DE2127752C3 - Strahlensicheres Bauwerk - Google Patents

Strahlensicheres Bauwerk

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DE2127752C3
DE2127752C3 DE19712127752 DE2127752A DE2127752C3 DE 2127752 C3 DE2127752 C3 DE 2127752C3 DE 19712127752 DE19712127752 DE 19712127752 DE 2127752 A DE2127752 A DE 2127752A DE 2127752 C3 DE2127752 C3 DE 2127752C3
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Siempelkamp Gießerei KG, 4150 Krefeld
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Description

Die Erfindung betrifft ein strahlensicheres Bauwerk, insbesondere in Kernkraftwerken, bestehend aus gegossenem Stahlbeton und einer Strahlenschutzkleidung aus Gußeisen oder Stahl.
Bei einem bekannten derartigen Bauwerk (Schweizerische Bauzeitung, 1958, S. 562 ff.) besteht der Aufbau im wesentlichen aus zwei konzentrischen Mänteln aus in besonderer Weise zusammengesetzten Schwerbeton, wobei hauptsächlich dieser Schwerbeton die Strahlenschutzfunktion übernimmt. So besteht der innere Mantel aus Colemanitbeton mit einer Wandstärke von 840 mm. Der äußere Mantel besteht aus Barytbeton mit einer Wandstärke von 1512 mm. Diese beiden Mäntel sind unter Zwischenschaltung einer Korkschicht aufgebaut. Das so hergestellte Bauwerk ist zusätzlich von einer 8 mm starken Stahlummantelung eingehüllt. An den Stellen, an denen besondere thermische Beanspruchungen zu erwarten sind, ist eine thermische Abschirmung aus Gußeisen mit einer Dicke von 160 mm angeordnet. Die Herstellung eines derartigen Bauwerkes ist arbeitsaufwendig und läßt sich nicht auf einfache Weise verwirklichen.
Bei einem anderen strahlensicheren Bauwerk (Der Bauingenieur, 1959, S. 200) wird zunächst ein Hohlmantel aus 10 mm Blechen zusammengeschweißt und dieser anschließend mit einem Spezialbeton ausgegossen. Elin derart dünnes Stahlblech kann praktisch nicht als Strahlenschutzbekleidung bezeichnet werden. Die eigentliche Strahlenschutzfunktion übernimmt auch bei diesem Bauwerk der Spezialbeton, der zur Erzielung der Strahlenschutzfunktion die hierzu erforderliche Wandstärke aufweisen muß. — Ähnlich ist ein Bauwerk (Nuclear Science and engineering, 1969, S. 112 ff.) aufgebaut, bei dem ebenfalls zunächst ein Hohlmantel aus Stahl errichtet wurde und die Hohlräume anschließend mit einem Spezialbeton ausgefüllt wurden.
Im Ergebnis ist die Herstellung der bekannten strahlensicheren Bauwerke herstellungsmäßig aufwendig. Darüber hinaus ergibt sich ein komplizierter Aufbau und unter Berücksichtigung der Tatsache, daß hauptsächlich der Spezialbeton die Strahlenischutzfunktion ausüben muß, in statischer Hinsicht eine erhebliche
Überdimensionierung in bezug auf die Wandstärke.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein strahlensicheres Bauwerk der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß es einfach und wenig arbeitsaufj wendig gefertigt werden kann. Die Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung darin, daß die Strahlenschutzbekleidung aus Gußeisen- und/oder Stahlgußschlungskörpern in Form von Schalungstafeln und/oder teilweise offenen Schalungszellen besteht und
ίο als verlorene Schalung mit dem aus Normalbeton gegossenen Bauwerk integriert ist. Zweckmäßigerweise ist der Aufbau so getroffen, daß die Gußeisen- und/oder Stahlgußschalungskörper mit Kanälen od. dgl. zur Kühlmittelführung versehen sind.
ij Die erreichten Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß der Beton bei dem erfindungsgemäßen Bauwerk hauptsächlich den üblichen statischen Zwecken dient. Es handelt sich um den genormten Beton, der in der Bautechnik eingesetzt wird. Selbstverständlich trägt
dieser Beton auch zur Absorption radioaktiver Strahlung bei. Die Strahlenschutzfunktion wird jedoch von der Strahlenschutzbekleidung übernommen, die entsprechend ausgelegt ist. Erfindungsgemäß wird also mit Gußeisen- und/oder Stahlgußschalungskörpern gearbeitet, die so dick sind, daß sie praktisch die gesamte Strahlenschutzfunktion übernehmen. Die Erfindung führt somit zu einem einfach aufgebauten strahlensicheren Bauwerk welches mit wenig Arbeitsaufwand gefertigt werden kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigt in schematischer Darstellung
Fig. 1 den Grundriß eines erfindungsgemäßen strahlensicheren Bauwerkes,
Fig.2 einen Schnitt in Richtung A-A durch den Gegenstand nach F i g. 1, in vergrößertem Maßstab.
Das in den Figuren dargestellte strahlensichere Bauwerk ist in Verbindung mit einem Kernkraftwerk errichtet, wobei der Kernreaktor mit seinem Mantel 1 in der Zeichnung angedeutet ist. Das strahlensichere Bauwerk besteht in seinem grundsätzlichen Aufbau aus gegossenem Stahlbeton 2 und einer Strahlenschutzbekleidung. Dabei ist die Strahlenschutzbekleidung aus Gußeisen oder Stahlguß ausgeführt. Man entnimmt aus den Figuren, daß die Strahlenschutzbekleidung aus Schalungskörpern 3, 4, 5 zusammengesetzt ist, die als verlorene Schalung am Bauwerk und im Bauwerk verblieben sind. Dabei erkennt man in Fig. 1, daß die Schalungskörper 3 im wesentlichen U-förmig ausgebildet sind und teilweise offene Schalungszellen bilden, damit man solche Schalungskörper auch reihen kann. Gleichzeitig ist in F i g. 2 angedeutet, daß die Schalungskörper 4,5 nach Art von Schaltungstafeln plattenförmig ausgeführt sind. Nicht dargestellt ist, daß die Schalungskörper Kanäle od. dgl. zur Kühlmittelführung aufweisen. Die F i g. 1 läßt ferner erkennen, daß die Schalungskörper 4, 5 als in Abstand angeordnete Schalungsiafeln ausgebildet sind, die einen der Wandstärke der Stahlbetonwand entsprechenden Abstand aufweisen. Bei der dargestellten Ausführungsform sind Verankerungsmittel zur Verankerung im Beton angegossen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    t. Strahlemiicheres Bauwerk, insbesondere in Kernkraftwerken, bestehend aus gegossenem Stahlbeton und einer Strahlenschutzbekleidung aus v Gußeisen oder Stahl, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlenschutzbekleidung aus Gußeisen und/oder Stahlgußschalungskörpern (3, 4, 5) in Form von Schalungstafeln und/oder teilweise offenen Schalungszellen besteht, und als verlorene Schalung mit dem aus Normalbeton gegossenen Bauwerk integriert ist.
  2. 2. Bauwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gußeisen- und/oder Stahlgußschalungskörper (3, 4, 5) mit Kanälen od. dgl. zur Kühlmittelführung versehen sind.
DE19712127752 1971-06-04 Strahlensicheres Bauwerk Expired DE2127752C3 (de)

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DE2127752A1 DE2127752A1 (en) 1972-12-14
DE2127752B2 DE2127752B2 (de) 1976-11-11
DE2127752C3 true DE2127752C3 (de) 1977-07-14

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