DE2025482C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Metallhülsen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von MetallhülsenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahwn und eine Vorrichtung
zum Herstellen von Metallhülsen aus rechteckigen Blechzuschnitten der im Oberbegriff des Patentanspruchs
I bzw. 2 angegebenen Gattung für z. B. Hüllen für kleine elektrische Elemente.
Aus der US-PS 21 26473 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von dünnwandigen Metallhülsen
der angegebenen Gattung bekannt, bei dem rechteckige Blechzuschnitte an Ihren beiden Längsrändern In
die gleiche Richtung umgebogen werden. In einem zweiten Formvorgang werden die Blechzuschnitte auf einem
zylindrischen Dorn zu einem U-förmigen Querschnitt gebogen und anschließend auf den Dorn zwischen zwei
Formwerkzeuge geschoben. Durch die Zustellbewegung der beiden Formwerkzeuge werden die freien Ränder
dieser U-förmlgen Blechzuschnitte so gegeneinander so
gebogen, daß Ihre Längskanten aneinander anliegen. Aufgrund der Eigenelastizität des Bleches läßt es sich
jedoch bei diesem bekannten Vorgehen nicht vermelden, daß sich die zylindrischen Hülsen nach dem Auseinanderfalten
der beiden Formwerkzeuge wieder um einen geringen Betrag aufbiegen, so daß ein schmaler Spalt zwischen
den beiden Längskanten entsteht. Dieser Spalt bewirkt, daß sich bei weiteren Behandlungsvorgängen
z. B. In einer Sortler* und Verteilertrommel die einzelnen
Hülsen Ineinanderschieben und gegenseitig verhaken können, so daß s\z nur noch von Hand wieder auseinandergebracht
werden können.
Aus der US-PS 20 77 336 ist es zur Herstellung von zylindrischen Biechhülsen ferner bekannt, rechteckige
niechzuschnltte auf einem schmalen Amboß mit halbkreisförmigem Oberteil und parallelen Seilenwanden tu
einem U-förmlgen Querschnitt zu biegen, wobei sich der gebogene Mittelbereich über einen Winkelberelch von ca.
170° erstreckt und der Radius kleiner als der Innenradlus
der fertigen zylindrischen Hülse IsU Anschließend wird
der U-förmlge Blechzuschnitt auf einen Dorn mit zwei
abgerundeten und zwei ebenen parallelen Oberflächen gebracht und durch die Zustellung von zwei Formwerkzeugen
zu der zylindrischen Hülse verformt. Dabei schiebt das auf den gebogenen Mittelbereich einwirkende
obere Formwerkzeug die bis dahin geraden Randteile des
Blechzuschnittes an der Innenfläche des unteren Formwerkzeuges
entlang und In den von dieser Innenfläche und der einen abgerundeten Außenfläche des Doms
gebildeten Spalt hinein. Auch die auf diese Weise hergestellten fertigen Metallhülsen können jedoch zwischen
ihren beiden Längskanten einen schmalen Längsschlitz aufweisen, was zu dem bereits vorstehend genannten
Verhaken mehrerer Hülsen beim Transport oder der Sortierung führen kann.
Aufgabe der Erfindung Ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung der angegebenen Gattung In der Weise
weiterzubilden, daß die freien Längskanten der fertigen Hülse mit einer gewissen Spannung gegeneinander
gedrückt werden.
Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen I und 2 angegebene Erfindung gelöst.
Wesentlich beim erfindungsgemäßen Vorgehen sind die gegenüber dem Radius der fertigen Hülse kleineren
Krümmungsradien <rler eingebogenen Ränder und des
Mittelbereiches der Blechzuschnitte. Bei der Formgebung zwischen den beiden Werkzeugen werden durch die allmähliche
Aufweitung des Mittelbereiches und durch das daran anschließende Aufbiegen der Ränder auf jeweils
den Hülsen-Innendurchmesser Im Formling bleibende Restspannungen erzeugt, die In Umfangsrichtung wirken
und die beiden Längskanten dauerhaft gegeneinanderdrücken. Diese Restspannungen ergeben sich insbesondere
durch das gemeinsame Aufbiegen der beiden Längsränder, nachdem sie soweit zusammengebracht worden
sind, daß sich ihre Längskanten berühren. Dadurch können Schlitze zwischen diesen beiden Längskanten nicht
entstehen und Verhakungen mehrerer Hülsen beim Transport oder weiteren Behandlungsvorgängen werden
sicher vermieden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt
Fig. I einen unverformten Blechzuschnitt,
Flg. 2 einen Blechzuschnitt mit eingebogenen Längsrändern,
Flg. 3 einen U-förmig gebogenen Blechzuschnitt,
Flg. 4 eine fertigte zylindrische Hülse,
Flg. 5, 6 einen zur Herstellung der Hülsen verwendeten
Dorn in Seitenansicht,
Flg. 7 eine Draufsicht auf den in Fig. 5 rechten Dornteil,
Flg. 8 den in Fig. 5 rechter. Dornteil Im Querschnitt
VIII-VIII zusammen mit einem Biegewerkzeug,
Fig. 9 die Formgebung eines auf dem in Flg. 5 linken
Dornteil im Klemmsitz gehaltenen U-förmigen Blechzuschnittes zwischen zwei Formwerkzeugen zu der fertigen
Hülse Im Querschnitt IX-IX In Fig. 5.
