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Die Neuerung betrifft eine Begrenzungseinheit zum seitlichen Begrenzen eines Durchgangs oder einer Stellfläche, wobei die Begrenzungseinheit wenigstens zwei nach oben führende Pfosten aufweist, die oben durch einen Verbindungsabschnitt verbunden sind und wobei jeder Pfosten aus einem oberen Pfostenabschnitt und aus einem mit dem oberen Pfostenabschnitt verbundenen unteren Pfostenabschnitt gebildet ist und wobei jeder untere Pfostenabschnitt mit einer Befestigungseinrichtung ausgestattet ist, die es erlaubt, die Begrenzungseinheit am Boden ortsfest zu befestigen.
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Bei einem typischen Beispiel einer solchen Begrenzungseinheit sind die unteren Pfostenabschnitte in den Fußboden eingelassen oder auf dem Fußboden aufliegend, mit diesem verschraubt. Die oberen und unteren Pfostenabschnitte sind rohrförmig gestaltet. Der Innendurchmesser der unteren Rohrabschnitte ist dabei größer als der Außendurchmesser der oberen Pfostenabschnitte, so dass jeder obere Pfostenabschnitt von oben her in einen unteren Pfostenabschnitt eingesteckt und auch diesem wieder entnommen werden kann.
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Es ist bekannt, in SB-Geschäften unbenutzte oder auch nach dem Einkauf zu einer Sammelstelle zurückgebrachte Einkaufswagen auf dafür vorgesehenen Stellflächen in Reihen gestapelt abzustellen. Um dieses Abstellen in geordneter Weise zu erzielen werden Begrenzungseinheiten verwendet, die jeweils aus zwei durch einen Verbindungsabschnitt verbundene Pfosten gebildet und die Pfosten mit Hilfe von je einer Befestigungseinrichtung am Boden ortsfest befestigt sind. Die Begrenzungseinheiten begrenzen somit Stellflächen oder auch begehbare Durchgänge. Es ist bekannt, dass vom Personal der SB-Geschäfte zum Teil ganze Stapel von ineinandergeschobenen Einkaufswagen zu den Stellflächen zurückgefahren werden. Dabei kommt es immer wieder vor, dass man mit einem Stapel Einkaufswagen gegen eine Begrenzungseinheit stößt, so dass erhebliche seitlich auf die Begrenzungseinheiten wirkende Kräfte auftreten mit der Folge, dass sich im Laufe der Zeit die Befestigungseinrichtungen der Begrenzungseinheiten lockern, so dass letztere nach gewisser Zeit dauerhaft eine schiefe Lage einnehmen.
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Es ist Aufgabe der Neuerung, eine Begrenzungseinheit der eingangs genannten Art so weiterzuentwickeln, dass der eben beschriebene Nachteil vermieden werden kann.
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Je eine Lösung der Aufgabe sind im kennzeichnenden Teil der Ansprüche 1 und 6 beschrieben.
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Der Vorteil der Neuerung zeigt sich besonders bei den für Einkaufswagenstapel bestimmten Stellflächen. Beim Zurückbringen eines derartigen Stapels zur vorbestimmten Stellfläche lässt es sich nicht vermeiden, dass der Einkaufswagenstapel bogen- oder schlangenförmige Bewegungen vollführt mit dem Ergebnis, dass beim Einschieben eines Stapels entweder dessen vorderer Bereich oder aber auch ein mittlerer Bereich an wenigstens eine die Stellfläche seitlich begrenzende Begrenzungseinheit anschlägt. Dieses Anschlagen erfolgt zumeist am Verbindungsabschnitt einer Begrenzungseinheit. Möglich ist aber auch ein Anschlagen an den Verbindungsabschnitt und an einen oberen Pfostenabschnitt. Die dabei auf die Begrenzungseinheit einwirkenden Kräfte oder Kraftkomponenten sind enorm. Die vorgeschlagenen Lösungen vermeiden ein Beschädigen oder ein Lockerwerden der am Fußboden angeschraubten Befestigungseinheiten, weil die beiden oberen Pfostenabschnitte zusammen mit dem Verbindungsabschnitt unter Krafteinwirkung ausweichen können. Dabei wird ein Teil der auf eine Begrenzungseinheit einwirkenden Kraft durch die Vorrichtungen abgebaut, ohne die Befestigungseinrichtungen zu überlasten. Die Vorrichtungen an der Begrenzungseinheit können so ausgebildet sein, dass man einen ausgelenkten Verbindungsabschnitt mitsamt den beiden oberen Pfostenabschnitten entweder von Hand in die Ausgangslage drückt oder dass die Vorrichtungen rückführende Eigenschaften aufweisen, welche die eben beschriebene Anordnung von selbst wieder in die Ausgangslage drücken oder bewegen.
