DE2008232C - Durchlaufpasteunsierapparat fur mit Lebensmittel, zum Beispiel Getranken, ge füllte und verschlossene Gefäße od dgl - Google Patents
Durchlaufpasteunsierapparat fur mit Lebensmittel, zum Beispiel Getranken, ge füllte und verschlossene Gefäße od dglInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen DurehkuifpasUMirisierappa.nt
für mit Lebensmittel, z. B. Getränken, gefüllte Gefäße od. dgl., mit einem durch
die Behandlungszonen beiderseits mit synchron angetriebenen Ketten geführtem Forderrost, welcher an
dem Aufgabeende einen Aufgabegleittisch und an dem Abgabeende einen Abgabetisch und einen anschließenden,
quer dazu verlaufenden Abförderer aufweist.
Es sind bereits als Fördervorrichtungen an Tunnelpasteurisierapparaten
Pilgerschrittroste und Wanderroste aus Profilträger!! bekannt. Diese Fördereinrichtungen
sind konstruktiv aufwendig, schwer und für den Durchlauf kleiner Gefäße wenig geeignet, weil
an den Übergabestellen häufig Gefäße zerstört werden. Auch aus abgewinkeltem Blech bestehende Profllträger-Förderros:^ sind bekanntgeworden. Da auch
hier am Abgabetisch die Gefahr des Sperrens und Spießens besteht, ist auch schon vorgeschlagen worden, den Abgabetisch derart nachgiebig zu lagern, ao
daß bei eintretendem Klemmen der Abgabetisch in Förderrichtung ausweicht und seinen Anstellwinkel
verändert. Solche Einrichtungen sind jedoch teuer und kompliziert und neigen selbst wieder zu Störungen.
Es sind weiterhin Förderroste mit jeweils an zwei seitlichen Führungsketten nebeneinander angeordneten Querstäben als "1 rag- und Führungsroste für Zigaretten, Papierbahnen u. dgl. bekanntgeworden. Diese
Förderer eignen sich aber nicht dazu, in Pasteurisierapparaten verhältnismäßig schweren ' Belastungen, bei
großen Spannweiten und intensiver Beaufschlagung durch heißes Wasser u. dgl. ausgesetzt zu werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen einfachen dauerhaften und wenig aufwendigen Förderrost für
Durchlaufpasteurisierapparate zu schaffen, bei dem besonders an der Abgabe auch bei kleineren Gefäßen
wie Dosen u. dgl. keine Verklemmung eintritt. Dazu soll der Förderrost für das Behandlungswasser ausreichend durchlässig und bei aller erforderlichen Sta-
bilität nur wenig Wärmekapazität aufweisen.
Diese Aufgabe vird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der I orderrost in an sich bekannter Weise
aus zwei seitlichen Führungsketten mit jeweils nach innen zu einseitig überstehenden Kettenbolzen und
auf diesen aufgesteckten rohrförmigen, an sich bekannten Querstäben besteht und die Teilungsabstände
der Querstäbe untereinander kleiner als der Halbmesser der kleinsten zu fördernden Gefäße ist. Durch
diese erfindungsgemäße Ausbildung des Förderrostes erübrigen sich die Führungs- und Gleitleisten sowie
die zahlreichen einzelnen Kettenumlenkrollen, wie sie
bei Förderrosten erforderlich sind, die aus einer Vielzahl von nebeneinander befindlichen, schmalen Scharnierbandketten bestehen und seither für Dosen-
pasteurisierapparate kleinerer bis mittlerer Leistung Verwendung fanden. Darüber hinaus sind die Ketten
Massenartikel hoher Genauigkeit und in vielfachen Abmessungen, auch mit den überstehenden Kettenbolzen erhältlich. Spezialanfertigungen, wie bei
Scharnierbandketten kleiner Teilung, entfallen. Die Montage der einzelnen rohrförmigen Querstäbe auf
die Kettenbolzen ist problemlos und ermöglicht auch das rasche Auswechseln beschädigter Querstäbe. Darüber hinaus gewährleistet eine nach der Erfindung ge-
wählte Teilung, auch unter den ungünstigsten Bedingungen, einen sicheren Stand der geförderten Gefäße
iii-ii1 dem Förderrost, da stets gewährleistet ist, daß
mindestens zwei Querstäbe als Auflage für die zu fördernden Gefäße dienen und der Überhang der Gefäßhodenlläche
über einen Querstab hinaus in keinem Falle das Maß des halben Bodendurchmessers erreicht.