Die Metallhülsen werden aus rechteckigen Blechzuschnltlen 10 der In Flg. 1 gezeigten Form hergestellt,
deren Ecken 12 abgeschrägt sind. Die Blechzuschnitte 10 werden zwischen zwei Formhälften an Ihren Längsrändern
14 In die gleiche Richtung um einen Winkelbereich von ungefähr 90° kreisbogenförmlg gebogen, wobei der
Krümmungsradius ungefähr 30% kleiner als der Innenradius einer fertigen zylindrischen Hülse 16 gemäß Flg. 4
Ist. Jeder Blechzuschnitt 10 mit den eingebogenen Längs-
randern 14 wird anschließend auf den In FIg, 5 rechten
Teil 18 eines Darns 2ü gebracht, Die Lange des Dornlells
18 Ist größer nJs die Lange des Bleehzuschnittes 10, Der
Dorn 20 Ist auf einem Fuß 22 befestigt und weist Im Dornten 18 einen halbzylmdrlschen oberen Teil 24 auf,
dessen Radius ungefähr 30% kleiner als der Innenradius
der fertigen Hülse 16 Ist, Dieser halbzyllndrisehe Teil 24
geht In einen unteren Teil mit parallelen Seltenwanden
26 über, dessen Höhe annähernd einem Fünftel der Breite des Bleehzuschnittes 10 entspricht. Der Dornteil
18 Ist mit dem Fuß 22 über einen schmalen Verbindungssteg 28 verbunden. Im halbzyltndrischen oberen
Teil 24 des Dorntelles 18 ist eine Längsnut 30 zur Aufnahme
eines nicht gezeigten Schiebers vorgesehen, mit der der U-förmig geformte Blechzuschnitt 10 auf den
anschließenden Dornteil 44 verschoben wird.
Der Blechzuschnitt 10 mit umgebogenen Längsrändern 14 wird symmetrisch über den Dornteil 18 gebracht,
woraufhia ein Biegewerkzeug 32 zum Dornteil 18 hin zugestellt wird (vgl. Fig.8). Der Formraum 34 des
Biegewerkzeuges 32 weist am Boden einen kreisbogenförmigen Teil 36 auf, dessen Radius in etwa dem Radius des
Dorntelles 24 entspricht und der in zwei schräg auseinanderlaufende ebene Seitenflächen 38 übergeht, die einen
Winkel von ungefähr 30° einschließen und durch Bögen 40 in die Bodenfläche des Biegewerkzeuges 32 übergehen.
Der kreisbogenförmige Teil 36 des Formraumes 34 umfaßt einen Winkelbereich von ungefähr 150°.
Der Blechzuschnitt 10 wird zwischen dem Dornteil 18 und dem Biegewerkzeug 32 zu der in Fig. 3 dargestellten
U-förmigen Querschnittsform gebogen, wobei der bogenförmige Mittelbereich 42 einen um etwa 30% kleineren
Radius als der Innenradius der fertigen Metallhülse 16 hat. Nach diesem Biegevorgang greifen die freien Randkanten
der einwärts gebogenen Ränder 14 unter den Dornteil 18 und haben einen gegenseitigen Abstand, der
etwas größer als die Stärke des Verbindungssteges 28 ist. Der U-förmig gebogene Blechzuschnitt 10 wird anschließend
durch den in der Längsnut 30 geführten Schieber auf den In Fig. 5 linken zylindrischen Dornteil 44
geschoben, dessen Radius geringfügig kleiner als der Innenradius der fertigen Hülse 16 ist, um einen Gleitsitz
zuzulassen. Der Durchmesser des Dornteils 44 ist somit größer als der des Dornteiles 18 und seine Mittelachse
erstreckt sich In der Höhe des unteren Randes der Seitenflächen 26 des Dornteils 18. Zwischen beiden Dornteilen
18 und 44 befindet sich ein in Flg. 5 dargestelltes Übergangsstück
46, das zu einem gleichmäßigen Übergang der Außenflächen der beiden Dornteile 18 und 44 beiträgt.
