-
Vorrichtung sur Einbringung von Wirkstoffen in die menschliche und
tierische Scheide und zur Behandlung der Scheidenwand Die Erfindung betrifft eine
Vorrichtung zur Einbringung von Wirkstoffen in die menschliche oder tierische Scheide
und zur Behandlung der Scheidenwand.
-
Die Einbringung von Wirkstoffen in die Scheide kann in trockener,
ungelöster Form, in flüssiger oder fließfähiger Form, oder auch in fester, erst
bei Körpertemperatur fließfähig werdender Form erfolgen.
-
Die Scheide ist ein stark erweiterungsfähiges schlauchartiges Gebilde
mit zahlreichen Nischen und Falten, und es ist mit besonderen Schwierigkeiten verknüpft,
einzubringende Wirkstoffe so in ihr zu verteilen, daß alle Abschnitte des Scheidenschlauches
gleichmäßig erfaßt werden.
-
Bei der Einbringung trockener, ungelöster Wirkstoffe in Pulver-oder
Tablettenform geht man von der Annahme aus, daß sich in der Scheide stets genügend
Flüssigkeit befindet, um den Wirkstoff in Lösung zu bringen. Das ist keineswegs
immer der Fall. Es besteht daher einerseits die Gefahr, daß ungelöste Tablettenteile
oder Pulverpartikel irgendwo im Vaginalschlauch liegen bleiben. Andererseits ist
die Konzentration der entstehen.
-
den Wirkstofflösung weitgehend davon abhängig, wieviel Flü3aigkeit
zur Lösung an der Stelle, an die der ungelöste Wirkstoff hingelangt ist, gerade
zur Verfügung steht. Liegt z.B. eine Tablette der Scheidenwand an, und steht wenig
Flüssigkeit zur Lösung zur Verfügung, so entsteht zwischen der angelösten Tablette
und der Scheidenwand eine sehr hohe Wirkstoffkonzentration, was zu einer Schädigung
der Scheidenwand führen kann, wohingegen weite Bereiche des Scheidenschlauches gar
nicht erfaßt werden.
-
Die zweckmäßigste Form für die Einbringung eines Wirkstoffes .in die
Scheide ist daher die einer Lösung genau vorbestimmter Konzentration.
-
Es sind spritzenartige Vorrichtungen zur Einbringung flüssiger Behandlungsmittel
in die Scheide bekannt, die für diesen Zweck besondere ausgebildet sind. Sie kommen
an der auf dem Rücken liegenden Frau zur Anwendung, weil in dieser Lage des Körpers
die Scheide nach hinten geneigt ist.
-
Um die eingebrachte Flüssigkeit gegen Wiederherauslaufen bei Lageänderung
der Frau zu sichern, ist es bekannt und gebräuchlich, nach Einbringung der Flüssigkeit
einen mit Entfernungsband versehenen Scheidentampon einzuführen und bis hinter den
Scheidenschließmuskel vorzuschieben. Das Verfahren ist zeitraubend und umständlich
und kann nur vom behandelnden Arzt ausgeführt werden.
-
Es ist weiter bekannt, daß man flüssige Behandlungsmittel mit Hilfe
von saugfähigen Material, das mit dem Behandlungsmittel geträngkt ist, in die Scheide
einbringen kann, etwa mit Hilfe von Verbandmull, mit Wattebäuschen oder mit Hilfe
von Scheidentampons, wie sie im DRP 466 048 beschrieben sind. Auch diese Verfahren
sind unständlich und können nur vom behandelnden @rzt ausgeführt werden.
-
In der US-Patentschrift 2 832 342 ist eine Vorrichtung beschrieben,
die aus einem besonders gestalteten Applikator besteht, in den ein Schwamm eingebaut
ist, dem unmittelbar vor Einführung des Applikators in die Scheide Behandlungsflüssigkeit
zugeführt wird. Die Vorrichtung ist kompliziert im Aufbau und umständlich in der
Anwendung.
-
Es sind weiter lösliche Gelatinekapseln bekannt, die mit einem flüssigen
oder fließfähigen Behandlungsmittel gefüllt sind, das sie nach Einbringung der Kapsel
in die Scheide innerhalb weniger Minuten freigeben. Erfolgt die Einführung dieser
bekannten Kapseln mit einem Pinger durch die zu behandelnde Frau selbst, so ist
das Verfahren unhygienisch. Auch ist es während der Zeit des Monatsflusses nicht
anwendbar.
