DE2027428C - Überzugsmittel zum Herstellen elek trisch abscheidbarer Überzüge - Google Patents

Überzugsmittel zum Herstellen elek trisch abscheidbarer Überzüge

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DE2027428C DE19702027428 DE2027428A DE2027428C DE 2027428 C DE2027428 C DE 2027428C DE 19702027428 DE19702027428 DE 19702027428 DE 2027428 A DE2027428 A DE 2027428A DE 2027428 C DE2027428 C DE 2027428C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Überzugsmittel zum Herstellen von bei Raumtemperatur trocknenden <o Überzügen auf als Anode geschalteten elektrisch leitenden Gegenständen, insbesondere mit Metalloberflächen oder auf Metallgegenständen, durch Elektrotauchlackierung. Sie bezieht sich ferner auf ein Verfahren zum Herstellen des Überzugsmittels. Die ms Überzüge können auch zur Verkürzung der Trocken zeit bei Temperaturen bis zu 85° C beschleunigt ge härtet werden.
Verfahren zum elektrophoretischen Herstellen von Überzügen auf metallischen Werkstücken durch Ein tauchen des als Anode geschalteten Gegenstandes :n ein F.lektrotaucHbad sind bekannt. Um solche Über zage zu hänen. müssen sie bisher sämtlich bei Temperaturen von über 120" C über einen längeren Zeit raum hi;iv.eg eingebrannt werden. Mit den bekann ten Elektrotauchlacken lassen sich bisher nur Einbrenn überzüge erhalten. So ist in der schweizerischen Patentschrift 419.770 ein Verfahren zum elektrophoretischen Herstellen eines Kunstharzüberzuges beschrieben, bei dem Einbrennlacke verwendet werden, die als Bindemittel Acrylatharze. Alkydharze oüt Maie inatöle aliu'n oder in Kombination mit Harnstoffharzen oder Melaminnarzen enthalten. Diese Überzüge werden mindestens ''. Stunde bei wenigst .-ns 120 oder 13(V C eingebrannt.
Auch in d-:-r USA. Patentschrift 3.230,162 wird ein anodi ;cher F.lektrobesehichtungsprozess beschrieben, bei dem unter Verwendung von neutralisierten Poly earbonsäureharzen Einbrennlack überzüge hergestellt werden.
In den französischen Patentschriften 1.5Or>.s>5n und 1.506.951 wird die elektrophoretische Ab.schc: dung von Acrylatpolymeren aus ihren neutralisierten wäßrig«.,'. Lösungen beschrieben, aber auch hier müs sen die Überzüge mindestens 20 Minrten bei wenig stens 170 C eingebrannt werden, um gehärtete Filme zu ergeben.
Aus der französischen Patentschrift !.414.174 sind Einbrennlacke, die rizinusölhaltige Bindemittel in orga nischen Lösungsmitteln gelöst enthalten, bekannt. Sie enthalten einen Anteil an Acrylsäuremischpolymerisa ten und benötigen Temperaturen von 150'C zum Härten.
Aus der französischen Patentschrift 1,504.895 ist es bekannt. Salze von kationischen Polymeren kata phnretisch abzuscheiden. Aber auch solche an der Kathode abscheidbaren Überzüge benötigen zum Här ten hohe Temperaturen von über 170° C.
Bei Temperaturen unter 100° C bleiben die bekann ten abgeschiedenen Überzüge klebrig und härten nicht aus. Damit aber werden Überzüge ohne brauchbare technologische und korrosionsschützende Eigenschaften erhalten. Zum Aushärten von Einbrennüber zügen werden hohe Temperaturen und damit auch hohe Energiemengen benötigt. Der Ewisatz von Ein brennüberzügen beschränkt sich daher im wesentlichen auf das Beschichten von Metallen. Zur Elektrotauchlackierung von wärmeempfindlichen Stoffen, wie Holzwerkstoffen, Kautschukartikeln oder Kunststoffen und Plastikgegenständen, können Einbrennüber züge im allgemeinen nicht verwendet werden. Hier müssen lufttrocknende Überzugsmittel zum Einsatz kommen, im höchstfall kann mit geringfügig erhöhten Temperaturen bis zu maximal 85° C gearbeitet werden. Anderenfalls werden die zu beschichtenden Gegenstände in Mitleidenschaft gezogen. Das forcierte Trocknen lufUrocknender Überzüge bei erhöhter Temperatur bis 85° C ist mitunter notwendig, um bestimmte mechanische und korrosionsschützende Ergebnisse zu erzielen. Um die Einsatzbreite der Elektrotauchlackierung zu vergrößern, war es wünschenswert, lufttrocknende Elektrotauchüberzüge zu finden.
