DE20203258U1 - Batterietrog - Google Patents

Batterietrog

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    • H01M50/30Arrangements for facilitating escape of gases
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    • H01M50/20Mountings; Secondary casings or frames; Racks, modules or packs; Suspension devices; Shock absorbers; Transport or carrying devices; Holders
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Description

Batterietrog
Bes chreibung
Die Erfindung betrifft einen Batterietrog mit einem Trogunterteil und einem Trogdeckel, insbesondere zur Aufnahme von Blei-Säure-Batterien in Flurförderzeugen zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen.
Blei-Säure-Batterien haben die Eigenschaft, durch die stattfindende Elektrolyse (Zersetzung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff) und andere thermodynamische Vorgänge zu gasen. Das entstehende Wasserstoff/Luft-Gemisch kann, wenn eine bestimmte Wasserstoffkonzentration überschritten wird, ein explosives Gasgemisch bilden und muss in geeigneter Weise verdünnt werden, wenn die Batterien in explosionsgefährdeten Bereichen benutzt werden sollen. Blei-Säure-Batterien kommen in solchen Bereichen insbesondere als Traktionsbatterien in Flurförderzeugen zum Einsatz (Gabelstapler, Schlepper).
Die Verdünnung des Gasgemisches kann aktiv oder passiv erfolgen. Die aktive Verdünnung würde bedeuten, einen Lüfter zur Gasverdünnung in Batterienähe zu betreiben, was einen entsprechenden Anlagen-, Überwachungs- und Energieaufwand bedeutet. Üblich sind deshalb selbstventilierende Ausführungen. Erschwert wird diese Ausführung jedoch durch die weitere Forderung, dass die Batterien sprxtzwassergeschützt sein müssen, das heißt so abgedeckt werden müssen, dass ein Wasserstrahl von der Oberfläche der Batterien ferngehalten wird, Gase jedoch selbstventilierend entweichen können.
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Üblich ist die Aufnahme der Batterien in einem Trog. Das Trogunterteil ist meist ein Stahlbehälter, der gleichzeitig die mechanische Fixierung der Batterien übernimmt. Der Trog für Batterien in Flurförderzeugen zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen besitzt neben Hebevorrichtungen in Form von Hebelöchern, Schiebeösen, Klappösen o.a., mindestens eine säurebeständigen Innenbeschichtung und einen Trogdeckel.
Bekannte Tröge haben Belüftungsschlitze zwischen Trogunterteil und Trogdeckel. Bei nicht ausreichendem Lüftungsquerschnitt, das heißt das entstehende Gasgemisch würde nicht ausreichend verdünnt, werden auf dem Trogdeckel sogenannte Entlüftungsdome angeordnet. Diese sorgen für eine Entlüftung über den Deckel und müssen derart gestaltet sein, dass keine Flüssigkeiten in das Innere der Batterie gelangen können. Diese Ausführung hat den Nachteil, dass durch die aufgesetzten Dome die Batterie höher baut als eine vergleichbare Batterie gleicher Kapazität, die nicht für explosxonsgefährdete Bereiche vorgesehen ist. Dieser Nachteil wirkt sich in der Praxis relativ groß aus, da oftmals bestehende Serienfahrzeuge zu einem Fahrzeug zum Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich umgebaut werden. Die für das Serienfahrzeug sehr genau ausgelegte Batteriekapazität kann dann im umgebauten Fahrzeug für den explosionsgefährdeten Bereich nicht mehr erreicht werden. Unter Umständen müssen durch die kleinere realisierbare Batteriekapazität dann zusätzliche Gewichte am Flurförderzeug untergebracht werden, damit die Standsicherheit des Fahrzeugs gewährleistet ist.
Mit der EP-A 0 94 9 697 wurde bereits eine Lösung vorgeschlagen, bei der statt der Dome mindestens eine Reihe von Öffnungen im Deckel vorgesehen ist. An der Deckelunterseite sind unter den Öffnungen Kanäle fixiert, die von oben durch die Öffnungen eindringendes Spritzwasser
zu den Seiten des Troges ableiten. In den Seitenteilen des Troges sind entsprechende lamellenartige Öffnungen vorgesehen, in die die Kanäle münden. Gase können über die seitlichen Öffnungen sowie über die Deckelöffnungen entweichen.
Mit der Lösung wird eine deutlich niedrigere Bauform erreicht. Die Lösung weist jedoch noch eine Reihe von Nachteilen auf. Einmal ist die Realisierung mit technologischen Nachteilen behaftet. Die Kanäle müssen einzeln gefertigt, das heißt aus Profilen geschnitten und befestigt werden. Zum anderen kann die Batterie durch die seitlichen Öffnungen mit großem Querschnitt sehr leicht verschmutzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Batterietrog anzugeben, dessen Deckel niedrig baut, aber einfach zu fertigen ist, bei dem Gase ohne übergroße Öffnungen leicht entweichen können und bei dem die Batterien sicher vor eindringendem Spritzwasser geschützt sind.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Zweckmäßige Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Danach hat der Batterietrog einen zweischaligen Trogdeckel, dessen obere, im wesentlichen ebenflächige Schale Durchbrüche aufweist und deren untere, von der oberen Schale beabstandete Schale zu den Durchbrüchen der oberen Schale versetzt ebenfalls Durchbrüche aufweist, an deren Rändern nach oben weisende, im Abstand vor der oberen Schale endende Erhöhungen angeordnet sind.
Durch die Durchbrüche in den beiden Deckelschalen können Gase von den Batterien nach oben in die Atmosphäre entweichen. Spritzwasser kann zwar durch die Durchbrüche in der oberen Deckelschale eindringen, wird aber auf der Oberfläche der unteren Deckelschale zwischen den Erhöhungen an den Durchbrüchen der unteren Deckelschale hindurch auf mindestens einer Seite nach außen abgeleitet. Zweckmäßig sind die Außenkanten beider Deckelschalen dazu auf mindestens einer Deckelseite nach unten abgebogen und die untere Deckelschale überdeckt dort die Außenkante des Trogunterteils. Beide Deckelteile lassen sich aus Blech oder Kunststoff leicht fertigen, z.B. als Tiefzieh- bzw. Spritzgussteile. Aufgrund der großen Führungsfläche für das Spritzwasser genügen an den Außenkanten des Deckels schmale Schlitze, über die kaum Verschmutzungen eindringen können. Es lässt sich eine Bauhöhe erreichen, die gleich oder nur geringfügig höher ist als die von Trögen für die normale, das heißt nicht explosionsgeschützte Ausführung.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele noch näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Batterietrog im Querschnitt,
Fig. 2
eine Draufsicht auf eine erste Variante und
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine zweite Variante eines erfindungsgemäßen Deckels.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Batterietrog, bestehend aus einem Trogunterteil 1 und einem Trogdeckel 2. Im Trogunterteil 1 sind Batterien 3 mechanisch fixiert. Der
Trogdeckel 2 besteht aus einer Oberschale 4 und einer Unterschale 5, die jeweils kreisrunde Löcher 6 und 7 aufweisen, durch die, wie mit den Pfeilen angedeutet ist, Gase aus den Batterien 3 auf labyrinthartigem Weg nach oben entweichen können. Oberschale 4 und Unterschale 5 sind, z.B. durch hier nicht näher gezeigte Anspritzungen, voneinander beabstandet und miteinander verbunden. Die Löcher 7 in der Unterschale 5 sind mit zylinderförmigen Erhöhungen 8 versehen. Durch die Löcher 6 der Oberschale 4 eindringendes Spritzwasser kann nicht auf die Oberfläche der Batterien 3 treffen, sondern wird nach außen durch Schlitze 9 zwischen Oberschale 4 und Unterschale 5 herausgeleitet. Zweckmäßig sind die Ränder der Oberschale 4 und der Unterschale 5 etwas nach unten abgebogen und überdecken den nach innen abgebogenen Rand 10 des Trogunterteils 1. Durch die Schlitze 9 sowie durch Schlitze 11 zwischen dem Rand 10 des Trogunterteils 1 und dem Rand der Unterschale 5 wird außerdem Zuluft nach innen an die Oberfläche der Batterien 3 geführt.
Fig. 2 zeigt ein Beispiel für den Versatz der Löcher 6 und 7, hier in einer 45°-Richtung zu den Außenkanten des Trogsdeckels 2, während Fig. 3 eine zweite Variante mit in zwei Reihen liegenden, in Längsrichtung gegeneinander versetzten Löchern 6 und 7 ausweist.

