DE2024930A1 - Medicated tampons - for internal treatment - Google Patents

Medicated tampons - for internal treatment

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DE2024930A1
DE2024930A1 DE19702024930 DE2024930A DE2024930A1 DE 2024930 A1 DE2024930 A1 DE 2024930A1 DE 19702024930 DE19702024930 DE 19702024930 DE 2024930 A DE2024930 A DE 2024930A DE 2024930 A1 DE2024930 A1 DE 2024930A1
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Hellmut Dr med habil 8035 Gauting Anton
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Roland Arzneimittel GmbH, 4300 Essen
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M31/00Devices for introducing or retaining media, e.g. remedies, in cavities of the body

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Description

  • Vorrichtung sur Einbringung von Wirkstoffen in die menschliche und tierische Scheide und zur Behandlung der Scheidenwand Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Einbringung von Wirkstoffen in die menschliche oder tierische Scheide und zur Behandlung der Scheidenwand.
  • Die Einbringung von Wirkstoffen in die Scheide kann in trockener, ungelöster Form, in flüssiger oder fließfähiger Form, oder auch in fester, erst bei Körpertemperatur fließfähig werdender Form erfolgen.
  • Die Scheide ist ein stark erweiterungsfähiges schlauchartiges Gebilde mit zahlreichen Nischen und Falten, und es ist mit besonderen Schwierigkeiten verknüpft, einzubringende Wirkstoffe so in ihr zu verteilen, daß alle Abschnitte des Scheidenschlauches gleichmäßig erfaßt werden.
  • Bei der Einbringung trockener, ungelöster Wirkstoffe in Pulver-oder Tablettenform geht man von der Annahme aus, daß sich in der Scheide stets genügend Flüssigkeit befindet, um den Wirkstoff in Lösung zu bringen. Das ist keineswegs immer der Fall. Es besteht daher einerseits die Gefahr, daß ungelöste Tablettenteile oder Pulverpartikel irgendwo im Vaginalschlauch liegen bleiben. Andererseits ist die Konzentration der entstehen.
  • den Wirkstofflösung weitgehend davon abhängig, wieviel Flü3aigkeit zur Lösung an der Stelle, an die der ungelöste Wirkstoff hingelangt ist, gerade zur Verfügung steht. Liegt z.B. eine Tablette der Scheidenwand an, und steht wenig Flüssigkeit zur Lösung zur Verfügung, so entsteht zwischen der angelösten Tablette und der Scheidenwand eine sehr hohe Wirkstoffkonzentration, was zu einer Schädigung der Scheidenwand führen kann, wohingegen weite Bereiche des Scheidenschlauches gar nicht erfaßt werden.
  • Die zweckmäßigste Form für die Einbringung eines Wirkstoffes .in die Scheide ist daher die einer Lösung genau vorbestimmter Konzentration.
  • Es sind spritzenartige Vorrichtungen zur Einbringung flüssiger Behandlungsmittel in die Scheide bekannt, die für diesen Zweck besondere ausgebildet sind. Sie kommen an der auf dem Rücken liegenden Frau zur Anwendung, weil in dieser Lage des Körpers die Scheide nach hinten geneigt ist.
  • Um die eingebrachte Flüssigkeit gegen Wiederherauslaufen bei Lageänderung der Frau zu sichern, ist es bekannt und gebräuchlich, nach Einbringung der Flüssigkeit einen mit Entfernungsband versehenen Scheidentampon einzuführen und bis hinter den Scheidenschließmuskel vorzuschieben. Das Verfahren ist zeitraubend und umständlich und kann nur vom behandelnden Arzt ausgeführt werden.
  • Es ist weiter bekannt, daß man flüssige Behandlungsmittel mit Hilfe von saugfähigen Material, das mit dem Behandlungsmittel geträngkt ist, in die Scheide einbringen kann, etwa mit Hilfe von Verbandmull, mit Wattebäuschen oder mit Hilfe von Scheidentampons, wie sie im DRP 466 048 beschrieben sind. Auch diese Verfahren sind unständlich und können nur vom behandelnden @rzt ausgeführt werden.
