DE20318892U1 - Verriegelungssystem für Paneele - Google Patents

Verriegelungssystem für Paneele

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DE20318892U1 DE20318892U DE20318892U DE20318892U1 DE 20318892 U1 DE20318892 U1 DE 20318892U1 DE 20318892 U DE20318892 U DE 20318892U DE 20318892 U DE20318892 U DE 20318892U DE 20318892 U1 DE20318892 U1 DE 20318892U1
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Abstract

Verriegelungssystem (3) für Paneele (1, 2) mit wenigstens an zwei sich gegenüberliegenden Kanten der Paneele (1, 2) angeordneten komplementären Verriegelungsprofilen (4, 5) zur formschlüssigen Verbindung gleichartiger Paneele, umfassend ein Nutprofil (5) mit einer oberen Nutwand (9) und einer unteren Nutwand (6), wobei die untere Nutwand (6) im verlegten Zustand dem Verlegeuntergrund zugewandt ist und auf ihrer Nutinnenseite eine Rastausnehmung (7) aufweist, sowie mit einem zu dem Nutprofil (5) komplementären Federprofil (4) mit an der Federunterseite angeordnetem Rastvorsprung (8), der im gefügten Zustand die Rastausnehmung (7) in der unteren Nutwand (6) eines Nachbarpaneels (1, 2) hintergreift, wobei die Verriegelungsprofile (4, 5) verlegter Paneele (1, 2) ein Gelenk (G) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Nutwand (9) auf ihrer Nutinnenseite eine Ausnehmung (10) aufweist, die im verriegelten Zustand der Federoberseite (4a) zugewandt ist und einen Freiraum bietet für eine gelenkige Drehung des Federprofils (4) relativ zu dem Nutprofil (5).

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verriegelungssystem für Paneele mit wenigstens an zwei sich gegenüberliegenden Kanten eines Paneels angeordneten- komplementären Verriegelungsprofilen zur formschlüssigen Verbindung gleichartiger Paneele, umfassend ein Nutprofil mit einer oberen Nutwand und einer unteren Nutwand, wobei die untere Nutwand im verlegten Zustand dem Verlegeuntergrund zugewandt ist und auf ihrer Nutinnenseite eine Rastausnehmung aufweist, sowie mit einem zu dem Nutprofil komplementären Federprofil mit an der Federunterseite angeordnetem Rastvorsprung, der im gefügten Zustand die Rastausnehmung in der unteren Nutwand eines Nachbarpaneels hintergreift, wobei die Verriegelungsprofile verlegter Paneele ein Gelenk bilden.
  • Das Verriegelungssystem wird beispielsweise angewandt bei Fußbodenpaneelen, die auf einem Untergrund zu verlegen sind. Die Paneele weisen komplementäre Kanten beziehungsweise Verriegelungsprofile auf, die formschlüssig zusammenwirken. Das Profil einer Kante und das Profil der gegenüberliegenden Kante eines Paneels passen derart zueinander, dass an der freien Kante eines verlegten Paneels jeweils ein gleichartiges Paneel durch eine drehende Fügebewegung befestigbar ist.
  • Üblicherweise ist das Verriegelungssystem einstückig an den Kanten gesägter Holzwerkstoffpaneele angefräst.
  • Aus der 299 11 962 U1 ist ein Verriegelungssystem bekannt, des sen Kanten im verriegelten Zustand ein Gelenk bilden. Durch die Gelenkverbindung zwischen den Paneelen kann ein fertig verlegter Fußboden, auf dem eine Last angeordnet ist, an der belasteten Stelle nachgeben und beispielsweise in eine weiche trittschalldämmende Unterlage einsinken. Bei einem Verriegelungssystem ohne Gelenkverbindung resultiert aus wechselndem Einsinken und Entlasten des Fußbodens eine Materialermüdung im Verbindungsbereich der Paneele. Die Nut- und Federprofile bekommen Risse und können bersten.
