DE2017512A1 - Verfahren zur Herstellung von Polyamidformteilen durch aktivierte anionische Polymerisation von Lactamen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyamidformteilen durch aktivierte anionische Polymerisation von Lactamen

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DE2017512A1 DE19702017512 DE2017512A DE2017512A1 DE 2017512 A1 DE2017512 A1 DE 2017512A1 DE 19702017512 DE19702017512 DE 19702017512 DE 2017512 A DE2017512 A DE 2017512A DE 2017512 A1 DE2017512 A1 DE 2017512A1
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    • C08G69/02Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids
    • C08G69/08Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids derived from amino-carboxylic acids
    • C08G69/14Lactams
    • C08G69/16Preparatory processes
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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Description

FARBENFABRIKEN BAYER AG
LEViRKUSEN-Beyewerk Patent-Abteilung
Ad/Wi,
Verfahren zur Herstellung von Polyamidformteilen durch aktivierte anionische Polymerisation von Lactamen
Die Erfindung-."betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polyamidformteilen durch aktivierte anionische Polymerisation von 6-Caprolactam sowie durch aktivierte anionische Copolymerisation von 6-Caprolactani mit anderen polymerisierbaren Lactamen im Zylinder einer Schnecken- oder Kolbenspritzgußmaschine und anschließende Formgebung,
Es 1st bekannt, ein polymerisierbares Lactam zusammen mit einem geeigneten Katalysator und einem Aktivator im Zylinder einer Spritzgußmaschine zu polymerisieren und das entstandene Polyamid dann nach den üblichen Regeln der Spritzgußtechnik in eine Form zu spritzen. Vorteilhaft sind hierbei die kurzen Cycluszeiten und'die Möglichkeit, durch geeignete spritz technische Maßnahmen der Bildung von Einfallstellen und Lunkern entgegenzuwirken. Daher ist dieses Verfahren auch zur Herstellung kleinerer Polyamidformteile geeignet. Ein entscheidender Nachteil, ist jedoch, daß, die Polymerisation bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes des entstehenden Polyamids erfolgt. Das bedeutet für die aktivierte anionische Polymerisation von f-pCaprolactam, daß Formteile entstehen, deren Gehalt an extrahierbaren Mono- und Oligomeren - im folgenden kurz Extraktgehalt
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genannt - über 10 % liegt, daß dementsprechend weniger als 90 % des (f-Caprolactams zu Polyamid umgesetzt werden und daß solcherart hergestellte Formteile 'für viele Zwecke zu weich sind.
Formteile aus 6-Polyamid mit niedrigerem Extraktgehalt können nur durch aktivierte anionische Polymerisation von £-Caprolactam bei Temperaturen unterhalb von 200 0C, besser unterhalb 180 0C, hergestellt werden. Es besteht also einerseits großes Interesse·daran, bei möglichst niedrigen Temperaturen zu polymerisieren, andererseits stört insbesondere beim Ver- ■ arbeiten auf Spritzgußmaschinen der hohe Schmelzpunkt des Polymerisats.
Aus der niederländischen Patentschrift 6 600 I66 ist bekannt, die aktivierte anionische Polymerisation von 6^-Caprolactam im Zylinder einer Kolbenpresse unterhalb von 220 0C durchzuführen und das fertige 6-Polyamid als unterkühlte Schmelze durch eine Düse zu extrudieren. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß aufgrund seiner großen Neigung zur Kristallisation das 6-Polyamid leicht im Zylinder erstarrt und damit die Durchführung sehr unsicher wird. Das bedeutet, daß man mit der Polymerisationstemperatur möglichst nahe an dem Schmelzpunkt von 220 0C liegen muß, um dem vorzeitigen Erstarren entgegenzuwirken. Dann aber wird die Temperaturführung problematisch, weil in diesem Temperaturbereich die Polymerisation derartig rasch verläuft, daß die frei werdende Polymerisationswärme (26,5 kcal/kg) nicht abgeführt werden kann.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von Formteilen aus Polyamiden oder Copolyamiden durch anionische Polymerisation von 6-Caprolactam, £-Caprolactam im Gemisch mit
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anderen Lactamen oder gelöste Polyamide enthaltendem 6-Caprolactam in Gegenwart von basischen Katalysatoren, Aktivatoren und Viskositätsreglern im Zylinder einer Spritzgußmaschine und anschließendes Verspritzen in ein Formwerkzeug gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Polymerisation im Zylinder der Spritzgußmaschine bei Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur des entstehenden Polyamids nur einleitet, die polymerisierende Schmelze in ein auf Temperaturen von 80 bis 180 0C beheiztes Formwerkzeug sprftzt, in diesem unter Nachdruck zu Ende polymerisiert und das Formteil entfernt.· Vorzugsweise wird die Polymerisation bei Temperaturen von 140 bis 190 0C und günstigstenfalls bei Temperaturen von 160 bis 180 0C eingeleitet.