  • In der US-Patentschrift 2 832 342 ist eine Vorrichtung beschrieben, die aus einem besonders gestalteten Applikator besteht, in den ein Schwamm eingebaut ist, dem unmittelbar vor Einführung des Applikators in die Scheide Behandlungsflüssigkeit zugeführt wird. Die Vorrichtung ist kompliziert im Aufbau und umständlich in der Anwendung.
  • Es sind weiter lösliche Gelatinekapseln bekannt, die mit einem flüssigen oder fließfähigen Behandlungsmittel gefüllt sind, das sie nach Einbringung der Kapsel in die Scheide innerhalb weniger Minuten freigeben. Erfolgt die Einführung dieser bekannten Kapseln mit einem Pinger durch die zu behandelnde Frau selbst, so ist das Verfahren unhygienisch. Auch ist es während der Zeit des Monatsflusses nicht anwendbar.
  • Ein weiterer Nachteil dieser Art der Verwendung löslicher Gelatinekapseln ist darin zu suchen, daß die auf diese Weise in die menschliche Scheide einbringbare Flüssigkeitsmenge sehr begrenzt ist, wenn man vermeiden will, daß bei der stehenden Frau und der auf dem Bauch liegenden Frau ein großer Anteil der eingebrachten Flüssigkeitsmenge wieder aus der Scheide herausläuft.
  • Im DBP 867 430, der Gh-Patentschrift 550 638, der US-Patentschrift 2 849 000 und der US-Patentschrift 3 177 872 sind Tampons für die Monatehygiene der Frau beschrieben, die aus komprimierten saugfähigen Materialien hergestellt sind, die vor der Pressung mit Flüssigkeiten behandelt werden, um einerseits die Aufsaugfähigkeit der hieraus hergestellten Tampons für den Monatsfluß zu steigern, andererseits ein Polster zu schaffen, dessen in üblicher Weise federnde und auf saugende Fasern nach dem Zusammendrücken eine bestimmte Größe und Dichte beibehalten, beim Gebrauch aber sich ausdehnen, um eine Höchstmenge der aufzunehmenden Flüssigkeit zu fassen. Die Gegenstände dieser bekannten Vorrichtungen sind jedoch weder therapeutische Tampons noch solche, die auf den Scheideninhalt desinfizierend oder auf die Scheidenwand pflegerisch einwirken. Die Flüssigkeiten, mit denen die Pasern dieser bekannten Tampons vor der Pressung behandelt werden, dienen nicht als Vehikel fÜr einen oder mehrere Wirkstoffe zur Behandlung der Scheidenwand oder des Scheideninhalte. Die bekannten Tampons für die Montashygiene der Frau werden in trockenem Zustand in die Scheide eingeführt und bis hinter den Scheidenschließmuskel vorgeschoben. In Kontakt mit Wasser oder mit wäßriger Flüssigkeit gebracht, nehmen sie infolge ihrer Saugfähigkeit und Quellungsfähigkeit eofort das Mehrfache ihres Volumens an Flüssigkeit auf und können dann nicht mehr in die Scheide eingeschoben werden. Es ist daher auch nicht möglich, eie in der Weise zu therapeutischen Zwecken zu verwenden, daß man sie außerhalb des Körpers zunächst in eine wäßrige Lösung eines Medikamentes verbringt und dann in feuchtem Zustand in die Scheide einführt. Diese Verwendungsart wurde daher auch nicht vorgeschlagen0 Im US-Patent 2 603 213 ist eine tamponähnliche Vorrichtung beschrieben, die ua. auch zur Einführung in die Scheide bestimmt ist. Sie besteht Jedoch nicht aus einer den bekannten Tampons für die Monatshygiene der Prau analogen Vorrichtung, sondern ist vielmehr aus weichem saugfähigem unkompriiiertem Material hergestellt und in besonderer Weise ausgestaltet, um die leichte Entfernung aus dem Operationsgebiet zu gestatten. Hierbei kommen innen gelegene saugfähige Schichten miteinander in gleitenden Kontakt. Es wird in der genannten Patentschrift vorgeschlagen, diese aufeinander gleitenden Schichten oberflächlich mit mineralischen, pflanzlichen, natürlichen oder synthetischen Ölen oder Wachsen zu überziehen. Ferner wird vorgeschlagen, diese Vorrichtungen mit einem Medikament zu imprägnieren.
