DE2024918A1 - Bremsanordnung, insbesondere Bremssattel für eine Zweikreis-Scheibenbremse - Google Patents

Bremsanordnung, insbesondere Bremssattel für eine Zweikreis-Scheibenbremse

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DE2024918A1
DE2024918A1 DE19702024918 DE2024918A DE2024918A1 DE 2024918 A1 DE2024918 A1 DE 2024918A1 DE 19702024918 DE19702024918 DE 19702024918 DE 2024918 A DE2024918 A DE 2024918A DE 2024918 A1 DE2024918 A1 DE 2024918A1
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brake
piston
brake caliper
circuit
caliper
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DE19702024918
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Jakob 6227 Oestrich. P B60t 13-38 Moos
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GM Deutschland Holdings GmbH
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Adam Opel GmbH
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Description

  • Bremsanordnung, insbesondere Bremssattel für eine Zweikreis-Scheibenbremse Die Erfindung bezieht sich auf eine Bremsanordnung, insbesondere einen Bremssattel für eine Zweikreis-Scheibenbremse mit in einem Zylinder angeordneten und vom Druckmittel beaufachlagten Kolben, der mittel- oder unmittelbar einen Bremsbelag gegen die BremEscheibe drückt.
  • Bei Zweikreis-Bremzanlagen für Kraftfahrzeuge gibt es Systeme, d. h.
  • Bremskreiaaufteilungen, bei denen beide Kreise auf ein Rad oder eine Radgruppe oder auch auf alle Räder wirken. In einfachster Weise wUrde dies erfordern, daß bei Scheibenbremsen jeweils zwei von Je einem Kreis beaufschlagte Bremssättel dem betreffenden Rad zugeordnet werden. Eine solche Maßnahme wäre aber nicht nur sehr aufwendig, sondernauch-die Platzverhältnisse würden dies nicht immer zulassen0 Man hat daher schon einen Bremesattel entwickelt, der vier Zylinder besitzt, von denen jeweils zwei gegenüberliegende Zylinder Je einem besonderen Kreis zugeordnet sind. Ein solcher Bremssattel hat naturgemäß eine gröbere Ausdehnung in Umfangsrichtung der Bremsscheibe, da zwei Zylinder in Umfangarichtung gesehen nebeneinander biegen. Dieser Mehraufwand führt naturgemäß zu höheren Kosten und - falls wie meistens üblich, die Bremsen an den Rädern angeordnet sind - zu einer zusätziicheii Erhöhung der unabgefederten Massen. Bei Ausfall eines Kreises wird die Bremawirkung entweder von dem ersten Zylinderpaar oder dem zweiten Zylinderpaar erzeugt. Die Bremsbeläge werden somit bei Ausfall eines Kreises an dem in Umfangsrichtung gesehen vorderen oder hinteren Kolben beaufschlagt.
  • Bei einer anderen bekannten Anordnung (DOS 1 480 277/63c, 51.02) besitzt der Bremssattel nur zwei Bremszylinder, die sich gegenüber liegen und von denen jeder einem anderen Bremskreis zugeordnet ist.
  • Solange beide Kreise bei diesem Bremssattel in Ordnung'sind, wirkt der Bremssattel, als ob er von einem einzigen Kreis beaufschlagt wäre. Fällt jedoch ein Bremskreis aus, so wird nur noch der Bremsbacken der einen Saite gegen die Bremsscheibe gedrückt. Damit jedoch in diesem Falle ebenfalls eine gewünschte Bremswirkung erzielt wird, muß der Bresattel oder die Scheibe axial beweglich ausgebildet sein, damit durch die Reaktionskraft auch der Bremsbacken der anderen Seite gegon die Breusscheibe gedrückt werden kann. Zusätzlich suß jeder Kolben einen sogenannten Liiftepielbegrenzer besitzen, damit der Kolben des ausgefallenen Kreises nicht vollständig in den Zylinder zurUckgedrängt werden kann. Wäre eine solche Begrenzung des Lüftspiele nicht vorgesehen. wäre das B)remsvolumen des anderen Kreises zur Erreichung der geforderten Bresswirkung in vielen Fällen nicht ausreichend. Dies Ausbildung eines Bremssattels ist also äußerst aufwendig, und zum einwandfreien Betrieb sind eine Menge zusätzlicher Vorkehrungen notwendig.