Der Extraktgehalt solcherart hergestellter Formteile liegt bei 7 bis 9 Gewichtsprozent. Er kann durch anschließendes Tempern bei 100 bis 180 0G während 1 bis 4 Stunden noch zusätzlich auf 3 bis 5 Gewichtsprozent gesenkt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist desha.lb besonders überraschend, weil bei höheren Zylindertemperaturen, z.B. 190 bis 210 C, die in der Spritzgußmaschine befindliche Schmelze so rasch erstarrt, daß ein Verspritzen nicht mehr möglich ist. Das Gelingen des erfindungsgemäßen Verfahrens war nicht vor- herzusehen, weil nach den bisherigen Erfahrungen über die bei ™ tiefen Temperaturen durchgeführte aktivierte anionische Polymerisation von 6-Caprolactam im Anschluß an die Induktionsperiode mit einem sehr steilen Anstieg der Schmelzviskosität innerhalb kurzer Zeit und daran unmittelbar anschließend mit der Erstarrung und Kristallisation des gebildeten Polyamids gerechnet werden mußte»
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Ss war weiterhin nicht vorherzusehen, daß unter' den angeführten Polymerisationsbedingungen die Temperaturführung im Zylinder so geregelt werden konnte, daß die frei werdende Polymerisationswärme das Spritzgut nicht so stark erhitzte, daß eine zu hohe Polymerisat!onstemp.eratur und damit ein zu hoher Extraktgehalt gefunden worden wären.
Das erfindungsgemäße Verfahren vereinigt die Vorteile der aktivierten anionischen Polymerisation von <5-Caprolactam bei Polymerisationstemperaturen unterhalb von 200 0C mit denen" der Spritzgußtechnik. Es ist so möglich, innerhalb kurzer Cyclen verzugsfreie, harte, hochkristalline und steife Formteile aus 6-Polyamid, die nur 3-8 Gewichtsprozent extrahierbare Anteile enthalten, herzustellen. Dieser geringe Anteil an Mono- und Oligomeren ist vielfach erwünscht, da diese die Schlagfestigkeit großer Teile, die nicht mehr konditioniert werden können, Verbessern.
Als Katalysatoren eignen sich alle üblicherweise für die anionische Polymerisation von Lactamen verwendeten basischen Katalysatoren, z.B. Alkali- oder Erdalkalimetallalkoholate, Alkalisalze von Carbonsäuren, aktivierten Carbonsäuren sowie Monoestern der Kohlensäure, Alkaliborhydride und besonders Alkalisalze von Lactamen, z.B. das Natriumsalz des £-Caprolactams.
Als Aktivatoren für das vorliegende Verfahren kommen alle bei der anionischen Polymerisation von Lactamen bekannten Aktivatoren in Frage. Besonders gut geeignet sind Isocyanate und Verbindungen, die bei erhöhter Temperatur Isocyanate abspalten. Ferner zählen dazu die Additionsprodukte von Isocyanaten an Lactame.
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Es ist weiterhin vorteilhaft, dem Lactam solche Verbindungen zuzusetzen, die geeignet sind, die Schmelzviskosität zu regeln. Derartige Verbindungen sind Ester, Alkohole, Amine, 1,3-disubstituierte Harnstoffe sowie besonders durch Alkyl- oder Arylgruppen monosubstituierte Carbonsäureamide, z.B. N-Benzylacetamid, N-Butylacetamid oder Ν,Ν'-Diacetylhexamethylendiamin. Sie werden in Konzentrationen von 0,1 - 5»0, vorzugsweise von 0,5 bis 3, Gewichtsprozent eingesetzt.