-
Ein weiterer Nachteil dieser Art der Verwendung löslicher Gelatinekapseln
ist darin zu suchen, daß die auf diese Weise in die menschliche Scheide einbringbare
Flüssigkeitsmenge sehr begrenzt ist, wenn man vermeiden will, daß bei der stehenden
Frau und der auf dem Bauch liegenden Frau ein großer Anteil der
eingebrachten
Flüssigkeitsmenge wieder aus der Scheide herausläuft.
-
Im DBP 867 430, der Gh-Patentschrift 550 638, der US-Patentschrift
2 849 000 und der US-Patentschrift 3 177 872 sind Tampons für die Monatehygiene
der Frau beschrieben, die aus komprimierten saugfähigen Materialien hergestellt
sind, die vor der Pressung mit Flüssigkeiten behandelt werden, um einerseits die
Aufsaugfähigkeit der hieraus hergestellten Tampons für den Monatsfluß zu steigern,
andererseits ein Polster zu schaffen, dessen in üblicher Weise federnde und auf
saugende Fasern nach dem Zusammendrücken eine bestimmte Größe und Dichte beibehalten,
beim Gebrauch aber sich ausdehnen, um eine Höchstmenge der aufzunehmenden Flüssigkeit
zu fassen. Die Gegenstände dieser bekannten Vorrichtungen sind jedoch weder therapeutische
Tampons noch solche, die auf den Scheideninhalt desinfizierend oder auf die Scheidenwand
pflegerisch einwirken. Die Flüssigkeiten, mit denen die Pasern dieser bekannten
Tampons vor der Pressung behandelt werden, dienen nicht als Vehikel fÜr einen oder
mehrere Wirkstoffe zur Behandlung der Scheidenwand oder des Scheideninhalte. Die
bekannten Tampons für die Montashygiene der Frau werden in trockenem Zustand in
die Scheide eingeführt und bis hinter den Scheidenschließmuskel vorgeschoben. In
Kontakt mit Wasser oder mit wäßriger Flüssigkeit gebracht, nehmen sie infolge ihrer
Saugfähigkeit und Quellungsfähigkeit eofort das Mehrfache ihres Volumens an Flüssigkeit
auf und können dann nicht mehr in die Scheide eingeschoben werden. Es ist daher
auch nicht möglich, eie in der Weise zu therapeutischen Zwecken zu verwenden, daß
man sie außerhalb des Körpers zunächst in eine wäßrige Lösung eines Medikamentes
verbringt und dann in feuchtem Zustand in die Scheide einführt. Diese Verwendungsart
wurde daher auch nicht vorgeschlagen0 Im US-Patent 2 603 213 ist eine tamponähnliche
Vorrichtung beschrieben, die ua. auch zur Einführung in die Scheide bestimmt ist.
Sie besteht Jedoch nicht aus einer den bekannten Tampons für die Monatshygiene der
Prau analogen Vorrichtung, sondern ist vielmehr aus weichem saugfähigem unkompriiiertem
Material hergestellt und in besonderer Weise ausgestaltet, um die leichte Entfernung
aus dem Operationsgebiet zu gestatten. Hierbei kommen innen gelegene
saugfähige
Schichten miteinander in gleitenden Kontakt. Es wird in der genannten Patentschrift
vorgeschlagen, diese aufeinander gleitenden Schichten oberflächlich mit mineralischen,
pflanzlichen, natürlichen oder synthetischen Ölen oder Wachsen zu überziehen. Ferner
wird vorgeschlagen, diese Vorrichtungen mit einem Medikament zu imprägnieren.
-
Durch die GB-Patentanschrift 898 920 ist ein Tampon für die Monatshygiene
geschützt, der im Tamponmaterial verteilt ein Analgetikum enthält, das durch den
Monatsfluß zur Lösung und zur Resorption gebracht werden soll. In diesem Tampon
ist das Medikament in trockenem, ungelöstem Zustand enthalten, und es gelten für
ihn die Überlegungen, die oben hinsichtlich der Anwendung von trockenen Pulrern
oder Tabletten angestellt wurden.
-
Es ist schließlich noch beka t, daß man die bekannten Tampons für
die Monatshygiene der Frau mit esst bei Körpertemperatur fließfähig werdenden Substanzen
überziehen kann, die Medikamente zur Behandlung der Scheidenwand enthalten. Solche
Tampons mit Überzügen aus Harnstoff und Geloee sind beispielsweise im DRP 744 502
beschrieben.
-
Ihre Herstellung ist aufwendig. Durch derartige Überzüge ist die gleichmäßige
Verteilung eines Medikamentes im Vaginalschlauch nicht gewährleistet.
