or more predetermined values are detected at the output of the system and fed back to a device within the system to restore the detected quantity to its predetermined value or values, i.e. retroactive systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Linear Motors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c. GRUPPE
Dr. PAUL MEYER AKT.-GES. in BERLIN.
beeinflußten Magneten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. August 1907 ab.
Schaltvorrichtungen mit zwei vom Netz selbsttätig beeinflußten, ungleichen Magneten sind durch die deutsche Patentschrift 144964 bekannt geworden. Während diese eine Konfaltvorrichtung beschreibt, bei welcher beide Magnete gleichzeitig arbeitsbereit sind, umfaßt der Gegenstand vorliegender Erfindung Schaltvorrichtungen mit zwei Magneten, welche nicht gleichzeitig arbeitsbereit sind, und bei welchen durch das Arbeiten des einen der andere erst in Arbeitsbereitschaft versetzt
wird. . · ■ .
Die in der deutschen Patentschrift 47158
und der britischen Patentschrift 27618 vom Jahre 1902 beschriebenen Schaltvorrichtungen besitzen mechanisch starr miteinander gekuppelte Anker, so daß eine Bewegung des einen Ankers stets die entsprechende Bewegung des anderen hervorruft.
Weiter ist ein Transformatorschalter bekannt geworden, bei welchem beide Magnete nicht unmittelbar vom Netz gespeist, sondern durch ein Kontakt-Amperemeter eingeschaltet werden. Die Verwendung eines derartigen Zwischenapparates hat aber eine Betriebsunsicherheit zur Folge und bedingt "ferner eine relativ unempfindliche Einstellung des Apparates, weil mit einem Apparate die beiden Operationen des Zu- und Abschaltens bestimmt werden.
Gegenüber anderen bekannten Vorrichtungen, bei welchen ebenfalls zwei Magnete verwendet werden, welche nicht gleichzeitig arbeitsbereit sind, unterscheidet sich vorliegende Erfindung dadurch, daß die ungleichen Magnete vom Netz, ζ. Β. durch Veränderung der Stromstärke oder der Spannung, selbsttätig beeinflußt werden. Bei den anderen bekannten Vorrichtungen mit zwei nicht gleichzeitig arbeitsfähigen Magneten, wie z.B. der Ein-und Ausschaltevorrichtung für selbsttätige Schalter, geschieht die Beeinflussung entweder beider Magnete oder eines derselben durch eine äußere, von dem Zustande des Netzes unabhängige Einwirkung, beispielsweise durch Schließen eines Druckknopfes.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß zwei ungleiche Magnete so miteinander kombiniert sind, daß jederzeit nur einer derselben arbeitsbereit ist, während der andere am Arbeiten verhindert ist, und daß, sobald der erste seine Arbeit vollendet hat, er dadurch den zweiten in den arbeitsfähigen Zustand versetzt, · während er selbst nicht arbeitsfähig bleibt. .
Die Magnete, welche in Frage kommen, lassen sich in zwei große Klassen einteilen, nämlich Minimalmagnete und Maximalmagnete. Bei ersteren ist in der Ruhestellung der Anker angezogen, bei Verringerung der Erregung wird er losgelassen und vollbringt durch seine Bewegung vom Magneten weg den · Arbeitshub. In der losgelassenen Stellung ist der magnetische Widerstand des Kreises we-
sentlich größer geworden, so daß bei Rückkehr der normalen Erregung der Anker nicht wieder angezogen werden kann. Um den Anker in seine Ruhelage zurückzubringen, d. h. ihn wieder arbeitsfähig zu machen, ist es erforderlich, die Erregung des Magneten künstlich zu verstärken, beispielsweise indem man vorübergehend einen Vorschaltwiderstand, welcher gewöhnlich vor der Wicklung des Ma- gneten liegt, kurzschließt, oder indem man vorübergehend eine Hilfswicklung einschaltet, welche die Erregung des Magneten verstärkt. Es kann auch schließlich die Zurückführung des Ankers in seine Ruhelage auf mechanischem Wege erfolgen.