Claims (7)

1. Batterietrog mit einem Trogunterteil (1) und einem Trogdeckel (2), insbesondere zur Aufnahme von Blei-Säure- Batterien (3), in explosionsgeschützter Ausführung, gekennzeichnet durch einen zweischaligen Trogdeckel (2), dessen obere, im wesentlichen ebenflächige Schale (4) Durchbrüche (6) aufweist und deren untere, von der oberen Schale (4) beabstandete Schale (5) zu den Durchbrüchen (6) der oberen Schale (4) versetzt ebenfalls Durchbrüche (7) aufweist, an deren Rändern nach oben weisende, im Abstand vor der oberen Schale (5) endende Erhöhungen (8) angeordnet sind.
2. Trogdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkanten mindestens einer Seite der oberen und unteren Schale (4, 5) des Trogdeckels (2) nach unten abgebogen sind.
3. Trogdeckel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Trogdeckel (2) weisenden Außenkanten des Trogunterteils (1) mindestens an den Seiten, an denen Spritzwasser im Trogdeckel (2) nach außen geleitet wird, nach innen abgebogen sind.
4. Trogdeckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkanten der unteren Schale (5) des Trogdeckels (2) die Außenkanten des Trogunterteils (1) überdecken.
5. Trogdeckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (6, 7) kreisrund sind.
6. Trogdeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (6, 7) schlitz- oder langlochförmig sind.
7. Trogdeckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Trogunterteil (1) und Trogdeckel (2) Lüftungsschlitze (11) angeordnet sind.
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