DE205489C - - Google Patents

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DE205489C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B1/00Producing shaped prefabricated articles from the material
    • B28B1/52Producing shaped prefabricated articles from the material specially adapted for producing articles from mixtures containing fibres, e.g. asbestos cement
    • B28B1/521Producing shaped prefabricated articles from the material specially adapted for producing articles from mixtures containing fibres, e.g. asbestos cement from dry mixtures to which a setting agent is applied after forming

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Producing Shaped Articles From Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, um für Dach- und Wandbekleidungszwecke Kunststeinplatten aus Faserstoffen · aller Art, hydraulischen Bindemitteln und anderen Füll-, Härte- und Färbemitteln, vornehmlich aber aus Asbestfasern und Zement nebst anderen staubförmigen Füllmitteln herzustellen.
Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren, für den gleichen Zweck dünne Platten aus
ίο Asbest und Zement auf maschinellem Wege zu erzeugen, bei welchem Asbest und Zement naß im Holländer gemischt werden und das so bereitete Gemisch mit verhältnismäßig großem Wasserzusatz auf einer Pappen- oder Papiermaschine zu einer Pappe verarbeitet wird, oder wo auf eine reine Faserstoffbahn, auf demselben nassen Wege erzeugt, der Zement dann in trockenem Zustande auf gesiebt oder aufgestreut wird, wird bei dem neuen Verfahren, ähnlich wie bei dem amerikanischen Patent 813171, jedoch in neuer eigenartiger Weise durch einen Luftstrom eine trockene Stoffbahn, aus den Bestandteilen hergestellt, darauf wie bei dem amerikanischen Patent 813171 nur mit der zur Abbindung des Zements erforderlichen Wassermenge benetzt und diese derart hergestellte nasse Stoffbahn alsdann in bekannter Weise zu einer Pappe wie jede feuchte Papierbahn zusammengerollt. Neu ist im vorliegenden Falle die Anwendung eines Luftstromes zum Aufbringen der Masse auf die Unterlage zwecks Herstellung der Stoffbahn.
Die eigenartige Herstellung der trockenen Stoffbahn ist in der Zeichnung schematisch veranschaulicht.
Auf einem Mischtisch 1 werden die entsprechend aufgearbeiteten Faserstoffe, Zement und Füllmittel in dem gewünschten quantitativen Verhältnis in je einer oder mehreren Schichten abwechselnd horizontal übereinandergeschichtet, ein Abstreicher 2 streicht von dem langsam bewegten Mischtisch Streifen stetig ab und wirft sie auf eine stetig bewegte Förderbahn 3, z. B. ein Fördertuch, welches die Masse einer geeigneten Mischmaschine, z. B. einem Desintegrator 4 gleichförmig zuführt. Der Desintegrator bewirkt eine sehr innige Vermischung der Faserstoffe mit dem Zement in trockenem Zustande. Die so bereitete Mischung wird nun durch einen Luftstrom auf ein laufendes Sieb 5 geführt, auf welchem sich dann die feine Stoffbahn bildet; zu diesem Zweck fällt z. B. das vom Desintegrator innig

Claims (3)