Der Maximalmagnet hat im Ruhezustande seinen Anker losgelassen und zieht ihn bei steigender Erregung an. Hierdurch wird sein Arbeitshub vollendet, der magnetische Widerstand verringert, so daß bei Rückkehr' der normalen Erregung der Anker nicht losgelassen wird. Wenn der Maximalmagnet seinen Anker angezogen hat, ist er demnach nicht arbeitsfähig. Das Loslösen des Ankers kann mechanisch oder magnetisch erfolgen, in letzterem Falle z. B., indem die Erregung des Magneten vorübergehend geschwächt oder ausgeschaltet wird.
Außer diesen beiden großen Klassen der Elektromagnete kann man dieselben auch nach der Art ihrer Erregung einteilen und unterscheidet demnach Magnete mit Stromwicklung, mit Spannungswicklung und solche mit gemischter Wicklung.
Nach der Erfindung sind nun zwei' ungleiche Magnete zu kombinieren, beispielsweise ein Maximalmagnet mit Spannungswicklurig und ein Minimalmagnet mit Spannungswicklung oder ein Minimalmagnet mit Spannungswicklung und ein Minimalmagnet mit Stromwicklung usw. Es können alle möglichen Kombinationen vorgenommen werden.
Die Magnete können zur Erzeugung mechanischer Arbeit oder zur Schaltung elekirischer Stromkreise verwendet werden. Im letzteren Falle kann beispielsweise der eine Magnet einen Nutzstromkreis schließen oder öffnen, während der zweite Magnet nicht unmittelbar zur Arbeitsleistung benutzt wird, sondern nur mittelbar, durch Zurückführung des ersten Magneten in die Ruhelage, wirkt. Es ist natürlich auch möglich, beide Magnete unmittelbar nutzbar zu machen, indem man jeden derselben auf einen Nutzstrom kreis einwirken und gleichzeitig den anderen Magneten beeinflussen läßt.
Das Wesen und die Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung lassen sich am besten an Hand einiger Beispiele erläutern.
Fig. ι zeigt schematisch die Verwendung der Erfindung als selbsttätiger Belastungsregler mit einer Stufe. Derartige Regler werden beispielsweise bei Wasserkraft- oder Windkraftanlagen benutzt, um eine schädliche Erhöhung der Drehzahl zu vermeiden, wenn die Dynamomaschine ganz oder teilweise entlastet wird. An die Klemmen der Maschine bzw. die Sammelschienen des Netzes, welche mit + und — bezeichnet .sind, sind die beiden Magnete A und B angeschlossen, und zwar in der Weise, daß die Erregung des Maximalmagneten A über einen vom Minimalmagneten· B im Ruhezustande geschlossenen Schal- ter S2 an das Netz gelegt ist. Der Anker des Magneten .4 bewegt einen Umschalter S1, weleher im Ruhezustande in der ausgezogen gezeichneten Lage steht. Wie ersichtlich, ist im Ruhezustande des Magneten A der. Vorschaltwiderstand ν der Erregung für den Minimalmagneten B kurzgeschlossen. Infolgedessen ist der Minimalmagnet B übererregt und hält selbst bei sinkender Spannung seinen Anker fest und den Schalter S2 geschlossen. Wenn nun die Spannung des · Netzes über eine gewisse Grenze steigt, so zieht der Maximalmagnet A seinen Anker an und legt den Umschalter in die gestrichelte Lage. Hierdurch wird einerseits der Belastungswiderstand W an das Netz gelegt, andererseits der Kurzschluß des Vorschaltwiderstandes ν aufgehoben, so daß der Minimalmagnet B in arbeitsfähigen Zustand versetzt wird. Wenn jetzt die Spannung wesentlich sinkt, so wird der Magnet B seinen Anker loslassen und hierdurch den Schalter sa öffnen. ■ Damit ist die Erregung des Maximalmagneten A unterbrochen. Derselbe läßt seinen Anker los, und der Umschalter kommt in die vorherige, ausgezogene Stellung, während gleichzeitig der Magnet B infolge der jetzt eintretenden Übererregung den Schalter s2 wieder schließt, ohne daß der Magnet A nunmehr 'noch imstande sein würde, den Schalter S1 von neuem anzuziehen.
