DE211799C - - Google Patents

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DE211799C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C13/00Cyclic hydrocarbons containing rings other than, or in addition to, six-membered aromatic rings
    • C07C13/28Polycyclic hydrocarbons or acyclic hydrocarbon derivatives thereof
    • C07C13/32Polycyclic hydrocarbons or acyclic hydrocarbon derivatives thereof with condensed rings
    • C07C13/39Polycyclic hydrocarbons or acyclic hydrocarbon derivatives thereof with condensed rings with a bicyclo ring system containing seven carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B9/00Essential oils; Perfumes
    • C11B9/02Recovery or refining of essential oils from raw materials

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vf 211799 KLASSE 12o. GRUPPE
Dr. GEZA AUSTERWEIL in NEUILLY β. PARIS.
von Kampfer.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1908 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ·είη Verfahren zur Reinigung und Entwässerung von Terpentinöl, speziell für die Zwecke der Kampfersynthese.
In der Technik kommen oft. Fälle vor, in welchen Terpentinöl möglichst wasserfrei verwendet werden muß; speziell gilt dies neuerdings für das zur Fabrikation von künstlichem Kampfer dienende Terpentinöl. Eine mögliehst sorgfältige Entwässerung des Terpentinöles bzw. Pinens im großen ist ziemlich schwer, und wurde hierzu neben verschiedenen anderen nicht allzu günstig wirkenden Produkten (Calciumchlorid, Calciumcarbid usw.) meistens Natriummetall verwendet, d. h. das schon einmal rektifizierte Terpentinöl wurde zwecks vollständiger Entwässerung ein zweites Mal über metallischem Natrium destilliert.
Die Reinigung und Entwässerung, von Terpentinöl ist deshalb von besonderer Wichtigkeit, weil durch eine sorgfältig und vollständig durchgeführte Reinigung und speziell Entwässerung des Terpentinöles sich hauptsächlich bei der Erzeugung der zur Darstellung des synthetischen Kampfers erforderlichen Produkte besondere Vorteile erreichen lassen.
Diese Destillation über Natrium hat aber
ihre schwerwiegenden Nachteile, hauptsächlich deshalb, weil sich das Natrium sofort mit einer stark anhaftenden Oxydschicht bedeckt, die den Zutritt des zu ■ entwässernden Öles zum Metall selbst verhindert. Es treten zwar mit der Zeit Sprünge in dieser Schicht auf, wodurch das Metall wieder zur Wirkung gelangt, doch dauert es ziemlich lange, bis diese Sprünge, welche die Einwirkung des metallischen Natriums ermöglichen, hervortreten. . '■
Sucht man aber die Dauer der Entwässerung des Terpentinöles durch Erhitzen desselben bis zum Siedepunkt abzukürzen, so schmilzt die Natriumhydratschicht und verschmiert die wirksame Oberfläche des Natriummetalles.
Diese Übelstände können vermieden werden, indem an Stelle des Natriums metallisches Calcium, möglichst in fein verteilter Form, z. B. Spänen usw., verwendet wird. Es ist also bekannt, Terpentinöl mittels Natrium zu entwässern; es ist aber noch nicht bekannt gewesen, Natrium durch Calcium zu ersetzen, und es ist ferner noch nicht bekannt, dieses Calciumverfahren speziell bei Reinigung und Entwässerung des Terpentinöles zu verwenden, zum Zwecke der Kampfersynthese. Die vorliegende Erfindung enthält also zwei wesentlich neue Momente.
Die Vorteile der Verwendung von Calcium sind verschiedener Art. Im allgemeinen bestehen die Vorteile in folgendem:
i. daß man dem Calciummetall keine so große Oberfläche geben muß wie dem Natriummetall, um eine genügende Einwirkung auf das öl zu erzielen. Das an der Oberfläche des Calciummetalles sich bildende CaI-ciumoxydhydrat ist spröde, springt leicht ab und läßt, indem es selbst wasserentziehend wirkt, immer frische Metallflächen des CaI-