Nach einem älteren, nicht ν.^veröffentlichten Vorscnlag (deutsche Patentschrift 1,903,703) enthalten Einbrennlacke für Einbrenntemperaturen von 100 bis
200 C /.um Herstellen von Überzügen auf Metallteilen durch Elekiroiauchlackierung ein teilweise in Form der Salze von Ammoniak oder flüchtigen wasscrlushcher, organischen Aminen in Wasser gelöstes bzw. oispergiertes Bindemittel aus einem Gemisch aus
I. IO bis 50 Gewichtsprozent mindestens eines übli then Phi.-nolhar7.es und
II. :>> bis 1K)Gc.1 iclHsprozent eines Mischpolymerisats, das i
\\) M) bis 85 Gewichtsprozent mindestens eines l.st.-Th der Acryl- oder Methacrylsäure mit Alkoholen ir.ii 1 bis 10 KohlenstotTatomen.
(B) 5 bis 15 Gewichtsprozent mindestens einer eo polyn-.ensierbaren ·. ./-olefinisch ungesättigten Carbonsäure mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen.
iCi 3 bis 20 Gewichtsprozent (Metti) acrylamid und ''dcr N Methylol·! mein ι aervljnid und, oder e;n Äther des l-i Methylo!-imeth'i-aerylarrud·: mit Al k.·ίι ilen mit 1 bis 8 K. )hiensio:Ta;omen unJ
Jl)i 5 bis 20Gewichtsprozent Leinöl und oder ;-; zensiertes Leinöl und.··oder Tallöl und oder dehy j^cries Rizinusöl.
~' '.mc gegebenenfalls bis /υ Ϊ0 Gewichtsprozent ■■■ .!.TCi' copolymensierbarer olefiriisch ungesättigter .·■■ 1 . --indungen einpv'i;. mensien en.!hull.
■jiCiisiand der Erfindung sind nun Überziigsmitt:: im Herstellen von elektrisch abscheidbarer, bei !'Uiun-teniperatur irci-knenden Überzügen auf Metallen oder elektrisch leitenden Gegenständen, insbeson- ;n deie mit Metalloherflächen, unter Weiterentwicklung lies ii'teren Vorschlages und <iiif der Basis eines mindestens teilweise in Form der Salz, von anorganischen Alkalien oder Ammoniak und/oder flüchtigen organischen wasserlöslichen Aminen in Wasser gelö- ;' sten oder dispergieren Bindemitteiaemisches aus
I. IO bis 50Gewichtsprozent mindestens eines üblichen Phenolharzes und
II. 50 bis QOGewichtsprozent eines Mischpolymerisates aus
A) 50 bis 85 Gewichtsprozent mindestens eines Esters der Acryl- oder Methacrylsäure mit Alkoholen mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen.
B) :5 bis 20Gewichtsprozent mindestens eines olefinisch ungesättigte Fettsäuren enthaltenden Öles. ρ
C) 5 bis 15 Gewichtsprozent mindestens einer copolymerisierbaren. <t. /i olefinisch ungesättigten Carjjonsäure mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen,
D) 3 bis 20Gewichtsprozent (Meth-)-acrylamid und/oder Methylol(meth) acrylamid und/oder eines sm Äthers des Methylol(meth-Vacrylamids mit Alkoholen mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen und gegebenenfalls
E) bis zu iOGewichtsproz-ent weiterer copolymerisierbarer olefinisch ungesättigter Verbindungen.
die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie zusatz- ·>* lieh Cyclokautschuk eindispergiert enthalten.
In der gebräuchlichen \usführungsform enthält das Überzugsmittel 40 bis 70 Gewichtsteile Cyclokautschuk auf 60 bis 30 Gewichtsteile des Bindemittelgemisches aus I und II eindispergiert. <»'
60 bis 30 Gewichtsteile des Bindemittelgemisches aus I und II eindispergiert.
Die erfindungsgemäßen Überzugsmittel werden verwendet zum Herstellen von bei Raumtemperatur bzw. bei Temperaturen bis zu 85° C härtbaren Über <·■· zügen durch anodisches Abscheiden auf elektrisch leitenden Gegenständen nach dem Elektrotauchverfahren.