-
Durch das DRP 161 215 ist es bekannt, eine mit einem Heilmittel gefüllte,
lösliche Gelatinekapsel in Verbindung mit einem zusammendrückbaren, saugfähigen
Stoff zur Behandlung von Seheidenerkrankungen zu verwenden, wobei die Kapsel und
der zusammendrückbare Stoff wiederum in einer löslichen Kapsel eingeschlossen sein
sollen.
-
Nach Einbringung der Vorrichtung in die Scheide soll sich zunächst
die äußere Kapsel auflösen und anschließend die das Heilmittel enthaltende Kapsel.
Der saugfähige Stoff soll sich dann mit dem tieilmittel sättigen und dieses gleichzeitig
auf die Umgebung verbrei ten. Ähnliche Vorrichtungen sind im DRP 169 548 und in
den US-Patenten 812 768 und 612 769 beschrieben. Sie sind kompliziert im Aufbau
und aufwendig in der Herstellung. Soll die bei diesen bekannten Vorrichtungen mitverwendete
Gelatinekapeel mit einem flüssigen Medikament beschickt werden, so ist man hinsichtlich
der Menge der auf diese Weise in die Scheide einbringbaren Behandlungsflüssigkeit
erheblichen Beschränkungen unterworfen. Die zur Verfügung stehende
Flüssigkeitsmenge
ist viel u klein, um damit eine Sättigung des saugfähigen Stoffes zu erzielen, was
für eine gleichmäßige Verteilung des Medikamentes im Tampon erforderlich ist.
-
Gleiche Überlegungen gelten für die Vorrichtung, die in der deutschen
Gbm-Beschreibung 1 793 050 beschrieben iste Der vorliegenden Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Einbringung flüssiger Behandlungsmittel in
die menschliche oder tierische Scheide und zur'Behandlung der Scheidenwand zu schaffen,
die die Mängel der bekannten Vorrichtungen nicht aufweist, sich durch große Einfachheit
und Betriebssicherheit auszeichnet und deren Einführung auch vom Laien bzw. der
zu behandelnden Frau selbst mühelos und erfolgssicher in hygienischer Weise durchgeführt
werden kann. Ihre Anwendbarkeit ist nicht auf menstruations- bzw. brunstfreie Zeiten
beschränkt. Die Vorrichtung erfordert nur einen geringen Herstellungsaufwand.
-
Die Aufgabe wird unter Verwendung eines Scheidentampons aus komprimiertem,
saugfähigem, quellungsfähigem und bei Anfeuchtung Dochtwirkung zeigendem Material,
der nach Art eines der bekannten Monatstampons als komprimiertes drehrundes oder
nahezu drehrundes Stäbchen mit Entfernungaband ausgebildet ist, erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß der Tampon mit Behandlungsflüssigkeit getränkt ist, die einen
zur Behandlung der Scheidenwand oder zur Desinfektion der Scheide geeigneten an
sich bekannten Wirkstoff oder mehrere solcher Wirk--stoffe gelöst und/oder suspendiert
enthält und so zusammengesetzt ist, daß sie den Tampon gar nicht - oder fast gar
nicht - sur Quellung bringt, beispielsweise aus einem flüssigen Polyäthylenglykol,
vorzugsweise Polyäthylenglykol 400, Propylenglykol, einem aliphatischen Alkohol,
Glycerin, pflanzlichem, tierischem oder mineralischem Öl oder einem Gemisch aus
zweien oder mehreren dieser Komponenten mit Zusats an sich bekannter zur Desinfektion
der Scheide oder zur Behandlung der Scheidenwand geeigneter Wirkstoffe besteht.
-
Als in die Vehikelflüssigkeit einzubringende Wirkstoffe kommen alle
Arzneimittel in Prage, die zur Behandlung von Scheidenkrankheiten oder als Scheidendesinfiziens
oder als Desodorantien oder als Pflegemittel für die Scheidenwand bekannt sind.
-
.Zur Tränkung eines Tampons nach der Erfindung ist beispielsweise
ein Gemisch aus 750 Gew. Teilen Polyglykol 400, 150 Gew. Teilen Glycerin, 100 Gew.Teilen
Wasser und 2-4 Gew. Teilen einer quaternären
Ammoniumverbindung,
beispielsweise Dequaliniumchlorid oder Dequaliniumacetat, besonders geeignet.