  • Durch die GB-Patentanschrift 898 920 ist ein Tampon für die Monatshygiene geschützt, der im Tamponmaterial verteilt ein Analgetikum enthält, das durch den Monatsfluß zur Lösung und zur Resorption gebracht werden soll. In diesem Tampon ist das Medikament in trockenem, ungelöstem Zustand enthalten, und es gelten für ihn die Überlegungen, die oben hinsichtlich der Anwendung von trockenen Pulrern oder Tabletten angestellt wurden.
  • Es ist schließlich noch beka t, daß man die bekannten Tampons für die Monatshygiene der Frau mit esst bei Körpertemperatur fließfähig werdenden Substanzen überziehen kann, die Medikamente zur Behandlung der Scheidenwand enthalten. Solche Tampons mit Überzügen aus Harnstoff und Geloee sind beispielsweise im DRP 744 502 beschrieben.
  • Ihre Herstellung ist aufwendig. Durch derartige Überzüge ist die gleichmäßige Verteilung eines Medikamentes im Vaginalschlauch nicht gewährleistet.
  • Durch das DRP 161 215 ist es bekannt, eine mit einem Heilmittel gefüllte, lösliche Gelatinekapsel in Verbindung mit einem zusammendrückbaren, saugfähigen Stoff zur Behandlung von Seheidenerkrankungen zu verwenden, wobei die Kapsel und der zusammendrückbare Stoff wiederum in einer löslichen Kapsel eingeschlossen sein sollen.
  • Nach Einbringung der Vorrichtung in die Scheide soll sich zunächst die äußere Kapsel auflösen und anschließend die das Heilmittel enthaltende Kapsel. Der saugfähige Stoff soll sich dann mit dem tieilmittel sättigen und dieses gleichzeitig auf die Umgebung verbrei ten. Ähnliche Vorrichtungen sind im DRP 169 548 und in den US-Patenten 812 768 und 612 769 beschrieben. Sie sind kompliziert im Aufbau und aufwendig in der Herstellung. Soll die bei diesen bekannten Vorrichtungen mitverwendete Gelatinekapeel mit einem flüssigen Medikament beschickt werden, so ist man hinsichtlich der Menge der auf diese Weise in die Scheide einbringbaren Behandlungsflüssigkeit erheblichen Beschränkungen unterworfen. Die zur Verfügung stehende Flüssigkeitsmenge ist viel u klein, um damit eine Sättigung des saugfähigen Stoffes zu erzielen, was für eine gleichmäßige Verteilung des Medikamentes im Tampon erforderlich ist.
  • Gleiche Überlegungen gelten für die Vorrichtung, die in der deutschen Gbm-Beschreibung 1 793 050 beschrieben iste Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Einbringung flüssiger Behandlungsmittel in die menschliche oder tierische Scheide und zur'Behandlung der Scheidenwand zu schaffen, die die Mängel der bekannten Vorrichtungen nicht aufweist, sich durch große Einfachheit und Betriebssicherheit auszeichnet und deren Einführung auch vom Laien bzw. der zu behandelnden Frau selbst mühelos und erfolgssicher in hygienischer Weise durchgeführt werden kann. Ihre Anwendbarkeit ist nicht auf menstruations- bzw. brunstfreie Zeiten beschränkt. Die Vorrichtung erfordert nur einen geringen Herstellungsaufwand.
  • Die Aufgabe wird unter Verwendung eines Scheidentampons aus komprimiertem, saugfähigem, quellungsfähigem und bei Anfeuchtung Dochtwirkung zeigendem Material, der nach Art eines der bekannten Monatstampons als komprimiertes drehrundes oder nahezu drehrundes Stäbchen mit Entfernungaband ausgebildet ist, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Tampon mit Behandlungsflüssigkeit getränkt ist, die einen zur Behandlung der Scheidenwand oder zur Desinfektion der Scheide geeigneten an sich bekannten Wirkstoff oder mehrere solcher Wirk--stoffe gelöst und/oder suspendiert enthält und so zusammengesetzt ist, daß sie den Tampon gar nicht - oder fast gar nicht - sur Quellung bringt, beispielsweise aus einem flüssigen Polyäthylenglykol, vorzugsweise Polyäthylenglykol 400, Propylenglykol, einem aliphatischen Alkohol, Glycerin, pflanzlichem, tierischem oder mineralischem Öl oder einem Gemisch aus zweien oder mehreren dieser Komponenten mit Zusats an sich bekannter zur Desinfektion der Scheide oder zur Behandlung der Scheidenwand geeigneter Wirkstoffe besteht.