  • Die vorliegende erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Bremssattel für eine Zweikreisbremae zu schaffen, der ebenfalls nur zwei gegenüberliegende Kolbenzylinderanordnungen besitzt.
  • Außerdem erfolgt die Beaufschlagung der Bremsbacken durch die Kolben immer gleichmäßig an der betreffenden Stelle, gliichgültig ob beide Kreise oder jeweils nur einer der beiden Kreise wirksam sind bzw.
  • ist. Wesentlich ist ferner dabei, daß bei Ausfall eines Kreises weder der Bremssattel noch die Bremsscheibe axial beweglich zu sein braucht.
  • Außerdem ist eine kosplizierte Begrenzung der Kolben gegen RUckwellung nicht erforderlich. Der remssattel gemäß der Erfindung ist einfach in der Herstellung und außerdem äußerst betriebssicher.
  • Wesentlich ist ferner, daß die Erfindung in einfacher Weise < ch bei Radbremszylindern für Trommelbremsen anwendbar ist.
  • Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Kolben als in seinem Außendurchmesser abgesetzter Stufenkolben ausgebildet ist, und dieser mit der entsprechend ausgebildeten Zylinderwand einen dem kleineren Durchmesser des Stufenkolbens entsprechenden Druckraum für den einen Bremskreis und einen der Differenz der beiden Außendurchmesser des Stufenkolbene entsprechenden ringförmigen Druckraum für den snd.ren Bremskreis bildet.
  • Zweckmäßig ist jeder der bei einem Festsattel beiderseite der Bremsscheibe angeordneten Kolben als Stufenkolben ausgebildet und dieentsprechenden Druckräuse für die einzelnen Bremskreise sind miteinander verb-dna.
  • Bei einer Bremskreisaufteilung, bei welcher beispielsweise beide Kreise auf die Vorderräder uad nur einer dieser Kreise auf die Rinter.
  • räder wirken, kann die Forderung auftreten, daP bei dem an den Vorderrädern verwendeten Bremssattel die beiden Kreise jeweils unterschiedliche Bremswirkung erzeugen sollen. Wenn z. B. der auf die Vorder- und Hinterräder wirkende Bremskreis Fällt, so muß der allein auf die Vorderräder wirkende Brem1reis eine größere Bremswirkung an den Vorderrädern erzeugen als es der andere HremskreiE an den Vorderrädern zu tun braucht, bei de.
  • gleichzeitig auch die Hinterräder eine Bremswirkung erfahren.
  • Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wird gemäß der weiteren Erfindung vorgeschlagen, das Flächenverhältnis von Kreisfläche zur Ringfläche der beiden Druckräume unterschiedlich zu gestalten.
  • In vorteilhafter Weise ist der bzw. sind die Kolben derart hohl ausgebildet, daß die Wandstärke an jeder Stufe etwa gleich ist.
  • Die Verbindungsleitungen der einzelnen gegenüberliegenden Druckräume verlaufen zweckmäßig als Bohrungen innerhalb des Bremssattels, wo sie vor Beschädigungen besser geschützt sind.
  • Neben den sogenannten Festsätteln sind auch Schwimmsättel bekannt, bei denen die Kolbenzylinderanordnungen nur auf einer Seite vorgesehen ist. Selbstverständlich läßt sich die Erfindung auch bei einem solchen Bremssattel anwenden, wobei lediglich der Kolben gürnaß der Erfindung als Stufenkolben auszubilden ist und die dadurch gebildeten beiden Druckräume je einem Bremskreis zuzuordnen sind. Ansonsten sind weitere Vorkehrungen gegenüber einem Brrnssattel für nur einen Kreis nicht zu treffen Sinngemäß kann die erfindungsgemäße Maßnahme auch bei Trommelbremaen angewendet werden. Hierbei brauchen die Kolben in dem Radbremszylinder ebenfalls nur stufenförmig ausgebildet und die so gebildeten getrennten Druckräume den jeweiligen Bremakreisen zugeordnet werden.
  • Die Erfindung wird an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • In der Zeichnung zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch einen Bremssattel gemäß der Erfindung, Fig. 2 einen Schnitt durch einen Radbremszylinder einer Trommelbremse.
