DE20164C - Verfahren und Apparate, um Schmiedestücke beim Schmieden in Gesenken mit einer Atmosphäre von nicht oxydirenden Gasen zu umgeben - Google Patents

Verfahren und Apparate, um Schmiedestücke beim Schmieden in Gesenken mit einer Atmosphäre von nicht oxydirenden Gasen zu umgeben

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Publication number
DE20164C
DE20164C DENDAT20164D DE20164DA DE20164C DE 20164 C DE20164 C DE 20164C DE NDAT20164 D DENDAT20164 D DE NDAT20164D DE 20164D A DE20164D A DE 20164DA DE 20164 C DE20164 C DE 20164C
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DE
Germany
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oxidizing
atmosphere
oxidizing gases
forged
gases
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Active
Application number
DENDAT20164D
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English (en)
Original Assignee
A. STORER in London
Publication of DE20164C publication Critical patent/DE20164C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J1/00Preparing metal stock or similar ancillary operations prior, during or post forging, e.g. heating or cooling
    • B21J1/06Heating or cooling methods or arrangements specially adapted for performing forging or pressing operations
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J17/00Forge furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Viele kleinere Gegenstände, wie z. B. die Theile eines Gewehrschlosses, werden geschmiedet, indem man sie in glühendem Zustande in Formen prefst. Es ist aber hierbei nöthig, dafs das Metall bis zu einem sehr hohen Grad erhitzt wird, damit dasselbe genügend weich wird, um in die genaue Form gebracht werden zu können. Bei einer hohen Hitze oxydirt aber das Eisen oder der Stahl so rasch, dafs es bei dem gewöhnlichen Verfahren unmöglich ist, die geschmiedeten Gegenstände mit rein metallischer Oberfläche herzustellen. Aufserdem werden auch noch die Formen durch die harten Oxydkrusten, welche auf dem Metall gebildet werden, beschädigt.
Das Wesentliche vorliegender Neuerungen besteht nun darin, die Bildung der Oxydkrusten dadurch zu verhindern, dafs man das zuschmie-■ dende Metall während der ganzen Operation mit Gasen umgiebt, welche sich nicht mit dem Metall zu Oxyden verbinden. Die hierzu dienlichen Werkzeuge und Apparate sind auf beiliegender Zeichnung angedeutet, in welcher Fig. ι einen Längsschnitt und Fig. 2 einen Querschnitt einer Retorte zeigt. ■ Dieselbe ist zur Aufnahme der Schmiedstücke bei hoher Weifsglühhitze bestimmt. Die Retorte A ist aus feuerfestem Thon (Chamotte) oder aus sonstigem der Hitze widerstehenden Material gebildet und befindet sich in einem Ofen, in welchem sie von aufsen durch beliebige Feuerung erhitzt wird. Sie hat an beiden Enden je eine Thür B.
Die zu schmiedenden Stücke können an dem einen Ende eingeführt .und an dem anderen Ende entfernt werden.
Vermittelst der Röhre D, welche mit einem Gasbehälter in Verbindung steht, . wird nun Kohlensäure in die Retorte eingeführt, so dafs die Metallstücke davon umgeben und so gegen Oxydation geschützt sind. Statt Kohlensäure kann nach Meinung des Erfinders auch Brenngas gebraucht werden, welches dann den vorhandenen Sauerstoff verbrennt.
Fig. 3 zeigt die Seitenansicht und Fig. 4 den Querschnitt nach der Linie Z-Z in Fig. 3 einer Zange, vermittelst welcher der Gegenstand F von der Retorte entfernt wird, um nach der Form zu gelangen, in welcher er geschmiedet werden soll. Die Zange E ist mit einer Feder G versehen, durch welche der Gegenstand in den entsprechend geformten Backen der Zange festgehalten wird.
