DE2012502C2 - Leuchtstofflampe mit einem Kolben aus Na-/Ca-Silikatglas - Google Patents
Leuchtstofflampe mit einem Kolben aus Na-/Ca-SilikatglasInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchtstofflampe mit einem lichtdurchlässigen Kolben aus
Na-/Ca-Silikatglas mit einem vorgegebenen Gehalt an T1O2 von bis zu 10%, an dessen Innenseite eine
lichtdurchlässige Leuchtstoffschicht mit einer im wesentlichen gleichförmigen Schicht aus feinpulvrigen
Leuchtstoffpartikeln vorgesehen ist, die bei Beaufschlagung mit von der Entladung erzeugter UV-Strahlung
eine sichtbare Strahlung abgeben.
Wesentlichster Gesichtspunkt bei der Konstruktion und Herstellung von Leuchtstofflampen ist die Schaffung
einer Lampe mit möglichst hoher Lichtausbeute, inöglichst hoher Lichtausbeutekonstanz und möglichst
niedrigen Herste'lungskosten. Bisher is. es bei der Herstellung von Leuchtstofflampen allgemein üblich
gewesen, die Lampenkolben aus Na/Ca-Silikatglas herzustellen und die Innenseite des Kolbens mit eine:n
geeigneten UV-e ipfindlichen Leuchtstoff wie Calcium-Halophosphat-Leuchtstoff
mit einer Schichtdicke zu beschichten, bei der eine optimale Lichtausbente erzielt
wird. Es wurde festgestellt, daß aus solchen herkömmlichen Gläsern hergestellte Kolben eine Solarisation
e-fahren und unter der Einwirkung der auftreffenden, im Inneren der Lampu erzeugten UV-Strahlung dunkeln.
Darüber hinaus kommt es beim Betrieb der Lampe an der Grenzfläche zwischen Leuchtstoff und Glas zu einer
ungünstigen gegenseitigen chemischen Beeinflussung,
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durch die die Empfindlichkeit des Leuchtstoffs herabgesetzt und in diesem Bereich eine Schwärzung hervorgerufen
wird. Alle diese Erscheinungen führten dazu, daß die Lichtausbeute der Lampe sich verringert. Damit
trotzdem für die vorgesehene Betriebsdauer eine optimale Lichtausbeute und Lichtausbeutekonstanz
gewährleistet wird, war es daher erforderlich, eine relativ dicke Leuchtstoffbeschichtung aufzubringen.
Diese dicke Leuchtstoffschicht bildete eine Sperrschicht für die Glasfläche, um so eine Solarisation des
Kolbenglases zu verringern und die alkalischen Bestandteile des Na-/Ca-Glases vor chemischer Reaktion
mit der oberen Lage der Leuchtstoffschicht abzuhalten.
Die durch die alkalischen Bestandteile des Na-/Ca-Silikatglases bei Leuchtstofflampen hervorgerufenen
Nachdunkelungserscheinungen sind allgemein bekannt, und es sind verschiedene Mittel eingesetzt worden, um
dip';?'; Prohlpm 7>i losen. So wurde, beispielsweise,
vorgeschlagen, bis zu 4 Gew.-% Antimon-Trioxid in den Na 'Ca-Silikatglaskolben einzubauen, um die Diffusion
von Mkaliionen zur Kolbenoberflächc zu behindern und
damit die Bildung dunkler Alkaliamalgamniederschläge zu verringern. Eine Leuchtstofflampe mit einem so
behandelten Na-/Ca-Silikatglaskolben ist in der US-Patentschrift 30 94 641 beschrieben.
Ebenso sind besondere Sperrschichten auf der Innenflache des Glaskolbens vorgeschlagen worden.
Eine derartige Leuchtstofflampe mit einer aus Titan-Dioxid oder Zirkoniumoxid mit zusätzlichen Metalloxiden
bestehende Sperrschicht zwischen der Leuchtstoffschicht und der Innenfläche der Na-ZCa-SilikatglaskoI-ben
ist in der US-Patentschrift 33 77 494 beschrieben.
Diese Patantschrift lehrt auch, daß bis zu 20 Gew.-% Leuchtstoff weniger verwendet werden können, wenn
eine solche gesondert ausgebildete Trennschicht Verwendungfindet.
Leuchtstofflampen mit gesonderten durchsichtigen Trennschichten aus T1O2. S1O2 oder AkOj sind in den
US-Patentschriften 3141 990. 32 05 394 bzw. 30 67 356
beschrieben.
In der DE-PS 17 64 747 wird eine Leuchtstofflampe mit einem chemisch stabilisierten und lichtbeständigen
Na-/CaSMikatglaskolben vorgeschlagen, der 0.8-10 Gew -% TiO? enthält und an seiner Innenseite mit einer
UV-empfindlichen Leuchtstoffschicht aus beispielsweise Calcium-Halophoshat beschichtet ist. Die Leuchtstoffschicht
besitzt jedoch die gleiche Dichte wie bisher, so daß die Lampe auch die gleiche Leuchtstoffmenge
wie bisher auf dem Markt befindliche herkömmliche Leuchtstofflampen e~ihält.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die eingangs genannte bzw. in der DE-PS 17 64 747
vorgeschlagene Leuchtstofflampe dahingehend zu verbessern, daß unter Aufrechterhaltung von Lichtausbeute
und Lichtausbeutekonstanz bis zu etwa 30% weniger Leuchtstoff bei der Herstellung der Lampe benötigt
wird, wodurch sich das Herstellungsverfahren verbilligt.
Gelöst wird die Aufgabe dadurch, daß das Glas 0.1-10 Gew.-% T1O2 enthält, um eine Solarisation des
Glases und schädliche Reaktionen an der Leuchststoff-Glas-Grenziläche
zu verhindern, und daß die insgesamt in dem Kolben befindliche Leuchtstoffmenge zwischen
5 und 40 Gew.-% niedriger als die minimale Gesamtmenge an Leuchtstoff ist. die für eine gleichförmig
mit den Leuchtstoffpartskeln beschichtete, aber
einen Na-/Ca-Silikatglaskolben ohne TiO2 aufweisende
identische Leuchtstofflampe erforderlich ist, um nach
30
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40
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65 einer Brenndauer von 100 Stunden d'e gleiche
Lichtausbeute zu erzielen.
Daß bei Verwendung eines Glases, das 0,1-10 Gew.-% T1O2 aufweist, die Leuchistoffmenge ganz
erheblich verringert werden kann, ohne daß dadurch die Lichtausbeute verschlechtert wird, ergibt sich weder aus
der älteren DE-PS 17 64 747, noch aus der bisher nicht genannten DE-AS 10 21951, gemäß der für eine
Speziallampe (nämlich eine Entkeimungslampe) ein Kolben aus Quarzglas gewählt wird, dem eine geringe
Menge (unter 2 Gew.-%) an TiO2 zugesetzt ist. Quarzglas hat aber ganz andere Eigenschaften als
Na-/Ca-Silikatglas, so daß der Durchschnittsfachmann aus dieser Druckschrift keine Hinweise auf den
Erfindungsgegenstand entnehmen kann.
Er sei noch erwähnt, daß die optische Dichte der Leuchtstoffbeschichtung ein Maß für das Leuchtstoffgewicht
oder die gesamte Menge des verwendeten Leuchtstoffs darstellt. Zudem erhöht sich beim Ansteigen
der durchschnittlichen Teilchengröße, beispielsweise gemessen in Micron mit einem Coulter Counter-Meßinstrument
— auch die Leuchtstoffmenge, die zur Erlangung einer bestimmten optischen Dichte notwendig
ist (große Teilchen haben geringere Streuwirkung als kleine Teilchen). Die hier benutzten optischen
Dichtewerte sind im übrigen willkürliche Zahlen und ergaben sich aufgrund der Anzeige eines Mikroamperemeters,
άϋ an die Fotozelle eines Weston Gerätes
Modell 594 angeschlossen war. Die Leuchtstoffteilchen werden durch Aufbringen einer Leuchtstoffarbe auf die
innere Kolbenfläche pufgebrachl, dis. Dicke der Schicht
kann durch Einstellung der Viskosität der Farbe geändert werden.