  • Die 299 11 462 U1 schlägt zur Lösung dieses Problems vor, eine Gelenkverbindung dadurch zu schaffen, dass die dem Verlegeuntergrund abgewandte Oberseite eines Federprofils eine zum freien Ende des Federprofils abfallende schräge Fläche aufweist. Diese schräge Fläche bildet im Inneren der Paneelverbindung einen Bewegungsfreiraum, der die Paneelverbindung nachgiebig macht, und der für eine drehende Gelenkbewegung ausgenutzt wird.
  • Ein Nachteil des bekannten Verriegelungssystems besteht darin, dass das abgeschrägte freie Ende des Federprofils eine mangelnde Formstabilität aufweist. Der für Paneele üblicherweise verwendete Holzfaserwerkstoff wird an der Federspitze zerdrückt und zerfasert. Die mangelnde Formstabilität erweist sich beim losen Paneel als hinderlich, weil sowohl beim Transport als auch während der Verlegung sich die Federspitze bereichsweise auflösen kann, was die Montage der Paneele erschwert, weil die schadhaften Stellen mit hervorstehenden Holzfasern das Einfügen eines Federprofil in ein Nutprofil eines Nachbarpaneels behindern.
  • Daraus ergibt sich für die vorliegende Erfindung die Aufgabe, ein Verriegelungssystem vorzuschlagen, dessen Kanten im verriegelten Zustand eine Gelenkverbindung bilden, wobei trotz guter Gelenkbeweglichkeit eine verbesserte Formstabilität der Verriegelungsprofile an den Kanten der Paneele erreicht wird.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die obere Nutwand auf ihrer Nutinnenseite eine Ausnehmung aufweist, die im verriegelten Zustand der Federoberseite zugewandt ist und einen Freiraum bietet für eine gelenkige Drehung des Federprofils relativ zu dem Nutprofil.
  • Innerhalb der Paneelverbindung ist ein Bewegungsfreiraum vorhanden, ohne zu diesem Zweck eine Schwächung des Federprofils in Kauf nehmen zu müssen. Der Bewegungsfreiraum für das Federprofil ist stattdessen durch die Ausnehmung in der oberen Nutwand des Nutprofils gebildet. Eine Abschrägung der Federspitze wird auf diese Weise vermieden beziehungsweise vermindert. Die Federspitze ist massiver ausgebildet als beim Stand der Technik und weist somit eine erhöhte Formstabilität auf.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die Federoberseite eine zur Spitze des Federprofils abfallende Fläche aufweist, welche den Freiraum für eine gelenkige Drehung des Federprofils in dem Nutprofil zusätzlich vergrößert. Diese Ausbildung stellt einen Kompromiss dar, bei dem der Bewegungsfreiraum zu einem Teil durch Abschrägung des Federprofils und zu einem anderen Teil durch die Ausnehmung in der oberen Nutwand gebildet ist.
  • Günstigerweise bildet der Boden der Ausnehmung einen Anschlag, der die Gelenkbewegung zwischen Federprofil und Nutprofil begrenzt.
  • Zweckmäßig weist die Rastausnehmung der unteren Nutwand eine konkave Kontur auf. Außerdem kann der Rastvorsprung des Federprofils eine konvexe Kontur aufweisen. Die konkave Nutwand sowie die konvexe Federunterseite schmiegen sich aneinander. Während einer Gelenkbewegung gleiten sie aufeinander. Durch ihre Form geben die Konturen von Ausnehmung und Rastvorsprung eine drehende Bewegung vor beziehungsweise eine Bewegung entlang ei ner Kurve, die etwa der konkaven beziehungsweise der konvexen Kontur entspricht.
  • Bei einer anderen Weiterbildung weist die Federoberseite eine zur Spitze des Federprofils ansteigende Fläche auf, welche die obere Nutwand hintergereift, wobei zwischen der Ausnehmung und der Federoberseite ein Freiraum für eine gelenkige Drehung des Federprofils in dem Nutprofil vorgesehen ist.
