DE2017488B2 - Vierkreisfilter mit keramik-resonatoren - Google Patents
Vierkreisfilter mit keramik-resonatorenInfo
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03H—IMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
- H03H7/00—Multiple-port networks comprising only passive electrical elements as network components
- H03H7/01—Frequency selective two-port networks
- H03H7/0153—Electrical filters; Controlling thereof
- H03H7/0161—Bandpass filters
- H03H7/0169—Intermediate frequency filters
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- H03H9/46—Filters
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Description
30
Der Einsatz eines integrierten Verstärkers im Zwischenfrequenzteil
eines Rundfunkempfängers erfordert eine Konzentrierung der Selektion, da die gesamte
Verstärkung in der integrierten Schaliung erfolgt und es somit im Gegensatz zu konventionellen Schaltungskonzepten
nicht möglich ist, die Selektionsmittel aufzuteilen und zwischen den einzelnen Verstärkerstufen
anzuordnen. Die gesamte Zwischenfrequenzselektion hat deshalb ein einzelner Filterblock zu übernehmen.
Ein solcvies Zwischenfrequenzfilter, im folgenden
ZF-Filter genannt, wird vorzugsweise zwischen der Mischstufe und dem integrierten Verstärker angeordnet,
um zu verhindern, daß die nach der Mischung noch vorhandene relativ große Oszillatoramplitude
zum Verstärker gelangt und in diesem Signalver-Zerrungen bewirkt oder diesen sogar in die Begrenzung
steuert. Von einem derartigen ZF-Filter wird eine möglichst geringe Durchlaßdämpfung gefordert, was
sich mit einem nur aus Spulen und Kondensatoren bestehenden Filter nicht in genügendem Maße erreichen
läßt.
In einem ZF-Filter für integrierte. Verstärker werden
deshalb Keramik-Resonatoren verwendet, welche eine wesentlich höhere Güte aufweisen als Schwingkreise
mit Spulen. Da Keramik-Resonatoren aber neben ihrer ausgenutzten Grundschwingung noch eine Vielzahl
von Nebenresonanzen haben, welche eine schlechte Weitabselektion bedeuten, sind außer den Keramik-Resonatoren
auch Spulenschvvingkreise zu verwenden, die in der Gesamtfilterkurve eine genügend große
Dämpfung der unerwünschten Nebenresonanzen und somit eine gute Weitabselektion bewirken.
Durch die DT-PS 1085 574 ist es bekannt, die statische Kapazität eines Keramik-Resonators mittels
eines Kondensators zu kompensieicn. Der Erfindung
liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Vierkreisfilter mit zwei Keramik-Resonatoren eine Lösung anzugeben,
wie die statischen Kapazitäten dieser Resonatoren in einfacher Weise kompensiert werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Vierkreisfilter mit zwei Keramik-Resonatoren, die zwischen
zwei Schwingkreisen mit Spulen angeordnet sind, nach der Erfindung vorgeschlagen, daß zwischen eine
der beiden Schwingkreisspulen und den Verbindungspunkt der beiden Keramik-Resonatoren ein Kondensator
geschaltet ist und daß der Kapazitätswert dieses Kondensators größer als Cu- (w}Zw4) und etwa gleich
G)" (w2/m>| + W)Zw4)
gewählt ist, wenn C0 die statische Kapazität eines
Keramik-Resonators, w, die Windungszahl der Spule des Eingangsschwingkreises, w2 die Windungszahl der
Ankoppelspule zwischen Eingangsschwingkreis und erstem Keramik-Resonator, w3 die Windungszahl der
Ankoppelspule an den Ausgangsschwingkreis und w4
die Windungszahl der Spule des Ausgangsschwingkreises sind.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß ein Kondensator eingespart und die zur Erlangung der Symmetrie der
Durchlaßkurve erforderliche Kompensation der statischen Kapazitäten beider Keramik-Resonatoren
durch einen einzigen Kondensator erzielt wird, während üblicherweise zur Kompensation der statischen
Kapazitäten von zwei Keramik-Resonatoren zwei Kondensatoren erforderlich sind.