Wenn der U-förmlge Blechzuschnitt 10 vom Dornteil 18 auf den Dornteil 44 verschoben wird, dann werden
seine Ränder 14 etwas gespreizt und umgreifen den unteren Teil des Dorntelles 44, so daß dann der Blechzuschnltt
10 Im Klemmsitz auf dem Dornten 44 gehalten wird. Der auf diese Welse festgelegte Blechzuschnitt 10
wird anschließend zwischen zwei Werkzeugen 48 und SO
zur Hülse 16 geformt. Die Formraume 52 und 54 der beiden
Werkzeuge 48, 50 sind jeweils halbzylindrisch mit einem Radius, der dem Außenradius der fertigen Hülse
16 entspricht.
Beim Formungsvorgang wird zunächst das untere
Beim Formungsvorgang wird zunächst das untere
ίο Werkzeug 48 so weit nach oben bewegt, bis die oberen
Ränder seines Formraumes 52 sich in einem Abstand vom Dornteil 44 befinden, der größer, vorzugsweise doppelt
so groß, als die Dicke des Bleehzuschnittes IC ist. Das obere Werkzeug 50 wird danach gegen den feststehenden
Dornteil 44 nach unten bewegt. Dabei drückt dieses Werkzeug 50 gegen den Mittelbereich 42 des
Bleehzuschnittes 10 und schiebt die beiden Ränder 14 nach unten in den Formraum 52 des unteren Werkzeuges
48 entlang seiner Innenflächen, wodurch die Ränder 14 etwas aufgeweitet werden und sich gleichzeitig einander
nähern. Diese Bewegung des oberen Werkzeuges 50 wird fortgesetzt, bis es in etwa in gleichem Abstand wie
das untere Werkzeug 48 zur Achse des Dornteiles 44 steht. Danach werden beide Werkzeuge 48 und 50
gemeinsam gegeneinander gepreßt. Der Blechzuschnitt 10 erhält dabei die dargestellte zylindrische Hülsenform.
Die Längskanten der beiden Ränder 14 liegen direkt aneinander an und üben einen gewissen Druck gegeneinander
aus. Die Werkzeuge 48 und 50 werden danach wieder auseinandergefahren und die Hülse 16 wird mitteis
einer nicht gezeigten Verschiebeklaue auf den in Fig. 6 gezeigten äußersten Teil des Dornteiles 44 geschoben, wo
sie während der Formung der nächsten Hülse 16 verbleibt.
Am äußersten Ende des Dornteils 44 ist durch einen Zapfen 56 ein Bördeldorn 58 festgeschraubt, der über den
größten Teil seiner Länge den gleichen Durchmesser wie der Dornteil 44 hat, aber an seinem Übergang eine Ringnut
60 aufweist. Der Bördeldorn 58 hat an seinem freien Ende einen Stirnwulst 62 und eine Gesamtlänge, die der
Länge der Metallhülse 16 genau entspricht. Die Hülse 16 wird nach dem Formvorgang auf den Bördeldorn 58 so
aufgeschoben, daß sich der dem Dornteil 44 zugekehrte
Stirnrand in einem kleinen Abstand vom äußersten Rand 64 der Ringnut 60 befindet. Danach wird eine nicht dargestellte
zweiteilige Druckbacke in die Ringnut 60 eingeführt und bis zur dichten Anlage gegen den Rand 64 verschoben.
Ein Bördelkolben schiebt die Hülse 16 axial in Fig. 6 nach rechts, bis Ihr Innerer Stlrnrand an der
Druckbacke anliegt und formt dabei zusammen mit dem Bördelwulst 62 den äußeren Stirnrand der Hülse 16 zu
einem Bördelwulst 66 (vgl. Flg. 4).
Claims (2)
- Patentansprüche:1, Verfahren zum Herstellen von Metallhülsen mit umgebördeltem Ende aus rechteckigen Blechzuschnitten, bei dem die beiden Längsränder der Blechzuschnitte in die gleiche Richtung In einem Winkelbereich von 75 bis 120° umgebogen werden und bei dem anschließend die Blechzuschnitte in einem Mittelbereich von 125 bis 175° zu einem U-förmigen Querschnitt gebogen und danach auf einem Dorn zwischen zwei hohlzylindrtschen Gesenkformen zur Metallhülse geformt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder der Blechzuschnitte mit einem Krümmungsradius von 20 bis 40% kleiner als der Hülsen-Innendurchmesser gebogen werden, und daß die Blechzuschnitte im U-Bogen mit einem Krümmungsradius von 20 bis 40* kleiner als der Hülsen-Innendurchmesser gebogen werden.
- 2. Vorriohjing zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus Formwerkzeugen zum Umbiegen der Ränder, aus einem weiteren Satz von Formwerkzeugen zum Biegen der Blechzuschnitte zu dem U-förmigen Querschnitt und aus einem Satz von Preßwerkzeugen zum Umformen der U-förmigen Blechzuschnitte auf einem Dorn zu der fertigen Metallhfllse, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (20) für die Formung des U-förmigen Blechzuschnitts mit dem Dorn (44) für die Endformung über ein Zwischenstück (46) verbunden ist.
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