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Die Erfindung betrifft das Umranden von Schachtdeckeln. Schachtdeckel sind Deckel für Schächte, beispielsweise von Abwasserkanälen. Beispielsweise ist ein Betonschacht nach DIN 4034 mit einem Schachtdeckel abgedeckt. Dieser Schachtdeckel ist in der Regel der einzige Teil, der im montierten Zustand eines Kanalsystems sichtbar ist.
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Diese Schachtdeckel werden in aller Regel umpflastert, das heißt, dass sie mit Pflastersteinen umgeben werden, um eine begehbare und/oder befahrbare Fläche zu erhalten. Das Umpflastern hat den Vorteil, dass etwaige Lageabweichungen bei der Herstellung des Schachts, auf dem der Schachtdeckel liegt, einfach ausgeglichen werden können.
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Es sind auch Schächte und Kanalsysteme bekannt, die eine Schachtabdeckung aufweisen, wobei die Schachtabdeckung den Schachtdeckel und eine Schachtdeckelaufnahme für den Schachtdeckel aufweist. Eine solche Schachtdeckelaufnahme verhindert ein Verschieben des Schachtrings in horizontaler Richtung und umgibt diesen dazu. In diesem Fall ist es die Schachtdeckelaufnahme, die in der Regel eingefasst, beispielsweise umpflastert wird. Es ist auch bekannt, eine etwaig vorhandene Asphaltschicht bis an die Schachtdeckelaufnahme fortzuführen.
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Nachteilig an bekannten Schächten und Kanalsystemen ist, dass deren Herstellung vergleichsweise aufwändig ist. Das ist besonders dann relevant, wenn beispielsweise eine Autobahn mit einer Vielzahl an Schächten versehen werden soll. Derartige Schächte sind in der Regel einander sehr ähnlich. Zudem besteht in solchen Situationen ein erhöhter Kostendruck.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung von Schächten bzw. Kanalsystemen zu verbessern.
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Die Erfindung löst das Problem durch eine Schachtdeckel-Umrandungsplatte, die eine nach innen abschüssige Oberseite und eine, insbesondere kreisförmige, Aussparung aufweist, die ausgebildet ist zum Umgeben eines Schachtdeckels.
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Die Erfindung löst das Problem durch ein Schachtdeckel-Umrandungsplattensystem mit einem ersten Schachtdeckel-Umrandungsplattenelement und einem zweiten Schachtdeckel-Umrandungsplattenelement, wobei die Schachtdeckel-Umrandungsplattenelemente einander zu einer oben genannten Schachtdeckel-Umrandungsplatte ergänzen.
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Die Erfindung löst das Problem zudem durch einen Schacht, der (a) zumindest einen Schachtring, (b) eine Schachtabdeckung, die den Schachtring abdeckt und (i) einen Schachtdeckel und (ii) eine Schachtdeckelaufnahme, auf der der Schachtdeckel aufliegt und die den Schachtdeckel umrandet, sowie (c) eine Schachtdeckel-Umrandungsplatte, die die Schachtdeckelaufnahme umgibt, aufweist.
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Die Erfindung löst das Problem zudem durch ein Kanalsystem mit (a) einem Kanal zum Leiten von Abwasser, (b) zumindest einem Schachtring, der einen Zugang zum Kanal ermöglicht, (c) einem Schachtdeckel, der den Schachtring abdeckt und (d) einer Schachtdeckel-Umrandungsplatte, die den Schachtdeckel umgibt.
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Die Erfindung löst das Problem auch durch die Verwendung einer Umrandungsplatte, die eine nach innen abschüssige Oberseite und eine, insbesondere kreisförmige, Aussparung aufweist, zum Umgeben eines Schachtdeckels oder einer Schachtdeckelaufnahme.
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Vorteilhaft an der Erfindung ist, dass die Herstellung eines erfindungsgemäßen Schachts oder Kanalsystems in der Regel einfacher möglich ist. Es ist nämlich entbehrlich, den Schachtdeckel oder die Schachtdeckelaufnahme zu umpflastern. Pflastersteine sind in aller Regel von geraden Seitenflächen berandet, wohingegen ein Schachtdeckel oder eine Schachtdeckelaufnahme in der Regel außen einen kreisförmigen Rand haben. Es ist daher einfacher, ein Pflaster an die Schachtdeckel-Umrandungsplatte anzupassen.
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Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung wird unter einem Schachtring insbesondere ein ringförmiges Bauteil verstanden, das vorzugsweise aus Beton besteht und Einzel- oder mit anderen Schachtringen Teil des Schachts ist.