  • Nachfolgend ist die Erfindung in einer Zeichnung beispielhaft veranschaulicht und anhand mehrer Figuren detailliert beschrieben. Es zeigen:
  • 1 ein Verriegelungssystem für Paneele mit formschlüssiger nut- und federbasierender Paneelverbindung, wobei die Paneele in einer gemeinsamen Ebene liegen,
  • 2 die Paneelverbindung gemäß 1 in gelenkig aus der gemeinsamen Ebene geschwenktem Zustand,
  • 3 die Paneelverbindung gemäß 2 in entgegengesetzter Drehrichtung aus der gemeinsamen Ebene geschwenkt,
  • 4 eine weitere Ausführungsform des Verriegelungssystem für Paneele mit formschlüssiger nut- und federbasierender Paneelverbindung, wobei die Paneele in einer gemeinsamen Ebene liegen,
  • 5 die Paneelverbindung gemäß 4 in gelenkig aus der gemeinsamen Ebene geschwenktem Zustand,
  • 6 die Paneelverbindung gemäß 5 in entgegengesetzter Drehrichtung aus der gemeinsamen Ebene geschwenkt,
  • 7 die Paneelverbindung gemäß 6 um einen weiteren Betrag in derselben Drehrichtung geschwenkt,
  • 8 eine dritte Ausführungsform des Verriegelungssystem.
  • In den Figuren der Zeichnung sind jeweils zwei verriegelte Paneele 1 und 2 ausschnittsweise vergrößert dargestellt. Anhand dieser Vergrößerungen der Paneelverbindung ist das Verriegelungssystem 3 erläutert. Ein Verlegeuntergrund U ist angedeutet, um einen Bezug für die Unterseite der Paneele zu geben, nämlich dem Verlegeuntergrund U zugewandt und eine diesem abgewandte Oberseite der Paneele 1 und 2. In dem Zwischenraum zwischen den Paneelen und dem Verlegeuntergrund U ist eine weiche trittschalldämmende Unterlage angeordnet, in welche die Paneele 1 und 2 einsinken, wenn sie auf der Oberseite belastet werden. Die trittschalldämmende Unterlage ist nicht im Detail dargestellt.
  • Ein Ausführungsbeispiel eines Verriegelungssystems 3 ist in den 1 bis 3 dargestellt. Ein zweites Ausführungsbeispiel eines Verriegelungssystems ist in den 4 bis 7 gezeigt sowie ein drittes Ausführungsbeispiel in 8. Gleiche Merkmale der unterschiedlichen Ausführungsbeispiele sind zwecks einfacher Verständlichkeit mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Die Form eines jeden Paneels 1 beziehungsweise 2 ist viereckig und flach – plattenförmig. Je zwei sich gegenüberliegende Kanten bilden ein Paar zueinander komplementärer Verriegelungsprofile. Das dargestellte Verriegelungssystem 3 ist an beiden Paaren gegenüberliegender Kanten der Paneele 1 und 2 vorgesehen.
  • Nach 1 weist das Paneel 1 ein Federprofil 4 auf und ist an der dem Federprofil 4 gegenüberliegenden Kante mit einem komplementären Nutprofil versehen, das in der ausschnittsweisen Vergrößerung der Einfachheit halber weggelassen worden ist. Das Paneel 2 weist ein Nutprofil 5 auf und ist an der gegenüberliegenden Kante mit einem Federprofil versehen. Das Federprofil des Paneels 2 ist in der ausschnittsweisen Vergrößerung eben falls weggelassen worden. Auch in den folgenden Figuren fehlt jeweils dasjenige Verriegelungsprofil, das nicht zu der dargestellten Paneelverbindung gehört. Gleichartige Paneele 1 und 2 lassen sich zu einer Fläche verbinden, weil an benachbarten Paneelen 1 und 2 allseits stets passende Komplementärprofile 4 beziehungsweise 5 einander zugekehrt sind.
