DE210307C - - Google Patents
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- DE210307C DE210307C DENDAT210307D DE210307DA DE210307C DE 210307 C DE210307 C DE 210307C DE NDAT210307 D DENDAT210307 D DE NDAT210307D DE 210307D A DE210307D A DE 210307DA DE 210307 C DE210307 C DE 210307C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60C—VEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
- B60C7/00—Non-inflatable or solid tyres
- B60C7/10—Non-inflatable or solid tyres characterised by means for increasing resiliency
- B60C7/102—Tyres built-up with separate rubber parts
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Tires In General (AREA)
- Tyre Moulding (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ju 210307-KLASSE 63 e. GRUPPE
Vollgummireifen mit Laufring. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1907 ab.
Die Erfindung besteht darin, Polsterreifen oder Vollreifen, welche in erster Linie für
schwere Belastung, also für Lastwagen, Omnibusse usw. dienen, derartig auszubilden,
daß dieselben gegenüber den bisher bekannten Systemen eine erhöhte Elastizität erhalten,
ohne daß die Widerstandsfähigkeit, die zur Aufnahme des ,hohen Raddruckes erforderlich
ist, hierdurch beeinträchtigt wird. Bei den bisherigen sogenannten Polsterreifen oder Vollgummireifen
wurde der Vollgummi mittels besonderer Spannmaschinen auf die Felge derart
aufgezogen, daß der Gummi durch seine Zugwirkung auf der Felge festgehalten wurde;
die Nachteile eines auf Zug beanspruchten Vollreifens bestehen darin, daß die Widerstandsfähigkeit
gegen Eindringen von Fremdkörpern verringert und die zusätzlichen Zugwirkungen, welche bei Berührung des Gummis
mit dem Boden auftreten, durch die dem Gummi von vornherein gegebene Zugspannung
unterstützt, anstatt ausgeglichen werden.
Beim Erfindungsgegenstande wird in umgekehrter Weise vorgegangen. Der Vollgummi
erhält nicht von vornherein eine Zugspannung, sondern eine Druckspannung; letztere wird
dauernd dadurch erhalten, daß auf der Außenseite eine Kanevasschicht . angeordnet ist,
welche auf Zug beansprucht wird, so daß sie den Gummireifen dauernd unter Kompression
hält.
Gegenüber Reifenanordnungen, bei denen auf einen Gummireifen ein endloses, nicht "
biegsames Metallband aufgezogen ist, zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß bei letzterer
Querschnittsveränderungen beim Rollen des Reifens über einen Widerstand der Fahrbahn
stattfinden, ohne daß diese Querschnittsveränderungen sich auf den ganzen Umfang
der Lauffläche und schließlich auf den Radkörper selbst übertragen.
Der Erfindungsgegenstand ist auf beiliegenden Zeichnungen in verschiedenen Ausführungsformen dargestellt.
Fig. ι ist ein Querschnitt einer einfachen Radbereifung.
Fig. 2 ist der Querschnitt einer weiteren Ausführungsform.
Fig. 3 ist ein Querschnitt einer Radbereifung mit einer doppelten Reihe von Metallschutzplatten.
,
Der Reifen besteht aus einem Gummiring B und einem Ring A aus Kanevas, welcher dauernd
in gespanntem Zustande sich befindet, während der Gummi innerhalb des ersteren einen komprimierten Zustand aufweist; der
Gummiring B wird in dem gewünschten Kompressionszustande durch einen inneren Reifen D
gehalten.
Dadurch, daß der Kanevasring beim Aufsetzen des Reifens bis zu seiner äußersten
Beanspruchung festgespannt wird, können Zusatzspannungen in seiner Längsrichtung
nicht auftreten, wie dies an der Oberfläche der , gewöhnlichen Gummibereifung der Fall
ίο ist; vielmehr wird der Kanevasring lediglich
einer Kompressionswirkung in radialer Richtung ausgesetzt, welche der Bereifung die erforderliche
Elastizität verleiht. Da die Spannung des Kanevasringes weiterhin größer ist als diejenige Beanspruchung, welche in diesem
Ringe durch die für die Vorwärtsbewegung erforderliche Zugkraft auftreten könnte, so
wird das Material des Ringes nicht ungleichmäßig beansprucht und ev. an der Beanspruchungsstelle
in Falten gelegt, wie es der Fall sein würde., wenn der Kanevasreifen ohne
Spannung Anordnung fände. Dadurch wird auch eine Zerstörung, Überhitzung oder Abnutzung
des Gummis auf ein geringes Maß herabgesetzt, da der Kanevasring als ein auf den Gummi fest aufgezogener, wenn auch
biegsamer Reifen wirkt.
Die Herstellung des Reifens kann auf verschiedenem Wege erfolgen.
