DE211428C - - Google Patents

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DE211428C
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needles
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B13/00Circular knitting machines with fixed spring or bearded needles, e.g. loop-wheel machines
    • D04B13/02Circular knitting machines with fixed spring or bearded needles, e.g. loop-wheel machines with horizontal needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 25«. GRUPPE
EMIL HAAGA in STUTTGART.
RundwirkstuHl. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. August 1907 ab.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft einen neuartigen Rundwirkstuhl, welcher zu den Systemen gehört, bei denen die Maschenbildung durch ringsum angeordnete drehende Platinen bewirkt wird, die zu diesem Zweck von fest liegenden Exzentern gesteuert werden und mit einer Anzahl von Systemen sowie mit einem Kranz von wagerecht liegenden Nadeln zusammen arbeiten, deren Spitzen im
to geeigneten Augenblick durch Preßräder zum Abspreizen der alten Maschen geschlossen werden. Die bisher bekannten ähnlichen Rundstühle, wie sie z. B. von Jouve gebaut wurden, weisen erhebliche Mißstände auf, welche ihre gewerbliche Verwertbarkeit in Frage stellen. So z. B. liegen bei dem genannten Rundstuhl die Platinen innerhalb des Gewirkes, jedoch unterhalb der Nadeln, und es sind infolgedessen weder die Platinen und Kulierexzenter zugänglich, noch kann das Arbeiten der Teile beim Arbeiten selbst verfolgt werden. Ein Verstellen der Exzenter zwecks Bildung längerer oder kürzerer Maschen ist demnach mit großen Umständlichkeiten verbunden. Ebenso tritt hier sehr häufig ein Beschmutzen des Gewirkes, z. B. beim ölen ein, und. zwar auf der »rechten« Seite desselben.
Weiterhin arbeiten diese Rundstühle trotz der verschiedenartigen Vorrichtungen zum Abstreifen, Rückstreifen usw. der Maschen nicht sicher, da die Platinen die neu gebildeten Schleifen vorzeitig verlassen müssen, um an den Preßrädern vorbeigelangen zu können.
Alle diese Mißstände sind nun bei dem Gegenstand vorliegender Erfindung vermieden, indem nicht nur sämtliche arbeitenden Teile leicht zugänglich sind, sondern es kann überdies auch der ganze Arbeitsvorgang bei der Maschenbildung unausgesetzt verfolgt und beobachtet werden. Es wird dies durch eine neuartige Aufhängung und Gestaltung der Platinen bewirkt, und zwar sind dieselben mittels einer schlitzförmigen Aussparung über den Nadeln aufgehängt, wobei sie mit einem besonderen Ansatz versehen sind, um nötigenfalls hochgezogen und aus dem Bereich der Nadeln gebracht werden zu können. Auf diese · Weise ist ermöglicht, im Bedarfsfalle ■ die Nadeln mit den Maschen usf. durch Hoch- go ziehen der Platinen ohne irgendwelche Umstände freizulegen. Dies wird mit Hilfe einer besonderen Hebevorrichtung bewirkt,, welche mittels eines Segmentes nicht nur das Anheben einer Anzahl Platinen ermöglicht, sondern außerdem auch das Hochziehen der zum Festhalten der Nadeln dienenden sog. Plaquen bewirkt.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform in einem achsialen Vertikalschnitt näher erläutert.
Der Antrieb des neuen Rundstuhls geht von der auf irgendeine bekannte Weise in Drehung versetzten Vertikalachse 1 aus, welche ihre Drehbewegung mittels des Mitnehmers 2 auf den Rundstuhlkörper 3 überträgt. Dieser dreht dabei um eine feststehende Achse 4, die mit dem scheibenartig ausgebildeten Maschinengestell 5 fest verbunden ist, das auch die übrigen feststehenden, zur Maschenbildung usw. erforderlichen Teile, wie die sog. Systeme,
die Kulierexzenter usw. trägt. Zur Bildung der Maschen sind sodann noch Platinen 6, Nadeln 7, Preßräder 8 sowie die Systeme und Exzenter zur Steuerung der Platinen verwendet.