Um Formteile aus schlagzähem Polyamid zu bekommen, kann 6-CaprQlactam bekanntlich mit anderen polymerisationsfähigen | Lactamen, z.B, Laurinlactam, Capryllactam oder Oenanthlactam, copolymerisiert werden. Da derartige Copolymere bei tieferer Temperatur als 6-Polyamid erstarren und langsamer kristallisieren, ist es auch im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens durchaus vorteilhaft, von Gemischen aus 6-Caprolactam und den 'genannten Lactamen auszugehen.
Es ist weiterhin möglich,, anstelle von reinem f-Caprolactam Lösungen anderer Polyamide, z.B. 12-Polyamid oder 6,1O-Polyamid in £-Caprolactam einzusetzen, wodurch ebenfalls ein vorzeitiges Erstarren der Polyamidschmelze in der Spritzgußmaschine erschwert wird. Dabei sind solche Polyamide, die durch aktivierte anionische Polymerisation des entsprechen- <| den Lactams hergestellt worden sind, besser geeignet als · hydrolytisch hergestellte Polyamide.
Als Spritzeinheit für das erfindungsgemäße Verfahren können Kolben- und Sehneckenspritzgußmaschinen verwendet werden. Letztere sind deshalb besonders geeignet, weil sie ein gleichmäßigeres Erwärmen des Lactams ermöglichen. Ihre Verwendung setzt voraus, daß das polymerisationsfähige £-Caprolactam unter Druck in die Spritzgußmaschine einge-
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speist wird, da nur unter einem von außen einwirkenden Druck niedrigviskose Lactamschmelzen von der Schnecke eingezogen und gefördert werden. Daher besteht die Spritzeinheit bei Verwendung von Schneckenspritzgußmaschinen aus dieser und einem Aggregat, das das Lactam in die Spritzgußmaschine unter Aufbringung eines Druckes fördert. Geeignete Aggregate dafür Sind Kolbenpressen oder Zahnradpumpen, wenn das Lactam als Schmelze in die Spritzgußmaschine gelangen soll, oder kurze Ein- oder.Doppelwellenschneckenpressen, wenn das Lactam erst im Zylinder der Spritzgußmaschine aufgeschmolzen werden soll.
Die polymerisationsfähigen Schmelzen aus 5-Caprolactam, basischem Katalysator und Aktivator sind in der Regel nicht lagerstabil. Sie dürfen deshalb erst unmittelbar vor der Polymerisation hergestellt werden. Das kann dadurch geschehen, daß zuerst ein festes Gemisch aus E-Caprolactarn, basischem Katalysator und Aktivator durch mechanisches Mischen der Bestandteile, etwa in einem Schnellmischer, hergestellt wird. Dieses Gemisch kann dann mittels einer kurzen Schneckenpresse in die Spritzgußmaschine gedruckt werden, in der es schmilzt und polymerisiert. Es ist auch möglich, das feste Gemisch aufzuschmelzen und die entstandene Schmelze sofort mittels einer Zahnradpumpe oder unter dem Druck eines inerten Gases in die Spritzgußmaschine zu pressen. Aufwendiger, aber betriebssicherer, ist es, zwei 6-Caprolactamschmelzen, von denen die eine den Katalysator, die andere den Aktivator, gelöst enthält, herzustellen. Beide Schmelzen sind getrennt längere Zeit bei 100 0C haltbar, erst bei der Durchmischung werden sie polymerisationsfähig. Die Schmelzen werden mit Dosierpumpen in einen Mischer gepumpt, aus dem dann die nun polymerisationsfähige Schmelze mittels einer weiteren Pumpe sofort in die Spritzgußmaschine gepumpt wird.
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Geeignete Formwerkzeuge sind solche, die ausreichend genau temperiert werden können. Bewährt haben sich solche Formen, die mittels eines Heiz- bzw. Kühlmediums getrennt beheizt und gekühlt werden können.
Eine genaue Temperierung des Zylinders der Spritzgußmaschine ist unerläßlich, um Störungen im Verfahrensablauf auszuschließen. Ölbeheizten Zylindern ist daher der Vorzug vor elektrisch beheizten zu geben. Sie gestatten darüber hinaus, die Polymerisationswärme über das Öl abzuführen.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geht aus den folgenden Beispielen hervor.
