DE212341C - - Google Patents
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- DE212341C DE212341C DENDAT212341D DE212341DA DE212341C DE 212341 C DE212341 C DE 212341C DE NDAT212341 D DENDAT212341 D DE NDAT212341D DE 212341D A DE212341D A DE 212341DA DE 212341 C DE212341 C DE 212341C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N33/00—Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
- G01N33/36—Textiles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVl 212341 — KLASSE 8 a.: GRUPPE
DANTE GIANNETTI in ZITTAU.
Um bei Färbe-, Beiz-, Schlicht- und Bleichvorrichtungen
eine gleichmäßige Behandlung des Textilgutes zu erreichen, ist es erforderlich, das Textilgut während des Prozesses
jederzeit beobachten und mustern zu können. Die bis jetzt bekannten Abmustervorrichtungen
ließen jedoch viel zu wünschen übrig, hauptsächlich weil die Bewegung der zu beobachtenden
Spulen sehr beschränkt war. So
ίο wurden z. B. die Spulen an Färbevorrichtungen
derartig angeordnet, daß die Spulen durch Drehung um ein hahnartiges Anschlußstück
geschwenkt werden konnten, so daß die Spule eine Kreisbahn beschrieb und so ganz oder
teilweise über den Oberspiegel der Flotte hervorragte. Eine gründliche Beobachtung des
Färbevorganges war aber dabei nicht möglich, . weil die Spulen meist nur teilweise oder nur
ganz wenig über die Oberfläche der Flüssigkeit gebracht werden könnten, was die Untersuchung
besonders erschwert, wenn man bedenkt, daß die meisten Flotten in kochendem Zustand angewendet werden, und daß die
entstehenden Dämpfe für eine gründliche Beobachtung sehr störend wirken. Die Anwendung
einer solchen Vorrichtung war außerdem bei Vorrichtungen, bei welchen die Flotte
durch Vakuum und Luftdruck bzw. Dampf geführt wird, beinahe unmöglich, da die Flotte
während des Färbens abwechselnd zu- und abnimmt. Mit derartigen Vorrichtungen ist
es auch nur möglich, Copse, die sich in der Nähe der Oberfläche der Flotte befinden, zu
prüfen.
Vorliegende Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung, welche die oben genannten Übel
stände beseitigen soll. Zu diesem Zwecke wird der Materialträger (Spule, Behälter o. dgl.)
nicht um eine bestimmte Achse drehbar angeordnet, . sondern er wird an dem Ende einer
biegsamen Leitung befestigt, während das andere Ende dieser biegsamen Leitung an den
Druck- bzw. Saugraum angeschlossen wird, so daß der Materialträger je nach der Länge
dieser biegsamen Leitung nicht nur jn jeder Höhe an den Druckraum angeschlossen werden,
sondern vor allem auch nach allen möglichen Richtungen, also auch leicht über den
Rand des Färbetroges hinaus, bewegt werden kann.
Diese biegsame Leitung kann z. B. aus einem Schlauch oder einem mehrgelenkigen
Rohre bestehen. Die Zeichnung stellt einige Anordnungen nach vorliegender Erfindung dar.
Die Abmustervorrichtung kann infolge der Biegsamkeit des Rohres an jedem Behandlungsbehälter
angebracht werden, und zwar in beliebiger Zahl bei demselben Behälter, so daß ζ. B. auch bei vertikaler Anordnung der Materialträger
stets das Fortschreiten des Färbens sowohl oben als auch unten oder an
einer beliebigen Stelle beobachtet werden kann, je nach der Zahl der Mustervorrichtungen.
Das biegsame Rohr wird gewöhnlich mit einem Hahn versehen, so daß beim Abmustern die
Spule o. dgl. herausgenommen werden kann, ohne die Vorrichtung außer Betrieb zu setzen.
In Fig. ι sind die zur Abmusterung dienenden
Materialträger (Spulen) mit α bezeichnet, die biegsame Leitung mit b, der Saug- und
Druckraum mit c und der Behandlungsraum
mit s ist eine Wand aus durchbrochenem
Blech, die jedoch nur den Zweck hat, bei oberhalb angeordneten beweglichen Leitungen
diese zu stützen.