In Unteransprüchen 2, 3. 4 und 5 werden vorteilhafte
Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Leuchtstofflampe beschrieben, während im Anspruch 6 ein
Verfahren zur Herstellung einer I ^uchtstofflampe gemäß einem der Ansprüche I -5 gelehrt wird, wobei
ein lichtdurchlässiger Kolben aus Na/Ca-Silikatglas mit
einem Gehalt an T1O2 von 0.1-10 Gew.-°/o mit einer
insgesamt in dem Kolben anzuordnenden Leuchtstoffmasse zwischen 5 und 40 Gew.-% niedriger als die
minimale Gesamtmenge an Leuchtstoff, die für eine gleichförmig mit Leuchtstoffpartikeln beschichteten
Kolben ohne TO? erforderlich ist, um nach 100 Stunden
die gleiche Lichtausbeute zu erzielen, versehen wird, bei welchem Verfahren die Kolbenlösung, die zur Bildung
der Leuchtstoffmasse ein verdunstungsfähiges Lösungsmittel und ein organisches Bindemittel mit darin
suspendierten feinpulvrigen Leuchtstoffpartikeln aufweist, durch den senkrecht aufgestellten Kolben geleitet
wird, wobei die erfindungsgemäßen Merkmale darin zu sehen sind, daß die Ableitung der in dem Kolben
gebildeten Lösungsmitteldämpfe so gesteuert wird, daß die Aushärtung und Trocknung der aufgebrachten
Schicht aus Leuchtstoffmasse am oberen Ende des Kolbens beginnt und zu dem unteren Ende des Kolbens
hin mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit fortschreitet, die ein Ablaufen der Schicht am unteren Ende des
Kolbens ermöglicht, so daß längs des Kolbens eine Schicht im wesentlichen gleichförmiger Dicke gebildet
wird.
Durch diese Verfahrensweise läßt sich auf besonders einfache Weise eine Leuchtstofflampe herstellen, die bei
gleicher Lichtausbeute und Lichtausbeutekonstanz die verringerte Leuchtstoffmenge enthält
In weiteren Unteransprüchen werden vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Verfahrens-
weise beschrieben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend
anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. I eine teilweise Seitenansicht einer Leuchtstofflampe,
wobei ein Teil des leuchtstoffbeschichteten Kolbens zu Erläuterungszwecken in stark vergrößertem
Maßstab wiedergegeben ist,
F >g. 2 die Abhängigkeit der Lichtabsorption eines
Na-/Ca-Silikatglases von der Zugabe bestimmter Mengen TiO2 sowie der Beaufschlagung mit UV-Strahlung,
Fig. 3 als Diagramm die prozentuale Zunahme der maximalen Lichtausbeute in Abhängigkeit von einer
Zugabe von 0 bis etwa 2 Gew.-% T1O2 zu dem Na-/Ca-Silikatglas des Leuchtstofflampenkolbens,
Fig.4 als Diagramm die prozentuale Änderung der
Lichtausbeute in Abhängigkeit von der Leuchtstoffschichtdichte für eine Reihe von Leuchtstofflampen,
deren Na-/Ca-Silikatglaskolben unterschiedliche TiOzZusätze aufweisen, in Gegenüberstellung zu der
maximalen Lichtausbeute einer herkömmlichen Leuchtstofflampe mit einem Na-/Ca-Silikatglaskolben ohne
Zusatz,
Fig. 5 als Diagramm die prozentuale Änderung der
Lichtausbeutekonstanz von Leuchtstofflampen mit Titanzusätze aufweisenden Glaskolben gegenüber einer
Standard-Leuchtstofflampe mit einem herkömmlichen Na-/Ca-Silikatglaskolben,
Fig. 6 als Diagramm die Abhängigkeit der Lichtausbeutekonstanz
einer Reihe von Leuchtstofflampen verschiedener Leuchtstoffschichtdichten, die jeweils
1,25 Gew.-°/o T1O2 enthalten, in Abhängigkeit von der
Betriebsdauer, im Vergleich zu der Konstanz einer Standard-Leuchtstofflampe mit einem Kolben aus
herkömmlichem NaVCa-Silikatglas,
Fig. 7 als Diagramm die gegenseitige Abhängigkeit
zwischen Leuchtstoffschichtdichte einerseits und insgesamt auf die Innenfläche des Glaskolbens aufgebrachter
Leuchtstoffmenge für einen Calciumhalophosphat-Leuchtstoff andererseits, und ίο
F i g. 8 ein Diagramm, das die für einen Leuchtstoff mit unterschiedlicher durchschnittlicher Leuchtstoffpartikelgröße
erzielte Verringerung des Leuchtstoffge-'wichts (5% =40%) der Menge des gleichen, in einer
herkömmlichen Lampe gleicher Größe erforderlichen Leuchtstoffes gegenüberstellt.
Im einzelnen zeigt Fig. 1 eine Leuchtstofflampe 10 mit einem rohrförmigen, lichtdurchlässigen Kolben 12
aus RiOyhaltigen Na-ZCa-Silikatglas, der an seiner
Innenseite mit einer gleichförmigen Schicht 13 aus einem geeigneten UV-empfindlichen Leuchtstoff wie
Calciumhalophosphat versehen ist. Die Enden des Kolbens 12 sind dicht mit Glasfüßen 14 verbunden, die
jeweils eine Elektrode 16 halten. Jede Elektrode 16 ist an zwei Zuführungsdrähte 17 angeschlossen, die herme- 15S
tisch dicht durch die entsprechenden Glasfüße 14 geführt sind. Die Zuführungsdrähte 17 sind elektrisch
mit Kontaktstiften 18 verbunden, die in Endkappen 20 festgelegt sind. Die Elektroden 16 sind mit einem zur
Emission von Elektronen fähigen Material (wie den üblichen Erdalkalimetallkarbonaten) beschichtet und in
der Lage, in Verbindung mit einer vorgegebenen Menge Quecksilber sowie einem geeigneten Füllgas wie Neon
oder einem Gemisch aus Neon und Argon bei Erregung der Lampe 10 eine Gasentladung aufrechtzuerhalten.
Erfindungsgemäß wird der Kolben 12 aus Na-/Ca-Silikatglas
mit einem bestimmten Gehalt an TiCb bis zu 10 Gew.-% hergestellt Die im einzelnen gewählte
Zusammensetzung kann unterschiedliche Werte haben, jedoch wurden gute Ergebnisse mit Gläsern folgenden
Aufbaus erzielt (wobei die verschiedenen Bestandteile in Gewichtsprozenten bezogen auf die Gesamtcharge
errechnet wurden): 80% bis 75% SiO2, 5% bis 18%
1^a2O, 4% bis 13% MgO oder CaO (oder eine
Verbindung daraus), 0,5% bis 3,4% AI2O3, 0,1% bis 2%
K2O, 0,1% bis 10% TiO2, weniger als etwa 0,07% Fe2O3
und von 0,01% bis 2% As2O3 oder !Sb2O3. Dabei handelt
es sich um die gleiche Glasart wie in dem weiter oben erwähnten älteren Patent 17 64 747, wobei jedoch der
TiO2-Gehalt nicht auf den zwischen 0,8% und 10%
liegenden Bereich beschränkt ist. Wie nachstehend auseinandergesetzt, läßt sich eine erhebliche Steigerung
der Lichtausbeute mit TiO2-Mengen von bis zu 0,1
Gew.-% herab erzielen. Es kann daher TiO2 im Bereich von 0.1 Gew.-% bis etwa 10Gew.-% verwendet werden.
Die Zugabe bestimmter Mengen TiO2 zu herkömmlichem
Na-/Ca-Silikatglas verhindert dip F.ntfärhijng
oder Solarisation infolge der von der Gasentladung in der Lampe hervorgerufenen UV-Strahlung. Die Erhöhung
der Lichtbeständigkeit solcher sonderbehandelten Gläser ist mit dem Diagramm der Fig. 2 veranschaulicht.
