DE20901C - Neuerung am hydraulischen Widder - Google Patents

Neuerung am hydraulischen Widder

Info

Publication number
DE20901C
DE20901C DENDAT20901D DE20901DA DE20901C DE 20901 C DE20901 C DE 20901C DE NDAT20901 D DENDAT20901 D DE NDAT20901D DE 20901D A DE20901D A DE 20901DA DE 20901 C DE20901 C DE 20901C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
innovation
water
hydraulic ram
openings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT20901D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. W. DIEZ in München, Landwehrstr. 26
Publication of DE20901C publication Critical patent/DE20901C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F7/00Pumps displacing fluids by using inertia thereof, e.g. by generating vibrations therein
    • F04F7/02Hydraulic rams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fluid-Damping Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE B9: Pumpen.
Fatentirt im Deutschen ReLohe vom 11. Juli 1882 ab.
Der gewöhnliche hydraulische Widder kann infolge seiner Construction blos für Gefalle bis höchstens 10 m verwendet werden, und treten auch hier für gröfsere Widder insofern schon Uebelstände auf, als sich diese gröfseren Ventile infolge des starken Stofses bei grofsem Gefalle verschlagen und einen ganz ungeregelten Betrieb ergeben.
Trotzdem ist es in vielen Fällen wünschenswerth, Gefälle bis über 10 m, bis 20 und mehr Meter, mittelst Widdern auszunutzen, und strebt die vorliegende Construction dies an.
Um den Hauptübelstand des Schlages von Metall auf Metall zu umgehen, wurde das Stofsventil in einen Kolben α verwandelt, der in dem Gehäuse b wie in einem Cylinder läuft und durch Labyrinthdichtung oder federnde Kolbenringe etc. abdichtet.
Das Gehäuse selbst trägt an seinem Umfang genau in gleicher Höhe befindliche Ausströmungsöffnungen p p.
Die Regulirung der Wasserspeisung des Widders geschieht durch die in dem Kolben eingeschraubten gröfseren und kleineren Doppelstöpsel c und d, durch deren successive Entfernung oder Wiedereinsetzung der Gesammtquerschnitt der Durchgangsöffnungen des Kolbens dem jeweiligen Wasserstand der Quellen angepafst werden kann.
Oberhalb des Kolbengehäuses befindet sich ein Bügel, der einen im Schnitt X-X dargestellten,, aus Scheiben und Federn combinirten Buffer ο trägt, welcher durch zwei Schrauben auf- und abwärts beliebig gestellt und gespannt werden kann.
Der Widder selbst steht bis zur Linie M-M vollständig im Wasser.
Der Vorgang bei der Arbeit des Widders ist nun folgender:
Durch den Druck des Wassers wird der Kolben α gehoben, das Wasser strömt hierbei durch die im Kolben nach Entfernung der Stöpsel befindlichen Oeffnungen und durch die Oeffnungen / im Gehäuse.
Die Bewegung des Kolbens beschleunigt sich, bis der obere Rand des Kolbens den oberen Rand der Ausflufsöffnungen p erreicht, und erfolgt, nachdem er diese Oeffnungen sehr rasch passirt und verdeckt, der Wasseraustritt daher plötzlich gehemmt wird, der hydraulische Stofs.
Der Kolben trifft hierbei auf die über ihm stehende, in Ruhe befindliche Wassermasse, welche er, weiter aufsteigend, nach und nach durch die in seinem Körper befindlichen Oeffnungen durchprefst.
Hierbei vermindert sich seine Geschwindigkeit aber immer mehr, und es kann die. Kolbenstange, auf den Buffer treffend, denselben blos sehr wenig zusammendrücken, worauf der Kolben, ohne die Decke des Kolbengehäuses berührt zu haben, einen Moment zur Ruhe kommt.
Durch die Ausdehnung der Feder im Buffer, ferner durch eine Art Saugen, welche die in ihrem Laufe plötzlich gehemmte, fast im Rückgang befindliche Wassersäule am unteren Theil des Kolbens hervorbringt, ferner durch sein Eigengewicht fällt der Kolben zurück, öffnet dadurch wieder dem Wasser den Ausgang, und das Spiel des Apparates wiederholt sich auf gleiche Weise.
Nachdem diese Widder jedoch meist für sehr hohe Steigungen verwendet werden, wird sich die im Windkessel befindliche Luft unter dem starken Druck sehr bald mit dem Wasser mechanisch verbinden und mit fortgerissen werden, und würde hierdurch der Nutzeffect des Apparates sinken.
Zur beständigen Zuführung frischer Luft ist nun folgende Anordnung getroffen:
Am Windkesseluntertheil ist ein Messinggehäuse J befindlich, welches ein sich nach innen öffnendes Ventil k trägt. Die Durchgangsöffnung von aufsen läfst sich durch die Schraube / beliebig reguliren.
Bei dem Ausströmen des Wassers aus dem Kolbengehäuse b wird sich nun die Ventilklappe k nach innen öffnen und der Luft den Eingang gestatten, welche durch den Kanal m bis dicht unter die Ventilklappe geführt wird. Bei der nach Schlufs des Kolbens α erfolgenden Reaction schliefst sich sofort die Klappe k, während die Steigventilklappe sich öffnet und der unter ihr als am höchsten Punkt stehenden Luft den Eintritt gestattet, welch letztere nun zur Ergänzung der Luft im Windkessel dient.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An dem das Stofsventil ersetzenden Kolben a die Regulirungsschrauben c und d in Verbindung mit dem Buffer o.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT20901D Neuerung am hydraulischen Widder Active DE20901C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE20901C true DE20901C (de)

Family

ID=297616

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT20901D Active DE20901C (de) Neuerung am hydraulischen Widder

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE20901C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2316526A1 (de) Pressluftwerkzeug
DE20901C (de) Neuerung am hydraulischen Widder
DE1007715B (de) Kolbenpumpe fuer Presszylinder, insbesondere fuer hydraulische Grubenstempel
DE285623C (de)
DE181630C (de)
DE118788C (de)
DE573791C (de) Blechziehpresse mit Prellvorrichtung
DE29090C (de) Hydraulische Presse mit erhöhtem Enddrucke
DE123804C (de)
DE24145C (de) Steuerung mit zwei in der Cylinderaxe liegenden, durch Anstofs des Arbeitskolbens bewegten Ventilen
DE695417C (de) Gewichtsausgleich fuer die abwaerts bewegten Massen waehrend des Arbeitsganges bei durch Kurbel- oder Kniehebelantrieb angetriebenen Scheren, Pressen u. dgl.
DE136289C (de)
DE1139784B (de) Brikettstrangpresse
DE38628C (de) Druckregulator für Luftstromhebezeuge
DE112693C (de)
DE1114272B (de) Verfahren und Einrichtung zur Regelung der Foerdermenge von Gleichstrom-Kolbenverdichtern
DE63359C (de) Druckregler für Hochdruckgase mit Differentialkolbengetriebe für die Ventilspindel
DE184813C (de)
DE18397C (de) Neuerungen an Schmierbüchsen
DE78404C (de) Direktwirkende Dampf-Prefsluftpumpe mit Hilfssteuerung
DE188053C (de)
DE128593C (de)
DE40206C (de) Expansionssteuerung für direkt wirkende Stampfwerke
DE28048C (de) Steuerung für mit Luftdruck arbeitende Drucksätze
DE94161C (de)