ciums frei. Auch schmilzt Calciumoxydhydrat nicht so leicht wie das Natriumoxydhydrat, und ein Verschmieren der Oberfläche des Metalles ist beim Erhitzen ausgeschlossen, es findet im Gegenteil beim Erhitzen ein leichtes Ablösen der sich bildenden Oxydschicht vom Metall statt;
2. das Calciummetall bietet den Vorteil geringerer Feuerge'fährlichkeit und braucht im
ίο Gegensatz zu Natrium nicht in Petroleum oder Naph'taöl aufbewahrt zu werden, da es in gut verschlossenen Gefäßen monatelang genügend blank bleibt; auch läßt sich dasselbe , viel leichter wie Natrium in fein verteilte Form,
z. B. Drehspäne, bringen.
Außer diesen Vorteilen bietet aber das vorliegende Verfahren speziell für den von ihm erstrebten Zweck der Kampfersynthese noch besonderen Nutzen. Dieser besteht insbesondere zunächst in der größeren Ausbeute, welche . man an Pinenhydrochlorid der ersten Vorstufe zur Erzeugung von künstlichem Kampfer erzielt, wenn man das mittels Calcium gereinigte Terpentinöl verwendet. Versuche haben ergeben, daß man Pinenhydrochlorid in einer Ausbeute von 55 bis 65 g aus 100 g Terpentinöl erhält, wenn dieses nur mit Ca Cl2 — oder sonstwie ·—, nicht mit einem Alkalimetall destilliert wurde.
' Bei Verwendung von Natriummetall betrug die Ausbeute bis 70 g.
Bei Verwendung von Natriummetall ergeben sich die schon aufgeführten Nachteile, und es sei hier noch als besonderer Nachteil hervorgehoben, daß bei. jedesmaligem Entleeren des Kessels das noch etwa vorhandene Natrium, weil mit Na OH überzogen, entfernt und in Gegenwart des brennbaren Terpentinöles zerstört bzw. oxydiert werden muß, was immer mit Feuersgefahr verbunden ist.
■ Gegenüber den vorstehend angegebenen Ausbeutezahlen ergibt das vorliegende Verfahren nach Feststellung des Erfinders ständig 70 bis 72 g Pinenhydrochlorid pro 100 g Terpentinöl. '
Bezüglich der besonderen durch dieses Verfahren erzielten Vorteile wird bemerkt, daß man den Kessel nur einmal mit Calciumspänen füllen muß, und man erreicht eine vollständig quantitative Ausnutzung des Calciums zur Entwässerung des Terpentinöles, während bei, Verwendung: von Natrium, wie vorhin schon ausgeführt, dies nicht der Fall ist. Das Verfahren und die Verwendung von Calciummetall bietet also den wesentlichen Vorteil eines kontinuierlichen Destillatiohsverfahrens.
Ferner ist die nur von Zeit zu Zeit, also in größeren Zwischenräumen stattfindende Entleerung, des Kessels von Ca (O H)2 nicht feuergefährlich.
Ein weiterer Vorteil dieses, Verfahrens besteht darin, daß dasselbe auch zur Vorreinigung und Entwässerung von .Terpentinöl' bei Darstellung von Borneolen bzw. Borneolestern aus Pinen benutzt werden kann.
Nun ist noch zu bemerken, daß man Calcium wohl zur Entwässerung von 'Alkohol benutzt hat, es ist aber noch niemals metallisches Calcium zur Reinigung und Entwässerung von Terpentinöl im allgemeinen angegeben worden. Die angegebenen zahlenmäßigen Resultate lassen auch die Vorzüge: der Verwendung des metallischen Calciums für die betreff ende1 Industrie klar erkennen.
Für die praktische Anwendung ist angesichts der erzielten Vorteile der um geringes höhere Preis des Calciums ohne Erheblichkeit.

Claims (1)

  1. Patent-Anspkuch: ■ :~ ■
    Verfahren zur Reinigung und Entwässerung von Terpentinöl für die Darstellung von Kampfer, dadurch gekennzeichnet,: daß das Terpentinöl. über metallischem CaI-. ei um destilliert wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4996279A (en) * 1988-10-07 1991-02-26 Shell Oil Company Dissymmetric polymer materials

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