Erfindungägemaß wird weiterhin vorgeschlagen,
daß die Ebenen der Aufgabe- und Abnahr.:egleittische unter der Ebene der von den Querstäben bis
zur jeweiligen Umlenkung an den Kettenradpaaren gebildeten horizontalen Förderflächen liegen. Eine
baulich einfache, trotzdem funktionssichere Gefäßauf-
und -abgabe wird hierdurch erzielt, wobei die Geiahr des Verklemmens ausgeschlossen ist. Insbesondere
in der Fertigung aufwendige, kammartige Aufgabegleittische bzw. Abnahmegleittische kommen
ebenso in Fortfall wie verschleiß- und störanfällige z. B. an Scharnierbandketten anliegende Federbleche
oder dergleichen elastische Abnahmegleittische. Durch die höhere Gelenkigkeit der verwendeten Rollenbuchsenketten gegenüber den üblichen Scharnierbandketten und die Möglichkeit der exakten Anpassung der Kettenteilung an die Gefäßdurchmesser läßt
sich der Kettenumlenkradius verhältnismäßig klein gestalten und ermöglicht somit, unterhalb des Niveaus
der Förderrostebene, ein dichtes Heranführen des Auf- und insbesondere des Abgabegleittisches an die
Kettenumlenkung bzw. an den jeweils letzten noch in der Förderebene befindlichen Querstab. Es ist also
nicht nur während des Gefäßtransportes durch den Durchlaufpasteurisierapparat, sondern vor allem auch
an der Gefäßabgabe ein sicherer Stand der Gefäße gewährleistet, welche erst dann durch das Absenken
der Gefäße tragenden Querstäbe instabil zu werden beginnt und schließlich zum Abkippen der Gefäße
auf den Abnahmegleittisch führt, wenn sie ausreichend über den Abgabegltittisch Irei überhängen.
Hierdurch wird die Gefahr ausgeschaltet, daß die Gefäße bzw. deren Bodenwülste bei der Übergabe zwischen di_m Förderrost und dem Abnahmegleittisch
verhakt bzw. eingeklemmt werden. Weiterhin gehört es zur Erfindung, daß zwischen lose auf die Kettenbolzen aufgeschobener Querstäbe jeweils ein oder
mehrere Querstäbe starr mit den Kettenbolzen verbunden sind. Nach der Erfindung werden also vorbestimmte Querstäbe, z. B. jeder zwanzigste, mit den
Kettenbolzen dauerhaft verbunden. Die feste Verbindung von Querstäben mit den Kettenbolzen gewährleistet den Zusammenhalt des Förderrostes und verhindert ein Herausrutschen der Kettenbolzen aus den
Querstäben, selbst wenn durch irgendwelche Störungen keine genügende seitliche Kettenführung besteht.
Erfindungsgemäß wird weiter vorgeschlagen, daß die als Rollenbuchsenketten ausgebildeten Führungsketten mindestens im Bereich der durch die Querstäbe gebildeten horizontalen Förderebenen mit ihren
Rollen auf zwischen die Kettenlaschen eingreifenden Gleitleisten geführt sind.
Außerdem gehört es zur Erfindung, daß wenigstens ein Teil der Kettenbolzen beidseitig über die Kettenbreite hinaus verlängert ist und auf der den Querstäben abgewandten Kettenseite frei drehbare, den
Gleitleisten mindestens im Bereich der horizontalen Förderebene zugeordnete Laufrollen aufweisen. Die
Führung und gleichzeitige Lagerung des oberen Kettentrums zwischen den Kettenumlenkpunkten mit
Hilfe der Laufrollen vermeidet sowohl eine hohe Beanspruchung der Lagerungspunkte der Kettenumlenkung mit der Führungskette selbst und gewährleistet
insbesondere eine einwandfreie, plane Förderfläche uiul somit einen sicheren Stand der Gefäße.