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Unter dem Merkmal, dass der Kanal zum Leiten von Abwasser ausgebildet ist, wird insbesondere verstanden, dass es nicht lediglich ausreichend ist, dass durch den Kanal Abwasser geleitet werden kann, sondern dass während des regulären Betriebs des Kanalsystems Abwasser durch den Kanal fließt. Auch Regenwasser wird als Abwasser betrachtet.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform hat die Schachtdeckelaufnahme nämlich einen runden Rand, das heißt, dass sie außen vorzugsweise kreisförmig ist. Allerdings ist das nicht notwendig.
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Dadurch, dass der Schachtdeckel oder die Schachtdeckelaufnahme von der Schachtdeckel-Umrandungsplatte umgeben ist, lässt diese sich einfacher einfassen.
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Vorteilhaft ist zudem, dass eine erfindungsgemäße Schachtdeckel-Umrandungsplatte in der Regel vergleichsweise einfach maschinell gesetzt werden kann. Dazu kann sie beispielsweise mittels eines Vakuumgreifers gegriffen und am gewünschten Ort abgesetzt werden. Zudem kann die Schachtdeckel-Umrandungsplatte gemäß einer bevorzugten Ausführungsform eine Seilöse aufweisen, mittels der die Schachtdeckel-Umrandungsplatte mit einem Hebezeug gehoben und platziert werden kann. Das vermindert den Anteil an Handarbeit, insbesondere den Anteil an körperlich anstrengender und/oder in ungünstiger Haltung auszuführender Arbeiten.
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Vorzugsweise besitzt die Schachtdeckel-Umrandungsplatte eine Bewehrung. Diese kann beispielsweise durch eine Baustahlmatte gebildet sein. Die Bewehrung erhöht die Biegefestigkeit der Schachtdeckel-Umrandungsplatte, sodass diese auch mit schweren Fahrzeugen, beispielsweise einem Bagger, überfahren werden kann, ohne dass befürchtet werden muss, das diese bricht. Vorzugsweise trägt die Schachtdeckel-Umrandungsplatte eine Radlast von 60 Tonnen.
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Vorzugsweise ist die Schachtdeckel-Umrandungsplatte aus hochfestem Beton hergestellt. Beispielsweise eignet sich C55/67-Beton.
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Die Aussparung, die auch als Ausnehmung oder Öffnung bezeichnet werden könnte, hat vorzugsweise einen Durchmesser von 810 ± 10 Millimeter. Es hat sich herausgestellt, dass gängige Schachtdeckel damit gut umfasst werden können.
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Vorzugsweise hat die Schachtdeckel-Umrandungsplatte eine eckige Außenkontur. Insbesondere ist die Außenkontur die eines Rechtecks, insbesondere eines Quadrats. Das hat den Vorteil, dass sich an die Schachtdeckel-Umrandungsplatte leicht eine andere Pflasterung anschließen kann oder für sich alleine die Funktion erfüllt.
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Vorzugsweise beträgt eine innere Dicke der Schachtdeckel-Umrandungsplatte zumindest 140 Millimeter, wobei die Dicke vorzugsweise kleiner ist als 300 Millimeter, um deren Gewicht im Rahmen zu halten. Die innere Dicke ist die Dicke benachbart zum Schachtdeckel.
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Eine maximale Dicke beträgt vorzugsweise zwischen 140 Millimeter und 225 Millimeter.
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Günstig ist es, wenn eine Länge und/oder eine Breite der Schachtdeckel-Umrandungsplatte zwischen 1000 bis 2000 Millimeter beträgt, insbesondere zwischen 1100 und 1700 Millimeter. Es hat sich herausgestellt, dass eine derartige Schachtdeckel-Umrandungsplatte hinreichend gut zu handhaben ist und dennoch Arbeit beim Herstellen eines erfindungsgemäßen Kanalsystems spart.
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Die nach innen abschüssigen zwei Längsseiten haben vorzugsweise eine Neigung von 17°±3°. Es hat sich gezeigt, dass eine derartige Neigung hinreichend groß ist, um Regenwasser sicher nach innen zum Schachtdeckel ablaufen zu lassen und andererseits eine Benutzung der Oberfläche der Schachtdeckel-Umrandungsplatte so problemlos wie möglich zu gestalten.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besitzt die Schachtdeckel-Umrandungsplatte zumindest ein Eingreifelement zum Eingreifen mit einem Hebezeug. Beispielsweise handelt es sich um eine Öse, in die mit einem Haken eingegriffen werden kann. Alternativ kann das Eingreifelement durch eine Vertiefung gebildet sein. Das Eingreifelement kann beispielsweise auch eine seitlich angebrachte Ankerschlaufe sein.