Die ertnidungsgemäßen Überzugsmitie! zeichnen sich weiterhin insbesondere durch einen guten Um griff und durch Badstabiiität .«.us. Die erhaltene Dispersion ist über einen Zeitraum von mehreren Monaten lagerstabil. Das als Dispersionsmedium dienende Gemisch aus Phenolharz i und Mischpolymerisat 11 bewirkt in seiner neutralisierten Form eine besonders hervorragende Stabilisierung der Dispersion selbst bei niedrigen FestkörpergehaUen von unter 10 °b Festkörper, wie sie insbesondere für Elektrotauchlackierzwecke verwendet werden.
Das Gemisch aus Phrnolharz 1 und Mischpolymerisat II wirk' gleichzeitig als weichmachender Bestandteil für den Cyclokautschuk. Überraschenderweise zeigen die mit dieser erfindungsgemäßen Disper sie η erhaltenen Überzüge einen guten Verlauf und ein sehr günstiges Härte'Schlagzähigkeitsverhältnis. Im Kurzhewitterungstest nach der deutschen Norm DIN 5ÜG18 waren die Überzüge in SO Wasserdampf-At inosphäre nach 6 Runden noch nicht angegriffen und ohr.? merkbaren Glanz\eriust in Ordnung. Auch nach einen- Test in einer Dauersauna bei 40'C und 95 0L relativer Luftfeuchtigkeit bei 1000 Stunden ■Aaren mit den crfindungsgemäßen Überzügen be schichtete Metallta'Vln nicht angegriffen. Im Salz sprühtest nach ASFM B 117-57 T wurden beschichtete Tafeln erst nach 168Stunuen angegriffen.
Im Hochvakuum mit Aluminium bedampfte Kunst stoffteiie wurden nach dem erfindungsgemäßen Ver fahren beschichtet und. an Lastwagen montiert, über einen Zeitraum von 6 Monaten während einer Winterperiode dem Wetter ausgesetzt. Die erfindungsgemäß beschichteten Teile zeigten nach der Prüfung ein bes seres Ergebnis ais solche metallisierten Kunststoffteile, die nach einem konventionellen Spritzverfahren mit einer Lackschicht überzogen waren.
Als Komponente I eignen «ich d\- üblichen Phenol harze, das heißt die Kondensationsprodukte aus Phe nolen und Formalin, die üblicherweise aus Phenolen und substituierten Phenolen, wie z.B. Phenol. Kresol. Xylenol, 2.2 Bis-(p-hydroxyphenyl) propan und wäßriger Formaldehydlösung in Gegenwart üblicher basischer Kontaktmittel, wie z. B. Ammoniak oder wasserlöslicher Amine hergestellt werden (vgl. z. B. K. HuIt ζ sch »Chemie der Phenolharze«. Springer Verlag 1950. S. 118). Das Phenolharz ist in dem als Dispersionsmittel dienenden Bindemittelgemisch in einer Menge von 10 bis 50 Gewichtsprozent, vorzugsweise 20 bis 35 Gewichtsprozent enthalten.
Das Mischpolymerisat II des Bindemittelgemisches enthält als Komponente A) 50 bis 85, vorzugsweise 50 bis 70 Gewichtsprozent mindestens eines Esters der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Alkoholen, die 1 bis 10 Kohlenstoffatomen enthalten, einpolymerisiert. Als Ester der Acrylsäure oder Methacrylsäure geeignet sind diejenigen mit geradkettigen, verzweigten oder cyclischen Alkoholen, wie z. B. Methanol, Äthanol, Propanol, n-Bi'tanol, iso-Butanol, tert. -Butanol, Amylalkohol, Hexylalkohol, Cyclohexanol, Heptanol. Oktanol, 2-Äthylhexanol. Nonanol und Deka nol, sowie Gemische dieser Ester. Besonders geeignet sind die Ester der Acrylsäure mit n-Butanol, iso-Butanol sowie Methacrylsäuremethylester bzw. Gemische dieser Ester.
Als Komponente B enthält das Mischpolymerisat II erfindungsgemäß 5 bis 20, vorzugsweise 7 bis 15 Gewichtsprozent mindestens eines olefinisch ungesättigte Fettsäuren enthaltenden Öles einpolymerisiert.