Unter der statischen Kapazität eines Keramik-Resonators ist die durch die Elektroden gebildete Kapazität
C0 zu verstehen, die in der in Fig. 1 dargestellten elektrischen Ersatzschaltung eines Keramik-Resonators
mit zwei Elektroden mit der Bezugsziffer 1 bezeichnet ist. Diese Ersatzschaltung gilt in der Nähe
der Resonanzstelle. Die weiteren Elemente der Ersatzschaltung
der Fig. 1, d.h. die Kapazität 2, die Induktivität 3 sowie der Widerstand 4, bilden einen Serienresonanzkreis.
Durch das Vorhandensein der mit der Bezugsziffer 1 bezeichneten statischen Kapazität C0
tritt zusätzlich eine Parallel resonanz auf.
In dem nach der Erfindung vorgsschlagenen Vierkreisfilter
wird die Serienresonanzfrequenz der Keramik-Resonatoren ausgenutzt. Da jedoch die Parallelresonanzfrequenz
nur um wenige Prozent über der Serienresonanzfrequenz liegt und im Dämpfungsverlauf der Gesamtfilterkurve eine Polstelle ergibt, verursacht
sie unterschiedlich steile Flanken der Durchlaßkurve. Diese Unsymmetrie ist unerwünscht. Eine
Beseitigung der Polstelle ist jedoch nur möglich durch die Kompensation der statischen Kapazität C0 der
Keramik-Resonatoren, die nach der Erfindung durch einen einzigen entsprechend bemessenen Kondensator
erreicht wird, welcher nach der Erfindung zwischen den Verbindungspunkten der beiden Keramik-Resonatoren
und den Hochpunkt eines der beiden Spulenschwingkreise geschaltet ist.
In der Fig. 2 ist ein gemäß der Erfindung ausgeführtes Vierkireisfilter dargestellt, welches aus zwei
Spulenschwingkreisen und zwe. Keramik-Resonatoren besteht. Ein solches Filter wird wegen der Hybrid-Bauweise
auch als Vierkreis-Hybrid-Filter bezeichnet.
Der Eingangsschwingkreis des Filters besteht aus dem Kondensator 5 und der Schwingkreisspule 6,
welche die Windungszahl w\ aufweist. Sowohl dieser
Eingangsschwingkreis als auch der Ausgangsschwingkreis, Destehend aus dem Kondensator 14 und der
Schwingkreisspule 13 mit der Windungszahl w4, sind
als Parallelschwingkreis eingeführt. Die beiden Keramik-Resonatoren
8 und 10. deren Serienresonanz-
Frequenzen ausgenutzt werden, sind zwischen den Spulenschwingkreisen angeordnet. Zur Kopplung zwischen
dem ersten Spulenschwingkräis und dem Keramik-Resonator 8 dient die Ankoppels>sule 7 mit der
Windungszahl wv Entsprechend erfolgt die Ankopplung des Keramik-Resonators 10 an den Ausgangsschwingkreis
mittels der Ankoppelspule 12 mit der Windungszahl w>3. Zur Kopplung der beiden Keramik-Resonatoren
untereinander dient der Kondensator 9. Zwischen die Schwingkreisspule 13 des Ausgangsschwingkreises
und den Verbindungspunkt der beiden Resonatoren ist gemäß der Erfindung der Kondensator
11 geschaltet Seine Kapazität ist so bemessen, daß eine Kompensation der statischen Kapazitäten
beider Resonatoren und dadurch eine symmetrische Filterdurchlaßkurve erzielt wird.
Als symmetrische Durchlaßkurve wird hierbei die Kurve bezeichnet, weiche bei charakteristischen Frequenzabständen
zur Bandmittenfrequenz nach beiden Seiten dieselben Dämpfungswerte aufweist.
Die Kompensation ist allerdings nur dann möglich, wenn die Wicklungen 12 und 13 gegensinnig gepoll
sind. In Fig. 2 ist dies durch die für die Wicklungsanfänge eingezeichneten Punkte angedeutet.
Um eine symmetrische Durchlaßkurve zu bekommen, kann der Kondensator 11 auch zwischen
den Schwingkreishochpunkt des Eingangsschwingkreises und den Verbindungspunkt der beiden Keramik-Resonatoren
geschaltet werden. Dann müssen aber die Wicklungen 6 und 7 gegensinnig gepolt werden.