Hierdurch ist der Ruhestand wiederhergestellt. .·..■■
Während in diesem Beispiele zwei Spannungsmagnete, und zwar ein minimaler und ein maximaler verwendet sind, zeigt das folgende Beispiel (Fig. 2) die Anwendung der no Erfindung, auf einen Strom- und einen Spannungsmagneten, welche beide als Minimalmagnete ausgebildet sind. Auch der Verwendungszweck ist in diesem Beispiele anders gewählt. Es soll nämlich die Anwendung des Erfindüngsgedankens auf einen selbsttätigen Transformatorenschalter dargestellt werden. Die Wechselstrommaschine D speist ein Netz mit den Sammelschienen I1II. Von diesen wird ein zweites Netz mit den. Sammelschie-
nen III, IV durch Transformatoren betrieben, und zwar liegt der eine Transformator T1 dauernd an den beiden Schienenpaaren, während der zweite Transformator T2 mit Hilfe eines Ausschalters S von beiden Schienensystemen abgetrennt werden kann. Dieser Ausschalter S wird durch zwei Magnete M1, M2 gesteuert in der Weise, daß er bei Erregung des Magneten M1 geschlossen, bei Erregung
ίο des Magneten M2 geöffnet wird. Zur Vermeidung des Verlustes durch Leerlaufsarbeit des großen Transformators To, soll dieser ausgeschaltet werden, wenn die Belastung der Sammelschienen III, IV gering ist, und züge-' schaltet werden, wenn durch Überlastung des Transformators T1 die Spannung zwischen den Sammelschienen III, IV sinkt. Zum Zuschalten, d. h. zur Erregung des Magneten M1, dient der Minimalmagnet mit Spannungswicklung A, welcher mittels eines Vorschaltwiderstandes V1 an den Schienen III, IV liegt. Zur Ausschaltung mittels des Magneten M2 dient
! . der Minimalmagnet B, welcher von einem Stromwandler über den Vorschaltwiderstand V2 gespeist wird und demnach eine Stromwicklung besitzt. Die Magnete A und B sind so verkettet, daß, wenn der Magnet A in seiner Ruhelage und arbeitsfähig ist, durch Schließung des Schalters S1 der Vorschaltwiderstand V2 des Magneten B. kurzgeschlossen, somit der letztere übererregt ist und seinen Anker angezogen hält. Der Schalter S2 bleibt demnach geöffnet, der Vorschaltwiderstand V1 des Magneten A ist nicht kurzgeschlossen und der Magnet A arbeitsfähig. Sinkt nun die Spannung an den Sammelschienen III, IV, so läßt der Magnet A seinen Anker los und legt den Umschalter S1 in die punktierte Stellung, während der Ausschalter s\ geöffnet wird. Hierdurch wird einerseits der Einschaltungsmagnet M1 erregt, andererseits der Kurzschluß des Vorschaltwiderstandes V2 für den Minimalmagneten B unterbrochen, so daß nunmehr dieser arbeitsfähig wird. Sinkt jetzt wiederum die Leistung des Netzes, d. h. die Stromstärke, unter einen gewissen Betrag, so wird die Erregung des Minimalmagneten B ausreichend geschwächt, sein Anker fällt herab und schließt den Schalter S2. Dadurch wird der Vorschaltwiderstand ^1 des ersten Magneten A kurzgeschlossen, dieser übererregt, sein Anker angezogen, Schalter S1 umgelegt und. s ^geschlossen. Das hat die Erregung des Ausschaltmagneten M2 sowie den Kurzschluß
von V2 und damit die Übererregung des Magneten B zur Folge, so daß dieser den Schalter s2 von neuem Öffnet. Hiernach ist der Ruhezustand wiederhergestellt.