Vorzugsweise geeignet sind Öle. die zumindest teil »eise konjugierte Doppelbindungen enthalten. Als derartige Öle sind geeignet Sojaöl. Leinöl und vorzugsweise isomerisiertes Leinöl, Tallöl und Tallöldestillate. v>ie z.B. die sogenannte Zv isehenfruktion. die aus einem Fettsäure/Harzsäuregemisch mit ca. -5 bis 30-Geuichtsprozent Harzsäure bestehen, dehydratisiertes F.izinusol. sov.ie Rizinusöl. Der Gehalt dieser ungesättigten Öle an konjugierten Doppelbindungen ist z. B. nach Kaufmann und Bälde*. Berichte der deutsch.η chemischen Geseilschaft. 70. Jahrgang. Seite 903 (1937) durch Bestimmung der Dienzahl festzustellen. Die vorzugsweise erfindungsgemäß einzusetzenden ungesättigten Öle weisen im allgemeinen eine Dienz.ahl von mehr als 5. vorzugsweise von mehr als 10 auf. Di-: im Rizinusöl enthaltende Rizinolsäure kann durch Wasserabspaltung in eine Festtsäure mit zwei konjugierten Doppelbindungen überführt werden.
Außer den beiden in Konjugation zueinander ste bender. Doppelbindungen können noch weitere isolierte Doppelbindungen in den vorzugsweise ansevandten ungesättigten Ölen vorhanden sein. Für die erfindungsgemäßen Überzügsmittel erweisen sich als besonders geeignet isomerisiertes Leinöl mit einer Dienzahl von 10 bis 30 und oder Tallöl mit einer Dienzahl von 10 bis 15.
ALs Komponente Cj enthält das Mischpolymerisat Il 5 bis 15 Gewichtsprozent mindestens einer copolymerisierbaren n. ,i-olefinisch ungesätigten Carbonsäure mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen. Neben Itac^nsäure. Citraconsäure. Mesaconsäure und Maleinsäure, deren Halbester bzw. Maleinsäureanhydrid eignen sich vorzugsweise Acrylsäure und Methacrylsäure.
Als Komponente D) sind im Miscivvlymerisai H 3 bis 20. vorzugsweise 5 bis 15 Gewichtsprozent (Mvih-)acrylamid. und/oder Methylnl(meth-)acryla:nide und/oder eines Athcs des MethyloUmeth )acr\ I amids mii. Alkohol, die 1 bis 8 Kohlenstoffatomen enthalten, wie z. B. N Butoxymethylmethacrylsäureamid. einpolymerisiert.
Gegebenenfalls kann das Mischpolymerisat II als Komponene E) bis zu 20 Gewichtsprozent weiterer ccpolymerisierbarer olefinisch ungesättigter Verbindungen einpolymerisiert enthalten. Als solche eignen sich die üblichen copolymerisierbaren VinyK'erbindun gen wie Vinylester, wie z. B. Vinylpivalat. Vinylversaticester und besonders Vinylaromaten, wie z.B. Styrol. Vinyltoluol. p-Cnlorstyrol, sowie (Meth-)acrylni-UiL sowie auch copolymerisierbare Verbindungen, die mehrere Doppelbindungen enthalten, wie z. B. Butadien oder Isopren.
Bevorzugte Mischpolymerisate II enthalten z.B. 50 bis 60 Gewichtsprozent Isobuiylacrylat oder n-Butyl ueryia'i und K) bis 20 Gewichtsprozent Methacrylsäuremethylester oder 60 bis 70 Gewichtsprozent n-Butylacrylat als Komponente A. 7 bi? 15 Gewichtsprozent isomerisiertes Leinöl (Dienzahl 20 bis 30) oder dest. Tallöl "Zwischenfraktion« oder Rizinusöl als Komponente B, 7 bis ^Gewichtsprozent Acrylsäure als Komponente C und 5 bis 15 G:wichtsprozent Acrylamid oder Methacrylamid als Komponente D einpolymerisiert.
Die Herstellung des Mischpolymerisats II erfolgt aus den Einzelkomponenten im allgemeinen nach den üblichen Methoden, zweckmäßigerweise nach der Me thode der Lösungspolymerisation, das heißt man polymerisiert in Lösungsmitteln, in denen sowohl die Monomeren als auch die Polymerisate löslich sind.
Das Mischpolymerisat II weist im allgemeinen einen K-Wert. gemessen nach der Methode von H. Fikentscher "(vgl. Cellulosechemie 13. 58 (1932) von 12 bis 30. vorzugsweise von 15 bis 20 auf. Nach der Polymerisation destilliert man den größten Teil des Lösungsmittels ab. Die konzentrierte, noch wanne Lösung des Mischpolymerisats II wird mit soviel Am moniak oder einer flüchtigen organischen Base ver setzt, daß beim späteren Verdünnen mit Wasser eine stabile Lösung oder Dispersion entsteht. Dazu ist' es notwendig, etwa ',·, der im Mischpolymerisat U ent haltenden Carboxylgruppen zu neutralisieren. Als or ganische Basen eignen sich besonders organische Amine, wie v.B. Trialkylamine. die gegebenenfalls noch weiter substituiert sind, wie z.B. Dimethyläthanolamin.