Die Werte für dieses Diagramm wurden durch Zugabe von 0,1 bis 10 Gew.-% TiO2 zu einem
herkömmlichen Na-/Ca-Silikatglas erhalten, das 0,07 Gew.-% Fe2Oj enthielt und zur Verwendung in
Leuchtstofflampen dient. Entsprechende Proben davon wurden 30 min lang bestrahlt, indem sie gegen einen
klaren UV-durchlässigen Quarzabschnitt einer Quecksilber-Niederdrucklampe gebracht wurden, die mit
einem Lichtbogenstrom und bei einer der Umgebungstemperatur einer Standard-40-W-Leuchtstofflampe entsprechenden
Temperatur betrieben wurde. Da der Quarzabschnitt des Kolbens der Entladungslampe
klarsichtig und ohne Leuchtstoffschicht war, wurden die Glasproben etwa der dreißigfachen Dosis 2537 nm-Strahlung
wie der Kolben einer für die gleiche Zeitdauer betriebenen herkömmlichen Leuchtstofflampe ausgesetzt.
Wie mit der Kurve A der F i g. 2 gezeigt, fällt der Absorptionskoeffizient des TiO2-haltigen Glases in dem
480 nm-Bereich des sichtbaren Spektrums bei Erhöhung des TiO2-Gehaltes von 0,1 auf 0,8 Gew.-% scharf auf
einen Wert von 0,1 crn-' ab, erreicht bei etwa 2% TiO2
ein Minimum von etwa 0,06 cm-', um dann allmählich wieder auf 0,1 cm -' anzusteigen, wenn der TiO2-GehaIt
10 Gew.-% beträgt. Die Kurve ßgibt den Absorptionskoeffizienten im 580 nm-Bereich des sichtbaren Spektrums
wieder und hat dabei einen ganz ähnlichen Verlauf wie die Kurve A, abgesehen davon, daß sie ein
Minimum von 0,02 cm-' bei etwa 3 Gew.-% TiO2
erreicht und dann allmählich bei Erhöhung des TiO2-Gehaltes auf 10 Gew.-% bis auf 0,04 cm -' ansteigt.
Überraschenderweise kristallisieren Gläser mit einem solchen TiO2-Gehalt nicht, und ihre Schmelzviskosität
ist etwa die gleiche wie bei ähnlichen Na-ZCa-Silikatgläsern
ohne Titan. Ihr Verhalten bei der Bearbeitung gestattet die Herstellung von Lampen mit Kolben aus
diesen TiO2-haItigen Na-ZCa-Silikatgläsern auf den
gleichen mit hoher Geschwindigkeit arbeitenden Lampenherstellungsmaschinen wie sie zur Zeit in
Gebrauch sind.
Vergleichende Lampenuntersuchungen haben gezeigt daß der Zusatz bestimmter Titanmengen zu dem
Kolbenglas nicht nur zu einer Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Kolbens gegenüber der Solarisationseinwirkung
ultravioletter Strahlung führt, sondern
(von läßt.
auch einen ausgeprägten Einfluß auf die Lichtausbeute von mit solchen Kolben hergestellten Leuchtstofflampen
hat. Dieser Einfluß ist mit dem Diagramm der Fig.3 veranschaulicht, in dem der prozentuale Anstieg
an Lumen je 100 Stunden Brenndauer (im Vergleich zu einer herkömmlichen Lampe mit dem gleichen Leuchtstoff)
in Abhängigkeit von einem TiO^-Gehalt zwischen 0 und 2 Gew.-% aufgetragen ist. Wie aus der Kurve C
* des Diagramms der Fig.3 ersichtlich, steigt die
f Lichtausbeute rasch an, sobald das Kolbenglas T1O2
enthält. Sie steigt bis zu einem Gehalt von nur 0,1 Gew.-% T1O2 im Glas um etwa 0,25% an, beginnt bei
etwa 1 Gew.-% TiO? abzuflachen und erreicht für einen
TiOj-Gehalt von 2 Gew.-% ein Maximum (von etwa 1.6% Ausbeutegewinn). Aus der Kurve ergibt sich somit.
daß mit sehr kleinen TiOvAnteilen im Kolbenglas beträchtliche Gewinne in der Lichtausbeute einer
Leuchtstofflampe erzielt werden können und daß sich praktisch der gesamte Gewinn an Lichiausbeuu
1,5%) mit etwa 1,25 Gew.-% T1O2 erzielen
Wenngleich sich also bis zu 10 Gew.-% T1O2 in das Kolbenglas einbauen lassen, um dessen Fotostabilität zu erhöhen, wird der TiO2-GeImIt mit Rücksicht auf die Kosten bezogen auf die Vergrößerung der Lichtausbeute auf unter etwa 2 Gew.-% und vorzugsweise auf 1,23 Gew.-% auf 1,25 Gew.-% gehalten.
1,5%) mit etwa 1,25 Gew.-% T1O2 erzielen
Wenngleich sich also bis zu 10 Gew.-% T1O2 in das Kolbenglas einbauen lassen, um dessen Fotostabilität zu erhöhen, wird der TiO2-GeImIt mit Rücksicht auf die Kosten bezogen auf die Vergrößerung der Lichtausbeute auf unter etwa 2 Gew.-% und vorzugsweise auf 1,23 Gew.-% auf 1,25 Gew.-% gehalten.
Die Werte für das Diagramm der Fig.3 wurden
durch Messung der Lichtausbeute (nach einer Brennzeit
von 100 Stunden) von einer Reihe von 40 W-Leuchst- Optische Stofflampen mit Kolben aus Na-/Ca-Silikatglas mit den JO Dichte
angegebenen TiC>2-Mengen erhalten. Bis auf die
Innenfläche der entsprechenden Lampen insgesamt
aufgestrichene Menge an Leuchtstoff (Calciumhalophosphat), d. h. die Leuchtstoff-Schichtdichte war die
gleiche wie bei herkömmlichen Lampen. Die Kurve C JS zeigt somit, daß die Lichtausbeute für einen bestimmten
Leuchtstoff und eine bestimmte I.euchtstoff-Schichtdichte die maximale Lichtausbeute einer herkömmlichen
Lampe gleicher Type durch Zugabe von 2 Gew.-% TiO2 zu den Kolbenglas um 1,6% übersteigen kann. -to
Der hier verwendete Ausdruck »Leuchtstoff-Schichtdichte« bezieht sich au.' die optische Dichte der
Leuchtstoffschicht und stellt ein Maß für das LeuchtstoTgewicht oder die Gesamtmenge an in der Lampe
verwendeten Leuchststoff dar. Da die Leuchtstoffschicht von einer Lage aus einer Vielzahl feingemahlener
Leuchtstoffpartikel unterschiedlicher Größe besteht, werden die Leuchststoffschicht durchsetzende
Lichtstrahlen in einem von der Größe der Leuchtstoffpartikel und der Anzahl der dabei von dem Licht
getroffenen Partikel abhängigen Maß gestreut. Mit zunehmender durchschnittlicher Partikelgröße steigt
die zur Erzielung einer bestimmten optischen Dichte ei forderliche Leuchtstoffmenge ebenfalls an, da große
Partikel einen geringeren Streueffekt haben.
Der Einfachheit halber wird die Leuchtstoff-Schichtdichte in der nachstehenden Beschreibung in Form
optischer Dichtewerte angegeben. Diese Werte werden ihrerseits als willkürliche Zahlen ausdrückt die der
Ablesung eines an eine Fotozelle (Typ Weston 594) angeschlossenen Mikroamperemeters entsprechen. Die
Fotozelle ist etwa 38 mm von der Achse des Lampenkolbens in einer Flucht mit einem geschliffenen
Glasfilter angeordnet das sich auf der anderen Seite des Kolbens in einem Abstand von etwa 76 mm von der
Kolbenachse befindet Neben dem Filter w?rd eine
Lichtquelle, wie etwa eine 150 W Reflektor-Glühlampe, an einer Stelle angeordnet, so daß ein Lichtstrahl
erzeugt wird, der das Filter und beide Wände des beschichteten Lampenkolben längs eines die Kolbenachse
normal schneidenden Weges durchsetzt. Die Fotozelle ist auf die Intensität des Lichtstrahls geeicht,
daß ein Kolben mit einer Leuchtstoffschicht üblicher Dichte auf dem Mikroainperometer den Ablesewert 24
erzeugt, wenn der Kolben in die Dichtemeßeinrichtung gebracht wird.