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Die Neuerung wird anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es zeigt
- 1 eine für Einkaufswagen bestimmte, mit vier Begrenzungseinheiten ausgestattete Stellfläche;
- 2 eine in Gebrauchslage befindliche Begrenzungseinheit;
- 3 eine in Längsrichtung des Verbindungsabschnitts betrachtete Begrenzungseinheit mit zwei gegenläufig ausgelenkten oberen Pfostenabschnitten mit Verbindungsabschnitt sowie
- 4 und 5 zwei weitere Ausführungsbeispiele.
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1 zeigt in einer Draufsicht vier Begrenzungseinheiten 1, die eine Stellfläche 10 oder einen Durchgang 10a bestimmen, wobei sich gemäß des Beispiels auf der Stellfläche 10 ein Stapel 11 ineinandergeschobener Einkaufswagen befindet. Der Pfeil zeigt die Einschubrichtung des Stapels 11. In umgekehrter Richtung werden die Einkaufswagen in bekannter Weise einzeln von den Kunden dem Stapel 11 entnommen.
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In einer räumlichen Darstellung zeigt 2 eine Begrenzungseinheit 1. Es sind im Beispiel zwei Pfosten 2 vorgesehen, die nach oben gerichtet sind und oben durch einen Verbindungsabschnitt 5 miteinander verbunden sind. Es können pro Begrenzungseinheit 1 auch mehr als zwei Pfosten 2 vorgesehen sein. Jeder Pfosten 2 ist zweigeteilt und zwar in einen oberen Pfostenabschnitt 3 und in einen unteren Pfostenabschnitt 4. In die beiden oberen Pfostenabschnitte 3 mündet der Verbindungsabschnitt 5. Jeder untere Pfostenabschnitt 4 trägt eine Befestigungseinrichtung 6. Gewöhnlich ist dies eine mit Befestigungslöchern ausgestattete Platte, sodass sich jeder untere Pfostenabschnitt 4 am Boden mit geeigneten Hilfsmitteln anschrauben lässt. Die unteren Pfostenabschnitte 4 können auch in den Boden eingelassen sein und als Befestigungseinrichtung 6 krallenförmige Vorsprünge aufweisen, die ein Einbetonieren der unteren Pfostenabschnitte 4 erlauben. Jeder obere Pfostenabschnitt 3 ist mit Hilfe einer nachfolgend beschriebenen Vorrichtung 8 mit dem jeweiligen unteren Pfostenabschnitt 4 beweglich verbunden.
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3 zeigt die in 2 dargestellte Begrenzungseinheit 1 in Längsrichtung des Verbindungabschnitts 5 betrachtet. Man erkennt einen der beiden oberen Pfostenabschnitte 3, welche mit dem Verbindungsabschnitt 5 verbunden sind. Man erkennt ferner einen der beiden, am Boden befestigten unteren Pfostenabschnitte 4 sowie eine der beiden Vorrichtungen 8, welche die oberen und unteren Pfostenabschnitte 3, 4 beweglich verbinden. Die Begrenzungseinheit 1 befindet sich in der Ausgangslage, also in jener Lage, die für den Gebrauch der Begrenzungseinheit 1 vorgesehen ist. Strichpunktiert gezeichnet erkennt man den Grad der jeweils nach zwei sich gegenüberliegenden Seiten ausgeschwenkten oberen Pfostenabschnitte 3 zusammen mit dem Verbindungsabschnitt 5. Die Schwenkachse 9 dieser aus den oberen und unteren Pfostenabschnitten 3, 4 und dem Verbindungsabschnitt 5 gebildeten oberen Anordnung 7 der Begrenzungseinheit 1 verläuft parallel zur Längserstreckung des Verbindungsabschnitts 5, siehe 2. Im Beispiel ist die Ausschwenkbarkeit in spiegelbildlicher Ausführung dargestellt. Da die beiden Vorrichtungen 8 ein Bewegen der beiden oberen Pfostenabschnitte 3 mit dem Verbindungsabschnitt 5, also der oberen Anordnung 7 quer zur Längserstreckung des Verbindungsabschnitts 5 ermöglichen, kann der Grad der Ausschwenkbarkeit, bezogen auf die Ausgangslage der oberen Anordnung 7 auch so gewählt sein, dass sich die obere Anordnung 7 nur nach einer Seite ausschwenken lässt. Die beiden Pfeile zeigen die Kräfte oder Kraftkomponenten F, die senkrecht oder schräg zur Längserstreckung des Verbindungsabschnitts 5 auf diesen und/oder auf die oberen Pfostenabschnitte 3 einwirken können, beispielsweise dann, wenn ein Stapel 11 von Einkaufswagen in irgend einer Weise an die Begrenzungseinheit 1 anstößt.