  • Die sich aus Federprofil 4 und Nutprofil 5 ergebende Paneelverbindung bildet ein Gelenk G. Gemäß 1 liegen die Paneele 1 und 2 in einem Winkel α1 von 180° zueinander in einer Ebene auf einer weichen Unterlage. An der Oberseite der Paneele 1 und 2 ergibt sich eine geschlossene Oberfläche ohne Spalt zwischen den Kanten der Paneele 1 und 2, weil die Kanten ohne Druck stumpf gegeneinander liegen und sich berühren.
  • Es ist zu sehen, das eine untere Nutwand 6 des Nutprofils 5 des Paneels 2 eine konkave Kontur aufweist. Diese Kontur bildet eine Rastausnehmung 7 für das Federprofil 4 des Paneels 1. Das Federprofil 4 weist einen an einer Federunterseite angeordnetem Rastvorsprung 8 auf. Der Rastvorsprung 8 weist eine konvexe Kontur auf, welche die Rastausnehmung 7 des Paneels 1 hintergreift. Die Paneele 1 und 2 sind durch den Formschluss zwischen Rastausnehmung 7 und Rastvorsprung 8 gegen auseinanderziehen in der Ebene der liegenden Paneele gesichert. Außerdem können die gekrümmten Konturen von Rastausnehmung 7 und Rastvorsprung 8 aufeinander gleiten und geben auf diese Weise eine drehende Bewegung des Gelenks G entsprechend der gekrümmten Konturen vor.
  • Eine obere Nutwand 9 des Nutprofils 5 von Paneel 2 weist auf ihrer Nutinnenseite eine Ausnehmung 10 auf. Die Ausnehmung 10 bildet im Inneren der Paneelverbindung einen Bewegungsfreiraum für eine drehende Bewegung des Gelenks G.
  • Ein ausgelenkter Zustand der Paneele 1 und 2 ist in 2 dargestellt. Die Paneele sind relativ zueinander verschwenkt. Der Winkel α2 der Paneele zueinander ist kleiner als 180°. Da bei spielsweise Fußbodenpaneele in der Regel auf einer weichen trittschalldämmenden Unterlage verlegt werden, sinkt ein Paneelfußboden in die weiche Unterlage ein, wenn er auf seiner Fußbodenoberseite belastet wird. In dem Bereich einer Paneelverbindung ist es daher wichtig, eine Nachgiebigkeit konstruktiv einzubauen, um Brüche und Risse im Bereich der Verriegelungsprofile zu vermeiden. Bei dem Gelenk G gleiten die Konturen von Rastausnehmung 7 und Rastvorsprung 8 aufeinander und geben entsprechend ihrer Krümmung eine Drehbewegung vor. Der Paneelverbindung ist daher die Steifigkeit genommen und eine starke Biegebeanspruchung und eine hohe Kerbwirkung innerhalb des Materials der Verriegelungsprofile unterbleibt. Die Paneelverbindung weist eine optimale Anpassung an die Erfordernisse an die Nachgiebigkeit der Paneelfläche bei Verlegung auf einem weichen oder welligen Verlegeuntergrund auf.