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Vorzugsweise schließt die Schachtdeckelaufnahme-Oberseite der Schachtdeckelaufnahme bündig mit einer Umrandungsplatten-Oberseite der Berandungsplatte ab. Da die Schachtdeckelaufnahme-Oberseite und/oder die Umrandungsplatten-Oberseite in der Regel nicht vollkommen eben sind, wird dabei ein bündiges Abschließen im technischen Sinne verstanden. In anderen Worten wird unter dem bündigen Abschließen verstanden, dass zwischen der Schachtdeckelaufnahme-Oberseite der Schachtdeckelaufnahme einerseits und der Umrandungsplatten-Oberseite der Umrandungsplatte benachbart zur Schachtdeckelaufnahme andererseits keine vertikale Lücke von mehr als 1 cm besteht.
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Ein erfindungsgemäßes Kanalsystem besitzt vorzugsweise ein Bett, insbesondere aus Magerbeton, in dem die Schachtdeckel-Umrandungsplatte eingebettet ist. Auf diese Weise kann die Schachtdeckel-Umrandungsplatte große Lasten aufnehmen, ohne dass sie bricht.
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Günstig ist es, wenn die Schachtdeckel-Umrandungsplatte und die Schachtdeckelaufnahme nicht lasttragend miteinander verbunden sind. Hierunter ist insbesondere zu verstehen, dass die Schachtdeckelaufnahme nicht in einem Kraftfluss von der Schachtdeckel-Umrandungsplatte in dem Untergrund liegt. Wird in anderen Worten die Schachtdeckel-Umrandungsplatte mit einer vertikal wirkenden Kraft beaufschlagt, so führt dies nicht zu einer entsprechend vertikal wirkenden Kraft auf die Schachtdeckelaufnahme.
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Besonders günstig ist es, wenn die Schachtdeckel-Umrandungsplatte von einer etwaig vorhandenen Schachtdeckelaufnahme und/oder dem Schachtring und/oder einem etwaig vorhandenen einem Ausgleichsring drehmomententkoppelt ist. Das bedeutet in anderen Worten, dass eine Kraft auf die Schachtdeckel-Umrandungsplatte nicht zu einem technisch relevanten Drehmoment auf die Schachtdeckelaufnahme und/oder den Schachtring und/oder den etwaig vorhandenen Ausgleichsring führt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Schachtdeckelaufnahme keine Kippbewegung ausführt, auch wenn die Schachtdeckel-Umrandungsplatte beispielsweise mit einem Fahrzeug befahren wird. Unter einem technisch nicht relevanten Drehmoment wird ein Drehmoment verstanden, das zu keiner Kippbewegung der Schachtdeckelaufnahme relativ zu dem darunter angeordneten Bauteil führt.
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Vorzugsweise ist zwischen der Schachtdeckel-Umrandungsplatte und dem Schachtdeckel bzw. der Schachtdeckelaufnahme eine Fuge gebildet. Diese Fuge ist beispielswiese mit granularem Material gefüllt, beispielsweise Sand. Auf diese Weise sind kleinere Verschiebungen der Schachtdeckel-Umrandungsplatte relativ zum bzw. zur Schachtdeckelaufnahme möglich, ohne dass es zu Spannungen in den beiden Bauteilen kommt.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Umrandungsplatten-Oberseite nur in einer Dimension gekrümmt. Besonders günstig ist es, wenn die Umrandungsplatten-Oberseite zwei gegenläufig zueinander geneigte Abschnitte aufweist, zwischen denen eine planebene Fläche verläuft.
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Besonders günstig ist es, wenn zwischen den Abschnitten und dem jeweils benachbarten Rand der Schachtdeckel-Umrandungsplatte eine planebene Fläche ausgebldet ist. Das erleichtert das Einpassen der Schachtdeckel-Umrandungsplatte in eine etwaig vorhandene Pflasterung oder Straße.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt
- 1 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Kanalsystem und einen erfindungsgemäßen Schacht,
- 2 in den 2a, 2b und 2c Ansichten einer erfindungsgemäßen Schachtdeckel-Umrandungsplatte und
- 3 ein erfindungsgemäßes Schachtdeckel-Umrandungsplattensystem.
