DE205262C - - Google Patents

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DE205262C
DE205262C DENDAT205262D DE205262DA DE205262C DE 205262 C DE205262 C DE 205262C DE NDAT205262 D DENDAT205262 D DE NDAT205262D DE 205262D A DE205262D A DE 205262DA DE 205262 C DE205262 C DE 205262C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/027Preparation from water

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES Λ
o^-PATENTSCHRIFT
M 205262 -KLASSE 12/. GRUPPE
Dr. GUSTAV TEICHNER in WIEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. April 1908 ab.
Es ist bekannt, daß Wasserstoffsuperoxyd beim Erhitzen seiner Komponenten auf hohe Temperatur entsteht. Neuerdings hat Fischer auf diesem Wege Wasserstoff superoxydlösungen von nicht mehr ganz unbedeutender Konzentration herzustellen vermocht. Seine Methode bestand darin, Wasserdampf mit großer Geschwindigkeit gegen heiße Körper zu blasen, so daß das gebildete Wasserstoffsuperoxyd
ίο sehr rasch aus der heißen Zone weggeführt wird und keine Gelegenheit mehr hat, zu zerfallen. Auf diese Weise konnte er Lösungen bis zu einem Maximalgehalt von 0,07 Prozent Wasserstoffsuperoxyd herstellen (Bericht der deutschen chemischen Gesellschaft, Band 41, S. 945).
Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß infolge der hohen Gasgeschwindigkeit sehr große Dampfmengen notwendig sind, um relativ geringe Mengen Wasserstoffsuperoxyd zu erzeugen. Bei dem günstigsten Versuch von Fischer entstand eine Lösung von 0,07 Prozent Wasserstoffsuperoxyd, d. h. es hätten etwa 1400 kg Dampf aufgewendet werden müssen, um 1 kg Wasserstoffsuperoxyd zu erzeugen. Die Dampferzeugung allein bedingt somit einen großen Kostenaufwand pro Kilogramm Wasserstoffsuperoxyd.
Man kann nun, wie Erfinder festgestellt hat, diesen Dampf verbrauch dadurch ganz wesentlich reduzieren, daß man den Dampf nach Passieren der Heizzone nicht ganz zur Kondensation bringt, sondern nur einen geringen Bruchteil kondensiert und den Rest neuerdings zur Heizzone zurückführt.' Bei der fraktionierten Kondensation eines wasserstoffsuperoxydhaltigen Dampfes enthalten bekanntlich die ersten Kondensate mehr Wasserstoffsuperoxyd als die folgenden, und bei geeigneter Kühlung ist man z. B. im vorliegenden Fall imstande, durch Kondensation von 1Z10 der Dampfmenge 50 Prozent und mehr des im ganzen Dampf enthaltenen Wasserstoffsuperoxyds zur Abscheidung zu bringen.
Diese Tatsache erhält für das vorliegende Verfahren dadurch eine besondere Bedeutung, daß man durch Zurückführen des restlichen Dampfes zur Heizzone sowohl den Dampf selbst weiter ausnutzen, als auch das darin noch enthaltene Wasserstoffsuperoxyd nutzbringend verwerten kann. Wenn auch das erzielbare Wasserstoffsuperoxyd - Gleichgewicht bei gegebener Flammentemperatur von einem ev. schon vorherigen Wasserstoffsuperoxydgehalt des Dampfes unabhängig ist, so wird durch letzteren doch die erzielbare Maximalkonzentration an Wasserstoffsuperoxyd erhöht, da ja bei der großen Strömungsgeschwindigkeit des Dampfes nur ein Bruchteil desselben wirklich auf die zur Wasserstoffsuperoxydbildung notwendige hohe Temperatur gebracht wird, während der Rest für die Wasserstoffsuperoxydbildung nicht in Betracht kommt und einfach als Verdünnungsmittel wirkt. Das in diesem Teil des Dampfes von Anfang an enthaltene Wasserstoffsuperoxyd setzt natürlich die entstehende Gesamtkonzentration an Wasserstoffsuperoxyd entsprechend hinauf.
Von besonderer Wichtigkeit ist aber die durch diese Methode erzielbare Ersparnis an Dampf. Man verfährt so, daß man den Wasserdampf nach Passieren der Heizzone in

Claims (1)

  1. einer geeigneten Kühlvorrichtung rasch auf ioo° abkühlt und einen kleinen Bruchteil des-.. selben zur Kondensation bringt, den Rest z. B. durch einen Ventilator wieder auf den S erforderlichen Druck bringt und ihn samt dem noch darin enthaltenen Wasserstoff super-' oxyd neuerdings einer Heizvorrichtung zuführt. Nach Passieren derselben wird wieder ein ■ kleiner Teil des Dampfes kondensiert, der Rest to einer dritten Heizvorrichtung zugeführt usw. Wird z. B. jedesmal '/,„ des Dampfes mit der Hälfte des gesamten enthaltenen Wasserstoffsuperoxyds kondensiert, so können mit diesem Dampf io Operationen hintereinander ausgeführt werden, und es wird somit in Summa das Fünffache jener Wasserstoffsuperoxydmenge gewonnen, die bei bloß einmaligem Durchgang dieser Dampfmenge durch die Heizzone hätte gewonnen werden können. Der Dampfverbrauch pro Kilogramm Wasserstoff- ao superoxyd ist dadurch auf den fünften Teil reduziert.
    ■■':■./ Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Wasser- :■-. stoffsuperoxyd durch rasches Vorbeibewegen Von Wasserdampf oder solchen enthaltenden Gasen an einer Heizquelle, dadurch ■'■■:' gekennzeichnet, daß der verwandte Wasserdampf nach Passieren der Heizzonc nur teilweise zur Kondensation gebracht wird, während der Rest mit dem darin enthaltenen Wasserstoffsuperoxyd einer zweiten, ev. in analoger Weise weiter einer dritten, vierten usw. Erhitzung mit darauffolgender partieller Kondensation unterworfen wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2512737A1 (de) * 1974-03-26 1975-10-02 Signetics Corp Obenkollektor-halbleiterbauelement und verfahren zu dessen herstellung

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DE2512737A1 (de) * 1974-03-26 1975-10-02 Signetics Corp Obenkollektor-halbleiterbauelement und verfahren zu dessen herstellung

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