  • Das Gehäuse 1 des Bremssattels ist mit. Laschen 2 versehen1 mit denen es mittels nicht dargestellter Schrauben am nicht gezeichneten Achsschenkel befestigt ist. Das Gehäuse 1 umgreift zangenförmig die Bremsscheibe 3, wobei es auf jeder Seite der Bremsscheibe 3 mit einer stufenförmig abgesetzten Bohrung 4 versehen ist. In jeder Bohrung 4 befindet sich ein Stufenkolben 5, dessen Stufe 6 mit dem kleineren Durchmesser mittels einer Dichtung 7 gegenüber der Zylinderwandung abgedichtet ist. Die Stufe 8 des Stufenkolbens 5, die einen größeren Durchmesser als die Stufe 6 besitzt, ist gegenüber der zugehörigen Zylinderwand durch die Dichtung 9 abgedichtet. Die Dichtungen 7 und 9 können sowohl im Gehäuse als auch wahlweise im Stufenkolben angeordnet sein.
  • Beide Stufenkolben 5 wirken auf die Bremsbelagträger 12 ein, die mit Bremsbelgen 13 versehen sind. Die Bremabelagträger 12 sind durch Stifte 14 oder Führungsleisten oder in ihrer Wirkung ähnliche Vorrichtungen geführt und gegen eine Bewegung in radialer Richtung gesichert. Zwischen der Zylinderbohrung 4 und dem Stufenkolben 5 ist ferner eine Dichtmanschette 15 vorgesehen.
  • Von der Kreisfläche der Stufe 6 des Stufenkolbens 5 wird ein Druckraum 20 gebildet, der mit einer Bremsleitung 21 des einen Bremskreises verbunden ist. Gleichzeitig führt diese Bremsieitung 21 als Bohrung im Gehäuse 1 zu dem Druckraum 20 auf der gegenüberliegenden Seite der Bremescheibe 3. Durch die Differenz der Durchmesser von Stufe 8 und Stufe 6 des Stufenkolbens 5 wird eine Ringfläche 23 gebildet, die den Druckraum für den zweiten Bremskreis ergibt. Dieser Druckraum 23 ist mittels einer Leitung 24 mit der Bremsleitung des anderen Bremskreises und den entsprechenden Druckraum 23 auf der anderen Seite der Bremsscheibe 3 verbunden. Der Anschluß der Bremsleitungen an dem Gehäuse 1 ist im einzelnen nicht dargestellt, was auch nicht erforderlich erscheint, da er wie bekannt an den zweckmäßigen Stellen sich befindet. Die Stufenkolben sind derart hohl ausgebildet, daß sich an jeder Stufe jeweils etwa die gleiche Wandstärke ergibt.
  • Wenn beide Bremskreise in Ordnung sind und die Bremse angelegt wird, so wird in beiden Druckräumen 20 und 23 auf den gegenüberliegenden Seiten Druck aufgebaut. Fällt dagegen ein Kreis aus, so wird sntweder nur in den Druckräumen 20 oder nur in den Druckräumen 23 ein Druck aufgebaut. Die Stufenkolben 5 werden jedoch in jedem Falle glelchmdig gegen die Bromabacken 12, 13 bewegt und drücken diese von jeder Seite her gleichmäßig gegen dis Bremsacheibe 3.
  • Die Grundfläche der Druckräume 20 und 23 kann gleich oder unterschiedlich ausgebildet sein, je nach jem, ob es erforderlich oder gewünsci£t ist, daP der eine Kreis eine größere Bremswirkung erzeugt als der andere.
  • In iig. 2 ist die Anwendung der Erfindung bei einem Bremszylinder einer Tromielbrem6e gezeigt. Der Breriszylinder 30 besitzt eine abgesetzte Bohrung 31. in der die Stufenkolben 32 geführt sind. Die eine Stufe 33 besitzt einen kleineren Durchmesser, während die andere Stufe 34 mit einem größeren Durchmesser versehen und gegenüber der Bohrung 31 mittels eines Dichtringes 35 abgedichtet ist.
  • Zur Abdichtung der Stufe 33 gegenüber dem zugehörigen Druckraum 36 dienen Manschettendichtungen 37. Der zweite Druckraum 38 ist von der Differenz der Durchmesser der beiden Stufen 33 und 34 des Stufenkolbens 32 gebildet. Die beiden Stufenkolben 92 wirken mittels Kolbenstangen 40 auf die Bremsbacken Li in. Der Zylinder 90 ist an seinen Stirnseiten ferner durch Manschettendichtungen 42 abgedichtet. Mit dem Druckraum 36 für den einen Bremakreis steht eine Bohrung 43 in Verbindung, an die-die nicht dargestellte Bremaleitung angeschlossen ist. Die beiden anderen Druckräume 38 stehen über eine Bohrung 44 miteinander in Verbindung, von denen aus eine Bohrung 45 nach außen führt, an die wiederum die Bremsleitung des zweiten Bremskreises angeschlossen ist. Die Wirkungsweise ergibt sich sinngemäß der Fig. 1, so daß sich weitere Ausführungen darüber erübrigen.
  • Patentansprüche