- 4 zeigt in den 4a, 4b und 4c Ansichten einer erfindungsgemäßen Schachtdeckel-Umrandungsplatte gemäß einer zweiten Ausführungsform und
- 5 zeigt in den 5a, 5b und 5c Ansichten einer erfindungsgemäßen Schachtdeckel-Umrandungsplatte gemäß einer dritten Ausführungsform,
- 6 zeigt in den 6a, 6b und 6c Ansichten einer erfindungsgemäßen Schachtdeckel-Umrandungsplatte gemäß einer dritten Ausführungsform.
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1 zeigt einen erfindungsgemäß Schacht 10 mit zumindest einem Schachtring 12.1, nämlich dem ersten Schachtring 12.1, einem zweiten Schachtring 12.2 und einem dritten Schachtring 12.3, einem Schachtunterteil 14 und einer Schachtdeckelaufnahme 16. Im vorliegenden Fall besitzt der Schacht 10 zudem ein Schachthalsstück 20 und einen Ausgleichsring 43.
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Der Schacht 10 bildet zumindest mit einem Kanal 16 ein Kanalsystem 18. Oberhalb des obersten Schachtrings 12.1 ist, gegebenenfalls auf einem Schachthalsstück 20, eine Schachtdeckelaufnahme 22 angeordnet. Eine erfindungsgemäße Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 umgibt die Schachtdeckelaufnahme 22.
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Es ist zu erkennen, dass die Schachtdeckelaufnahme 22 mit ihrer Schachtdeckelaufnahme-Oberseite 26 bündig mit einer Umrandungsplatten-Oberseite 28 der Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 im Bereich benachbart zur Schachtdeckelaufnahme 22 abschließt. Selbstverständlich liegt in der Regel ein Teil der Umrandungsplatten-Oberseite, beispielsweise ein äußerer Rand 30, höher als die Schachtdeckelaufnahme-Oberseite 28.
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Die Schachtdeckelaufnahme 22 fungiert als Sitz für einen Schachtdeckel 32 und verhindert eine Bewegung des Schachtdeckels 32 in horizontaler Richtung, die größer ist als ein vorgegebenes Spiel.
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Am äußeren Rand hat die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 eine maximale Dicke d24 . Benachbart zum Schachtdeckel 32 hat die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 eine innere Dicke dinnen. Im Bereich des Innenkreises hat die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 eine äußere Dicke daußen . Der Innenkreis ist der gedachte Kreis maximalen Durchmessers, der vollständig innerhalb der Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 liegt. Die äußere Dicke daußen ist in der Regel kleiner als die maximale Dicke d24 .
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Die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 liegt in einem Bett 34 aus Magerbeton. Das Bett 34 nimmt Lasten FL von der Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 auf und führt sie in den Untergrund ab.
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1 zeigt, dass zwischen der Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 und der Schachtdeckelaufnahme 22 eine Fuge 36 vorhanden ist. Wird eine Last FL nur auf einer Seite der Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 ausgeübt, so resultiert daraus eine Kippung um einen Kippwinkel κ24 der Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24, wie im rechten kleinen Bild gezeigt ist. Die Schachtringe 12.i sowie das etwaig vorhandene Schachthalsstück 20 und der etwaig vorhandene Ausgleichsring 43, die gemeinsam als Schachtkomponenten bezeichnet werden, sind von der Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 drehmomententkoppelt. Das heißt, dass ein etwaiger Kippwinkel κ20 des Schachthalsstück 20 und/oder eines Kippwinkels κ12 des Schachtrings 12.1 höchstens 1/10 des Kippwinkels κ24 beträgt. Auf diese Weise sind die Schachtkomponenten 20, 12.i (i = 1, 2, ...) auch dann kippsicher, wenn eine große Last FL auf die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 ausgeübt wird.
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2a zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24. Es ist zu erkennen, dass die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 eine kreisförmige Aussparung 38 aufweist, deren Durchmesser D38 vorzugsweise 5 bis 35 Millimeter größer ist als ein Außendurchmesser D22 der Schachtdeckelaufnahme 22.
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Eine Länge L beträgt im vorliegenden Fall L = 1400 Millimeter. Eine Breite B beträgt im vorliegenden Fall ebenfalls B = 1400 Millimeter. Es ist vorteilhaft, nicht aber notwendig, dass die Breite B der Länge L entspricht.