So kann man in der Weise vorgehen, daß der Gummiring B mit einem geeigneten Durchmesser
hergestellt wird, während der Kanevasring A durch Aufwickeln der einzelnen
Kanevasschichten auf einer Trommel präpariert wird, welch letztere einen etwas größeren Außendurchmesser aufweist als der
Gummiring B; nach erfolgter Aufwicklung wird die entsprechend auszubildende Trommel
aus dem Kanevasring herausgezogen. Die Außenfläche des Ringes wird mit einer
Gummilösung bedeckt, darauf der Gummiring mittels des Reifens D erweitert,' bis eine innige
Anlage an der Innenfläche des Kanevasringes erfolgt und letzterer die gewünschte Spannung
erhält.
Bei einer anderen Ausführungsform wird der äußere Kanevasring A in gewünschter
Größe auf einer ebenfalls zusammenlegbaren Trommel hergestellt, und erhält dann die gewünschte
Spannung durch Verwendung eines provisorisch aufzusetzenden Metallreifens, welcher
den Kanevasring umgreift und mit der an der Innenseite des Kanevasringes angreifenden
Befestigungsplatte E durch Schraubenbolzen verbunden ist, die von der Außenseite
eingeführt werden. Hierauf wird der Gummi in das Innere ' des Kanevasringes eingegossen
und vulkanisiert. Durch Einführung' des Ringes D innerhalb des Gummiringes wird letzterer
und der Kanevasring A in den gewünschten Spannungszustand gebracht. Der
provisorisch verwendete Reifen wird abgenommen und die Platten E dienen nunmehr
zur Befestigung der äußeren Schutzplatten C.
Eine dritte Art der Herstellung besteht darin, daß, nachdem der Kanevasring A in
der bereits . gekennzeichneten Weise hergestellt ist, der Gummiring B einen Außendurchmesser
erhält, welcher größer ist als der Innendurchmesser des Ringes A; der Gummiring B wird
dann in den Hohlraum des Kanevasringes eingepreßt. Wenn Schutzplatten C Verwendung
finden sollen, werden die Befestigungsplatten E in den Gummiring B eingebettet.
Schließlich kann die Herstellung der Bereifung auch derart erfolgen, daß der Gummiring B
um einen Metallring D herumgegossen wird und die Kanevasschichten, welche den Ring A
bilden sollen, straff um den Gummiring gewunden werden.
Bei jeder der gekennzeichneten Herstellungsarten kann der Gummiring B aus gewöhnlichem,
vollwandigem. Weichgummi hergestellt oder durch Kanevasstreifen versteift werden;
es können auch Einlageplatten G an dem der Radfelge zugekehrten Teil des Gummis Verwendung
finden.
Der äußere Kanevasring A wird zweckmäßigerweise mit den bekannten Schutzplatten
C versehen, welche z. B. durch innere Befestigungsplatten E am Platze gehalten
werden. An Stelle der Verwendung von Metalischutzplatten C kann der Kanevasring A
selbst als Lauffläche des Rades ausgebildet werden; die Anordnung kann hierbei derart
sein, daß der Kanevasring A - den Träger für die ev. aus Hartgummi herzustellende Lauffläche
bildet.
Während bei den bisher gekennzeichneten Ausführungsformen die Komprimierung des
Gummiringes durch die Verwendung eines Metallreifens D hervorgerufen werden soll, kann
die Anordnung auch derart sein, daß dieser Metallreifen in Wegfall kommt; in diesem
Falle wird der Gummiring unmittelbar auf die Radfelge gespannt, welche dann in gleicher
Weise wirkt wie der Metallreifen D, so daß der Gummiring in dem gewünschten komprimierten
Zustande, der Kanevasring dagegen unter Zugspannung festgehalten wird.
Der äußere Kanevasring A kann nach Belieben durch Abnahme erneuert werden, ohne
daß eine Zerstörung und Abnahme des inneren Gummiringes B, welcher nicht den gleichen
Beanspruchungen und daher auch nicht der gleichen Abnutzung unterworfen ist, erforderlich
wäre. Die Entfernung des Kanevasringes erfolgt dadurch, daß derselbe in der Querrichtung
durchschnitten und von dem Gummiring abgezogen wird; die Erneuerung erfolgt
dadurch, daß ein frischer Kanevasring durch ! eine der oben gekennzeichneten Methoden aufgesetzt
wird.
Die in der Fig. ι dargestellte Ausführungsform ist als Polsterreifen ausgebildet und erhält
zu diesem Zwecke im Innern einen ringförmigen Schlitz D1 ; die beiden anderen Ausführungsformen
sind als feste Radreifen gedacht.
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch:Vollgummireifen mit Laufring, dadurch gekennzeichnet, daß der vollwandige Gummiring (B) von einer dauernd unter kräftiger Zugspannung gehaltenen Kanevasschicht eingeschlossen ist, zum Zweck, den Gummi dadurch dauernd in stark komprimiertem Zustande zu halten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE210307C true DE210307C (de) |
Family
ID=472211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT210307D Active DE210307C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE210307C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE916154C (de) * | 1951-12-13 | 1954-08-05 | Ruthmann Maschf Anton | Vollgummibereifung mit Lastenverteilungsring |
-
0
- DE DENDAT210307D patent/DE210307C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE916154C (de) * | 1951-12-13 | 1954-08-05 | Ruthmann Maschf Anton | Vollgummibereifung mit Lastenverteilungsring |
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