  1. vermengte Gemisch auf rasch laufende Schiägerwellen 6, welche die Masse noch weiter vermischen und verteilen. Durch ein unter dem laufenden Sieb 5 angeordnetes entsprechendes Gehäuse saugt ein Ventilator einen Luftstrom durch das Gehäuse der Schlägerwellen und das Sieb 5, von letzterem werden die Fasern mit dem Zement aufgefangen, die sich auf dem Sieb zu einem Blatt von durchaus gleicher Beschaffenheit verdichten; die durch das Sieb tretende Luft wird von dem Ventilator wieder in das Gehäuse der Schlägerwellen zurückgeblasen, so daß die als Fördermittel dienende Luft einen steten Kreislauf macht. Das am Sieb gebildete Blatt hat dieselbe quantitative Zusammensetzung der Masse wie auf dem Mischtisch 1, wo die Bestandteile, in richtigem quantitativen Verhältnis. in groben Schichten aufgegeben wurden. Dieses Blatt oder die auf dem endlosen Sieb 5 so gebildete Stoffbahn wird nun weiter mit Wasser befeuchtet, von dem aber nur so viel aufgegeben wird, als zur Durchdringung der feinen Blattschicht und zum Abbinden des Zements erforderlich ist.
    Das Befeuchten geschieht auf bekann te Weise, beispielsweise durch Aufsprengen von Wasser mittels Bürstenwalzen 8, die in Trögen 9 laufen und mit Abstreichern 10 versehen sind, oder durch Durchziehen des Siebes durch ein Wasserbad oder durch Walzen, die in einem Wasserbade laufen, usf. Die auf diese Weise hergestellte feuchte Stoffbahn hat die gleiche Eigenart wie eine nach den üblichen Verfahren der Papierdarstellung hergestellte Papierbahn und wird wie eine solche weiter verarbeitet, d. h. vom überschüssigen Wasser durch Pressen befreit, darauf Schicht für Schicht auf einer Formatwalze zu einer Pappe zusammengerollt, welche nach Erreichung der gewünschten Dicke von der Formatwalze abgenommen wird.
    Hierdurch werden nach Ansicht des Erfinders folgende Vorteile erreicht:
    i. Es wird ein völlig gleichartiges Erzeugnis erhalten für ein und dieselbe Stoffmischung, da die Bestandteile nirgends Gelegenheit haben, sich zu trennen oder in Verlust zu geraten ;
  2. 2. Vermeidung aller Zement- und Faserverluste, da der kreisende Luftstrom mitgerissene feine Faserteilchen oder Zementteilchen immer wieder zurückführt und auch der Betrieb jederzeit, ohne Verluste zu gewärtigen, stillgesetzt werden kann;
  3. 3. eine größere Leistungsfähigkeit gegenüber solchen Verfahren, die mit nassen Stoffen arbeiten, da das auf dem Sieb abgesetzte Blatt stärker gehalten werden kann.
    Die Ausführungsformen dieses vorstehend beschriebenen Verfahrens können sehr verschieden sein. Der Mischtisch kann für mechanische Beschickung (mittels automatischer Wagen) oder für Handbeschickung eingerich'tet sein. Hauptbedingung bleibt, daß das Gut gleichförmig in genau regelbarem Verhältnis und stetig dem Desintegrator zugeführt wird. Der Desintegrator kann durch eine wie immer sonst genannte Maschine für trockene Mischung ersetzt werden, auch kann die trockene Mischung in Kugel- oder Rohrmühlen, auch in Kollergängen erfolgen, wenn diese für gleichmäßige Gutbeschickung und für gleichmäßige Gutabgabe eingerichtet sind.
    Die Bildung der trockenen Stoffbahn kann natürlich an ein und demselben Sieb auch, öfter angewendet werden. Man kann auch zur Bildung des Blattes einen oder mehrere Siebzylinder benutzen, von welchen alsdann die trockenen oder bereits angefeuchteten Stoffbahnen einzeln an ein gemeinsames Sieb oder einen Filz abgegeben werden. Der wesentliche Punkt bleibt immer, daß mittels eines Luftstroms die fein verteilte Masse im trockenen Zustande zu einem feinen Blatt verdichtet wird. Die Befeuchtung der Stoffbahn kann natürlich auch nahezu gleichzeitig mit der Bildung des Blattes an der Siebfläche erfolgen, z. B. durch Einführung von Dampf in den Kasten oberhalb des Siebes, wodurch eine vollständige Durchdringung mit Feuchtigkeit begünstigt werden würde. Das Färben des Erzeugnisses kann auch auf verschiedene Weise erfolgen, entweder durch Beigabe der Farbstoffe zu den Bestandteilen der Masse auf dem Mischtisch oder auch durch Färbung des Besprengungswassers.
    ■ Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Kunst-Steinplatten aus Faserstoffen, hydraulischen Bindemitteln und Füllmitteln unter Bildung der Stoffbahn in trockenem Zustande und darauf folgender Anfeuchtung mit der gerade erforderlichen Wassermenge, dadurch gekennzeichnet, daß das Stoffgemisch mittels eines Luftstroms an einer Siebfläche zu einer Stoffbahn verdichtet und darauf in bekannter Weise weiterbehandelt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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