Um ein rasches Abkühlen zu verhindern, sind die Theile, welche den Gegenstand halten, dünn und scharf gemacht, wie bei Fig. 4 angedeutet ist.
Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht und Fig. 6 einen Querschnitt der Zange nach der Linie Z-Z in Fig. S-
Die Zange ist hier mit einem Gleitstück H versehen, dessen zwei Flantschen an beiden Seiten den Gegenstand F verdecken. Eine mit einem Gasbehälter verbundene Röhre IJ, Fig. 5, leitet Kohlensäure oder sonst nicht oxydirendes Gas nach den Kanälen ti, von welchen aus dasselbe den Gegenstand F zu beiden Seiten
iimfliefst und diesen somit einhüllt, während er nach der Form transportirt wird.
Fig. 7 zeigt einen Schnitt des Hammers .S1 und der Form K, durch welche der Gegenstand geschmiedet wird. Die Form K ist in einem Gehäuse L, welches mit gewöhnlichem Brenngas durch eine Röhre M gespeist wird, eingeschlossen. Ein Deckel P wird in dem Augenblick aufgedreht, wo der Hammer S seinen Schlag machen soll. Dieses Aufdrehen geschieht entweder mit der Hand oder selbstthätig vom Hammer aus.
Die Zange E mit dem Metallstück wird in das Gehäuse durch eine Seitenöffnung eingeführt, während sich das Gleitstück H zugleich zurückschiebt. Die richtige Stellung der Zange und des Stückes F wird vermittelst der Stütze N gesichert.
In dem Augenblick, wo der Hammer 5 sich niederbewegt, mufs die Zange sich öffnen, um das Metallstück frei zu lassen. Dieses kann dadurch bewirkt werden, dafs ein keilförmiger Vorsprung O des Hammers in eine Nuth R an der Zange. eindringt, wie Fig. 3 zeigt, und dadurch die Zange öffnet. Nach dem Schmieden kommt der Gegenstand entweder in einen Kasten, der mit nicht oxydirendem Gas gespeist wird, oder er kann in eine Schicht feiner Achse oder in sonstiges zweckmäfsiges Pulver gelegt werden.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Das Verfahren, zu schmiedende Gegenstände stets mit einer Atmosphäre von nicht oxydirenden Gasen zu umgeben, dadurch, dafs man dieselben zuerst in einer geschlossenen Muffe erhitzt, welche vermittelst eines Rohres von einem Behälter aus mit nicht oxydirenden Gasen gespeist wird, alsdann dieselben vermittelst einer Zange, welche mit einer Ausströmung von nicht oxydirenden Gasen versehen ist, in eine Form bringt, welche von einem mit nicht oxydirenden Gasen gespeisten Gehäuse umgeben ist, in welcher der Gegenstand der Wirkung des Hammers unterworfen wird.
  2. 2. Die Anwendung von Muffen A, zur Erhitzung von zu schmiedenden Gegenständen in einer nicht oxydirenden Atmosphäre, welche vermittelst Röhren D mit nicht oxydirendem Gas gespeist werden, wie mit Bezug auf Fig. 1 und 2 beschrieben.
  3. 3. Die Anwendung einer Zange E mit Gleitstück H und Röhre /, zum Tragen von zu schmiedenden Gegenständen, mit einem Gasbehälter verbunden r nebst Kanälen i i, behufs der Umgebung des Gegenstandes mit nicht oxydirenden Gasen, wie mit Bezug auf Fig. 3, 4, 5 und 6 beschrieben.
  4. 4. Die Anwendung eines Gehäuses Z, in welcher die Form K des zu schmiedenden Gegenstandes enthalten ist, und welche mit einer Röhre M für die Zuleitung von nicht oxydirenden Gasen und einem Deckel P versehen ist, behufs der Umgebung des zu schmiedenden Gegenstandes mit einer nicht ■ oxydirenden Atmosphäre, wie mit Bezug auf Fig. 7 beschrieben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5797200A (en) * 1996-11-15 1998-08-25 Redwood Sportswear Ltd. Shoe with stretchable top

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5797200A (en) * 1996-11-15 1998-08-25 Redwood Sportswear Ltd. Shoe with stretchable top

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