Erlindungsgemiiß wird außerdem vorgeschlagen, daß zusätzlich unterstützende Mittel, wie Stützscheiben
od. dgl., im Bereich der Aufgabe- und Abnahmegleiltische für die Querstäbe vorgesehen sind.
Solche die Querstäbe unterstützenden Mittel, insbesondere Gleitleisten, sind an sich bekannt, ihre Anwendung
im Zusammenhang mit der Erfindung ist jedoch sehr vorteilhaft, weil dadurch auch in Maschineu
mit größerer Behandlungsbreite verhältnismäßig schwach dimensionierte Querstäbe Verwendung finden
können. Gerade bei den kritischen Stellen an der Auf- und besonders an der Abgabe wird dadurch
jede störende Durchbiegung und Spaltbildung, die zur Verklemmung führen könnte, vermieden.
Ein Ausführungsbeispiel ist an Hand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 den Förderrost des Durchlaufpasteurisierapparates mit der Auf- und Abgabe für die Gefäße
im Längsschnitt,
F i g. 2 einen Querschnitt durch den Förütrrost im
Bereich der Abgabestation in verändertem Maßstab und
F i g. 3 einen Querschnitt durch den Förderrost in a5
einem Bereich zwischen den Keitenumlenkrädem.
Die Gefäßaufgabestation 1 des nur angedeuteten Durchlaufpasteurisierapparates (Fig. 1) und die Gefäßabgabestation 1 α sind konstruktiv gleichartig ausgebildet. Beide weisen einen Gefäßförderer (Schar-
nierbandkettenförderer) 2 bzw. 2a auf, im einen Fall als Gefäßzu- (2), im anderen Fall als Gefäßabförderer (2a) dienend. Die Aufgabe- und Abnahmegleittische 3 und 3a sind mit ihren Längskanten 4 und Aa
den Gefäßförderern 2 und la sowie der eigentlichen Tunnelfördervorrichtung 5 zugeordnet. Auf den Wellen 6 und 6 a (eine davon über nicht dargestellte Mittel antreibbar) sind Kettenradpaare 7 und Ta angeordnet, über die die endlose Rollenbuchsenkette 8 mit
den quer zur Förderrichtung (Peil 9) angelenkten Querstäben 10 umläuft. Die Gefäßförderfläche wird
durch die Querstäbe 10 des oberen Kettentrums 8a zwischen den Kettenradpaaren 7 und 7a gebildet. Auf
die Wellen 6 und 6 a sind, durch Distanzhülsen 11 (F i g.2) voneinander getrennt, die kreisrunden Scheiben 12 aufgezogen, weiche im Bereich der Gefäßauf-
und Gefäßabgabestatio'.i 1 bzw. la die Querstäbe 10
unterstützen, um ein Durchbiegen gerade an der Auf- und Abgats der Gefäße zu verhindern.
Fig. 2 zeigt diese Unterstützungsmittel 11 und 12
im Teilschnitt quer zur Förderrichtung durch eine Gefäßauf- bzw. Gefäßabgabestation 1 oder 1 α zusammen mit den Kettenradpaaren 7 bzw. 7a und der in
den Lagern 13 an der Gehäusewand 14 des Durchlaufpasteurisierapparates gelagerten Welle 6. Weiter-
hin ist die Rollenbuchsenkette 8 mit den Rollen 15, den Laschen 8 b und den verlängerten Kettenbolzen
8c dargestellt, auf welchen die rohrförmigen Querstäbe 10 aufgesteckt sind. Die Rollen 15 gleiten zumindest zwischen den beiden Kettenradpaaren 7,7 a
des oberen Kettentrums 8a (F i g. 3) auf den zwischen
die Kettenlaschen 8 ft eingreifenden Gleit- und Führungsleisten 16.