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Jede Vorrichtung 8 kann nach Art eines Gelenks ausgebildet sein, wobei ein erster Gelenkabschnitt mit dem oberen Pfostenabschnitt 3 und ein zweiter Gelenkabschnitt mit dem unteren Pfostenabschnitt 4 verbunden ist. Die Drehachse des Gelenks, und damit die Schwenkachse 9 der oberen Anordnung 7, verläuft in gleicher Richtung wie die Längserstreckung des Verbindungsabschnitts 5. Der Bewegungsbereich des mit dem oberen Pfostenabschnitt 3 verbundenen ersten Gelenkabschnitts gegenüber dem ortsfest angeordneten zweiten Gelenkabschnitt lässt sich frei wählen und dem jeweiligen Bestimmungszweck der Begrenzungseinheit 1 anpassen. Es sind Rastmittel vorgesehen, welche das Gelenk, und damit die obere Anordnung 7 der Begrenzungseinheit 1 in der senkrecht nach oben gerichteten Ausgangslage halten. Die Rastmittel sind in bekannter Weise so gewählt, dass eine vorbestimmte horizontale, beispielsweise im rechten Winkel auf den Verbindungsabschnitt 5 einwirkende Kraft zuerst einmal überwunden werden muss, um ein Entrasten der Rastmittel und dadurch ein Ausschwenken der oberen Anordnung 7 quer zur Längserstreckung des Verbindungsabschnitts 5 zu bewirken. Um dies zu erreichen ist zum Beispiel wenigstens ein auf das Rastmittel einwirkendes Federungselement erforderlich, das sich an geeigneter Stelle am unteren Pfostenabschnitt 4 abstützt. Derart gestaltet ist es notwendig, eine zur Seite ausgeschwenkte obere Anordnung 7 von Hand in die Ausgangslage zu drücken. Alternativ kann eine mit dem oberen Pfostenabschnitt 3 und mit dem unteren Pfostenabschnitt 4 verbundene, beim Schwenken eine Rückholkraft aufbauende Rückführeinrichtung, die ebenfalls zur Vorrichtung 8 gehört, vorgesehen sein, welche eine ausgeschwenkte obere Anordnung 7, nach Ausbleiben der auf die obere Anordnung 7 einwirkenden Kraftbelastung von selbst wieder in die Ausgangslage zurückführt. Gegenseitig reibschlüssige Verbindungen der bewegbaren Teile oder kulissenartige Führungen in der Vorrichtung 8 können es ermöglichen, dass die obere Anordnung 7 aus der ausgeschwenkten Lage langsam und für in der Nähe stehende Personen ungefährlich wieder in die Ausgangslage zurückgeführt wird.
Anstelle der eben beschriebenen technischen Merkmale ist es auch möglich, jeden oberen und jeden unteren Pfostenabschnitt 3, 4 mit einem aus geeignetem elastischen Kunststoff bestehenden Teil auszustatten, das die Rolle der Vorrichtung 8 übernimmt. Aufgrund der nutzbaren Eigenschaften eines derart gestalteten Teils ist es möglich, dass eine ausgelenkte obere Anordnung 7 der Befestigungseinheit 1 nach Ende der Kraftbelastung von selbst wieder in die Ausgangslage zurückkehrt.
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4 zeigt den unteren Bereich eines Pfostens 2 einer weiteren Begrenzungseinheit 1, bei der die Vorrichtung 8 nun so ausgebildet ist, dass sich jeder Pfosten 2 der Begrenzungseinheit 1 bei entsprechendem Einwirken einer Kraft, ausgehend von einer horizontalen Ebene nach allen Richtungen bewegen lässt. Die Vorrichtung 8 ist bei diesem Ausführungsbeispiel durch einen aus zähelastischem Material, etwa aus Gummi oder ähnlich wirkenden Kunststoff bestehenden Bundbolzen 25 gebildet. Der untere Pfostenabschnitt 4 wird dabei durch eine aus Blech geformte, bevorzugt ringförmig gestaltete, als Befestigungseinrichtung 6 dienende Anschraubplatte 20 gebildet, die mit entsprechenden Anschraublöchern ausgestattet ist. Die Anschraubplatte 20 ist zentrisch nach oben verformt, so dass ein Raum 24 zwischen dem Fußboden 36 und einem horizontal angeordneten ringförmigen Deckenabschnitt 21 der Anschraubplatte 20 gebildet ist. Vom Deckenabschnitt 21 führt eine zentral angeordnete Öffnung 22 nach oben und endet nach einem kurzen zylindrischen Abschnitt 23. Die Wandung der Öffnung 22 ist gerundet. Der Bundbolzen 25 ist in die als Anschraubplatte 