-
Bringt man einen der handelsüblichen Tampons für die Monatshygiene
der Frau in eine der vorgeschlagemen Behandlungsflüssigkeit, beispielsweise in ein
Gemisch aus 750 Gew. Teilen Polyglykol 400, 150 Gew. Teilen Glycerin, 100 Gew. Teilen
Wasser und 2 Gew. Teilen Dequaliniumchlorid, so nimmt er das Mehrfache seines Eigengewichts
von dieserk Behandlungsflüssigkeit auf, ohne merklich aufzuquellen.
-
Er behält trotsdem die Fähigkeit bei, anschließend noch erhebliche
Mengen Wasser oder wäßriger Flüssgkeit unter Aufquellung aufnehmen zu können.
-
Beispielsweise nahmen zwei aus dem Handel bezogene Tampons unterschiedlichen
Fabrikates für die Monatshygiene der Frau, die trocken 3,3 g bzw. 4,6 g wogen, 8,0
g bzw. 7,1 g dieser Behandlungsflüssigkeit auf, ohne merklich aufzuquellen, und
anschließend in Wasser verbracht, noch 48,7 g bzw. 47,7 g Wasser.
-
Die mit der Behandlungsflüssgkeit beschickten Tampone konnten mit
Leichtigkeit in die Scheide eingeführt werden.
-
Die handelsüblichen bekannten Tempons für die Monatshygiene der Frau
haben im gebrachsfertigen Zustand einen Durchmesser von bis zu etwa 16 mm bei einer
Länge von bis zu etwa 50 mm. Die voll entfaltete Scheide hat in dem Abschnitt zwischen
dem Scheidenschließmuskel und dem hinteren Scheidengewölbe eine lichte Weite von
etwa 25-35 mm und eine Länge von etwa 70-75 mm. In Anpassung an diese Abmessungen
können die zu der erfindungsgmäßen Vorrichtung benötigten Tampons, vor allem, wenn
sie zur Behandlung der Scheidenwand Verwendung finden sollen, in ihren Größenabmessungen
auch abweichend von den Größenabmessungen der bekannten Tampons für die Monatshygiene
der Frau hergestellt werden.
-
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird Jeder Tampon nach der
Erfindung in einer ihn vor dem Gebrauch umschließenden Röhre untergebracht, mit
der er in die Soheide eingeführt wird, und aus dieser mit Hilie einer geeigneten
Ausstoßvorrichtung, beispielsweise einer zweiten Röhre, die in der ersten verschiebbar
ist, in die Scheide eingeschoben.
-
Dieser Applikator ist nach DB 587 230 bekannt. Seine Mitverwendung
bei dem Gegenstand nach der Erfindung ermöglicht es, den Tampon in die Scheide einzubringen.
-
Es ist auch möglich, dem Tampon in der ihn vor dem Gebrauch umschließenden
Röhre
eine lösliche Gelatinekapsel lose vorzulegen, die bei Einschiebung des Tampons ihm
vorangehend in die Scheide gleitet.
-
Sie kommt bei dieser Anordnung zweckmäßig in Kugelform, Eiform oder
der sog. Oblongform zur Verwendung, wobei sie gegen vorzeitiges Herausfallen aus
der Unterbringungsröhre gesichert wird, beispielsweise bei Verwendung einer aus
einem Papierstreifen hergestellten Röhre zur Unterbringung durch leichte Umbördelung
des bei der Einführung vorangehenden Endes dieser Röhre.
-
Bei der Verwendung eines Tampons nach dieser Anordnung bei der die
Gelatinekapsel mit der gleichen Behandlungsflüssigkeit gefüllt ist, die in den Tampon
eingebracht wurde, steht die aus der Gelatinekapsel frei werdende Flüssigkeitsmenge
ausschließlich für die Einwirkung auf die muttermundnahen Teile des Vaginalschlauches
zur Verfügung, was eine Beschrankung des Tampons auf kürzere Länge erlaubt.
-
Die zuletzt beschriebenen Vorrichtungen, bei denen der Tampon mit
oder ohne vorgeschalteter Gelatinekapsel in einer ihn vor dem Gebrauch umschließenden
Röhre untergebracht ist, erlauben gleiohzeitig ein besonders einfaches Verfahren
zur Flüssigkeitsbeschickung der Tampons. Diese Vorrichtungen können mit trockenen
Tampons vollständig aufgebaut und beispielsweise schon in bekannter Weise in einer
Polyäthylenfolie eingesiegelt werden, wobei die Folienumhüllung zunächst am freien
Ende des Ausstoßungsrohres noch unter schlossen bleibt. Dann wird den auf das Einführungsende
gestellten Vorrichtungen durch das Ausstoßungsrohr die zur Tränkung der Tampon erforderliche
Flüssigkeitsmenge zugeführt, was vollautomatisch erfolgen kann, da einfaches Einlaufenlassen
der vorausberechneten Flüssigkeitsmenge genügt. Die Flüssigkeit verteilt sich infolge
der Saugfähigkeit des Materiales gleichmäßig in diesem.