Der Kondensator 11 wird jedoch vorzugsweise mit der Spule des Ausgangsschwingkreises verbunden.
Sein Kapazitätswert ist in diesem Falle größer als C0- (n'3/ii'4), wenn C0 die statische Kapazität eines
Keramik-Resonators, u>3 die Windungszahl der Ankoppelspule
12 und IV4 die Windungszahl der Schwingkreisspule
13 sind. Die Kapazität des Kondensators 11 beträgt etwa
ist dabei die Windungszahl der Schwingkreisspule 6 und iv, die der Ankoppelspule 7.
Im folgenden wird noch ein spezielles Dimensionierungsbeispiel
für ein erfindungsgemäßes ZF-Filter angegeben.
Das Filter soll beispielsweise für die Zwischenfrequenz der AM-Rundfunkbereiche von 460 kHz gelten
und für den Einsatz in Verbindung mit einem integrierten Verstärker vorgesehen sein. Damit die Bandmittenfrequenz
46OkHz beträgt, müssen die beiden Keramik-Resonatoren eine Serienresonanzfrequenz
von etwa 459 kHz aufweisen. Derartige Resonatoren sind im Handel erhältlich. Die Kapazität 5 des ersten
Spulenschwingkreises wie auch die Kapazität 14 des Ausgangsschwingkreises betragen dann beispielsweise
jeweils 15OpF. Die Windungszahlen w, und iv4 der
Schwingkreisspulen 6 und 13 sollen beispielsweise 175 Windungen betragen, während für die Ankoppelspule
7 beispielsweise eine Windungszahl us von
2s 4 Windungen und für die Ankoppelspule 12 beispielsweise
eine Windungszahl tv3 von 7 Windungen gewählt
werden. Die Kapazität 9 soll beispielsweise 1,8 nF und die Kapazität 11 beispielsweise 12 pF
betragen.
Mit diesen Werten wird für die Filterkurvc des Vierkreis-Hybnd-Filters eine Bandmittenfrequenz von
460 kHz, eine Dämpfung bei 9 kHz Abstand zur Bandmitte von 44 dB, eine Durchlaßdämpfung von
etwa 7.5 dB sowie eine Weitabselektion von mehr als 80 dB erzielt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vierkreisfilter mit zwei Keramik-Resonatoren, die zwischen zwei Schwingkreisen mit Spulen angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen eine der beiden Schwingkreisspulen (13)
und den Verbindungspunkt der beiden Keramik-Resonatoren (8, 10) ein Kondensator (11) geschaltet
ist und daß der Kapazitätswert dieses Kondensators (11) größer als C0- (W1Zw4) und etwa
gleich
Cu- ()v2/W1+ h>3/h>4)
gewählt ist, wenn C0 die statische Kapazität eines
Keramik-Resonators, W1 die Windungszahl der
Spule (6) des Eingangsschwingkreises (5, 6), w2 die
Windangszahl der Ankoppelspule (7) zwischen Eingangsschwingkreis (5, 6) und erstem Keramik-Resonator
(8), w, die Windungszahl der Ankoppelspule (12) an den Ausgangsschwingkreis (13, 14)
und H4 die Windungszahl der Spule (13) des Ausgangsschwingkreises
(13, 14) sind.
2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensator (11) mit der Spule (13)
des Ausgangsschwingkreises (13,14) verbunden ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19702017488 DE2017488B2 (de) | 1970-04-11 | 1970-04-11 | Vierkreisfilter mit keramik-resonatoren |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19702017488 DE2017488B2 (de) | 1970-04-11 | 1970-04-11 | Vierkreisfilter mit keramik-resonatoren |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2017488A1 DE2017488A1 (de) | 1971-10-28 |
| DE2017488B2 true DE2017488B2 (de) | 1977-04-07 |
Family
ID=5767868
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702017488 Withdrawn DE2017488B2 (de) | 1970-04-11 | 1970-04-11 | Vierkreisfilter mit keramik-resonatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2017488B2 (de) |
-
1970
- 1970-04-11 DE DE19702017488 patent/DE2017488B2/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2017488A1 (de) | 1971-10-28 |
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