  • Die in 2 ausgelenkten Paneele sind, wie in 3 gezeigt, auch in entgegengesetzter Richtung auslenkbar. Durch Einsinken einer Paneelverbindung, die der dargestellten Paneelverbindung benachbart ist, wird die nächstfolgende Paneelverbindung angehoben. Durch eine Belastung des nicht dargestellten Nutprofils des Paneels 1, wird beispielsweise das Federprofil 4 des Paneels 1 vom Verlegeuntergrund U angehoben. Dabei nehmen die Paneele 1 und 2 einen Winkel α3 zueinander ein, der größer ist als 180°. An der Oberseite der Paneele 1 und 2 ist vorübergehend ein Spalt gebildet, der sich nach Entlastung der benachbarten Paneelverbindung wieder schließt, weil die Paneele 1 und 2 sich absenken. Für die Bewegung des Gelenks G in dieser Drehrichtung wird der oben erwähnte Bewegungsfreiraum innerhalb der Paneelverbindung ausgenutzt, in dem die Federoberseite 4a des Federprofils 4 in den Bewegungsfreiraum hineinschwenkt. Die Drehbewegung des Gelenks G endet, dann wenn die Federoberseite 4a an der Ausnehmung 10 der Innenseite der oberen Nutwand anschlägt. Der mögliche Bewegungswinkel für die Drehung des Gelenks G ist abhängig von der Tiefe der Ausnehmung in der oberen Nutwand sowie von der Form der Federoberseite 4a des komplemen tären Federprofils 4. Die Paneelverbindung ist optimal ausgelegt, um eine Nachgiebigkeit der Paneelfläche zu erreichen, die an die Nachgiebigkeit oder eine Welligkeit eines Verlegeuntergrunds U angepasst ist.
  • Eine zweite Ausführungsform des Verriegelungssystems ist in 4 dargestellt. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel gemäß der 1 bis 3 durch einen vergrößerten Bewegungsfreiraum innerhalb der Paneelverbindung. Die Federoberseite 4a weist eine zur Spitze des Federprofils 4 abfallende schräge Fläche 11 auf, welche den Freiraum für eine gelenkige Drehung des Federprofils 4 in dem Nutprofil 5 zusätzlich vergrößert. Für die schräge Fläche 11 ist an der Federoberseite 4a lediglich eine geringe Menge Material abgetragen worden, um die Stabilität des freien Endes des Federprofils 4 möglichst zu erhalten. Die Paneele 1 und 2 befinden sich in einem Winkel α1 von 180°. An der Oberseite der Paneele 1 und 2 ergibt sich, wie in 1, eine geschlossene Oberfläche ohne Spalt zwischen den Kanten der Paneele 1 und 2, weil die Kanten ohne Druck stumpf gegeneinander liegen und sich berühren.
  • Der Bewegungsfreiraum ist gemäß der Ausführungsform nach 4 durch Materialeinsparungen an der Federoberseite 4a sowie an der oberen Nutwand 9 gebildet. Die Anteile an Materialeinsparung für den Bewegungsfreiraum können gleichmäßig auf die Ausnehmung 10 der oberen Nutwand 9 und auf die schräge Fläche der Federoberseite 4a verteilt sein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine strichpunktierte Linie N eingetragen, die parallel zur Oberfläche der Paneele liegt. Anhand der Linie N ist verdeutlicht, dass, verglichen mit dem Federprofil gemäß 1, ein keilförmiges Stück Material an der Federoberseite 4a abgetragen ist. Der dadurch geschaffene Freiraum innerhalb der Paneelverbindung ist etwa so groß, wie die ebenfalls etwa keilförmige Ausnehmung 10 in der oberen Nutwand 9. Alternativ kann auch eine ungleichmäßige Aufteilung des Freiraums vorgenommen werden. Um eine Schwächung des Federprofils 4 zu vermeiden kann beispielsweise der größere Teil der Materialeinsparung durch die Ausnehmung 10 der oberen Nutwand 9 gebildet sein und nur ein geringer Materialabtrag an der Federoberseite 4a vorgesehen sein.