Fig. 2 zeigt eine beispielsweise Ausführungsform bei geschlossenen Färb- bzw. Bleichvorrichtungen.
A ist eine Öffnung, welche durch einen kleinen Deckel B luftdicht geschlossen
wird. An dem freien Ende der zu prüfenden Spule kann ein Draht d o. dgl. zum leichten
ίο Herausnehmen der Spule angebracht werden,
dessen anderes Ende mit dem Deckel B in
. ' Verbindung gebracht werden kann, so daß mit dem Abheben des Deckels gleichzeitig die
zu prüfende Spule o. dgl. mit herausgezogen würde. Wird der Draht nicht mit dem Deckel
verbunden, so wird er an einem geeigneten Platze, von dem er leicht zu erreichen ist,
innerhalb der Vorrichtung aufgehängt. In der Tat konnten die abgeschlossenen Behandlungsbehälter
bis jetzt für helle Farben mit gutem Erfolg nicht angewendet werden, weil eine
zweckentsprechende Abmustervorrichtung noch nicht gefunden war.
In den Raum c wird die Flotte bei den Vorrichtungen nach Fig. 1 und 2 mittels einer
Pumpe oder auch durch Luftdruck oder Dampf ■gedrückt, die Flotte durchdringt dann das
Garn und gelangt in den zweiten Raum, den Behandlungsraum c1. Durch Umstellen von
Ventilen wird alsdann im ersten Raum c ein Vakuum gebildet und so die Flotte wieder
durch die Materialträger hindurch nach dem Raum c getrieben. Dieser Vorgang wiederholt
sich so lange, bis die gewünschte Färbung erreicht ist.
Damit bei Anschlüssen an dem oberen Teile der Vorrichtung der Schlauch sich nicht störend
auf die unteren Spulen auflegt und sich nicht verfangen kann, können verschiedene
Anordnungen getroffen werden.
So zeigt z. B. Fig. 1 eine solche, wobei die
. Spule α an der dem Anschluß des Schlauches
an den Druckraum gegenüberliegenden Wand
aufgehängt ist, so daß der Schlauch, solange der Materialträger in der Flotte ist, sich in
horizontaler Lage befindet. Diese horizontale Lagerung des Schlauches könnte auch durch
Anordnung einer herausnehmbaren, perforierten Scheidewand S (Fig. 1) erreicht werden.
-Fig. 2 zeigt eine Anordnung, wobei der Schlauch an den Druckraum derartig angeschlossen
ist, daß er sich in dem Anschluß wl
aus- und einbewegen kann, ähnlich wie dieses bei den Anschlußstöpseln auf Telephonämtern
der Fall ist. Solange die Spule o. dgl. in der Flotte sich befindet, befindet sich der Schlauch
im Druckraum c hinter der Wand w.
Claims (3)
1.' Vorrichtung zum Abmustern beim Färben, Bleichen usw. von Textilgut, dadurch
gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Träger des abzumusternden Textilgutes (Spule, Behälter o. dgl.) durch eine mehrgelenkige
oder biegsame Leitung (Schlauch δ) an die Druck- bzw. Saugleitung des Behandlungsbehälters
angeschlossen sind, um das Textilgut zwecks Prüfung auch ohne Lösung der Verbindung mit der Druck-
oder Saugleitung aus der Flotte entfernen zu können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei geschlossenem Behandlungsbehälter
der Deckel (B) einer Öffnung (A) mit dem. Träger des abzumusternden
Textilgutes (Spüle, Behälter
o. dgl.) durch einen Draht (A) oder ein ähnliches Mittel verbunden ist, so daß
beim Entfernen des Deckels gleichzeitig der Träger (Spule, Behälter o. dgl.) zur
Prüfung herausgezogen werden muß.
3. Vorrichtung nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anschluß des
beweglichen Trägers für das abzumusternde Textilgut an den Druckraum (c) die bewegliche
Leitung (b) hinter der Anschlußwand (w) des Druckräumes versenkt ist,
beim Abmustern dagegen aus dem Anschluß (w1) herausgezogen werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE212341C true DE212341C (de) |
Family
ID=474080
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT212341D Active DE212341C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE212341C (de) |
-
0
- DE DENDAT212341D patent/DE212341C/de active Active
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