DE200820C - - Google Patents
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- DE200820C DE200820C DENDAT200820D DE200820DA DE200820C DE 200820 C DE200820 C DE 200820C DE NDAT200820 D DENDAT200820 D DE NDAT200820D DE 200820D A DE200820D A DE 200820DA DE 200820 C DE200820 C DE 200820C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
- C01B17/74—Preparation
- C01B17/82—Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process
- C01B17/84—Chamber process
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 200820 KLASSE 12«. GRUPPE
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Einrichtung zur Darstellung
von Schwefelsäure nach dem Bleikammerprinzip, bei welchem unter Fortfall der bisher
für die Kammern angewandten großen Räume eine vollständige Oxydation der. schwefligen Säure bei normalem Salpeterverbrauch
erzielt wird. Man hat bereits versucht, Schwefelsäure unter Umgehung der
ίο großen Räume der Bleikammern und unter Benutzung der Tatsache, daß eine erhebliche
. Menge von Schwefelsäure, mindestens 20 Prozent, bereits im Glover gebildet wird, durch
Hintereinanderschaltung einer Anzahl von Türmen und unter völligem Ausschluß der
Bleikammern oder unter Verwendung von nur einer kleinen Kammer darzustellen; dabei
ergab sich aber ein bedeutender Salpeterverbrauch und es zeigte sich ferner, daß die
Reaktion ziemlich träge verlief, so daß diese Verfahren keine praktische Bedeutung erlangen
konnten. Vorliegende Erfindung benutzt nun ebenfalls eine Kombination von Türmen und kleinen Kammern, dabei werden
aber die den bisherigen Vorschlägen eigentümlichen Mißstände durch eine besondere
Art der Aufstellung der einzelnen Reaktionsräume vermieden. Es wird nämlich bei vorliegender
Einrichtung die hier benutzte kleine ■ 30 Kammer oder gegebenenfalls eine Mehrzahl
solcher kleinen Kammern derart aufgestellt, daß die Reaktionstürme um diesen Kammerraum
so verteilt sind, daß der Kammerraum in der Mitte des Systems zu liegen kommt.
Man kann dabei die einzelnen Türme sowohl hintereinander als auch parallel schalten,
d. h. es können die Röstgase die einzelnen Türme der Reihe nach durchströmen und
dann in den in der Mitte des Systems angeordneten Kammerraum eintreten. Andererseits
kann man auch unter Benutzung eines bekannten Vorschlages die aus den Röstöfen
kommenden Gase gleichzeitig in eine Mehrzahl von Reaktionstürmen einströmen lassen
und sie alsdann, nötigenfalls nachdem sie eine weitere Reihe von Türmen durchströmt
haben, in den in der Mitte des Systems befindlichen Kammerraum einleiten. Bei beiden
Anordnungen von Reaktionsräumen, bei welchen Türme um einen in der Mitte des
Systems befindlichen, verhältnismäßig kleinen Kammerraum verteilt sind, wird einesteils
infolge des Zusammentreffens der Gasströme und bei der Hintereinanderschaltung der
Türme infolge der häufigen Bewegungsrichtung der nicht in gerader Linie sondern nach
der Mitte zu strömenden Gase die Geschwindigkeit nach der Mitte zu verlangsamt, und
auf diese Weise eine gründliche Durchmischung der ' einzelnen Gasteilchen bewirkt
und infolgedessen die Reaktionsintensität gesteigert. Die in die Gaswege eingeschalteten,
an sich schon eine Zugwirkung hervorbringenden Türme, sowie der Umstand, daß mit dem
Vorschreiten der Reaktion sich die Gasbewegung verlangsamt, tragen ferner dazu bei,
eine größere Gasbewegungsschnelligkeit auch bei hintereinandergeschalteten Türmen in den
außen liegenden Teilen des Systems aufrechtzuerhalten, so daß eine Art Fliehkraftwir-·
kung zustande kommt. Durch die gemäß ■ vorliegender Einrichtung ermöglichte Gruppierung
der Türme und Reaktionsräume wird ferner erreicht, daß die innen liegenden Reaktionsräume,
die vorzüglich für die Reaktion in Anspruch genommen werden, an der Ausstrahlung
gehindert und daher nicht übermäßig abgekühlt werden können. Dabei wird ein übermäßiges Ansteigen der Reaktionswärme
in diesen Räumen durch die gemäß vorliegender Einrichtung angewandte Aufteilung
des Reaktionsraums in eine Anzahl kleinerer Räume Verhindert. Teils durch die
in den innen belegenen Reaktionsräumen vor sich gehende kräftige Durchmischuhg, teils
durch die Verhinderung der Ausstrahlung werden die Reagentien im Innern verhältriismäßig
lange zurückgehalten, ohne daß eine hemmend auf den Vorgang in den Türmen wirkende Zugstörung eintritt. Durch die erhöhte
Reaktion und die in diesem Teile herrschende Temperaturerhöhung wird vielmehr eine ziemliche Saugwirkung auf die Gase
ausgeübt, so daß die Wirkung des etwa angebrachten Ventilators wesentlich unterstützt
oder derselbe auch zuweilen ganz entbehrt werden kann. Dabei wird die Oxydation
unter Vermeidung eines Überschusses von Salpeter in einem verhältnismäßig kleinen
Raum, also auch mit einem Mindestmaß von Luft, bewerkstelligt.
Man kann die Gase in die Kammerräume in belieger Weise einleiten; sie können beispielsweise
von der Decke der Kammern aus in diese eintreten; doch ist die Erfindung hierauf nicht beschränkt. Die zwischen den
einzelnen · Reaktionstürmen bzw. zwischen diesen und den in der Mitte des Systems belegenen
Kammern vorhandenen Kanäle oder Rohrleitungen können beliebige Länge besitzen, und man kann sie gegebenenfalls auch
mit den üblichen Füllkörpern aussetzen, um Buf diese Weise auch die Verbindungsröhren
für das Zustandekommen der Reaktion heranzuziehen. Die in den Verbindungsröhren oder Kanälen gebildete Schwefelsäure kann
aus diesem in beliebiger Weise aus dem daran befindlichen Nebel abgetrennt und zum Ablaufen
gebracht werden.
Die in der Mitte befindlichen kleinen Kammerräume werden mit Vorteil möglichst
hoch, beispielsweise auf einer Brücke, aufgestellt, so daß sie die oben erwähnte Saugwirkung
durch den infolge der Höherstellung hervorgebrachten natürlichen Zug unterstützen.
Auch der Kammerraum kann erforderlichenfalls mit Füllkörpern beliebiger Art ausgefüllt
werden. -
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Einrichtung zur Darstellung von Schwefelsäure nach dem Bleikammerverfahren unter Verwendung von mit Türmen verbundenen kleinen Kammern, dadurch · gekennzeichnet, daß eine beliebige Anzahl von zweckmäßigerweise hochgestellten kleinen Kammern in der Mitte des Systems und die Glover- bzw. Absorptions- oder Reaktionstürme um diesen Kammerraum herum angeordnet sind.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE200820C true DE200820C (de) |
Family
ID=463427
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT200820D Active DE200820C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE200820C (de) |
-
0
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