Beispiel 1
Die Polymerisation wird auf einer Sehneckenspritzgußmaschine von 80 mm Durchmesser von 10 D Länge, deren Schnecke eine Dreizonenschnecke ist, durchgeführt, über der Einfüllöffnuhg befindet sich eine Zahnradpumpe, über der ein beheizbarer Trichter angebracht ist. Im Innern des Trichters befindet sich am unteren Ende des konischen Teiles eine Lochplatte. Der konische Teil des Trichters wird auf 80 - 90 0C erwärmt. Der Zylinder der Spritzgußmaschine ist in drei gleich langen λ Abschnitten getrennt heizbar. Im ersten Abschnitt ist der Zylinder auf 155 0C, im zweiten auf 180 0C und im dritten Abschnitt auf 170 0C, erwärmt. Die Düse, eine einfache Lochdüse, ist auf 225 0C, das Formwerkzeug, ein Rundplattenwerkzeug, auf 100 0C erwärmt. In den Trichter wird festes, schuppenförmiges 6-Caprolactam, dem 0,9 Gewichtsprozent ^-Caprolactaffl-N-carbonsäure-NV-benzylamid, 0,35 Gewichtsprozent N-Benzyl-acetamid und 0,45 Gewichtsprozent Natrium-, caprolactamat mechanisch zugemischt worden sind, gebracht.
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Das Gemisch schmilzt, die Schmelze gelangt durch die Lochplatte, die die festen, noch nicht geschmolzenen Teile des Gemisches zurückhält, in die Zahnradpumpe. Die Schnecke der Schneckenspritzgußmaschine wird bis zum vorderen Anschlag geschoben. Die Düse der Spritzgußmaschine liegt 'am Formwerkzeug an. Die Schnecke der Spritzgußmaschine rotiert nun mit 70 U/Min., gleichzeitig rotiert die Zahnradpumpe mit 60 U/Min. Die Zahnradpumpe fördert die polymerisationsfähige Lactamschmelze mit einem Druck von etwa 6 atü in die Spritzgußmaschine. Unter diesem Druck wird die noch niedrigviskose •Lactamschmelze von der Schnecke zur Düse hin gefördert. Dabei wird sie erhitzt, so daß die Polymerisation einsetzt. Die langsam viskoser werdende Schmelze wird in den Raum vor der Schneckenspitze gefördert. Unter dem sich dort aufbauenden Druck verschiebt sich die Schnecke nun horizontal zurück bis zu einem vorgegebenen Anschlag. Ist dieser erreicht, werden die Rotationen von Schnecke und Pumpe gleichzeitig abgestellt. Nach einer Standzeit von 3,5 Minuten wird die schon viskose, aber noch polymerisierende Schmelze, deren Temperatur ungefähr 200 0C beträgt, in die Form gespritzt. Es wird 1 Minute lang ein Nachdruck aufrechterhalten, dann werden Schnecke und Pumpe zum nächsten Einzugstakt in Rotation versetzt. Nach Beendigung des Einzugstaktes, der 2,5 Minuten dauert, wird die Spritzeinheit von der Düse abgefahren. Nach weiteren 3,5 Minuten wird die Form geöffnet, das erstarrte Formteil entformt, die Form sofort geschlossen, die Spritzeinheit an die Form gefahren und die im Zylinder befindliche Schmelze in die Form gespritzt. Die Cyclusdauer beträgt jeweils 7 Minuten. Sie ist weitgehend von der Zeit abhängig, die zum Erstarren des Formteiles in der Form benötigt wird. Die Formteile, deren Gewicht 750 g beträgt, werden unmittelbar nach dem Entformen in einen beheizbaren Schrank gebracht, in dem sie unter Stickstoff 1-3 Stunden bei 150 0C aufbewahrt
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werden. Die Wirkung des nachträglichen Erhitzens auf den Gehalt an Mono- und Oligomeren im Formteil geht aus der folgenden Tabelle hervor:
Nachbehandlung Extraktgehalt
nicht nacherhitzt 8,3 % < 30 Min. bei 150 0C. 6,7 % 2 Stdn. bei 150 0G 4,8 %
Beispiel 2 .
Die Versuchsanordnung ist die gleiche wie in Beispiel 1.