Gemäß vorliegender Erfindung sind nun
die Platinen 6 an ihrem oberen Ende 9, und
, zwar innerhalb des Warenschlauches über den Nadeln 7 aufgehängt, so daß sie leicht zugänglich sind und ihr Arbeiten, ihr Einfallen in die Nadeln, während der Arbeit beobachtet werden kann. Zu' diesem Zweck ist mit dem Rundstuhlkörper 3 ein Platinenträgerkranz 10 fest yerbunden, der mit Platinenführungen 11 und 12 versehen ist. In der oberen Platinenführung 11 ist ein umlaufender Ring 13 gelagert, an dem die Platinen 6 aufgehängt sind, zu welchem Zweck diese einen Schlitz 14 besitzen, so daß sie frei schwingen können.
Die Nadeln 7 liegen in der bekannten Nadelscheibe 15 und werden durch segmentartige obere Befestigungsstücke, sog. Plaquen 16, festgehalten. Um nun diese zum Auswechseln der Nadeln 7 lösen zu können, sind dieselben zum Anheben eingerichtet. Zu diesem Zweck stehen die Plaquen 16 mit Schrauben 17 in Verbindung, die durch den Platinenträgerkranz 10 hindurchgehen und deren im Bereiche einer an dem Maschinengestell sitzenden Hebevorrichtung liegende Köpfe z. B. mit einem Vierkant 18 versehen sind, um sie auf bequeme Weise drehen zu können.
Zum Anheben der Plaquen 16 ist nun auf dem scheibenförmigen Teil des Maschinengestells 5 eine besondere Hebevorrichtung angeordnet. Diese besteht aus einem Lagerbock 19, in dessen Kopf 20 eine Spindel 21 • .verschraubt werden kann, die zu diesem ,. Zweck mit einer Handkurbel 22 versehen ist.
Dieselbe trägt am unteren Ende eine Hülse 23, die eine Vierkantöffnung besitzt, welche über das Vierkant 18 der Schraube 17 paßt. Die Hülse 23 kann mit der Spindel 21 gekuppelt werden und besitzt zu diesem Zweck einen Zapfen 24, welcher in einen winkligen Schlitz 25 der Hülse 23 eingreift und nach Art der Bajonettverschlüsse arbeitet. Soll nun eine der Plaquen angehoben werden, so wird der Rundstuhl so weit gedreht, bis sich die Hülse 23 über der Schraube 17 der betreffenden Plaque 16 befindet. Die Hülse 23 wird dann gedreht, bis der Stift 24 aus dem horizontalen Zweig des' Schlitzes 25 heraus in den vertikalen tritt, worauf die Hülse 23 gesenkt, d. h. die Kupplung mit der Spindel vollzogen werden kann.
Gleichzeitig mit dem Anheben der Plaquen müssen auch die Platinen 6 angehoben werden, da sie andernfalls- irn Wege wären. Zu diesem Zweck sind dieselben mit einem Ansatz 28 versehen, der von einem Segmentstück 27 untergriffen wird, welches mit der Spindel 21 durch eine Stange 26 verbunden ist. Wird nun die Spindel 21 gedreht, so werden außer der betreffenden Plaque auch gleichzeitig die zugehörigen Platinen hochgehoben, wobei sie sich gegen ein Winkelstück 29 legen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Rundwirkstuhl mit wagerecht liegenden Nadeln und im Kreise angeordneten Platinen, dadurch gekennzeichnet, daß diese mit einer schlitzförmigen Aussparung (14) über den Nadeln aufgehängt sind und einen Ansatz (28) zum Hochziehen aus dem Bereich der Nadeln tragen.
2. Rundwirkstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Maschinengestell mit einer Hebevorrichtung ausgestattet ist, welche sowohl das Hochziehen eines eine Anzahl Platinen untergreifenderi Segmentstückes (27) als auch das Hochziehen des entsprechenden segmentartigen oberen Befestigungsstückes für die Nadeln (der sog. Plaque) gestattet.
3. Rund wirkstuhl nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die segmentartigen oberen Befestigungsstücke für die Nadeln mit der Nadelscheibe durch lotrecht stehende Schraubenbolzen (17) verbunden sind, deren Köpfe im Bereiche der auf dem Maschinengestell angeordneten Hebevorrichtung liegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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