Die vorhergehenden Beispiele betrafen einstufige Regler. Man kann nun durch Wiederholung einzelner Teile der Vorrichtung mehrstufige Regler schaffen, und zwar ist es möglich, entweder mehrere Magnete erster Art mit· einem Magneten zweiter Art zu kombinieren, so daß die Rückführung sämtlicher Magnete erster Art in den Ruhezustand durch den einen Magneten zweiter Art gleichzeitig erfolgt, oder es ist möglich, das ganze System beliebig oft zu wiederholen, so daß jedem Magneten erster Art ein Magnet zweiter Art entspricht, und nur die verschiedenen, aufeinander folgenden Systeme in gewünschter Weise miteinander verkettet sind.
Eine Ausführungsform der ersten Möglichkeit zeigt Fig. 3, und zwar an einem selbsttätigen Belastungsregler mit drei Belastungsstufen und selbsttätiger Gefahrmeldung. Hier sind vier Magnete erster Art A1, A2, A3, Ai mit einem Magneten zweiter Art B1 kombiniert. Die Magnete erster Art sind Maximal-Spannungsmagnete, der Magnet zweiter Art ist ein Minimalspannungsmagnet. Die Erregungen sämtlicher Magnete erster Art werden durch das Arbeiten des Magneten zweiter Art unterbrochen, so daß sämtliche Magnete erster Art gleichzeitig in ihren Ruhezustand gelangen. Die Magnete erster Art A1, A2 usw. sind derart miteinander verkettet, daß jeder Magnet durch sein Arbeiten den nächsten Magneten in den arbeitsfähigen Zustand versetzt. Entsprechend dem Zweck des Apparates ist hier jedoch die Anordnung so getroffen worden, daß, sobald der erste Magnet erster Art A1 gearbeitet hat, der Ausschaltemagnet B1 arbeitsfähig wird. Es sind also nach dem Arbeiten des Magneten A1 zwei Möglichkeiten gegeben, nämlich Zuschalten einer neuen Belastungsstufe durch den Magneten A2 oder Abschalten der vorher eingeschalteten Stufe durch den Magneten B1. In den Zwischenstellungen, d. h. wenn die Magnete A2, A3 und A^ arbeitsbereit sind, sind demnach sowohl ein Magnet erster Art als auch der Magnet zweiter Art arbeitsfähig. In der Anfangsstellung dagegen ist nur der erste Magnet erster Art A1 arbeitsfähig, während alle übrigen Magnete gesperrt sind. Um die Mannigfaltigkeiten der Anwendungen zu zeigen, ist bei dem letzten Magneten erster Art A1^ angegeben, daß derselbe einen Signalapparat und einen selbsttätigen Ausschalter beeinflußt. Er kann auch beispielsweise unmittelbar auf die Antriebsmaschine der Dynamomaschine wirken, indem er die Regelungsorgane derselben verstellt.
