DE21158C - Verfahren zur Herstellung einer Kalkfarbe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Kalkfarbe

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DE21158C
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DENDAT21158D
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M. HAUSSEN in Aachen, Adalbertsteinweg 65
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
    • C04B28/10Lime cements or magnesium oxide cements
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2111/00Mortars, concrete or artificial stone or mixtures to prepare them, characterised by specific function, property or use
    • C04B2111/00474Uses not provided for elsewhere in C04B2111/00
    • C04B2111/00482Coating or impregnation materials

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Herstellung meiner Kalkfarbe geschieht folgendermafsen:
In einer Kalkpfanne lasse ich ca. 2 Scheffel hochfeinsten weifsen gebrannten Kalk, nachdem ich denselben mit wenig Wasser Übergossen habe, zergehen, lasse denselben in dickteigigem Zustande kochen und giefse nun zwei Eimer Fischhautbrühe hinzu. Dieses Gemisch lasse ich Y4 Stunde zusammen kochen.
Die Fischhautbrühe bereite ich, indem ich 3 Pfund Fischhaut mit fünf Eimern Wasser 2 Stunden lang kochen lasse und zur Klärung und Haltbarkeit der Brühe 1 Pfund Kochsalz hinzusetze.
Diese Fischhautbrühe mufs beim Zergehenlassen des Kalkes beigemischt werden, wodurch die Verbindung inniger wird.
Mit der Fischhautbrühe setze ich gleichzeitig dem Kalk eine Mischung von 60 g Fichtennadelöl und 10 g Pfeffermünzöl in 10 g Weingeist aufgelöst hinzu. Diese letztere Beimischung hat den Zweck, den unangenehmen Geruch des Kalkes, welchen derselbe, wenn er gestrichen wird, verbreitet, zu verdecken.
Nachdem nun, der Kalk gehörig ausgekocht, rühre ich das Gemisch gut durch einander und schütte noch 12 bis 15 Eimer Wasser hinzu, um die Masse in einen dünnflüssigen Zustand zu versetzen.
Unter der Abflufsöffnung habe ich sechs Siebe angebracht. Das oberste Sieb hat Oeffnungen, von 4 qmm, das darunter befindliche Sieb hat Oeffnungen von kleinerem Durchmesser, und so fort hat jedes folgende Sieb kleinere Oeffnungen als das darüber befindliche Sieb, bis schliefslich das unterste Sieb Oeffnungen von 3/4 qmm hat.
Nachdem nun die erwähnte Kalkmischung durch die Siebe gegangen ist, fiiefst dieselbe durch einen rings um das Kalkbassin ausgeworfenen Erdgraben von geringem Gefälle, welcher eine Länge von ca. 10 m hat, in das Bassin ab, wodurch sich alle noch etwa dem Kalk anhaftenden Unreinigkeiten absetzen.
Nachdem das Bassin gefüllt ist, überlasse ich den Inhalt desselben während mindestens 3 Monate der Gährung.
Nach Verlauf der angegebenen Gährungszeit mahle ich die Kalkmischung in ihrem teigartigen Zustande in einer Oelfarbenmühle (System Theodor Haan in Dresden).
Auf je 100 Pfund Kalk setze ich unmittelbar vor dem Mahlen ι ο Pfund Kreide hinzu, welche, vorher mit Fischhautbrühe angerührt, 24 Stunden gestanden hat. Je nachdem ich nun weifse Farbe oder andere Nuancen herstellen will, setze ich Umbra, Kaputmortuum, Ocker etc. hinzu, nachdem die Farbe vorher in Fischhautbrühe angerührt, 24 Stunden gestanden hat.
Durch diese Operationen sind die verschiedenen Ingredienzen aufs innigste mit einander verbunden und haben die gröfste Feinheit und Geschmeidigkeit erlangt, wodurch es möglich wird, dafs meine Kalkfarbe, welche ich »Rege-
nerator« nenne, zum vollständigen Ersatz der jetzt angewendeten Leimfarben dienen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    "Verfahren zur Herstellung einer Kalkfarbe, genannt »Regenerator«, dargestellt durch Löschen bezw. Zergehenlassen des Kalkes, Vermischen mit gekochter Fischhautbriihe und Zusatz von etwas Kochsalz, sowie Fichtennadelöl und Pfeffermünzöl, aufgelöst in Weingeist, Gährenlassen der mit Wasser verdünnten und durchsiebten Masse und nachheriges Mahlen dieser Masse, vermischt mit in Fischhautbriihe angerührter Kreide oder Umbra, Ocker etc.
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