  • In 5 sind die Paneele 1 und 2 relativ zueinander verschwenkt. Der Winkel α2 der Paneele 1 und 2 zueinander ist kleiner als 180°. Da die Paneele 1 und 2 beispielsweise bei der Anwendung als Fußbodenpaneele in der Regel auf einer weichen trittschalldämmenden Unterlage verlegt werden, sinkt ein Paneelfußboden in die weiche Unterlage ein, wenn er auf seiner Fußbodenoberseite belastet wird. In dem Bereich einer Paneelverbindung ist es daher wichtig, eine Nachgiebigkeit konstruktiv einzubauen, um Brüche und Risse im Bereich der Verriegelungsprofile zu vermeiden. Bei dem Gelenk G gleiten die Konturen von Rastausnehmung 7 und Rastvorsprung 8 aneinander. Der Paneelverbindung ist daher die Steifigkeit genommen und eine starke Biegebeanspruchung und eine hohe Kerbwirkung innerhalb des Materials der Verriegelungsprofile unterbleibt. Die Paneelverbindung ist optimal ausgelegt, um eine Nachgiebigkeit der Paneelfläche zu erreichen, die an die Nachgiebigkeit oder eine Welligkeit eines Verlegeuntergrunds U angepasst ist.
  • Der keilförmige Freiraum zwischen der Federoberseite 4a und der Ausnehmung 10 ist größer als in 4. Der Freiraum nimmt zu je weiter sich der Winkel α2 zwischen den Paneelen 1 und 2 verringert. Die eingezeichnete Linie N ist in Bezug auf das Federprofil 4 fix. Sie ist in der Darstellung gemeinsam mit dem Federprofil 4 geschwenkt und verdeutlicht den Zuwachs des Freiraum.
  • 6 zeigt die Paneele gemäß 5, wobei jedoch die Richtung der Auslenkung der Paneele 1 und 2 umgekehrt ist. In dieser Richtung nehmen die Paneele 1 und 2 einen Winkel α3 zueinander ein, der größer ist als 180°. An der Oberseite der Paneele 1 und 2 ist vorübergehend ein Spalt gebildet, wie oben an hand der 3 beschrieben. Der Spalt schließt sich nach Entlastung der benachbarten Paneelverbindung wieder, weil die Paneele 1 und 2 sich absenken. Für die Bewegung des Gelenks G wird nun der oben erwähnte innerhalb der Paneelverbindung vorgesehene Bewegungsfreiraum benutzt. Die Federoberseite 4a ist in 6 teilweise in den Bewegungsfreiraum hineingeschwenkt. Die Linie N ist wiederum fix in Bezug auf das Federprofil 4. Sie verdeutlicht in 6 die Verkleinerung des Freiraums zwischen den Paneelen 1 und 2.
  • In 7 sind die Paneele 1 und 2 aus der in 6 gezeigten Stellung in derselben Richtung weiter geschwenkt. Der Winkel α9 der Paneele zueinander ist größer als in 6. Der Spalt an der Oberseite der Paneele 1 und 2 ist ebenfalls größer als in 6. Der Bewegungsfreiraum innerhalb der Paneelverbindung hat sich soweit verringert, dass die Federoberseite 4a an dem Boden der Ausnehmung 10 der oberen Nutwand 9 anschlägt. Der maximal mögliche Winkel der Gelenkbewegung ist bei diesem Ausführungsbeispiel größer als in dem Ausführungsbeispiel nach 3, weil innerhalb der Paneelverbindung ein größerer Freiraum vorgesehen ist. Die in Bezug zum Federprofil 4 stationäre Linie N durchkreuzt die obere Nutwand 9. Dies verdeutlicht, in Zusammenschau mit dem Federprofil 4 gemäß 1, dass das Gelenk G in einem größeren Winkelbereich schwenken kann.