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2b zeigt einen Querschnitt durch die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24. Es ist zu erkennen, dass die Umrandungsplatten-Oberseite 28 eine Neigung hat, deren Neigungswinkel α, der in Einbaulage zur Horizontalen H gemessen wird, im vorliegenden Fall α = 4° beträgt. Der Neigungswinkel α wird stets als positiv betrachtet. Die Umrandungsplatten-Oberseite 28 ist nach innen hin abschüssig ausgebildet. Wenn die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24, was bevorzugt, nicht aber notwendig ist, eine ebene Unterseite 40 hat
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Die maximale Dicke d24 der Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 beträgt im vorliegenden Fall d24 = 191 Millimeter und bezieht sich auf die Dicke eines Hüllquaders um die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24. Der Hüllquader ist derjenige gedachte Quader minimalen Volumens, der die Schachtdeckel-Umrandungsplatte vollständig umgibt, aber nicht berührt.
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Vorzugsweise gilt d24 - daußen > 10 Millimeter. Alternativ oder zusätzlich gilt vorzugsweise d24 - daußen < 40 Millimeter. Beispielsweise gilt d24 = 190 ± 20 Millimeter und/oder daußen = 170 ± 20 Millimeter. Die innere Dicke dinnen ist kleiner als eine - daußen > 10 Millimeter. Alternativ oder zusätzlich gilt vorzugsweise d24 - daußen < 40 Millimeter. Beispielsweise gilt d24 = 190 ± 20 Millimeter und/oder daußen = 170 ± 20 Millimeter.
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2c zeigt eine perspektivische Ansicht der Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24. Die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 kann zumindest ein Eingreifelement 42 besitzen, in das mit einem Hebezeug, beispielsweise einem Haken, eingegriffen werden kann, um die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 zu handhaben, das ist aber nicht notwendig. Im vorliegenden Fall ist das Eingreifelement 42 durch eine Ankerschlaufe oder eine Seilöse gebildet.
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3 zeigt ein erfindungsgemäßes Schachtdeckel-Umrandungsplattensystem, das ein erstes Schachtdeckel-Umrandungsplattenelement 44.1 und ein zweites Schachtdeckel-Umrandungsplattenelement 44.2 aufweist, das sich mit dem ersten Schachtdeckel-Umrandungsplattenelement 44.1 zu einer Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 ergänzt.
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4a zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Die Umrandungsplatten-Oberseite 28 ist, was eine bevorzugte Ausführungsform darstellt, nur in einer Dimension gekrümmt. Das heißt, dass sie in allen Richtungen, im vorliegenden Fall in y-Richtung (vgl. 4c) ungekrümmt ist.
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Es ist möglich, nicht aber notwendig, stellt aber eine bevorzugte Ausführungsform dar, dass die Umrandungsplatten-Oberseite 28 einen ersten geneigten Abschnitt 46.1 und einen zweiten geneigten Abschnitt 46.2 aufweist. Im vorliegenden Fall beträgt der Neigungswinkel α= 17 ± 2°. Günstig ist es, wenn die Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 zwei planebene Flächen 48.1, 48.2 aufweist, die zwischen dem Rand und dem jeweiligen Abschnitt 46.1 bzw. 46.2 angeordnet sind. Zwischen den beiden Abschnitten 46.1, 46.2 ist eine Mittelfläche 50 angeordnet, die ebenfalls planeben ist. Günstig ist es, wenn die planebenen Flächen 48.1, 48.2 sich bis zur Aussparung 38 erstrecken.
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Die 5a, 5b und 5c zeigen Ansichten einer erfindungsgemäßen Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 gemäß einer dritten Ausführungsform. 5b zeigt, dass die Aussparung 38 eine Erweiterung 52 aufweist. Die Erweiterung 52 ist vorzugsweise ringförmig und hat vorzugsweise einen Durchmesser von D52 = 900 mm ± 10 mm, wobei andere Durchmesser auch möglich sind. Günstig ist es, wenn der Durchmesser D52 größer ist als ein Außendurchmesser des Ausgleichsrings 43, sofern dieser vorhanden ist. Vorzugsweise ist der Durchmesser D52 höchstens 30 mm größer als der Außendurchmesser des Ausgleichsrings 43.
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Günstig ist es, wenn eine Tiefe T52 der Erweiterung 52 T52 = 50 mm ± 15 mm beträgt, insbesondere 50 mm ± 10 mm.
