DE210867C - - Google Patents

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DE210867C
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spinning
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spinning machine
nozzles
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/24Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives
    • D01F2/26Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from nitrocellulose

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 210867 -KLASSE 29«. GRUPPE
SOCIETE BOULLIER & LAFAIS in PARIS.
Verwendet man das Aceton als Lösungs-mittel für die Nitrocellulose, so scheint die günstigste mittlere Temperatur für das Verspinnen zwecks Erzielung glänzender und weicher Fäden etwa 400 C. zu sein. Je nach dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft kann diese Temperatur um einige Grade erhöht oder vermindert werden. Wird das Aceton mit einer, geringen Menge Essigester vermischt, was eine Erhöhung der Festigkeit des Fadens zur Folge hat, so muß . die Verspinntemperatur etwas erhöht werden, und allgemein muß diese Temperatur im umgekehrten Verhältnis zur Dampfspannung des verwendeten Lösungsmittels erhöht werden.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, für die Erzielung dieser für das Verspinnen geeigneten Temperatur eine lokale Wärmequelle vorzusehen, die durch Strahlung auf die Fäden beim Verlassen der Spinnmaschine einwirkt und dazu dient, nur das die Fäden umgebende Milieu auf dem geeigneten Wärmegrad zu erhalten, ohne aber die übrige Umgebung, wo sich die Spinnmaschine befindet, zu beeinflussen.
Es ist bereits bekannt, die Kunstseidenfäden unmittelbar nach ihrem Austritt aus den Spinndüsen dem Einfluß einer Wärmequelle auszusetzen, indem man sie entweder über eine geheizte Trommel führt oder beim Führen über eine nicht geheizte Trommel strahlender Wärme aussetzt. In beiden Fällen erleidet der eben gesponnene Faden eine Formveränderung. Zur Vermeidung dieses Übelstandes wird der Faden gemäß der vorliegenden Erfindung freihängend an der Wärmequelle vorbeigeführt.
Die Zeichnung veranschaulicht in Fig. 1 und 2 schematisch im Aufriß und in Seitenansicht eine gewöhnliche Spinnmaschine, die so eingerichtet ist, daß das Verspinnen des Kollodiums unter den geeigneten Temperaturbedingungen erfolgen kann.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, kann dieses Ergebnis dadurch erzielt werden, daß man auf der Vorderseite der Spinnmaschine hinter den Fadendüsen einen Radiator anordnet, der auf irgendeine Weise (durch Dampf, heiße Luft, elektrischen Strom usw.) erhitzt wird und der so angebracht ist, daß auf die gesamten Fäden während ihres Durchganges von den Düsen zu den Wickelspulen die Temperatur ausgestrahlt wird, die für das Verspinnen des Kollodiums erforderlich ist.
In dem vorliegenden Beispiel besteht der Radiator aus Dampfröhren a, die auf einer Tragplatte b angeordnet sind, welche auf beliebige Weise auf dem Gestell der Spinnmaschine befestigt und parallel zur Achse der Düsen angeordnet ist.
Um jeglichen Wärmeverlust zu vermeiden, wird die Tragplatte b vorteilhaft aus einem schlechten Wärmeleiter, z. B. Holz, hergestellt. Im übrigen wird sie, ebenso wie die Röhren a, mit Ruß oder Bleiweiß oder einem sonstigen matten Material bekleidet, welches die Eigen-
schaft hat, die Ausstrahlungskraft des Radiators zu erhöhen.
Zu bemerken ist, daß die Vorderseite der Spinnmaschine mit einer Schutzhülle versehen werden könnte, um jede Ausstrahlung über die Zone hinaus, die erhitzt werden soll, zu vermeiden, was die Wäemeausnutzung noch erhöhen würde.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden aus Aceton- oder anderem Kollodium, bei welchem die Fäden nach dem Austritt aus den Düsen strahlender Wärme ausgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden freihängend an der Wärmequelle vorbeigeleitet werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT210867D 1907-07-15 Active DE210867C (de)

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BE392442X 1907-07-15

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FR392442A (fr) 1908-11-26

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