DE20512C - Elektrischer Motor - Google Patents
Elektrischer MotorInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K23/00—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Manufacture Of Motors, Generators (AREA)
- Magnetic Treatment Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. September 1881 ab.
Dieser Elektricitätsmotor basirt auf der Abweichung, die der Strom auf einen im Innern
der Kette placirten Magnet oder Elektromagnet hervorbringt. Dieser Motor besteht wesentlich
aus einem festen Gewinde, in dessen Mitte eine Sie men s'sehe Bobbine oder ein Elektromagnet
angebracht ist, dessen Draht beständig einen Strom von derselben Richtung empfängt, während
die einhüllende Drahtumwickelung bei jeder halben Umdrehung von umgekehrten Strömen
durchlaufen wird. Dies ist das Princip, auf welchem unser Motor beruht; es ist das
Princip des Elektricitätsmessers.
Der Motor besteht aus drei wesentlichen Theilen: ■
1. einem beweglichen Elektromagnet,
2. einem festliegenden Drahtgewinde um diesen Elektromagnet,
3. einem Commutator.
Der Elektromagnet besteht aus einer rechteckigen Eisenplatte A, an welchem die beiden
Streifen B B aus demselben Metall derart befestigt sind, um im Durchschnitt die Figur eines
Doppel-T mit zwei gekrümmten Sohlen zu geben. Das erste Drahtende des Gewindes X ist auf
dem Kern selbst bei α befestigt, das andere Ende findet seine Befestigung durch die Schraube ν
auf dem Commutator C.
Um diesen Elektromagnet ist parallel mit seiner Achse das feste Aufsengewinde D placirt,
das aus Kupferdrähten besteht, welche sorgfältig von einander und von dem Gestelle des
Apparates isolirt sind. Die beiden Drahtenden dieses Gewindes D gehen vermittelst der bei
E und F eingefügten beiden Reiber b und c zum Commutator. Der letztere besteht aus den
beiden Theilen d und e, auf einer isolirenden Büchse / angebracht, welche an der Welle O
befestigt ist.
Einer der Pole der Elektricitätsquelle wird bei G mit dem Gestell der Maschine in Verbindung
gebracht; der Strom geht durch das am Kern bei α befestigte Drahtende in das
Gewinde des Elektromagneten und verläfst dasselbe durch das an dem Theil d des Commutators
befestigte andere Drahtende. Alsdann geht der Strom durch einen der Reiber b oder c
in das feste Gewinde und verläfst dasselbe durch einen anderen Reiber c oder b, um sich nach
dem Theil H zu begeben, wo sich der andere Pol der Elektricitätsquelle anschliefst.
Der Commutator bewirkt eine Umkehr des Stromes in dem festen Gewinde bei jeder
halben Umdrehung des Elektromagnete.n, und der letztere nimmt eine fortdauernde Bewegung
an, die immer in derselben Richtung stattfindet, welches auch die Disposition der Drähte sein
möge, die den Apparat mit der Elektricitätsquelle verbinden.
Bemerkenswerth ist, dafs bei diesem System, wo das Gewinde des Elektromagneten von dem
Strom immer in derselben Richtung durchlaufen wird, keine Elektricität angewendet wird, um
nach einander magnetisch und nicht magnetisch zu machen, wie dies bei anderen Systemen geschieht;
dadurch wird der Apparat weniger erhitzt und die Elektricität besser ausgenutzt.
In gewissen Fällen und besonders in dem Falle, wo die Maschine dazu dienen soll, eine
Kraft in Elektricität umzuwandeln, ist es vor-
theilhaft, den Elektromagnet durch einen permanenten Magnet zu ersetzen, wodurch die
dynamo-elektrische Maschine in eine elektromagnetische Maschine umgewandelt wird. In
dem Falle, wo man wechselnde Ströme zu empfangen hat, würde das eine Drahtende des
festen Gewindes auf eine Hülfsstange E', Fig. 5, gehen und die beiden EE' würden die wechselnden
Ströme aufnehmen.
Für gewisse Specialanwendungen möchte die Maschine, wie sie vorstehend beschrieben ist,
Uebelstände mit sich führen, da sie einen todten Punkt hat. Verschiedene sehr einfache
Dispositionen gestatten die Beseitigung der Uebelstände.
Es genügt, dafür zwei Apparate mit den Enden an einander zu stellen und ihnen eine
gemeinsame Achse zu geben, wobei die Drähte des einen der Elektromagnete im rechten Winkel
mit den Drähten des anderen aufgewickelt werden.
- Dieselbe Wirkung wird erzielt, wenn man zwei Apparate, mit den Seiten an einander gestellt,
durch ein Zahngetriebe mit einander in Verbindung setzt.
Schliefslich könnte man auch eine einzige Bobbine verwenden, auf welche man den Draht
in. mehreren Sectionen aufrollt, die mit einem gewöhnlichen Commutator, ähnlich denjenigen
der Gramme'schen, Siemens'schen und anderer Apparate, verbunden sind.
Letztere Disposition wird für die Construction von Motoren von grofser Kra/t vorzuziehen sein.
Claims (3)
1. Ein Elektricitätsmotor, wesentlich bestehend aus einem festen Gewinde D, in dessen
Mitte eine Si em ens'sehe Bobbine oder ein Elektromagnet angebracht ist, dessen Draht
beständig von einem constanten Strom derselben Richtung durchflossen wird und wobei
durch das feste Gewinde D ein in seineii Richtung wechselnder Strom läuft.
2. Die Anwendung eines Commutators in Combination mit den unter 1. beschriebenen
Neuerungen, zum Zweck, in dem festen Gewinde D die Richtung des Stromes bei
jeder halben Umdrehung der Magnete zu wechseln.
3. Bei dem unter 1. und 2. genannten Neuerungen der Ersatz der Elektromagnete durch
permanente Magnete, zum Zweck, irgend eine Kraft in Elektricität umzuwandeln.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20512C true DE20512C (de) |
Family
ID=297260
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT20512D Active DE20512C (de) | Elektrischer Motor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20512C (de) |
-
0
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