Dns teilweise in Form seines Ammonium bz·1,. Am. .iflzes \orliesende Mischpolymerisat II »Aird mit dem Phenolharz I in üblichen Mischaggregaten unter > Rühren vermischt, und zwar ν :nlen 50 hi·-. 90 '.or zugsweise 65 bis 80Gewichtsprozent des Mischpo lymerisates II mit 10 bis 50. vorzugsweise 20 bis 35 Gewichtsprozent des Phenolharzes I kombiniert (jewei1' bezogen auf den Festgehalt).
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Überzugs mittel wird der Cyclokautschuk nach den üblichen Methoden in dem alkalisierten und in Wassei gelö sten oder disptrgierten Bindemi.teigemisch 1UiS Phe nolharz I und Mischpolymerisat II dispergieii. Am einfachsten wird der Cyclokautschuk zunächst in or ganischen Lösungsmitteln gelöst und dieser Lösung das Phenolharz I und das Mischpolymerisat II züge mischt. Danach wird mit dem organischen Amin wei ter umgesetzt, bis ein pH-Wert zwischen 7 und 9 erhalten wird. Dieses Gemisch wird dann unter einem Hochleistungsrührwerk mit destilliertem, deionisiertem Wasser dispergiert. Die so zubereitete Dispersion wird mit vollentsalztem Wasser auf einen Festkörper gehalt von 8 bis 16%. vorzugsweise 11 bis 1?".> verdünnt, wobei vor dem Verdünnen der Emulsion noch Pigmeiitteige zugemischt werden können. Der Emulsion können gegebenenfalls weitere übliche Zu sätze wie Phenolharze, maleinisierte Alkydharze, ma leinisierte Öle. Acrylat- oder Methacrylatpolyme-re. Antischaummittel, Verlaufsverbesserer. Stabilisatoren. Amioxydantien zugesetzt werden.
Das Überzugsmittel besitzt vorzugsweise einen Leitwert von ca. 1000 my S cm '. Zur Elektrotauchlakkierung wird der zu beschichtende Gegenstand als Anode geschaltet und in das Überzugsmittel einge-1 ^ucht. Die Abscheidung erfolgt im allgemeinen in stählernen Behältern, die als Kathode geschaltet sind. Die Badtemperatur beträgt zwischen 20 und 50° C.
Die zu beschichtenden Gegenstände können aus Metallen, vorzugsweise vorbehandelten oder nicht vorbehandelten Eisen- oder Stahlblechen. Aluminiumblechen oder L.US Holzwerkstoffen. Kautschuk. Kunststoffen, oder Plastik mit leitfähigen Oberflächen besiehen. Vorzugsweise werden solche Gegenstände aus Kautschuk. Kunststoffen odei Plastik eingesetzt, deren Oberfläche mit einem Metallüberzug versehen ist.
Die Abscheidung erfolgt im allgemeinen bei einer Spannung zwischen 50 und 150VoIt; nach etwa 2 Minuten hat sich auf dem zu überziehenden Gegenstand ein gleichmäßiger Überzug mit einer Filmschichtstärke zwischen 20 und 35 Mikron gebildet, der nach dem Abspülen mit Wasser in 30 bis 60 Minuten an
ilcr I .lift bei Raumtemperatur klebfm ικ1·.·ΐ" befehlen niet bei Temperaturen bis hinauf zu S5 V uetmck Mti. nach 20 bis 30 Miniilcn erhärtet ist.
Die in lolgendem Beispiel angegebenen Teilt· und Prozente beziehen sich auf das Gev. n:ht.
Beispiel
Als Phcnolharzkomponentc I wird eine gelbliche Lösung verwendet, die einen Festgehalt von 70'Vi aufweist und aus 200 Teilen 2,2-Bis (p hydroxyphenyl) propan. 132 Teilen 40prozcntigcm Formalin und 19.65 Feilen Dimcthyläthanolamin bei 70'C unter zweistün digeni Rühren hergestellt worden ist. 330 Teile dieser Komponente werden vereinigt mit einem Mischpolymerisat 11 nus 322 Teilen Isobutylacrylat. 53.fi Teilen Mcthylmethacrylat. 53.6 Teilen isomerisiertrm Leinöl, das eine nach Kaufmann und Baldcs bestimmte Dien zahl von ca. 25 hat. 53.6 Teilen Acrylamid und 53.6 Teilen Acrylsäure, das in Form einer Lösung in Isopro panol bei einrm Fcstgchalt von 85% mit 24.4 Teilen Dimctlivliiihanolamin neutralisiert ist. Der Kndfestge halt der Mi.ellung ist HO"·,.
