DE210748C - - Google Patents

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DE210748C
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    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B14/00Crucible or pot furnaces
    • F27B14/02Crucible or pot furnaces with tilting or rocking arrangements
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B14/00Crucible or pot furnaces
    • F27B14/08Details specially adapted for crucible or pot furnaces
    • F27B14/14Arrangements of heating devices
    • F27B14/143Heating of the crucible by convection of combustion gases
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B14/00Crucible or pot furnaces
    • F27B14/08Details specially adapted for crucible or pot furnaces
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Crucibles And Fluidized-Bed Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JV* 210748 KLASSE 31 a. GRUPPE
Kippbarer Schmelztiegelofen, Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1908 ab.
Tiegelöfen, die so ausgeführt sind, daß man sie zwecks Ausgießens des flüssigen Metalles kippen kann, sind bekannt.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einem solchen Tiegelofen, die es ermöglicht, den Ofen zu kippen, ohne daß man ihn dabei zu heben oder zu senken braucht. Zu diesem Zweck' ist ein den kippbaren Teil des Ofens mit dem festen Teil verbindender Kupplungsring vorgesehen, der den ersteren Teil während des Schmelzens des eingebrachten Metalles in aufrechter Stellung festhält und dabei seine dichte Verbindung mit der Windleitung sichert, während er sich leicht so verschieben . 15 läßt, daß der Ofen unbehindert über dem feststehenden Fundament gekippt werden kann.
Die Windleitung ist nach der Erfindung
unter dem Kupplungsring um den Ofenfuß gelegt, durch den der Windstrom dem im Ofenschacht befindlichen Brennstoff zugeführt wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι eine Ansicht des Ofens,
Fig. 2 ein senkrechter Schnitt durch ihn,
Fig. 3 ein wagerechter Schnitt nach dem Linienzug A-B der Fig. 2,
Fig. 4 eine Unteransicht des Rostes,
Fig. 5 ein senkrechter Schnitt durch den Boden des Ofens nach der Linie C-D der Fig. 4.
Der aufrecht stehende, zylindrische Mantel 1
des Ofens ist mit seitlichen, in der gleichen wagerechten Mittelachse liegenden Zapfen 11 versehen. Seine Ausgußöffnung ist mit 2 bezeichnet. Er trägt oben einen Ring 3 und steht auf einem Ring 4. Beide Ringe bestehen aus feuerbeständigem Stoff. und haben gleiche Durchmesser. Der Raum zwischen ihnen ist durch eine an den Mantel 1 anschließende Verkleidung aus Schamotte- oder anderen feuerbeständigen Steinen ausgefüllt, die den Mantel vor der unmittelbaren Einwirkung der Feuergase schützen.
Unterhalb des Ringes 4 liegen die beiden Rostträger 5, deren beide Enden bei 14 in irgendeiner geeigneten Weise im Ofengehäuse befestigt sind. Auf den Trägern 5 ruht der Rost 6, dessen Stäbe sich unter der Mittelöffnung des Ringes 4 hinziehen, an dem der Rost durch Schrauben 7 oder in anderer geeigneter Weise lösbar befestigt ist. In der Mitte ist der Rost 6 nach Fig. 5 mit einer tellerartigen Ausbauchung 8 versehen. Im übrigen zeigt er eine längliche Gestalt, und zwar ist seine Breite kleiner als der Durchmesser der Öffnung des Ringes 4, so daß an seinen beiden Langseiten je eine Öffnung in Gestalt eines Kreisabschnittes verbleibt; unter den Öffnungen liegen auswechselbare, einzelne Roststäbe 9, die mit dem Rost in gleicher Ebene liegen und mit ihren Enden frei verschiebbar auf den Rostträgern 5 ruhen.
Der Mantel 1 ist unten rundum zu einem Flansch 20 aufgebogen, und ein in der Höhe' frei verschiebbarer Ring 21 ist oben so nach innen gekrempt, daß der dadurch gebildete Kranz 22 über den Flansch 20 hinüberragt.
In Fig. ι ist dieser Ring 21 in der gestrichelten Darstellung in emporgehobenem Zustand gezeichnet.
Sein Kranz 22, der in dieser Lage auf den am Mantel 1 vorstehenden Stiften 24 lastet, weist einige Einschnitte auf, durch die, wenn der Ring 21 um ein entsprechendes Stück gedreht ist, die Stifte 24 bei gleichzeitigem Senken des Ringes hindurch treten können. In niedergelassenem Zustand sitzt der Ring in der ringförmigen Rinne 25 des Windkastens 26, durch den der Wind zugeführt wird.
Dieser Windkasten 26 trägt die Ständer 27 mit den Lagern für die Zapfen 11 des kippbaren Ofens. Unten mündet in diesen Teil die rund herumgeführte Windleitung28 ein, deren innere Wand 29 mit Löchern 31 versehen ist, durch die der Wind in radialen Strahlen nach der Ofenmitte hin bläst. An die äußere Wand 30 der Leitung 28 schließt der' Kanal 32 an, dem ein (in die Zeichnung nicht aufgenommenes) Gebläse o. dgl. den erforderlichen Wind unter Druck zuführt. Die Grundplatte 33 .schließt mit dem hochstehenden Rand 34 an den Ofen an.
Der beispielsweise aus Graphit gefertigte Tiegel 15 steht auf dem Untersatz 16, der ebenfalls aus Graphit bestehen kann und seinerseits in der Vertiefung 8 des Rostes 6 steht. Der Ausguß 17 des Tiegels ist so gerichtet, - daß er mit dem Ausguß 2 des Mantels 1 in einer Linie liegt. Der Tiegel wird durch geeignete Mittel, z. B. durch Keile 18 aus feuerbeständigem Stoff,. die zwischen die Ausmauerung und den oberen Teil des Tiegels gebracht werden, in seiner aufrechten Stellung gehalten.