Mit abnehmendem Leuchtstoffgewicht je Lampe für eine bestimmte durchschnittliche Partikelgröße wird die
Leuchtstoffschicht dünner und die Streuung des durchtretenden Lichtes geringer, so daß das Mikroamperemeter
einen höheren Ablesewert liefert. Die mittels der Fotozelle gemessene optische Dichte der Schicht
steigt somit an, wenn die Leuchtstoffmenge je Quadratzenlimeter Kolbenfläche (wahre Schichtdichte,'
abnimmt. Höhere Zahlen optischer Dichte zeigen daher eine niedrigere tatsächliche Leuchtstoffschichtdichte
und niedrigere Lcuchtsioffgcwichie an. Die nachstehende
Tabelle I zeigt die gegenseitige Abhängigkeit zwischen diesen Zahlenwerten optischer Dichte, dem
Leuchtstoffgewicht je Lampe (in Prozent angegeben) für einen gegebenen Leuchtstoff und dem prozentualen
Anstieg der Intensität des auf die Fotozelle auftreffenden Lichtstahls an.
LeuchtstolT-gewicht
Prozentuale Zunahme
der Lichtstrahlintensität
der Lichtstrahlintensität
| 22 | 112 | — |
| 23 | 106 | - |
| 24 (Standard) | 100 | 0 |
| 25 | 95 | 4,17 |
| 26 | 91 | 8,34 |
| 27 | 87 | 12,51 |
| 28 | 83 | 16,68 |
| 29 | 79 | 20,85 |
| 30 | 75 | 25,02 |
| 31 | 72 | 29,19 |
| 32 | 69 | 33,36 |
| 33 | 66 | 37,53 |
| 34 | 63 | 41,70 |
| 35 | 60 | 45,87 |
Die in herkömmlicher Weise beschichtete Lampe stellt die Bezugs- oder Standardgröße dar, und ihr
optischer Dichtewert 24 entspricht einem Leuchtstoffgewicht von 100%. Diese optische Standarddichte
entspricht einer 40 W, 1,20 m-Leuchtstoffiampe, die gleichförmig mit Calciumhalophosphat Leuchtstoffpartikeln
einer durchschnittlichen Partikelgröße von 12 μ beschichtet ist wobei die Leuchtstoffschicht insgesamt
etwa 7,4 g (entsprechend 8,9 mg Leuchtstoff pro cm3 Kolbenfläche) wiegt Eine Lampe gleicher Größe mit
einer optischen Dichte, die um den Wert 1 höher als der Standardwert liegt weist eine dünnere Leuchtstoffschichtdichte
auf. Messungen haben gezeigt, daß die resultierende Verringerung des Leuchtstoffgewichts 5%
(95% des Standardleuchtstoffgewichts) beträgt. Die Intensität eines Lichtstrahles, der den Kolben einer
Lampe mit der optischen Dichte 25 durchsetzt wird dementsprechend um 1/24 oder 4,7% erhöht Die
optische Dichte 30 entspricht einer 25%igen Verringerung des Leuchtstoffgewichts und einer Verstärkung
von annähernd 25% der Intensität des durchgelassenen Lichtstrahles, während die optische Dichte 35 einer
40%igen Verringerung des Leuchtstoffgewichtes und einer Erhöung der Lichtstrahlintensität um 45,87%
entspricht.
Der im vorliegenden Rahmen verwendete Ausdruck »Durchschnittliche Leuchtstoffpartikelgröße« bedeutet
den durchschnittlichen Durchmesser der Leuchtstoffpartikel in μ, wie er mit Hilfe eines allgemein bekannten
- Coultei'-Zählers gemessen werden kann. Das Gewicht
!der einen größeren Durchmesser als den durchschnittlichen Durchmesser aufweisenden Partikel ist somit
gleich dem Gewicht der Partikel, die einen kleineren als den durchschnittlichen Durchmesser haben.
Der neuartige Gedanke beruht in der Erkenntnis, daß die Menge eines bestimmten für eine Leuchtstofflampe
erforderlichen Leuchststoffes ohne jeden Verlust an Lichtausbeute erheblich dadurch verringert werden
kann, daß ein Kolben aus Ma-/Ca-Silikatglas mit einer verhältnismäßig kleinen und ausgesuchten Menge an
TiO2 verwendet wird. Dies ist in Fig.4 graphisch
veranschaulicht, wo die Lichtausbeuten (für 100 Stunden) einer Reihe von 40 W-Leuchtstofflampen,
deren Kolben unterschiedliche Mengen Titan enthalten und mit Standard-Leuchtstoffgewichten beschichtet
sind, mit der maximalen Lichtausbeute einer herkömmlichen Lampe gleicher Größe verglichen sind. Die
prozentuale Änderung in Lumen im Verhältnis zu der maximalen Lumenausbeute der herkömmlichen Lampe
ist längs der Ordinate aufgetragen, während die Änderung des Leuchtstoffgewichts (ausgedrückt in
Prozent des herkömmlichen Leuchtstoffgewichts) längs der Abszisse aufgetragen ist. Die Kurve D gibt die
Verhälnnisse für die herkömmliche Lampe (die kein TiO2
im Kolbenglas aufweist, 100% Leuchtstoffgewicht und die optische Dichte 24 hat) wieder und zeigt, daß eine
maximale Lichtausbeute eine bestimmte Menge eines bestimmten Leuchtstoffes (7,4 g eines Calciumhalophosphat-Leuchtstoffes
mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 12 μ für den gezeigten Fall) erfordert. Mit
abnehmendem Leuchtstoffgewicht fällt die Lichtausbeute ab. wobei als bis auf 4% absinkt, wenn die optische
Dichte den Wert 34 (63% Leuchtstoffgewicht) hat.
Die Kurve £ zeigt, daß der durch die Zugabe von 0,23
Gew.-% TiO2 zu dem Kolbenglas für 100% Leuchtstoffgewicht
erzielte Gewinn an Lichtausbeute (0,5%) eine Verringerung der Leuchtstoffmenge je Lampe um 13%
(87% Leuchtstoffdichte und optische Dichte 27) ermöglicht, ohne deshalb gegenüber einer herkömmlichen
Lampe mit 100% Leuchtstoffgewicht eine Verschlechterung in Kauf nehmen zu müssen.
Wie mit der Kurve F gezeigt beträgt der Gewinn an Lichtausbeute für 100% Leuchtstoffgewicht bei einem
Zusatz von 0,66 Gew.-Yo TiO2 zu dem Kolbenglas 1%.
Lampen mit solchen Kolben lassen sich daher mit einer Lichtausbeute herstellen, die der maximalen Lichtausbeute
der herkömmlichen Lampe gleich ist, jedoch nur 79% deren Leuchtstoffgewicht (optische Dichte 29)
enthält Der Zusatz von 0,66% TiO2 zu dem Kclbenglas
ermöglicht daher eine Verringerung der gesamten Leuchtstoffmenge um 21% ohne Verlust an Lichtausbeute.
Die Kurve C zeigt, daß die Zugabe von 1 Gew.-% TiO2 zu dem Kolbenglas einen Gewinn an Lichtausbeute
ergibt, so daß eine der maximalen Lichtausbeute der herkömmlichen Lampe (Kurve /^äquivalente Lichtausbeute
mit 25% weniger Leuchtstoff (73% Leuchtstoffgewicht und optische Dichte 30) erhalten werden kann.