Der Zylinder der Spritzgußmaschine wird über die gesamte Länge auf 170 0C, die Düse auf 200 0C, erwärmt. Es wird ein festes Gemisch aus 90,0 Gewichtsprozent S-Caprolactam, 8,4 Gewichtsprozent Laurinlactam, 0,83 Gewichtsprozent S-Caprolactam-N-carbonsäure-N'-benzylamid, 0,33 Gewichtsprozent N-Benzylacetamid und 0,44 Gewichtsprozent Natriumcaprolactamat zur Polymerisation eingesetzt. Die Versuchsführung ist die gleiche wie in Beispiel 1. Der einzige Unterschied ist der, daß die Dauer des Einzuges nur 1 Minute beträgt. Dadurch.verringert sich die Cyclusdauer auf 5,5 Minuten. Die Formteile werden wieder bei 150 0C nacherhitzt.
Nachbehandlung Extraktgehalt
nicht nacherhitzt 8,7 % 30 Min. nacherhitzt 7,0 % 1 Std. nacherhitzt 4,3 %
Die Formteile wiegen 750 g. '
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Beispiel 3 ^
Die Versuchsanordnung besteht auf der Spritzseite aus zwei beheizbaren Kesseln, die mit Rührern versehen sind, zwei beheizbaren Leitungen, die über zwei Dosierpumpen in ein beheizbares Mischgefäß münden, einer unterhalb des Mischgefäßes angebrachten Zahnradpumpe, die über der Einfüllöffnung der Spritzgußmaschine angeflanscht ist.
Im ersten Kessel wird eine 0,9 Gewichtsprozent Natriumcaprolactamat enthaltende Schmelze, bestehend aus 9 Teilen <f-Caprolactam und 1 Teil Laurinlactam, im zweiten eine 0,7 Gewichtsprozent N-Butylacetamid"und 1,8 Gewichtsprozent f-Caprolactam-N-carbonsäure-N'-benzylacetamid enthaltende Schmelze aus 9 Teilen £-Caprolactam und 1 Teil Laurinlactam bei 80 - 90 0C gehalten. Mittels der Dosierpumpen werden gleiche Volumina beider Schmelzen gleichzeitig in das auf 90 0C erwärmte Mischgefäß gepumpt, wo sie homogen gemischt und dann mit der unter dem Mischgefäß befindlichen Zahnradpumpe in die Spritzgußmaschine gepumpt werden. Die Dosierpumpen und die Zahnradpumpen arbeiten nur dann, wenn die Schnecke der Spritzgußmaschine rotiert, d.h. nur während des Einzugtaktes. Der Zylinder der Spritzgußmaschine ist über seine gesamte Länge auf 160 0C beheizt, die Düse auf 200 0C, das Plattenwerkzeug auf 100 0C. Der Spritzcyclus erfolgt in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 beschrieben, seine Dauer beträgt 5 Minuten. Die Formteile wiegen 750 g. Sie werden verschieden lang auf 150 0C nacherhitzt.
Nachbehandlung Extraktgehalt
nicht nacherhitzt 8,9 %
30 Min. nacherhitzt 6,8 %
2 Stan, nacherhitzt 4,5 %
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Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    [1\ Verfahren zur Herstellung von Formteilen aus Polyamiden oder Copolyamiden durch anionische Polymerisation von 6-Caprolactam, gegebenenfalls im Gemisch mit anderen Lactamen oder gegebenenfalls in Gegenwart von gelösten Polyamiden in Gegenwart von basischen Katalysatoren, Aktivatoren und Viskositätsreglern im Zylinder einer Spritzgußmaschine .und anschließendes Verspritzen in ein Formwerkzeug, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation im"Zylinder der Spritzgußmaschine bei Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur des entstehenden Polyamids einleitet, die polymerisierende Schmelze in ein auf Temperaturen.von 80 bis 180 0C beheiztes Formwerkzeug spritzt, in diesem unter Nachdruck zu Ende polymerisiert und das Formteil entfernt.
    2» Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation im Zylinder der Spritzgußmaschine bei Temperaturen von 140 bis 190 0C einleitet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Formwerkzeug auf Temperaturen von 110 bis 140 0C aufheizt.
    4. Verfahren nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet, daß man £-Caprolactam mit 1 bis 40 Gewichtsteilen eines anderen polymerisierbaren Lactams copolymerisiert.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man f-Caprolactam mit Laurinlactam copolymerisiert.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 6-Caprolactam in Gegenwart von 1 bis 40 Gewichtsprozent gelöstem 12- oder 6,10-Polyamid polymerisiert.
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    7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formteile nach,dem Entformen 1/2 bis 6 Stunden auf 80 bis 180 0C erhitzt werden.
    Le A 12 940 - 12 -
    109844/1474
    ORIGINAL INSPECTED
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