Auf die bereits oben erwähnteRingscheibe 3 wird ein starker Ring 19 aus feuerbeständigem Stoff gelegt, dessen Öffnung größer ist als der äußere Durchmesser des Schmelztiegels, damit man den Tiegel in den Ofen einsetzen oder aus ihm herausnehmen kann, ohne diesen Ring zuvor abnehmen zu müssen. Auf dem Schmelztiegel steht ein Einschüttgefäß 10, das durch den Ring 19 hinaufragt und seinerseits von einem beiderseits offenen Zylinder 12 aus feuerbeständiger Masse umgeben und überragt wird. Die Fuge 13 zwischen diesem Zylinder und dem Ring 19 wird mit nassem Sand oder Lehm gedichtet. Oben wird der Zylinder 12 durch einen Deckel 35 abgedeckt, der aus dem gleichen Stoff wie der Zylinder bestehen kann und in der Mitte eine Öffnung 36 besitzt, durch die der Überfluß an Gasen und Hitze entweichen kann. Die Öffnungen 37 und 38 im Zylinder und Einschüttgefäß, durch die die Gase und Hitze gleichfalls entweichen können, dienen zum leichteren Befördern der Teile.
Damit man den Ofen leicht tippen kann, tragen die beiden seitlichen Zapfen 11 Vierkante, auf die man einen Handhebel 39 aufstecken kann, an dem der Arbeiter angreift.
Die Handhabung des beschriebenen Ofens ist folgende:
Angenommen, der Ofen befinde sich in der gekippten, also in der Ausgießstellung, und 6g man wolle ihn in die aufrechte Stellung zurückbringen und ihn darin feststellen, so verfährt man folgendermaßen: Mittels des Handhebels 39 dreht man den Ofen in seinen Lagern 27, bis er in die aufrechte Stellung gebracht ist. Dann dreht man den Kupplungsring 21, der sich in der in Fig. 1 gestrichelten Lage befindet, wobei er mit seinem nach innen umgebogenen Rand 22 auf den Stiften 24 hängt, so weit herum, bis seine Schlitze sich über den Stiften befinden, und läßt ihn dann herunterfallen, bis er in der Ringnut 25 aufsitzt und gleichzeitig sein nach innen umgebogener oberer Rand 22 auf den Flansch 20 des Mantels 1 trifft.
Das Füllen des Ofens erfolgt, während er aufrecht steht, in folgender Weise:
Man hebt zunächst den Deckel 35 von dem Zylinder 12 ab und bringt das zu schmelzende Metall in das Einschüttgefäß 10 und in den Schmelztiegel 15. Die brennenden Kohlen, die den Tiegel umgeben, erhitzei"f ihn nebst seiner Füllung und wärmen das im Einschüttgefäß 10 befindliche Metall vor.
Wenn nun die Füllung im Tiegel schmilzt, so verkleinert sich ihr Rauminhalt und vorgewärmtes Metall rutscht aus dem Gefäß 10 nach, das man so oft nachfüllen kann, bis der Tiegel genügend mit Schmelzgut gefüllt ist.
Um das flüssige Metall auszugießen, dreht man den Kupplungsring 21 so, daß seine Schlitze sich gerade unter den Zapfen 24 befinden, und hebt ihn dann senkrecht aus der Ringnut 25 heraus, bis sein oberer Rand 22 über,die Stifte 24 etwas hinausgegangen ist, worauf eine kleine Drehung den übergebogenen Rand 22 über die Stifte 24 bringt, auf denen man ihn dann hängen lassen kann. Auf diese Weise ist der eigentliche Ofen von dem Windkasten 26 gelöst und kann nun mittels des Handhebels 39 um seine Zapfen 11 gekippt werden, um das flüssige Metall auszugießen.
Die vorstehende Beschreibung des Erfindungsgegenstandes und seiner Wirkungsweise läßt erkennen, daß er eine einfache und sicher wirkende Vorrichtung zum Festhalten des Ofens in aufrechter Stellung über der Windzuführung betrifft; daß diese Vorrichtung, der Kupplungsring 21, die Windleitung dabei vollständig dicht abschließt; daß ferner ein genügend starker Zug durch die Öffnungen 31 in Gestalt unmittelbar unter den Rost gerichteter Windströme erreicht wird; dadurch, daß man die beiden seitlichen Roststäbe 19 leicht verschieben kann, ist auch die Feuerung zum Schüren usw. gut zugänglich. Schließlich ist durch den Deckel 35 die Möglichkeit gegeben,
sowohl das Einschüttgefäß io während des Betriebes in einfachster Weise nachzufüllen, als auch neue Feuerung in den Ofenschacht einzugeben.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Kippbarer Schmelztiegelofen, gekennzeichnet durch einen Kupplungsring (21), der mit seinem oberen und unteren Rand dicht an den Ofenkörper anschließt und hochgezogen wird, wenn der Ofen gekippt werden soll.
2. Ausführungsform des Schmelztiegelofens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch die Anordnung eines nach innen ge- 15 richteten Flansches (22) am oberen Rand des Kupplungsringes (21), der mit Schlitzen versehen ist, um über am Ofenmantel (ι) angebrachte Ansätze (24) geschoben werden zu können, von denen er in 20 seiner Hochlage durch Verdrehung gehalten wird.
3. Ausführungsform des Schmelztiegelofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsring lösbar auf der die Windleitung aufnehmenden Ofenbasis sitzt, von der der Windstrom in den Ofen unter den Rost eintritt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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