DE20256C - Neuerungen an Pressen für prismatisches Pulver - Google Patents

Neuerungen an Pressen für prismatisches Pulver

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DE20256C
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DENDAT20256D
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H. gruson, Kgl. Kommerzienrath, in Buckau b. Magdeburg1
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/02Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space
    • B30B11/04Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space co-operating with a fixed mould

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 78: Sprengstoffe.
Der Zweck der nachstehend beschriebenen Erfindung ist der, den Mangeln der bisherigen Pressen für prismatisches Pulver abzuhelfen, welche dieselben aufser Stand setzten, den erhöhten Anforderungen in Bezug auf Dichtigkeit und Gleichmäfsigkeit der Pressung des genannten Pulvers zu genügen.
■ Diese Mangel bestehen, kurz gesagt, darin, dafs die Pressung zu kurze Zeit währt und dafs die Körner während derselben eine grofse Bewegung in der Matrize machen müssen. Bekanntlich sind die Pressen für prismatisches Pulver Excenterpressen. Die Prefsstempel sind an zwei Traversen G und J befestigt, welche durch Excenterstangen in verticalen Bahnen bewegt werden, so dafs sich die Stempel in den Matrizen eines zwischen den Traversen . angebrachten Tisches -B begegnen. Die Füllung der Matrizen geschieht automatisch durch den mit entsprechenden Löchern versehenen Schieber L aus dem Fällkasten M.
Naturgemäfs tritt infolge dieser Construction nun ein Moment ein, in welchem die Stempel in Minimalentfernung von einander stehen und die gröfste Pressung ausüben.
Zur Erreichung eines längeren Druckes ist es erforderlich, die Stempel bis zu einem gewissen Grade unabhängig von der Excenterbewegung zu machen.
Letzteres ist zu erreichen:
i. durch eine elastische Befestigung der Stempel an den Traversen, so dafs bei einem bestimmten, durch die gegenseitige Näherung der Stempel erzeugten Druck diese der Bewegung nicht mehr zu folgen brauchen, bis das Excenter den todten Punkt berührt hat.
Die elastische Verbindung zwischen, Stempel und Traverse kann indirect auch durch elastische Zwischenlagen in den Lagern der Excenterstangen hergestellt werden, mögen diese nun aus Federn oder aus hydraulischen bezw. Luftbuffern bestehen;
2. durch Unterbrechung der Bewegung der Traversen. Dieselben werden in diesem Falle von dem Gestell, mit oder ohne elastische Zwischenlage, aufgefangen und arretirt, weshalb die Lager der Excenterstangen den nöthigen Spielraum haben, um die Bewegung allein fortsetzen zu können.
Bei den in beiliegenden Zeichnungen dargestellten Constructionen sind zur Veranschaulichimg der beiden Methoden die Oberstempel elastisch an der oberen Traverse befestigt, während die Bewegung der unteren Traverse unterbrochen wird.
Die Presse besteht aus dem Gestell A, dem Tisch JB, der Welle C mit den Excenterpaaren D D, den Antriebrädern E E und dem Schieberexcenter F; ferner aus der oberen Traverse G mit den Excenterstangen HH, der unteren Traverse J mit den Excenterstangen KK, dem Schieber L, dem Füllkasten M und der Antriebwelle N.
Die oberen Stempel O sind nicht fest an die Traverse G angeschraubt, sondern stützen sich auf hydraulische Kolben, welche sich in entsprechenden Ausbohrungen der Traversen bewegen.
Diese Ausbohrungen stehen mit einem Kanal P mit einander und mit einem Accumulator in Communication, zu welchem letzteren Zweck eine bewegliche Rohrverbindung eingeschaltet
ist, die der Traverse das Auf- und Niedergehen gestattet. Durch den Accumulator kann der Druck auf die Kolben und somit der Maximalstempeldruck beliebig regulirt werden.
Die Buffervorrichtung für die untere Traverse wird durch einen einzigen hydraulischen Cylinder U gebildet, dessen Kolben T mittelst der Säule S die Platte R trägt, auf welche sich die Traverse auflegt. Der Cylinder steht natürlich mit dem Accumulator in Verbindung. Auf der Platte R können zugleich die Nadeln befestigt werden.
Auf Blatt II, Fig. 3, 4 und 5, ist die gleiche Construction dargestellt, nur mit dem Unterschied, dafs der hydraulische Druck sowohl in den oberen als auch in den unteren Kolben durch Federn P1 und T1 ersetzt ist oder auch durch Gummiunterlagen T11, wie in Fig. 5.
Auf Blatt III ist die Bewegung der Stempel durch ein Diagramm veranschaulicht, welches die Wirkungsweise der Presse deutlich erkennen läfst. Die Curve ABC zeigt die Bewegung des oberen, die Curve DEF die Bewegung des unteren Stempels.
Bei G wird die Bewegung der unteren Traverse arretirt, bei H tritt der volle Druck ein und bleibt bis J stehen. Sobald der Druck in der oberen Traverse sowohl als auch in dem unteren hydraulischen Cylinder entsprechend regulirt ist, erhält das zwischen den Stempeln eingeschlossene Pulver von oben und unten genau gleichen Druck, und zwar so lange, bis die Traversen wieder an der Excenterbewegung theilnehmen.
Nach der Pressung werden die Pulverkörner durch die Bewegung der unteren Traverse wieder, wie bisher üblich, aus der Matrize herausgedrückt.
Eine weitere Neuerung der vorliegenden Construction besteht darin, dafs die Matrizen zur Erleichterung der Pressung angewärmt werden. Die seither bei der Fabrikation des prismatischen Pulvers gewonnenen Erfahrungen zeigen nämlich, dafs die Herstellung von prismatischem Pulver unmöglich ist, wenn die Temperatur im Arbeitsraum unter einen gewissen Grad sinkt.
Um nun die unvermeidlichen Schwankungen dieser Temperatur unschädlich zu machen und auch unter hoher Temperatur arbeiten zu können, ist an der Maschine selbst eine Vorrichtung angebracht, welche dem unter der Presse befindlichen Pulver die nöthige Wärme zuführt.
Zu diesem Zweck sind in dem Tische eine Anzahl Hohlräume X und Y angebracht, in welche behufs Erwärmung der Matrizen Dampf oder heifses Wasser eingeleitet werden kann. Andererseits kann diese Erwärmung auch durch Circulationsrohre Z bewirkt werden, welche den Tisch umgeben.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: An Pulverpressen:
1. Die Vorrichtung zur Hervorbringimg eines elastischen Druckes mittelst Gummifeder, hydraulischer oder Luftbuffer.
2. Die Vorrichtung zum Anwärmen der Matrizen, bestehend aus den mit Dampf oder heifsem Wasser zu füllenden Hohlräumen X Y oder Röhren Z.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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