Claims (6)

  1. Patentansprüche 1. Bremsanordnung, insbesondere Zweikreis-Bremssattel für eine Scheibenbremse mit in einem Zylinder angeordneten und vom Druckmittel beaufschlagten Kolben der mittelç oder unmittelbar einen Bremsbelag gegen die Bremascheibe drückt dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben als in seinem Außendurchmesser abgesetzter Stufenkolben ausgebildet ist und dieser mit der entsprechend ausgebildeten Zylinderwand einen dem kleineren Durchmesser des Stufenkolbens entsprechenden zylindrischen Druckraum (20, 36) für den einen Bremskreis und einen der Differenz der beiden Außndurchmesser des Stufenkolbens ent sprechenden ringförmigen Druckraum (23, 38) für den anderen Bremskreis bildet.
  2. 2. Bremasattel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der bei einem Festsattel beiderseits der Bremsscheibe (3) angeordneten Kolben (5) als Stufenkolben ausgebildet ist und die entsprechenden Druck räume (20 bz/o 23) fUr die einzelnen Bremskreise miteinander verbunden sind.
  3. 3 Bremssattel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet9 daß das Flächenverhältnis von lirei6= fläche zur Ringfläche der beiden Druckräume (209 23 bzw. 369 38) unterschiedlich ist.
  4. 4. Bremssattel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Kolben (5) derart hohl ausgebildet sind, daß die Wandstärke an jeder Stufe (6, 8) etwa gleich ist.
  5. 5. Bremssattel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitungen (21, 24) für die einzelnen Druckräume (20, 23) innerhalb oder wahlweise auch außerhalb des Bremssattels (1) verlaufen.
  6. 6. Bremssattel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungen der Kolben (7 und 9) sowie (35 und 37) sowohl im Gehäuse oder vor dem Innenkolben als Stulpmanschette (37) als auch im Stufenkolben angeordnet eingebaut sein können.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2353756A1 (fr) * 1976-06-02 1977-12-30 Knorr Bremse Gmbh Frein a disque, plus particulierement pour des vehicules utilitaires

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2353756A1 (fr) * 1976-06-02 1977-12-30 Knorr Bremse Gmbh Frein a disque, plus particulierement pour des vehicules utilitaires

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