Wie mit den Kurven H und /(für einen Zusatz von 1,93 Gew.-% bzw. 2 Gew.-% TiO2) gezeigt, nimmt das
Maß, in dem die Lichtausbeute bei 100% Leuchtstoffgewicht
ansteigt, allmählich ab, sobald der Titangehalt des Kolbenglases 1 Gew.-% übersteigt. Dies stimmt mit den
in dem Diagramm der F i g. 3 veranschaulichten Werten überein. Die Kurve H zeigt, daß bei Zugabi der
bevorzugten Titanmenge (1,25 Gew.-%) zu dem Kolbenglas eine der maximalen Lichtausbeute dei
herkömmlichen Lampe äquivalente Lichtausbeute mit etwa 27% weniger Leuchtstoff (73% Leuchststoffgewicht
und optische Dichte von etwa 31) erhalten werden kann.
Wie aus den Kurven F, C. H und / der Fig.4 ersichtlich, kann man die je Lampe erforderliche
Leuchtstoffmenge sogar noch weiter verringern, wonn eine geringe Abnahme in der Lichtausbeute in Kauf
genommen werden kann. Für eine Zugabe von 2 Gew.-% Titan zu dem Koibenglas zeigt die entsprechende
Kurve /, daß die Leuchtstoffmenge je Lampe bei einem Verlust von 1% Lichtausbeute um 35% (optische
Dichte von etwa 33 und 65% Leuchtstoffgewicht) verringert werden kann, und daß die Leuchtstoffmense
sich bei einem Verlust von 2% Lichtausbeute um 40% (optische Dichte 35 und Leuchtstoffgewicht 60%)
herabsetzen läßt. Die Kurven Wund C zeigen, daß der
Lichtausbeuteverlust bei 35% und 40% weniger Leuchtstoff für Lampenkolben, die 1,25 bzw. 1 Gew.-%
TiO2 enthalten, proportional größer ist. Die Kurve F
(0,66 Gew.-% TiO2) zeigt, daß der Verlust an
Lichtausbeute für 35% und 40% weniger Leuchtstoff (optische Dichte von 33 bis 35) 2% übersteigt, wenn der
Titangehalt unter 1 Gew.-% abfällt. Wenn somit eine der maximalen Lichtausbeute einer herkömmlichen
Leuchtsofflampe gleichwertige Lichtausbeute erhalten werden soll, so läßt sich dies auf sehr einfache und
praktische Weise mit bis zu 30% weniger Leuchtstoff als bisher erforderlich erzielen. Wenn ein kleiner Lichtausbeuteverlust
in Kauf genommen werden kann, so erfolgt
-to eine Verringerung des normalerweise eingesetzten
Leuchtstoffgewichtes um bis zu 40%. Da jährlich Millionen Leuchtstofflampen von der Industrie hergestellt
werden und der Leuchtstoff dabei den /vuersten Bestandteil der Lampe bildet, wird eine erhebliche
Kostensenkung und ein wesentlicher technischer Fortschritt erhielt.
Untersuchungen haben gezeigt, daß die Zugabe ausgewählter TiO2-Mengen zu dem Kolbenglas die
Konstanz der Lichtausbeute der mit solchen Kolben hergestellten Lampen nicht beeinträchtigt. Dies ist aus
Fig.5 ersichtlich, die die prozentuale Änderung der Lichtatisbeute einer Reihe von 40 W-Lampen mit
Kolben aus Glas, das Zusätze von 03, 0,66,1,25 bzw. 2
Gew.-% TiO2 (Kurven K, L M bzw. N) enthält, im
Vergleich zu einer herkömmlichen Lampe gleicher Bauart mit einem kein Titan enthaltenden Kolben
(Kurve J) zeigt Die Lampen wurden jeweils gleichmäßig mit gleichem Leuchtstoff (Calciumhalophosphat)
entsprechend einer herkömmlichen optischen Dichte 24 beschichtet Wie der Fig.5 zu entnehmen, war die
Lichtausbeute der titanhaltigen Lampen nach einer Brenndauer von 100 Stunden und dementsprechender
Stabilisierung bis zu 1,6% höher, wobei der Grad der Vsrbesserung mit niedriger werdenden Titangehalt
abnimmt
Nach einer Brenndauer von 1500 Stunden war die Lichtausbeutekonstanz der TiO2-haltigen Lampenkolben
größer als für die herkömmlichen Lamoen. wie ans
dem leicht divergierenden Verlauf der Kur· en K bis N
gegenüber der Kurve / für eine Brenndauer von 1500 Stunden im Vergleich zu der Brennzeit von 100 Stunden
ersichtlich. Der zunehmende Abstand der Kurven M und N( 125 bzw. 2 Gew.-% Titan) von der benachbarten
Kurve L (0.66 Gew.-c/o Titan) läßt erkennen, daß diese
Lampen eine noch bessere Lichtausbeulekonstanz besitzen- Die Kurven zeigen somit, daß die Lichtausbeutekonstanz
von Leuchtstofflampen mit Kolben, die bestimmte Mengen Titan von bis zu 2 Gew.-°/o to
enthalten, besser als bei herkömmlichen Leuchtstofflampen ist und daß ein optimaler Gewinn sich mit den
geringsten Kosten für einen Titangehalt von 1,23 Ge ft.-o/o erhalten läßt.
Die Lichtausbeute und die Lichtausbeulekonstanz von Lampen mit TiOi-haltigen Kolben und bis zu 30%
weniger Leuchtstoff ist den entsprechenden Werten herkömmlicher Lampen gleichwertig oder sogar besser
als diese. Dies ist mit F i g. 6 veranschaulicht, wo die Lichtausbeutekonstanz einer Standard 40 W-Lampe
(Kuive 8) der Lichtausbeutekonstanz einer Reihe
gleichartiger Lampen mit Kolben gegenübergestellt ist. die den bevorzugten TiO;-Gehalt von l„23-Gew.-%
aufweisen und mit Leuchtstoffschichten unterschiedlicher Schichtdicnten versehen sind. Die Kurve O zeigt
die Lumenkonstanz einer Lampe, die mit der gleichen Leuchtstoffmenge wie die herkömmliche Lampe (optische
Dichte 24) versehen ist. aber einen Anteil von 1,25 Gew.% Titan in dem Koibenglas hat. Die Kurven P. Q.
/?und 7~7eigen die Lichtausbeutekonstanz von Lampen.
die mit der herkömmlichen Lampe identisch sind, mit
der Ausnahme, daß das Kolbenglas 125 Gew.-% Titan
enthält und die auf die Kolben aufgebrachte Leuchtstoffmenge von 39% auf 9% herabgesetzt wurde (wie
mit den optischen Dichten 26, 28, 30 und 32 der Kurven P. Q. Roiv.. Tangedeutet).
Die Kurve U veranschaulicht die Lichtausbeutekonstanz
einer Lampe, die an sich den gleichen Aufbau wie die .: nderen Lampen hat. sich von diesen jedoch dadurch
unterscheidet, daß sie nur mit etwa 63% der Leuchtstoffmenge der herkömmlichen Lampe 5 beschichtet
ist. Die der Kurve U entsprechende Lampe enthielt somit etwa 37% weniger Leuchtstoff als die
herkömmliche Lampe und hatte eine sehr dünne Leuchtstoffschicht mit einer optischen Dichte von nur
y.. Andere Untersuchungen zeigten, daß die Lichtausbeutekonstanz
einer herkömmlichen Lampe gleich ist. wenn ein Leuchtstoffgewicht entsprechend einer
optischen Dichte 35 (40% Leuchtstoffverringerung) Verwendung findet. Ähnliche Lampenuntersuchungen
haben gezeigt, daß die Lichtausbeutekonstanz abfällt,
wenn solche dünnen Leuchtstoffschichten auf Na-/Ca-Glaskolben aufgebracht werden, die bis zu 4 Gew.-%
Antimontrioxid enthalten.