-
Nach Aufsaugung der eingebrachten Flüssigkeitsmengen durch die Tampons
wird die Einaiegelung abgeschlossen, womit das Herstellungsverfahren beendet ist.
-
Bei nur teilweiser ausnutzung des Erfindungsgedankens kann auch einem
bekannten Tampon für die Monatshygiene der Frau, der nicht flüssigkeitsbeschickt
ist und in einer ihn vor dem Gebrauch umschließenden Röhre, die aus einem Papierstreifen
hergestellt ist, untergebracht ist, eine lösliche Gelatinekapeel lose vorgelegt
werden, wobei die Kapsel wiederum gegen vorzeitiges Herausfallen durch leichte Umbördelung
des vorangehenden Endes dieser Röhre
gesichert ist. Dies kommt vor
allem in Frage für die Massenfabri kation von Monatstampons mit desodorierender
Wirkung , wobei die Kapsel mit einem flüssigen Scheidendesinfiziens gefüllt ist
beispielsweise einem Gemisch aus 750 Gew. Teilen Polyglykol 400, 150 Gew. Teilen
Glycerin, 100 Gew.Teilen Wasser und 2-4 Gew. Teilen Dequaliniumchlorid oder Dequaliniumacetat.
-
Hierbei ist es von untergeordneter Bedeutung, daß die aue der ldslichen
Gelatinekapsel frei werdende Flüssigkeitsmenge für die Sättigung des Tampons nicht
ausreicht. Der in den Tampon eintretende Monatsfluß verdünnt das in dem Tampon vorhandene
Desinfiziens weiter, das im Tampon vorwiegend im muttermundnahen Abschnitt, also
an der Eintrittstelle des Monatsflusses in den Tampon vorhanden ist.
-
In Abb. 1 ist ein Tampon nach der Erfindung im Augenblick der Beschickung
mit der Behandlungsflüssigkeit dargestellt. In dieser beispielsweisen Ausführung
ist der Tampon 1 in der Röhre 2 untergebracht. Er ist mit dem Entfernungsband 3
versehen, das durch die Ausstoßungsröhre 4 in bekannter Weise hindurchgeführt ist.
Vom freien Ende dieser Röhre aus wird dem Tampon durch die Dosiervorrichtung 5 bereit
fabrikseitig die Behandlungsflüssigkeit 6 zugeführt.
-
In Abb. 2 ist eine andere Ausführungsform dargestellt, bei der dem
in der Röhre 2 untergebrachten mit Entfernungsband 3 versehenen Tampon 1 die lösliche
Gelatinekapsel 7 vorgelegt ist. Sie ist gegen vorzeitiges Herausfallen aus der Röhre
2, die in bekannter Weise aus einem Papierstreifen hergestellt ist9 durch die Umbördelung
8 dieser Röhre gesichert. Die Ausstoßungsröhre ist wiederum mit 4 bezeichnet.
-
Bei dieser Anordnung kann es sich bei dem Tampon 1 um einen solchen
handeln, der bereits mit Behandlungsflüssigkeit beschickt ist, aber auch um einen
an eich bekannten Tampon für die Monatshygiene der Frau.
-
Durch die Beschickung der bekannten Tampons für die Monatshygiene
der Frau, oder in Analogie zu diesen gestalteten Tampons, mit Behandlungaflüssigkeit9
die einen oder mehrere Wirkstoffe gelöst oder suspendiert enthält, werden sie zur
Behandlung der Scheidenwand bestens geeignet. Die behandelten Tampons lassen sich
in feuchtem Zustand ausgezeichnet in den Scheidenschlauch einführen, den sie weitgehend
entfalten und glätten. Die angefeuchteten, dur"hfeuchteten oder triefnassen Tampons
bringen dabei die eingeführten Wirkstoffe in optimaler Konzentration an alle Stellen
der Scheidenwand
heran.
-
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist sowohl bei der Frau wie auch
beim Tier einfach, erfolgssicher und in hygienischer Weise vom behandelnden Arzt
wie auch von Laien, insbesondere der zu betandelnden Frau selbst, mühelos einführbar
und nicht an menstruations- bzw.
-
brunstfreie Zeiten gebunden.