20 gebildete Befestigungseinrichtung 6 so eingefügt, dass sich dessen Bund 26 im Raum 24 befindet und dass sich dessen zylindrischer Schaft 27, durch die Öffnung 22 hindurchführend, nach oben erstreckt. Der zylindrische Schaft 27 weist einen ersten und einen zweiten Abschnitt 28, 29 auf. Der Durchmesser des unten liegenden ersten Abschnitts 28 ist größer als der nach oben weiterführende und endende zweite Abschnitt 29, so dass sich der obere Pfostenabschnitt 3 eines Pfostens 2 auf den zweiten Abschnitt 29 passgenau aufstecken oder aufsetzen lässt, wobei dann der obere Pfostenabschnitt 3 mit seiner Schnittfläche an einem Absatz 30 aufliegt, der sich zwischen dem ersten und dem zweiten Abschnitt 28, 29 des Bundbolzens 25 ergibt. Die Dicke des Bundes 26 des Bundbolzens 25 (Maß a) ist geringfügig größer als die zwischen dem Deckenabschnitt 21 und dem Fußboden 36 gemessene Höhe (Maß b). Wird die Anschraubplatte 20, den Bundbolzen 25 tragend, am Fußboden 36 angeschraubt, wird der Bund 26 des Bundbolzens 25 aufgrund seiner elastischen Eigenschaften zwischen dem Deckenabschnitt 21 und dem Fußboden 36 gebildeten Raum 24 eingespannt, sodass jeder Pfosten 2 einer Begrenzungseinheit 1 stabil am Fußboden 36 befestigt ist. Zwischen dem zylindrischen Abschnitt 23 der Öffnung 22 und dem Absatz 30 des Bundbolzens 25 ist ein großzügiger Abstand gewählt, so dass ein Teilabschnitt 31 des Bundbolzens 25 frei vorliegt. Wirkt nun beispielsweise eine horizontal verlaufende Kraft auf den wenigstens einen Pfosten 2 oder auf den Verbindungsabschnitt 5 einer Begrenzungseinheit 1, weicht der Teilabschnitt 31 entsprechend der Richtung der Kraft ein Stück weit aus, siehe strichpunktiert gezeichneter Umriss in 5. Der Bundbolzen 25 verhält sich somit unter Krafteinwirkung formverändernd. Wird die Kraft aufgehoben, bewegen sich der Teilabschnitt 31, und damit der obere Pfostenabschnitt 3 wieder zurück in ihre senkrechte Ausgangslage. Gleiches gilt für den oberen Pfostenabschnitt 3 des zweiten Pfostens 2 und für die obere Anordnung 7. Der Bundbolzen 25 kann eine zentral zur Längsachse des Bundbolzens 25 angeordnete Bohrung 32 aufweisen. In diese Bohrung 32 lässt sich ein aus Federstahl bestehender Stab oder Bolzen 33 mit rundem Querschnitt einfügen. Der Durchmesser des Bolzens 33 lässt sich so wählen, dass die in einem gebogenen Bolzen 33 aufgebaute Rückholkraft größer ist als die Rückholkraft eines entsprechend gebogenen Bundbolzens 25. Durch die zusätzliche Verwendung eines Bolzens 33 kehrt ein ausgelenkter Pfosten 2 schneller in seine Ausgangslage zurück als ohne diesen Bolzen 2.
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5 zeigt eine Alternative zum eben beschriebenen Ausführungsbeispiel. Sollte es aus irgendwelchen Gründen erforderlich sein, dass das Verspannen des Bundbolzens 25, wie in 4 beschrieben nicht ausreichend seinen Zweck erfüllt, lassen sich an die Stelle der Anschraubplatte 20 zwei gleiche, als Befestigungseinrichtung 6 dienende Befestigungsplatten 34 setzen, die jeweils eine Vertiefung 35 aufweisen. Bei spiegelbildlicher Anordnung der Befestigungsplatten 34 mit den Vertiefungen 35 zueinander bilden die beiden Vertiefungen 35 innerhalb der so gebildeten Befestigungseinrichtung 6 ebenfalls einen Raum 24 zur Aufnahme und zum Verspannen des Bundes 26 des Bundbolzens 25. Die Befestigungsplatten 34 weisen senkrechte Anschraublöcher auf, so dass sich die beiden Befestigungsplatten 34 bei deckungsgleicher Anordnung der Anschraublöcher am Fußboden 36 befestigen lassen. Alle weiteren Einzelheiten dieser Ausführung entsprechen jenen, die in 4 beschrieben sind.
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Der untere Pfostenabschnitt 4 kann durchaus beliebig so gestaltet sein, dass dieser von der bekannten klassischen Pfostenform abweicht, aber dennoch mit dem oberen Pfostenabschnitt 3 letztendlich einen Pfosten 2 bildet.