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Der Neigungswinkel α beträgt α = 17 ± 3°, insbesondere 17° ± 1°. Die Länge beträgt L = 1400 mm ± 200 mm, insbesondere 1400 ± 50 mm. Das Gleiche gilt für die Breite B. Eine Randbreite R beträgt vorzugsweise R = 52 ± 10 mm. Die innere Dicke beträgt beispielsweise dinnen = 100 mm ± 10 mm. Die maximale Dicke daußen beträgt beispielsweise d24 = 225 ± 15 mm.
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Die 6a, 6b und 6c zeigen Ansichten einer erfindungsgemäßen Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 gemäß einer vierten Ausführungsform. 6c, rechtes Teilbild, zeigt, dass die Aussparung 38 auch in dieser Ausführungsform eine Erweiterung 52 aufweist. Die Erweiterung ist aber nicht notwendig. Die Erweiterung 52 ist - sofern vorhanden - vorzugsweise ringförmig und hat vorzugsweise einen Durchmesser von D52 = 900 mm ± 10 mm, wobei andere Durchmesser auch möglich sind. Günstig ist es, wenn der Durchmesser D52 größer ist als ein Außendurchmesser des Ausgleichsrings 43, sofern dieser vorhanden ist. Vorzugsweise ist der Durchmesser D52 höchstens 30 mm größer als der Außendurchmesser des Ausgleichsrings 43.
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Günstig ist es, wenn eine Tiefe T52 der Erweiterung 52 T52 = 50 mm ± 15 mm beträgt, insbesondere 50 mm ± 10 mm.
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Der Neigungswinkel α beträgt α = 50° ± 4°, insbesondere 50° ± 2°. Die Länge beträgt L = 1400 mm ± 200 mm, insbesondere 1400 ± 50 mm. Das Gleiche gilt für die Breite B. Eine Randbreite R beträgt vorzugsweise R = 52 ± 10 mm. Die innere Dicke beträgt beispielsweise dinnen = 100 mm ± 10 mm. Die maximale Dicke beträgt beispielsweise d24 = 450 ± 15 mm.
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Die Ausführungsform gemäß 6 hat den Vorteil, dass auch Kanäle, deren Schachtringdeckel 12 deutlich tiefer liegt als die Umgebung, einfach eingefasst werden können. Einfassungen für solche Kanäle sind bislang oft vergleichsweise aufwändig. Zudem führt der große Neigungswinkel α in der Regel zu einer besonders stabilen Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24, da sie zwei starke Seitenwände hat.
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Besonders vorteilhaft kann eine derartige Schachtdeckel-Umrandungsplatte 24 für einen Kanal sein, der entlang von Autobahnen verläuft. Bei Starkregen bildet einen Bereich 54 zwischen den Seitenwänden und oberhalb der Aussparung 38 ein Reservoir für Regenwasser, das nicht ablaufen kann. Besonders günstig ist es, wenn der Bereich 54 ein Teil einer Rinne ist. Vorzugsweise hat diese Rinne eine Länge von zumindest 10 Meter und eine Breite am Boden von zumindest d38 ± 100 mm.
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Besonders bevorzugt sind an dieser Rinne weitere Schachtdeckel-Umrandungsplatten 24, angeordnet. Das von der Rinne gebildete Reservoir entlastet den Kanal 16 und verzögert eine Überflutung der Autobahn. Durch den schrägen Bereich 54 entfällt dort zudem ein Modellieren der Böschungsneigung.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Schacht
- 12
- Schachtring
- 14
- Schachtunterteil
- 16
- Kanal
- 18
- Kanalsystem
- 20
- Schachthalsstück
- 22
- Schachtdeckelaufnahme
- 24
- Schachtdeckel-Umrandungsplatte
- 26
- Schachtdeckelaufnahmen-Oberseite
- 28
- Umrandungsplatten-Oberseite
- 30
- Rand
- 32
- Schachtdeckel
- 34
- Bett
- 36
- Fuge
- 38
- Aussparung
- 40
- Unterseite
- 42
- Eingreifelement
- 43
- Ausgleichsring
- 44
- Schachtdeckel-Umrandungsplattenelement
- 46
- Abschnitt
- 48
- planebene Fläche
- 50
- Mittelfläche
- 52
- Erweiterung
- 54
- Bereich
- α
- Neigungswinkel
- κ
- Kippung
- B
- Breite
- d
- Dicke
- d24
- maximale Dicke
- daußen
- äußere Dicke
- dinnen
- innere Dicke
- D
- Durchmesser
- D38
- Durchmesser der Aussparung
- FL
- Last
- i
- Zählindex
- L
- Länge
- T
- Tiefe
- R
- Randbreite
- U
- Unterseite
- H
- Horizontale