  • 8 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines Verriegelungssystems 3. Dieses Ausführungsbeispiel entspricht weitgehend dem oben beschriebenen gemäß 1. Es unterscheidet sich lediglich in der Form der Federoberseite 4a des Federprofils 4 und der Form der oberen Nutwand 9 des Nutprofils 5 beziehungsweise der Ausnehmung 10 in der oberen Nutwand 9. Die Federoberseite 4a steigt zu dem freien Ende des Federprofils 4 hin an. Die Ausnehmung 10 in der oberen Nutwand 9 ist tiefer ausgebildet, als in dem Ausführungsbeispiel gemäß 1. Zwischen der Federoberseite 4a und der Ausnehmung 10 der oberen Nutwand 9 des Nutprofils 5 ist ein kleiner Bewegungsfreiraum vorgesehen, der eine Bewegung des Gelenks G beziehungsweise der Paneele 1 und 2 in einem kleinen Winkelbereich ermöglicht. In der gezeigten Position beträgt der Winkel α1 zwischen den Paneelen 1 und 2 genau 180°. An der Oberseite der Paneele 1 und 2 ergibt sich ebenfalls eine geschlossene Oberfläche ohne Spalt zwischen den Kanten der Paneele 1 und 2, weil die Kanten ohne Druck stumpf gegeneinander liegen und sich berühren.
  • 1
    Paneel
    2
    Paneel
    3
    Verriegelungssystem
    4
    Federprofil
    4a
    Federoberseite
    5
    Nutprofil
    6
    untere Nutwand
    7
    Rastausnehmung
    8
    Rastvorsprung
    9
    obere Nutwand
    10
    Ausnehmung
    11
    Fläche
    α1
    180°
    α2
    < 180 °
    α3
    > 180°
    α4
    > α3
    G
    Gelenk
    N
    strichpunktierte Linie
    U
    Verlegeuntergrund

Claims (6)

  1. Verriegelungssystem (3) für Paneele (1, 2) mit wenigstens an zwei sich gegenüberliegenden Kanten der Paneele (1, 2) angeordneten komplementären Verriegelungsprofilen (4, 5) zur formschlüssigen Verbindung gleichartiger Paneele, umfassend ein Nutprofil (5) mit einer oberen Nutwand (9) und einer unteren Nutwand (6), wobei die untere Nutwand (6) im verlegten Zustand dem Verlegeuntergrund zugewandt ist und auf ihrer Nutinnenseite eine Rastausnehmung (7) aufweist, sowie mit einem zu dem Nutprofil (5) komplementären Federprofil (4) mit an der Federunterseite angeordnetem Rastvorsprung (8), der im gefügten Zustand die Rastausnehmung (7) in der unteren Nutwand (6) eines Nachbarpaneels (1, 2) hintergreift, wobei die Verriegelungsprofile (4, 5) verlegter Paneele (1, 2) ein Gelenk (G) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Nutwand (9) auf ihrer Nutinnenseite eine Ausnehmung (10) aufweist, die im verriegelten Zustand der Federoberseite (4a) zugewandt ist und einen Freiraum bietet für eine gelenkige Drehung des Federprofils (4) relativ zu dem Nutprofil (5).
  2. Verriegelungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federoberseite (4a) eine zur Spitze des Federprofils (4) abfallende Fläche auf weist, welche den Freiraum für eine gelenkige Drehung des Federprofils (4) in dem Nutprofil (5) zusätzlich vergrößert.
  3. Verriegelungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden der Ausnehmung (10) einen Anschlag bildet, der die Gelenkbewegung zwischen Federprofil (4) und Nutprofil (5) begrenzt.
  4. Verriegelungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastausnehmung (7) der unteren Nutwand (6) eine konkave Kontur aufweist.
  5. Verriegelungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastvorsprung (8) des Federprofils (4) eine konvexe Kontur aufweist.
  6. Verriegelungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federoberseite (4a) eine zur Spitze des Federprofils (4) ansteigende Fläche aufweist, welche die obere Nutwand (9) hintergereift, wobei zwischen der Ausnehmung (10) und der Federoberseite (4a) ein Freiraum für eine gelenkige Drehung des Federprofils (4) in dem Nutprofil (5) vorgesehen ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1691137A1 (de) * 2005-02-15 2006-08-16 Zehnder Verkaufs- und Verwaltungs AG Heizkörperabdeckung
WO2007124980A1 (de) * 2006-04-26 2007-11-08 Holz-Speckmann Gmbh Verbindungssystem für einen mobilen boden

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