DE210986C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
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- G01N1/02—Devices for withdrawing samples
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- G01N1/06—Devices for withdrawing samples in the solid state, e.g. by cutting providing a thin slice, e.g. microtome
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 210986 KLASSE 42 h. GRUPPE
Dr. RUDOLF KRAUSE in HALENSEE b. BERLIN.
Gefrierapparat für Mikrotome. Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. September 1908 ab.
Die bis jetzt in der Mikrotechnik verwendeten .Gefrierapparate sind der Äther- und
der Kohlensäureapparat. Bei ersterem wird in einer passenden kleinen Kammer Schwefeläther
vermittels eines Handgebläses zur Verdunstung gebracht; bei letzterem wird die Kälte dadurch erzeugt, daß in eine ähnliche
Kammer aus einer Kohlensäurebombe flüssige Kohlensäure geleitet wird.
ίο Beide Apparate besitzen Mangel. Der
Ätherapparat ist nicht ausgiebig genug und gestattet nicht das Gefrieren dickerer Stücke.
Der Kohlensäureapparat ist ausgiebiger, er gestattet, dickere Stücke zu frieren als der
Ätherapparat; ein Ubelstand bei ihm beruht aber darauf, daß das Kohlensäurezuleitungsrohr
leicht zufriert und damit der Gefrierprozeß vollkommen unterbrochen wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sollen diese Übelstände nach Möglichkeit vermieden
werden. Zu diesem Zweck ist unterhalb des Objekttisches des Mikrotoms ein einen festen
Kohlensäureblock enthaltendes Gefäß angebracht. Dabei ist die Anordnung so getroffen,
daß der Abkühlungsprozeß beliebig lange fortgesetzt werden kann und die Handhabung auch
dem praktischen Mediziner ohne weiteres möglich ist.
In der Figur ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Ein Metallzylinder α enthält in seinem Innern ein doppelwandiges Glasgefäß b, ein
sogenanntes Dewargefäß, wie solche z. B. zur Aufbewahrung flüssiger Luft seit längerer Zeit
benutzt werden. Der Raum zwischen den beiden Glaswänden ist möglichst luftleer gemacht
und die Wandung selbst innen versilbert. Es wird so sowohl die Wärmestrahlung
als auch die Wärmeleitung aus dem Innern des Gefäßes heraus verhindert.
Zum Schütze des Dewargefäßes ist zwischen letzteres und dem Metallzylinder ein Filzmantel
c eingeschoben.
Der die obere Öffnung des Metallzylinders verschließende Deckel besteht aus einem äußeren
und inneren Metallring und einem zwischen beide eingeschobenen Hartgummiring. Der äußere Metallring d ist mit dem Metallzylinder
α verschraubt. Der Hartgummiring e
liegt dem äußeren Metallring auf, schließt außen mit ihm ab und ist mit der oberen
Fläche jenes Ringes durch die tief versenkten Schrauben g fest verbunden. Der innere Metallring
f lagert sich in eine ringförmige Aussparung des Gummiringes und trägt an seinem
mittleren Teil ein Gewinde zum Einschrauben des eigentlichen Gefriertisches i, auf den das
zu frierende Objekt zu liegen kommt. Seine feste Verbindung mit dem Hartgummiring
wird bewirkt durch die Schrauben h.
Außerdem ist dieser innere Metallring/ an seinem unteren zapfenförmigen Ende mit dem
Metallzylinder k verschraubt, welcher bis auf den Grund des Dewargefäßes herunterreicht.
Das untere Ende des Zylinders k wird durch den Boden I mittels Bajonettverschluß geschlossen.
Aus der oberen Fläche des Bodens I erhebt
sich eine dünne, zweckmäßig konisch gewundene Stahlspirale n, mit deren oberem Ende
die Platte m verbunden ist.
Als Kältequelle dient der in bekannter Weise aus flüssiger Kohlensäure hergestellte
Kohlensäureschnee 0. Er wird zu massiven
Zylindern zusammengepreßt, welche das Innere des Metallzylinders k vollkommen ausfüllen.
Durch die beschriebene Einrichtung wird nun die gesamte, von einem solchen Kohlensäurezylinder
abgegebene Kälte ohne wesentliche Verluste durch Leitung und Strahlung in den Objekttisch i und damit in das auf
dem letzteren liegende Objekt geleitet. Die Isolation ist dabei eine so vollkommene, daß
ίο der äußere Metallzylinder α sich während des
Gefrierprozesses kaum merklich abkühlt.
Durch die Wirkung der Stahlspirale η wird
der Kohlensäurezylinder, der sich durch die Verdunstung der Säure langsam verzehrt,
ständig gegen die Unterfläche des Metallringes,/ gepreßt.
Die Dauer des Gefrierprozesses läßt sich beliebig wählen, da der verbrauchte Kohlensäurezylinder
in wenigen Sekunden durch einen neuen ersetzt werden kann, ohne daß der
Gefrierprozeß irgendwie unterbrochen zu werden braucht.
Claims (2)
1. Gefrierapparat für Mikrotome, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar
unter dem Objekttisch (i) ein einen festen
• Kohlensäureblock (0) enthaltendes Gefäß angeordnet ist.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der sich durch
Verdunstung verzehrende Kohlensäureblock (0) durch eine Feder (n) nach oben gegen
den Objekttisch oder die den Objekttisch tragenden Teile gepreßt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE210986C true DE210986C (de) |
Family
ID=472830
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT210986D Active DE210986C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE210986C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1133569B (de) * | 1954-09-04 | 1962-07-19 | Humberto Fernandez Moran Villa | Mikrotom |
| US3176472A (en) * | 1963-05-08 | 1965-04-06 | Whirlpool Co | Microtome freezing system |
| US3204424A (en) * | 1962-10-23 | 1965-09-07 | Ames Atomium Inc | Microtome specimen-freezing apparatus |
-
0
- DE DENDAT210986D patent/DE210986C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1133569B (de) * | 1954-09-04 | 1962-07-19 | Humberto Fernandez Moran Villa | Mikrotom |
| US3204424A (en) * | 1962-10-23 | 1965-09-07 | Ames Atomium Inc | Microtome specimen-freezing apparatus |
| US3176472A (en) * | 1963-05-08 | 1965-04-06 | Whirlpool Co | Microtome freezing system |
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