Wie aus F i g. 6 ersichtlich, war die Lichtausbeutekonstan/
der die gleiche Leuchtstoffmenge wie die herkömmliche Lampe und bis zu 75% dieser Menge
(Kurven O. P. (Jb/.vt. /^enthaltenden Lampen besser als
die der Standardlampe (Kurve S). wobei der maximale
Gewinn mit der Lampe erzielt wurde, die die gleiehe Leuchtstoffmenge wie die Standardlampe enthielt.
Die Kurven Sund Tzeigen, daß sich hinsiclfitlich der
Lichtausbeute für die verwendete besondere Leuchtstoffart (Calciumhalopliosphat) und Kolbenglas mit 1,5
Gew.-% Titangehalt gleiche Werte ergeben, wenn das Leuchtstoffgewicht um etwa 30% (optische Dichte 37.)
verringert wird. Das ergibt sich daraus, daß eine Lampe mit dieser Titan- und Leuchtstoffmenge eine Lichtausbeute
hat, die bei !00 Stunden geringfügig niedriger als für eine herkömmliche Lampe liegt, nach etwa 1000
Brennstunden die gleiche Lichtausbeute wie die Standardlampe hat und schließlich nach 1500 Brennstunden
eine etwas höhere Ausgangsleistung als die Standardlampe aufweist Die Kurven 5 und T zeigen
somit, daß Lampen mit einem Gehalt von nur etwa 70% des in einer Standardlampe verwendeten Leuchtstoffs
herkömmlichen Lampen nach dem Stand der Technik hinsichtlich Lichtausbeutekonstanz vergleichbar und
diesen insoweit nach einer Brenndauer von 1500 Stunden sogar noch etwas überlegen sind.
Die Kurve U(\25 Gew.-% TiO2) und optische Dichte
34) zeigt, daß das Leuchtstoffgewicht je Lampe bei einem Lichtausbeuteverlust von weniger als 1% um bis
zu etwa 40% verringert werden kann (7% Lichtausbeuteabfall bei 1500 Stunden gegenüber etwas mehr als 6%
Verringerung Lichtausbeute für dieselbe Lebensdauer der herkömmlichen Lampe entsprechend der Kurve S^.
Die Lichtausbeutekonstanz wird jedoch nicht beeinträchtigt, wie sich das aus der im wesentlichen gleichen
Neigung der Kurven Sund L/ergibt.
Mit F i g. 7 ist der Zusammenhang zwischen der optischen Dichte und dem insgesamt in einer
40 W-Leuchtstofflampe erforderlichen Leuchtstoffgewicht veranschaulicht. Die Kurve Vberuht auf für einen
Calciumhalophosphat-Leuchtstoff erhaltenen Werten m't einer durchschnittlichen Partikelgröße von etwa
12 u. Andere Leuchtstoffarten würden jedoch einen
etwa ähnlichen Kurvenverlauf aufweisen. Wie F i g. 7 zu entnehmen, ist für diesen besonderen Leuchtstoff
insgesamt eine Menge von 7,4 g Leuchtstoff je Lampe erforderlich, um die Standardschichtdichte (optische
Dichte 24) zu erzielen. Demgegenüber verringert sich die gesamte Leuchststoffmenge durch Anbringen einer
dünneren Leuchtstoffschicht auf der Innenseite des Lampenkolbens 12 derart, daß die Leuchtstoffschicht
eine optische Dichte 25 (5% Abnahme des Leuchtstoffgewichts) hat, auf etwa 7 g. Wird die Leuchtstoffschichtdichte so weit reduziert, daß die Schicht eine optische
Dichte von 35 hat. so verringert sich das Leuchtstoffgewirht je Lampe auf 4,5 g, was einer Verringerung des
gesamten Leuchtstoffgewichtes von etwa 40% entspricht. Die Gesamtmenge dieser besonderen Halophosphat-Leuchtstoffart
kann daher um von etwa 5% bis etwa 40% (Dichte 25 bis 35 und Bereich Rp in Fig. 7)
verringert werden, wobei die Lichtausbeutekonstanz nicht beeinträchtigt wird und nur eine leichte Verringerung
der Lichtausbeute eintritt, wenn die sehr dünnen Leuchtstoffschichten entsprechend einer optischen
Dichte von 34 und 35 verwendet werden.
Die im Einzelfall tatsächlich für eine Leuchtstofflampe bestimmter Bauart erforderliche Leuchtstoffmenge
hängt naturgemäß von der Durchschnittsgroße der Leuchtstoffpartikel ab. wobei das Leuchtstoffgewicht
der durchschnittlichen Partikelgröße im wesentlichen proportional ist. Mit steigender durchschnittlicher
Partikelgröße nimmt daher die zum Aufbringen einer Leuchtstoffschicht einer bestimmten optischen Dichte
erförderliche Gesamtmenge an Leuchtstoff ebenfalls zu. Die hierfür maßgeblichen Verhältnisse sind mit dem
Diagramm der Fig.8 veranschaulicht, das auf Werten
beruht, die für einen Calciumhalophosphat-Leuchtstoff
erhalten wurden, wie er in Leuchtstofflampen allgemein Verwendung findet. Wie mit der Kurve W gezeigt,
erfordert eine herkömmliche 40 W-Lampe, deren Kolben kein T1O2 enthält, bei einer durchschnittlichen
Partikelgröße von 5 μ 2 g eines solchen Letichststoffs,
ί5
bei einer durchschnittlichen Partikelgröße von 17 μ dagegen etwa 9,3 g, um eine maximale Lichtausbeute zu
erzielen (optische Dichte 24).
Demgegenüber erfordern Leuchtstofflampen gleicher Bauart mit Na-/Ca-Silikatkolben, die bis zu 10
Gew.-% T1O2 enthalten, eine geringere Menge dieses Leuchtstoffs, wobei die spezielle Menge in Abhängigkeit
von der durchschnittlichen Partikelgröße in dem Bereich von 5 und 17 μ schwankt und ;n dem durch die
Kurven X und Y eingegrenzten Gebiet liegt Die Kurve X entspricht einer optischen Dichte von 25 und einer
5%igen Verringerung des Leuchtstoffgewichtes, die Kurve Y dagegen einer optischen Dichte von 35 und
einer 4u°/oigen Verringerung des Leuchtstoffgewichts.
Das bei Verwendung von Calciumhalophosphat- is Leuchtstoff für eine 40 W-Leuchtstofflampe mit bis zu
10 Gew.-°/o TiO2-GehaIt erforderliche Leuchststoffgewicht
wird daher durch die durchschnittliche Größe der Leuchtstoffpartikel bestimmt und liegt in dem schraffierten
Bereich Zder F i g. 8. Wenn der Leuchststoff eine durchschnittliche Parlikeigrößc von 5 μ hat, sind etwa
\2 bis 1,9 g Leuchtstoff je Lampe erforderlich, um eine Leuchststoffschichf mit einer optischen Dichte von 25
bis 35 (Kurven X bzw. Y) zu erzielen, wogegen 2 g des gleichen Leuchtstoffs erforderlich sind, um in einer
herkömmlichen Lampe (Kurve W) im wesentlichen die gleiche Lichtausbeute und Lichtausbeutekonstanz zu
erhalten. Für einen Calciumhalophosphat-Leuchtstoff mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 17 μ
reicht die je Lampe erforderliche Gesamtmenge an Leuchtstoff von 5.6 g bis 8.8 g. gegenüber 93 g für die
herkömmliche Lampe.
Die je Lampe erforderliche Leuchtstoffmenge läßt sich ebenfalls durch die je cm2 beschichtete Kolbenfläche
enthaltene Leuchtstoffmenge ausdrücken. Die durch den schraffierten Bereich Zder F i g. 8 dargestellte
Verringerung des Leuchtstoffgewichtes erstreckt sich dann über einen Bereich, der eine untere Begrenzung
von 1.1 bis 1,8 mg je cm2 (wobei die untere Begrenzung durch die Kurven X und Y für eine durchschnittliche
Partikelgröße von 5 μ bestimmt wird) und eine obere Grenze von 5.3 bis 8.3 mg je cm2 (wobei die obere
Grenze durch die Kurven Xund K für einen Leuchtstoff
mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 17 μ begrenzt ist) hat. Die erzielte Verringerung des
Leuchtstoffgewichtes läßt sich somit auf Lampen mit Kolben anwenden, deren Länge und Durchmesser von
den entsprechenden Werten des hier untersuchten 1,20 m langen Kolben abweichen, indem die Kolben mit
einer Leuchtstoffschicht beschichtet werden, die eine Leuchtstoffmenge je cm2 enthalten, die innerhalb des
dem schraffierten Gebiet Zder Fig. 8 entsprechenden
Bereiches liegt.