KH) Teile dieser Lösung werden mit 2 14 Teiler einer 70pro/rniigen Lösung von Cyclokautschuk ii Benzin vermischt un>.\ 50Teile Isodecy!alkohol um 1.5 Teil«: Diisopmpanolamin hinzugefügt. Mittel· eines llomo>;cnisators wird diese Lösung mit Wassci auf einen I osikorpergchalt von I2'.'u verdünnt unc gleichmäßig dispergiert.
Auf einem Tiefziehblech einer Größe von 10 10 cm2, das als Anode geschaltet ist, erfolgt eine Ab scheidung bei einer Abselieidungsspannung zwischer 50 und 15OVoIt und 2 Minuten Abscheidungszeit Man erhält nach dem Abspülen mit Wasser einer Überzug, der bei Raumtemperatur nach 30 bis 60 Mi nuten klebfrei und über Nacht durchgehärtet ist. Dci abgeschiedene Film kann auch beschleunigt 20 hi« 30 Minuten bei einer Temperatur von 80° C gehärtei werden. Der Überzug ist griffest. Im Kurzbcwitte rungstest nach DIN 50018 ist nach 6Stunden dci Film einwandfrei. Nach 168 Stunden im Salzsprühgc rät nach ASTM B 117 57 T ist noch keine Korro sionscrschcinting /u bemerken.
309 622/:

Claims (4)

Patentansprüche: i. Überzugsmittel zum Herstellen \on e'cktri> l· abzuscheidenden Überzügen auf elektrisch leiter, den Gegenständen auf der Basis eines mindestens teilweise in Form der Salze von anorganischen Ai kali.-n oder Ammoniak und. oder flüchtigen organi sch.en wasserlöslichen Aminen in Wasser gelösten oder dispergieren Bindemitielgemisches aus
1. 10 bis ;"0 Gewichtsprozent mindestens ei:':Cs üblichen Phenolharzes und
II. 50 bis 90 Gewichtsprozent eines Mischpolymerisats aus
Al 50 bis i<5 Gewichtsprozent mindestens eines Esters der Acryl 'oder Methacrylsäure :nit Aikoho ler. πι t I bis !0 Kohlenstoffatomen.
R; : Ki > 20 Gewichtsprozent mindest ens eine·- olefinisch üiiEesäuigtc Fettsauren enthaltenden Öles.
C) '■ his 15 Gewichtsprozent niindesie;:s einer c >pol;. meri>ierb iren ;, ,!-olefinisch ungesättigten Crbonsäure mit .? bis 5 Kohlenstoffatomen.
D) 3 bis 20Gewichtsprozent (Meth-)-acryiamid und'oder Methylol (meth-)-acrylarriid und oder eines Äthers des Methylol-!meth-)-acrykimids mit Alkoholen mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen und g·: gebenenfalls
E) bis zu 20Ge.vichtsprozent weiterer copolymensierbarer olefinisch ungesättigter Verbindungen.
dadurch gekennzeichnet, daß es zusatz Hch Cyclokautschuk eindispergier1 enthält.
2. Überzugsmittel nach Anspruch 1. dadurch ge kennzeichnet, daß es
40 bis 70 Gewichtsteile Cyclokautschuk auf
60 bis 30Gewichtsteile des Bindemittelgemisches aus I und II enthält.
3. Verfahren zum Hersteilen des Überzugsmittels nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch ge kennzeichnet, daß -Tan den Cyclokautschuk in Form einer Lösung in organischen Lösungsmitteln in dem mindestens teilweise in Form der Salze von anorganischen Alkalien oder Ammoniak und/oder flüchtigen organischen wasserlöslichen Aminen in Wasser gelösten oder dispergierten Bin demittelgemisch aus Phenolharz und Mischpolymerisat dispergiert.
4. Verwendung des Überzugsmittels nach den Ansprüchen I oder 2 zum Herstellen von bei Raumtemperatur bzw. bei Temperaturen bis 85° C härtbaren Überzügen durch anodisches Abscheiden auf elektrisch leitenden Gegenständen nach dem Elektrotauchverfahren.
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