  • Als in die Vehikelflüssigkeit einzubringende Wirkstoffe kommen alle Arzneimittel in Prage, die zur Behandlung von Scheidenkrankheiten oder als Scheidendesinfiziens oder als Desodorantien oder als Pflegemittel für die Scheidenwand bekannt sind.
  • .Zur Tränkung eines Tampons nach der Erfindung ist beispielsweise ein Gemisch aus 750 Gew. Teilen Polyglykol 400, 150 Gew. Teilen Glycerin, 100 Gew.Teilen Wasser und 2-4 Gew. Teilen einer quaternären Ammoniumverbindung, beispielsweise Dequaliniumchlorid oder Dequaliniumacetat, besonders geeignet.
  • Bringt man einen der handelsüblichen Tampons für die Monatshygiene der Frau in eine der vorgeschlagemen Behandlungsflüssigkeit, beispielsweise in ein Gemisch aus 750 Gew. Teilen Polyglykol 400, 150 Gew. Teilen Glycerin, 100 Gew. Teilen Wasser und 2 Gew. Teilen Dequaliniumchlorid, so nimmt er das Mehrfache seines Eigengewichts von dieserk Behandlungsflüssigkeit auf, ohne merklich aufzuquellen.
  • Er behält trotsdem die Fähigkeit bei, anschließend noch erhebliche Mengen Wasser oder wäßriger Flüssgkeit unter Aufquellung aufnehmen zu können.
  • Beispielsweise nahmen zwei aus dem Handel bezogene Tampons unterschiedlichen Fabrikates für die Monatshygiene der Frau, die trocken 3,3 g bzw. 4,6 g wogen, 8,0 g bzw. 7,1 g dieser Behandlungsflüssigkeit auf, ohne merklich aufzuquellen, und anschließend in Wasser verbracht, noch 48,7 g bzw. 47,7 g Wasser.
  • Die mit der Behandlungsflüssgkeit beschickten Tampone konnten mit Leichtigkeit in die Scheide eingeführt werden.
  • Die handelsüblichen bekannten Tempons für die Monatshygiene der Frau haben im gebrachsfertigen Zustand einen Durchmesser von bis zu etwa 16 mm bei einer Länge von bis zu etwa 50 mm. Die voll entfaltete Scheide hat in dem Abschnitt zwischen dem Scheidenschließmuskel und dem hinteren Scheidengewölbe eine lichte Weite von etwa 25-35 mm und eine Länge von etwa 70-75 mm. In Anpassung an diese Abmessungen können die zu der erfindungsgmäßen Vorrichtung benötigten Tampons, vor allem, wenn sie zur Behandlung der Scheidenwand Verwendung finden sollen, in ihren Größenabmessungen auch abweichend von den Größenabmessungen der bekannten Tampons für die Monatshygiene der Frau hergestellt werden.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird Jeder Tampon nach der Erfindung in einer ihn vor dem Gebrauch umschließenden Röhre untergebracht, mit der er in die Soheide eingeführt wird, und aus dieser mit Hilie einer geeigneten Ausstoßvorrichtung, beispielsweise einer zweiten Röhre, die in der ersten verschiebbar ist, in die Scheide eingeschoben.
  • Dieser Applikator ist nach DB 587 230 bekannt. Seine Mitverwendung bei dem Gegenstand nach der Erfindung ermöglicht es, den Tampon in die Scheide einzubringen.
  • Es ist auch möglich, dem Tampon in der ihn vor dem Gebrauch umschließenden Röhre eine lösliche Gelatinekapsel lose vorzulegen, die bei Einschiebung des Tampons ihm vorangehend in die Scheide gleitet.