Die Leuchtstoffparlikel werden auf die Innenfläche des Kolbens 12 in Form einer Schicht 13 aufgebracht. 5·;
die von einen bis zum anderen Kolbenende im wesentlichen eine gleichförmige Dicke aufweist. Dabei
gewinnt die Gleichförmigkeit der Schicht für höhere optische Dichten (niedrigere Leuchtstoffgewichte) in
zunehmendem Maß an Bedeutung, Die gewünschte Gleichförmigkeit läßt sich dadurch erreichen, daß der
■Leuchtstoff in einer geeigneten Verdunstbären Wässeroder organischen Lösung aus einem Lösungsmittel und
einem organischen Bindemittel suspendiert wird, so daß eine Leuchtstoffmasse erhalten wird, die sich gleichförmig
auf die Kolbenflächen aufstreichen läßt und dann getrocknet und äusgeheizt werden kann. Ein Verfahren
zur Erzielung einer gleichförmigen Leuchtstoffschicht durch Beeinflussung der Trocknungsgeschwindigkeit im
Inneren eines vertikal auf einer automatischen Beschickungsmaschine
angeordneten Kolbens arbeitet auf folgende Weise: Auf die Innenseite des Lampenkolbens
wird eine Schicht aus nasser Leuchtstoffmasse aufgebracht. Unmittelbar anschließend wird Warmluft
mit einer Temperatur von etwa 500C bis 7O0C in
Abwärtsrichtung durch den vertikal angeordneten Kolben geführt. Die Warmluft wird dabei mit einer
Geschwindigkeit in der Größenordnung von 300 bis 200 m/min gefördert und etwa 1 bis 2 Minuten auf dieser
Geschwindigkeit gehalten. Dies ergibt eine Trocknungsgeschwindigkeit, bei der der etwa 11,5 bis 12,5 cm vom
oberen Ende des 1,20 m langen Kolbens verlaufende Bereich der aufgebrachten Leuchtstoffmasse-Schicht
rasch trocknet, während die Leuchtstoffmasse im übrigen Bereich noch feucht bleibt. Die Ge.-.hwindigkeit
des Warmluftstromes wird dann auf 60 bis 75 m/min reduziert und 6 bis 10 Minuten lang auf diesen Wert
gehalten. Dadurch ergibt sich eine Trocknungsgeschwindigkeit,
bei der die Leuchtstoffschicht über die ganze Kolbenlänge trocknet, mit Ausnahme eines etwa
2,5 cm langen Abschnittes am Ende des Kolbens.
Die Geschwindigkeit des Warmluftstromes wird dann bis auf die anfängliche Geschwindigkeit von etwa
200 m/min erhöht und etwa 5 Minuten lang auf diesem Geschwindigkeitswert gehalten, bis die Leuchtstoffschicht
über die ganze Kolbenlänge vollständig trocken geworden ist.
Der beschichtete Kolben wird dann in Luft bei einer Temperatur von zwischen 650 und 620° C 1 bis 2
Minuten lang aufgeheizt, so daß das organische Bindemittel (in der vorgenannten Formel Polyacrylsäure)
sich verflüchtigt und damit die Leuchtstoffbeschichtung abgeschlossen wird. Die dadurch erhaltene
Leuchtstoffschicht hat eine optische Dichte von etwa 28.
Die Stärke der endgültigen Leuchtstoffschicht läßt
sich durch geeigenete Einstellung der Viskosität der Leuchststoffmasse oder -suspension variieren.
Das Verfahren läßt sich ebenfalls einsetzen, wenn ein organisches Lösungsmittel wie Xylen oder Butylacetat
und ein organisches Bindemittel wie Äthylzellulose oder Nitrozellulose eingesetzt wird. Eine geeignete Zusammensetzung
mit Xylen als Bindemittel ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle II.
Bestandteil
Menge
(g)
(g)
Gew.-%
Butanol 21,5 2,6
Xylen 430,0 51,2
Äthylenzellulose 13,5 1,6
Calciumhalophosphat 375,0 44,8
Leuchtstoff 840,0 100,0
Die damit erhaltene Leuchtstoffmasse mit organischem Lösungs· und Bindemittel hat eine Viskosität von etwa
95 Contipoises und ergibt eine Schicht mit einer optischen Dichte von etwa 29, wenn sie in der
nachstehenden Weise aufgebracht wird.
Da die von organischen Lösungsmitteln erzeugten Dämpfe schwerer als Luft sind, muß der Beschichtungsvorgang
in diesen Fall abgewandelt werden. Es wurde gefunden, daß die gewünschte gleichförmige Schichtdichte
sich mit Leuchtstoffmassen dieser Art herstellen
läßt, indem das untere Ende des vertikal angeordneten
Kolbens beispielsweise mittels einer geeigneten Kappe vorübergehend verschlossen wird, nachdem die Leuchtstoffmasse
durch den Kolben geleitet worden ist Es wird sodann Luft am oberen Ende des Kolbens mit einer
Geschwindigkeit von etwa 150 m/min zugeführt, die dabei eine Temperatur von etwa 21 bis 33° C hat.
Dadurch wird die Trocknungsgeschwindigkeit im oberen Ende des Kolbens erhöht und ermöglicht, daß
die Luft am oberen Ende des vertikal angeordneten Kolbens zirkuliert und die von dem organischen
Lösungsmittel abgegebenen aufgestauten Dämpfe aus-
spült. Nach etwa 2 Minuten wird die Kappe vom unteren Ende des Kolbens entfernt und die Zufuhr der
Warmluft abgebrochen, so daß die schweren Dämpfe frei am unteren Ende des Kolbens ausströmen können.
Nach etwa 5 Minuten wird Luft mit einer Temperatur von etwa 21 bis 32° C mit einer Geschwindigkeit von 30
bis 45 m/min in Abwärtsrichtung durch den Kolben geleitet, um die Schicht an dem äußersten Ende des
Kolbens zu trocknen. Nach vollständiger Trocknung der Leuchtstoffmasseschicht wird der Kolben wieder in der
gleichen Weise wie zuvor beschrieben ausgeheizt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Leuchtstofflampe mit einem lichtdurchlässigen Kolben aus Na-/Ca-Silikatglas mit einem vorgegebenen
Gehalt an T1O2 von bis zu 10 Gew.-°/o, an
dessen Innenseite eine lichtdurchlässige Leuchtstoffschicht mit einer im wesentlichen gleichförmigen
Schicht aus feinpulvrigen Leuchtstoffpartikeln vorgesehen ist, die bei Beaufschlagung mit von der
Entladung erzeugter UV-Strahlung eine sichtbare Strahlung abgeben, dadurch gekennzeichne
t, daß das Glas 0,1 -10 Gew.-% TiO3 enthält, um
eine Solarisation des Glases und schädliche Reaktionen an der Leuchtstoff-Glas-Grenzfläche zu verhindern,
und daß die insgesamt in dem Kolben befindliche Leuchtstoffmenge zwischen 5 und 40
Ge\v.-% niedriger als die minimale Gesamtmenge an Leuchtstoff ist, die für eine gleichförmig mit den
Leuchtstoffpartikeln beschichtete, aber einen Na-/Ca-Silikat|,iaskolben
ohne TiOj aufweisende identische Leuchtstofflampe erforderlich ist, um nach
einer Brenndauer von 100 Stunden die gleiche Lichtausbeute zu erzielen.
l-i
ti
ta
ö
K.