Die Wirkungsweise der Fördervorrichtung ist nun folgende: Die auf dem Gefäßförderer 2 ankommen- «5
den Gefäße gelangen durch Drängelung auf den Aufgabegleitttsch 3 (Vorgang nicht dargestellt) und von
hier aus durch stufenweises Anheben (Stellung 17a,
Πb) auf die das obere ketteniium Ha hildeiiik'ii
Querstäbe 10. Die Ketienteilunu mit einem gerug-: ■
ren als dem Halbmesser Ji-r Gefäße 17 entsprechenden
Mittenabstand α dei < nier-iäbe 10 untereinander
stellt sicher, daß die Gefäße 17 während di··- <; ,,initen
Durchlaufs durch den Durehlaul'pasieuri->i τ-apparat
auf mindestens /wei Querstähen JO stel .11
und somit ein Kippen der Gefäße 17 während u.-\
Durchlaufs nicht auftritt. Ebenfalls stufenweise j:·
folgt das Absenken der Gefäße 17 auf den Abnahmogleittisch
3«, und zwar ist eine störungsfreie Abgabe
auch bei ungünstiger Unterstützung der Gefäße dvir· Ii
nur zwei Querstäbe 10 gewährleistet, da der über i!..-n
vordersten Querstab 10 hinausragende Gefäßiiberhang 17c erst dann das Abkippen der Gefäße bewirkt,
wenn einerseits der tragende QueiMab 10 si-.-ii
im Zuge der Kettenumlenkung abzusenken beginnt und weiterhin der Gefäßüberhang 17 c schon über
dem Abnahmegleittisch 3 a schw.M.
Claims (5)
1. Durchlaufpasteurisierapparat für mit Lebensmitteln, z. B. Getränken, gefüllte und ver
schlossene Gefäße od dgl., mit einem durch die Behandlungszonen beiderseits mit synchron angetriebenen Ketten geführten Förderrost, welcher an
dem Aufgabeende einen Aufgabegleittisch und an dem Abgabeende einen Abnahmegleittisch und
einen anschließenden, quer dazu verlaufenden Abförderer aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderrost in an sich be
kannter Weise aus zwei seitlichen Führungsketten (8) mit jeweils nach innen zu einseitig überstehenden Kettenbolzen (8 c) und auf diesen aufgesteckten rohrförmigen, an sich bekannten Querstäben
(10) besteht und die Teilungsabstände (a) der Querstäbe untereinander kleiner eis der Halbmesser der kleinsten zu fördernden Gefäße (17) ist.
2. Durchlaufpasteurisierapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebenen der Aufgabe- und Abnahmegleittische (3,
3 a) unter der Ebene der von den Querstäben (10) bis zur jeweiligen Umlenkung an den Kettenradpaaren (7, 7o) gebildeten horizontalen Förderflächen (8 a) liegen.
3. Durchlaufpasteurisierapparat nach An spruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen lose auf die Kettenbolzen (8c) aufgeschobener Querstäbe (10) jeweils ein oder mehrere Quer«täbe (10) starr mit den Kettenbolzen
verbunden sind.
4. Durclilaufpasteurisierapparat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die als Rollenbuchsenketten
ausgebildeten Führungsketten (8) mindestens im Bereich der durch die Querstäbe (10) gebildeten
horizontalen Förderebene (8fl) mit ihren Rollen
(15) auf zwischen die Kettenlaschen (8 ft) eingreifenden Gleitleisten (16) geführt sind.
5. Durchlaufpasteurisierapparat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Kettenbolzen (8 c) beidseitig über die Kettenbreite hinaus verlängert ist und auf der den Querstäben
>) abgewandten Kettenseite frei drehbare, den
eitlcisten (16) mindestens im Bereich der horiritalen Förderebene (R (i) zugeordnete I.aufilcn
aufweisen.
6. Durchlaiifpasteurisierapparat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich unterstützende Mittel, wie Stiitzscheiben (12) od. dgl., im Bereich der Aufgabe- und Abnahmegleittische (3, 3«) für die Querstäbe (10) vorgesehen sind.
6. Durchlaiifpasteurisierapparat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich unterstützende Mittel, wie Stiitzscheiben (12) od. dgl., im Bereich der Aufgabe- und Abnahmegleittische (3, 3«) für die Querstäbe (10) vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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