  • Sie kommt bei dieser Anordnung zweckmäßig in Kugelform, Eiform oder der sog. Oblongform zur Verwendung, wobei sie gegen vorzeitiges Herausfallen aus der Unterbringungsröhre gesichert wird, beispielsweise bei Verwendung einer aus einem Papierstreifen hergestellten Röhre zur Unterbringung durch leichte Umbördelung des bei der Einführung vorangehenden Endes dieser Röhre.
  • Bei der Verwendung eines Tampons nach dieser Anordnung bei der die Gelatinekapsel mit der gleichen Behandlungsflüssigkeit gefüllt ist, die in den Tampon eingebracht wurde, steht die aus der Gelatinekapsel frei werdende Flüssigkeitsmenge ausschließlich für die Einwirkung auf die muttermundnahen Teile des Vaginalschlauches zur Verfügung, was eine Beschrankung des Tampons auf kürzere Länge erlaubt.
  • Die zuletzt beschriebenen Vorrichtungen, bei denen der Tampon mit oder ohne vorgeschalteter Gelatinekapsel in einer ihn vor dem Gebrauch umschließenden Röhre untergebracht ist, erlauben gleiohzeitig ein besonders einfaches Verfahren zur Flüssigkeitsbeschickung der Tampons. Diese Vorrichtungen können mit trockenen Tampons vollständig aufgebaut und beispielsweise schon in bekannter Weise in einer Polyäthylenfolie eingesiegelt werden, wobei die Folienumhüllung zunächst am freien Ende des Ausstoßungsrohres noch unter schlossen bleibt. Dann wird den auf das Einführungsende gestellten Vorrichtungen durch das Ausstoßungsrohr die zur Tränkung der Tampon erforderliche Flüssigkeitsmenge zugeführt, was vollautomatisch erfolgen kann, da einfaches Einlaufenlassen der vorausberechneten Flüssigkeitsmenge genügt. Die Flüssigkeit verteilt sich infolge der Saugfähigkeit des Materiales gleichmäßig in diesem.
  • Nach Aufsaugung der eingebrachten Flüssigkeitsmengen durch die Tampons wird die Einaiegelung abgeschlossen, womit das Herstellungsverfahren beendet ist.
  • Bei nur teilweiser ausnutzung des Erfindungsgedankens kann auch einem bekannten Tampon für die Monatshygiene der Frau, der nicht flüssigkeitsbeschickt ist und in einer ihn vor dem Gebrauch umschließenden Röhre, die aus einem Papierstreifen hergestellt ist, untergebracht ist, eine lösliche Gelatinekapeel lose vorgelegt werden, wobei die Kapsel wiederum gegen vorzeitiges Herausfallen durch leichte Umbördelung des vorangehenden Endes dieser Röhre gesichert ist. Dies kommt vor allem in Frage für die Massenfabri kation von Monatstampons mit desodorierender Wirkung , wobei die Kapsel mit einem flüssigen Scheidendesinfiziens gefüllt ist beispielsweise einem Gemisch aus 750 Gew. Teilen Polyglykol 400, 150 Gew. Teilen Glycerin, 100 Gew.Teilen Wasser und 2-4 Gew. Teilen Dequaliniumchlorid oder Dequaliniumacetat.
  • Hierbei ist es von untergeordneter Bedeutung, daß die aue der ldslichen Gelatinekapsel frei werdende Flüssigkeitsmenge für die Sättigung des Tampons nicht ausreicht. Der in den Tampon eintretende Monatsfluß verdünnt das in dem Tampon vorhandene Desinfiziens weiter, das im Tampon vorwiegend im muttermundnahen Abschnitt, also an der Eintrittstelle des Monatsflusses in den Tampon vorhanden ist.
  • In Abb. 1 ist ein Tampon nach der Erfindung im Augenblick der Beschickung mit der Behandlungsflüssigkeit dargestellt. In dieser beispielsweisen Ausführung ist der Tampon 1 in der Röhre 2 untergebracht. Er ist mit dem Entfernungsband 3 versehen, das durch die Ausstoßungsröhre 4 in bekannter Weise hindurchgeführt ist. Vom freien Ende dieser Röhre aus wird dem Tampon durch die Dosiervorrichtung 5 bereit fabrikseitig die Behandlungsflüssigkeit 6 zugeführt.