Ein Beispiel der Kombination mehrerer Magnete erster Art mit mehreren Magneten zweiter Art bietet Fig. 4, welche einen selbsttätigen Belastungsregler mit stufenweiser Ein- und Ausschaltung darstellt. Die Magnete
erster Art A1, A2, A3 sind Maximalspannungsmagnete, die Magnete zweiter Art B1, B2, B3 Minimalspannungsmagnete. Im Ruhezustand ist nur der erste Magnet erster Art A1 arbeitsfähig. Hat derselbe seinen Anker angezogen, so wird außer der Einschaltung der ersten Belastungsstufe der Kurzschluß des Vorschaltwiderstandes für den Magneten B1 aufgehoben und dieser arbeitsfähig gemacht, gleichzeitig - aber auch die Erregung des zweiten Magneten erster Art A2
eingeschaltet
dieser in arbeitsfähigen Zustand versetzt. Steigt die Spannung weiter, so erfolgt die Zuschaltung der zweiten Belastungsstufe durch den Magneten A2, sinkt die Spannung, so erfolgt Abschaltung der ersten Stufe durch den Magneten B1. Die weitere Schaltung ist nach dem Vorhergehenden aus der Zeichnung leicht verständlich. Wenn einer der beiden äußersten Magnete, nämlich der erste erster Art A1 oder der letzte zweiter Art S3 arbeitsfähig sind, ist keiner der anderen gleichzeitig arbeitsfähig. In ersterem Falle ist nur ein Zuschalten, in letzterem nur ein Abschalten möglich. In allen Zwischenstellungen sind gleichzeitig zwei ungleiche Magnete arbeitsfähig. Dieselben gehören aber nicht derselben Stufe an. So kann beispielsweise der zweite Magnet zweiter Art und der dritte Magnet erster Art gleichzeitig arbeitsfähig sein, dagegen nicht beide Magnete des zweiten Systems, d. h. der zweite Magnet erster Art und der zweite Magnet zweiter Art. Der Grundgedanke der Erfindung ist also auch hier jederzeit gewahrt.
In Fig. 5 ist die Anwendung der Erfindung auf eine Reklameschaltung dargestellt. Es sind beispielsweise zwei Systeme ungleicher Magnete A1, B1 und A2, B2 vorhanden. Dieselben wirken in der Weise, daß erst durch den Magneten A1 die Lampe L1 eingeschaltet, sodann durch den Magneten JS1 der Magnet A1 zum Loslassen gebracht wird und die Lampe L1 erlischt, während der Magnet B1 gleichzeitig mit der Ausschaltung des Magneten A1 einen Stromkreis für einen Steuermagneten M schließt, welcher den Hilfsschalter H um eine Teilung vorwärts dreht. Hierdurch wird ein Zusatzwiderstand Z1, welcher in Reihe mit der Wicklung des Magneten A1 liegt und vorher kurzgeschlossen war, freigegeben und gleichzeitig der vorher freigegebene Zusatzwiderstand Z2 von dem Magneten A2 kurzgeschlossen. Nunmehr ist der Magnet A1 am Arbeiten verhindert, und es arbeitet der Magnet Α.Δ. Derselbe bringt die Lampe L2 zum Leuchten. Jetzt wirkt aber der Magnet B2 und führt den Magneten A2 in seine Ruhelage zurück, wodurch die Lampe L2 erlischt; gleichzeitig wird wieder dem Magneten M ein Impuls gegeben, der Hilfsschalter H um eine Teilung gedreht und nunmehr das erste System von neuem arbeitsfähig. Durch diese Schaltung wird also ein abwechselndes Aufleuchten und Erlöschen der Lampen oder Lampengruppen L1, L2 erzielt.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Selbsttätig wirkende Schaltvorrichtung mit zwei vom Netz selbsttätig beeinflußten, nach Schaltnngs- und Wiikungsweise ungleichen Magneten, die zwri voneinander getrennte Anker besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden unmittelbar vom Netz beeinflußten Magneten nur jeweilig einer arbeitsbereit ist und durch sein Arbeiten den anderen in Arbeitsbereitschaft versetzt.
2. Selbsttätig wirkende Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß einer der beiden Magnete einen Nutzstromkreis schließt, den der andere durch Zurückiührung des ersten Magnetankers in die Anfangslage wieder öffnet.
3. Selbsttätig wirkende Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer der beiden Magnete einen Nutzstromkreis schließt und der andere Magnet einen zweiten Nutzstromkreis schließt sowie den ersten Nutzstromkreis durch Zurückführung des ersten Magnetankers in die Anfangslage wieder öffnet.