Cn
.c:
(J
20-1
15
20
2. Leuchtstofflampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtstoffpartikel eine
vorgegebene durchschnittliche Partikelgröße zwischen etwa 5 und 17 μ haben und daß die
Leuchtstoffmenge je cm2 Kolbenfläche der durchschnittlichen
Partikelgröße der Leuchtstoffpartikel im wesentlichen proportional ist und in einem
Bereich liegt, der eine untere Grenze von 1,1 mg/cm2
für einen Leuchtstoff mit einer durchschrutlichen Partikelgröße von 5 μ und eine obere Grenze von
8,3 mg/cm2 für einen Leuchtstoff mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von YI μ hat.
3. Leuchtstofflampe nach Anspruch 2, deren Kolben rohrförmig abgebildet ist, eine Länge von
etwa 1,20 m hat, einen Außendurchmesser von etwa 38 mm aufweist und mit einem herkömmlichen
Calciumhalophosphat-Leuchtstoff innen beschichtet ist und eine Leistungsaufnahme von etwa 40 Watt
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die insgesamt in dem Kolben angeordnete Leuchtstoffmenge (in
Gramm) für eine bestimmte durchschnittliche Leuchtstoffpartikeigröße innerhalb des Bereiches
von 5 — 17 μ in dem schraffierten Gebiet (Z) des
folgenden Diagramms liegt:
tn
-C
υ
Q
Q
X \VW
- — Z\ N ANN ΝΧΧ-Ι
' I
-t- — *■ ι —
Leuchtstoff-Gewicht (Gramm)
4. Leuchtstofflampe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Glas etwa 1,25 Gew.-%
TiO2 enthält.
5. Leuchtstofflampe nach Anspruch I1 dadurch
gekennzeichnet, daß die durchschnittliche Größe der Leuchtstoffpartikel und die Dichte der Leuchtstoffschicht
so gewählt ist, daß die Leuchtstoffschicht lichtdurchlässiger als eine im wesentlichen
gleichförmige Schicht aus Calciumhalophosphat-Leuchtstoff ist, die 6,9 mg Leuchtstoff je cm2
Kolbenfläche aufweist und aus Leuchtstoffpartikeln besteht, die eine durchschnittliche Partikelgröße von
12 μ haben und an der Innenfläche eines Bezugskolbens gleichen Aufbaus wie der vorgenannte Kolben,
jedoch ohne einen Anteil an TiCK in dem Na-/Ca-Siiikatglas,
verteilt sind, und daß die Lichtdurchlässigkeit der Leuchtstoffschicht dieser Lampe im
Vergleich zu der Calciumhalophosphat-Leuchtstoffschicht des Bezugskolbens derart ist, daß die
Intensität eines Lichtstrahls vorgegebener Intensität, der die Lampe nach deren Ausschaltung längs
eines die Kolbenachse normal schneidenden Weges durchsetzt, 4-46% höher liegt als die Intensität
eines gleichen Lichtstrahls, der den Bezugskolben längs eines gleichen Weges durchsetzt
6. Verfahren zur Herstellung einer Leuchtstofflampe nach einem der Ansprüche 1 —5, wobei ein
lichtdurchlässiger Kolben aus Na-/Ca-Silikatg!as mit einem Gehalt an TiCb von 0,' — 10 Gew.-% mit einer
insgesamt in dem Kolben anzuordnenden Leuchtstoffmasse zwischen 5 und 40 Gew.-% niedriger als
die minimale Gesamtmenge an Leuchtstoff, die für eine gleichförmig mit Leuchtstoffpartikeln beschichteten
Kolben ohne TiO2 erforderlich ist, um nach 100
Stunden die gleiche Lichtausbeute zu erzielen, versehen wird, bei dem die Kolbenlö-.ung, die zur
Bildung der Leuchtstoffmasse ein verdunstungsfähiges Lösungsmittel und ein organisches Bindemittel
mit darin suspendierten feinpulvrigen Leuchtstoffpartikeln aufweist, durch den senkrecht aufgestellten
Kolben geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Ableitung der in dem Kolben gebildeten
Lösungsmitteldämpfe so gesteuert wird, daß die Aushärtung und Trocknung der aufgebrachten
Schicht aus Leuchtstoffmasse am oberen Ende des Kolbens beginnt und zu dem unteren Ende dts
Kolbens hin mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit fortschreitet, die ein Ablaufen der Schicht am
unteren Ende des Kolbens ermöglicht, so daß längs des Kolbens eine Schicht im wesentlichen gleichförmiger
Dicke gebildet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem der verdunstbare Lösungsmittelanteil der Leuchtstoffniiisse
einen organischen Stoff aufweist, der einen Dampf erzeugt, der schwerer als Luft ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das untere Ende des Kolbens während der Anfangsphase des Trockenvorganges
abgeschlossen. Warmluft in das obere Ende des Kolbens für eine vorgegebene Zeitdauer und mit
einer Geschwindigkeit eingeleitet wird, so daß die
Luft durch das obere Ende des Kolbens zirkuliert und so die Lösungsmitteldämpfe durch das obere
Kolbenende aus dem Kolben herausspült, daß sodann das untere :<Olbenende geöffnet wird, so daß
die Lösungsmitteldämpfe durch das untere Kolbenende ausströmen können, und daß die Warmluft
dann zur abschließenden Trocknung der aufgebrachten Schicht aus Leuchtstoffmasse mit einer vorgegebenen
Geschwindigkeit nach unten durch den Kolben geleitet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem das organische Lösungsmittel Xylen. das organische
Bindemittel Äthylzellulose ist und die Leuchtstoffrniässe
eine Viskosität von etwa 50-150 Centipoises äiat, dadurch gekennzeichnet, daß die anfänglich in
den Kolben eingeleitete Luft auf eine Temperatur vom21 —320C erwärmt wird und eine Geschwindigkeit
von etwa 150 m/min hat und daß die nach Öffnung des unteren Kolbenendes durch den Kolben
geleitete Luft auf eine Temperatur von 21 -32°C erwärmt wird und eine Geschwindigkeit von
30-45 m/min hat.
9. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das Lösungsmittel der Leuchtstoffmasse Wasser aufweist
und das organische Bindemittel ein wasserlöslicher Stoff ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Lösungsmittel mit Hilfe erhitzter Luft entfernt wird, die für eine vorgegebene Zeit in Abwärtsrichtung
durch den vertikal ausgerichteten Kolben mit einer Geschwindigkeit geleistet wird, so daß die Aushärtung
und Trocknung der an der Innenfläche des Kolbens aufgebrachten Leuchtstoffmasseschicht am
oberen Ende des Kolbens beginnt wenn die Leuchtstoffmasse noch vom übrigen Bereich des
Kolbens abläuft, daß sodann die Geschwindigkeit der durch den Kolben geleiteten Warmluft auf eine
vorgegebene Geschwindigkeit herabgesetzt und auf dieser Geschwindigkeit gehalten wird, bis die
Leuchtstoffmasseschicht im 'vesentlichen über die gesamte Kolbenlänge eine Aushärtung erfahren hat
und daß die Geschwindigkeit der Warmluft dann auf einen vorgegebenen Wert erhöht und auf diesem
Wert gehalten wird, bis die Leu'-htstoffmasseschicht
vollständig ausgetrocknet ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem das in der
Leuchststoffmasse enthaltene organische bindemittel Polyacrylsäure aufweist und die Viskosität der
Leuchtstoffmasse zwischen etwa 50 und 150 Centipoises liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die
durch den Kolben geleitete Luft auf eine Temperatur von annähernd 68° C erwärmt wird, die
Luftgeschwindigkeit anfänglich etwa 195 m/min beträgt und etwa 2 Minuten lang auf diesem Wert
gehalten wird, daß die Geschwindigkeit der Warmluft dann auf etwa 75 m/min herabgesetzt und etwa 8
Minuten lang auf diesem Wert gehalten wird, und daß die Geschwindigkeit der Warmluft dann auf
etwa 195 m/min erhöht und etwa 5 Minuten lang auf diesem Wert gehalten wird.
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1974
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