  • In Abb. 2 ist eine andere Ausführungsform dargestellt, bei der dem in der Röhre 2 untergebrachten mit Entfernungsband 3 versehenen Tampon 1 die lösliche Gelatinekapsel 7 vorgelegt ist. Sie ist gegen vorzeitiges Herausfallen aus der Röhre 2, die in bekannter Weise aus einem Papierstreifen hergestellt ist9 durch die Umbördelung 8 dieser Röhre gesichert. Die Ausstoßungsröhre ist wiederum mit 4 bezeichnet.
  • Bei dieser Anordnung kann es sich bei dem Tampon 1 um einen solchen handeln, der bereits mit Behandlungsflüssigkeit beschickt ist, aber auch um einen an eich bekannten Tampon für die Monatshygiene der Frau.
  • Durch die Beschickung der bekannten Tampons für die Monatshygiene der Frau, oder in Analogie zu diesen gestalteten Tampons, mit Behandlungaflüssigkeit9 die einen oder mehrere Wirkstoffe gelöst oder suspendiert enthält, werden sie zur Behandlung der Scheidenwand bestens geeignet. Die behandelten Tampons lassen sich in feuchtem Zustand ausgezeichnet in den Scheidenschlauch einführen, den sie weitgehend entfalten und glätten. Die angefeuchteten, dur"hfeuchteten oder triefnassen Tampons bringen dabei die eingeführten Wirkstoffe in optimaler Konzentration an alle Stellen der Scheidenwand heran.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist sowohl bei der Frau wie auch beim Tier einfach, erfolgssicher und in hygienischer Weise vom behandelnden Arzt wie auch von Laien, insbesondere der zu betandelnden Frau selbst, mühelos einführbar und nicht an menstruations- bzw.
  • brunstfreie Zeiten gebunden.

Claims (5)

Patentansprüche :
1. Vorrichtung zur Einbringung von Wirkstoffen in die menschliche oder tierische Scheide und zur Behandlung der Scheidenwand unter Verwendung eines Scheidentampons aus komprimiertem, saugfähigem, quellungsfähigem und bei Anfeuchtung Dochtwirkung zeigendem Material, der nach Art es der bekannten onatstsmpons als komprimiertes, $drehrundes oder nahezu drehrundes Stächen mit Entfernungsband ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Tampon (1) mit Behandlungsflüssigkeit (6) getränkt ist; die einen zur Behandlung der Scheidenwand oder zur Desinfektion der Scheide geeigneten an sich bekannten Wirkstoff oder mehrere solcher Wirkstoffe gelöst und/oder suspendiert enthält und so zusammengesetzt ist, daß sie den Tampon gar nicht oder fast gar nicht zur Quellung bringt, beispielsweise aus einem flüssigen Polyäthylenglykol, vorzugsweise Polyäthylenglykol 4009 Propylenglykol, 9 einem aliphatischen Alkohol, Glycerin, pflanzlichem, tierischem oder mineralischem Öl, oder einem Gemisch aus zweien oder mehreren dieser Koponenten mit Zusatz an sich bekannter zur Desinfektion der Scheide oder zur Behandlung der Scheidenwand geeigneter Wirkstoffe besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungsflüssigkeit wasserhaltig ist.
3. Weitere Ausbildung der Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Tampon in an sich bekannter Weise in einer ihn vor dem Gebrauch umschließenden Röhre (2) untergebracht ist, mit der er in die Scheide eingeführt wird, und aus der er mit Hilfe einer geeigneten Ausstoßvorrichtung, beispielsweise einer zweiten Röhre (4), die in der ersteren verschiebbar ist, in die Scheide eingeschoben wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Scheidentampon (1) eine mit einem Behandlungsmittel gefüllte Gelatinekapsel (7) lose vorgelagert ist.
5. Verfahren zur Herstellung der Vorrichtungen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungen zunächst unter Verwendung eines nach Art der bekannten Monatstampons hergestellten Scheidentampons vollständig aufgebaut werden, und daß die Zubringung der Behandlungsflüssigkeit anschließend durch Eingießung in die Ausstoßungsröhre in vorausberechneter Menge erfolgt.
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