4. Selbsttätig wirkende Schaltvorrich-' tung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Magnete einer Art mit einem Magneten anderer Art so zusammenarbeiten , daß der Magnet der zweiten Art sämtliche Magnete der ersten Art in die arbeitsfähige Lage bringt.
5. Selbsttätig wirkende Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Magnete einer Art mit einem Magneten anderer Art so zusammenarbeiten , daß nach dem Arbeiten eines Magneten der ersten Art entweder der folgende Magnet der ersten Art oder der Magnet der zweiten Art arbeiten kann, so daß entweder eine ' stufenweise fortschreitende Betätigung der Magnete der ersten Art oder zu beliebiger Zeit eine Zurückführung der Anker sämtlicher betätigten Magnete der ersten Art in ihre Anfangsstellung durch den Magneten .der zweiten Art erfolgt.
6. Selbsttätig wirkende Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Systeme, welche aus je einem Magneten einer Art und einem Magneten anderer Art bestehen, in beliebiger Weise zusammenarbeiten.
■ ?. Selbsttätig wirkende Schaltvorrichtung nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Magnete einer Art (A1, A2, A3) (Fig. 4) mit ebenso vielen Magneten anderer Art (B1, B2, B3) so zusammenarbeiten, daß nach dem Arbeiten eines Magneten der ersten Art entweder der zugehörige Magnet der zweiten Art oder der nächste Magnet der ersten Art arbeiten kann, und daß jeder.Magnet der zweiten Art nur den Anker des zugehörigen Magneten der ersten Art in seine Anfangslage zurückführt, so daß beide Reihen der verschiedenartigen Magnete nur stufenweise wirken können, und daß in den äußersten Stellungen, d. h. während der Arbeitsbereitschaft des ersten Magneten der ersten Art (A1) oder des letzten Magneten der zweiten Art (B3J, die übrigen Magnete nicht arbeitsbereit sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT212958D Active DE212958C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE212958C true DE212958C (de)

Family

ID=474655

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT212958D Active DE212958C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE212958C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0650177B1 (de) Verfahren zur Ansteuerung von parallel angeordneten Relais
DE212958C (de)
DE2347714A1 (de) Steuersystem zur sequentiellen betaetigung mehrerer energieverbrauchender lasten
EP3268972B1 (de) Bauteilreduzierte schnellabschaltung eines elektronisch geregelten schützes
DE3302209A1 (de) Schrittmotor
DE711309C (de) Anordnung zur Dauerladung von Pufferbatterien
DE692615C (de) Schaltungsanordnung fuer Schaltmagnete von Steuerschaltern
DE264029C (de)
DE256402C (de)
DE515697C (de) UEberstromschaltung mit selbsttaetiger mehrmaliger Wiedereinschaltung
DE1165677B (de) Schaltungsanordnung zum Pruefen von Leitungen in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE966594C (de) Relaiskettenanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE583269C (de) Einrichtung zur Fernsteuerung und Fernueberwachung eines elektrischen Schalters ueber eine einzige Leitung
DE973372C (de) Relais mit Ansprechverzoegerung durch einen Kondensator, insbesondere fuer Signalanlagen
AT251050B (de) Schaltungsanordnung für eine Relaiskette zum Abzählen der Impulse von Impulsreihen
DE224586C (de)
DE237459C (de)
DE417026C (de) Selbsttaetige Anlassvorrichtung fuer Elektromotoren
DE661493C (de) Einrichtung zum selbsttaetigen oder halbselbsttaetigen Anlassen von Elektromotoren
DE489469C (de) Schuetzensteuerung fuer elektrische Stromkreise, insbesondere fuer Elektromotoren
DE222697C (de)
DE231281C (de)
DE272744C (de)
DE543689C (de) Schaltungsanordnung fuer die Stromversorgung von Fernsprechanlagen mit selbsttaetiger Regelung des Pufferstromes
DE234465C (de)