DE2005685C - Schmiermittelpumpe zur Erzeugung eines Schmiermittelstoßes in Zeitintervallen - Google Patents
Schmiermittelpumpe zur Erzeugung eines Schmiermittelstoßes in ZeitintervallenInfo
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Description
Die Fi Hinhing betrifft eine .Sdimiermillulpuiime
zur l-r/euguiig eines Sehniiermittelstoßes in ZeItjnlervnllen
mit einem in einem Zylinder geführten Kolben, der son einem kontinuierlich laufenden
Drelinnlriel) Illier eine Kurve, Nucke od. dgl. betätigt.
den Saiighuh ausführt, wobei der Kolben auch von Mund beliiligbiir Ist und die Kurve, Nucke od, dgl.
mif ein relativ /um Kolben und /um Zylinder unter
Zwischenschaltung von Federn verschiebbare* Teil einwirkt, wobei der Kolben gegen die Kraft einer m
Feder den Suughub ausführt und zur DurchHihrung
des Aibeitshubes unter der Kraft der Feder von der Kurve oder Nocke freigegeben wird.
Hei einer bekannten Schmiermittelpumpe dieser Art wird der Arbeitskolben von einem kontinuierlich is
laufenden Drehantrieb, bestehend aus Kurbelwelle und Kreuzkopf, betätigt und führ! den Saughuh
unter Fjnwiikung der Kurbelwelle zwangläiilig aus.
Der Kolben dieser Pumpe kann von Hand betätigt werden, indem er gegen die Krall einer Feder inner- m
halb einer Hülse verschoben wird, Bedingt diiich den kontinuierlichen Umlauf tier Kurbelwelle iuul
tlie zwauglüufigc Mitnahme tier Pumpenkolben ist bei
dieser bekannten Pumpe kein sehlagartigei Druck aufbau möglich. Die Pumpe ist somit für eine Finleitungsschmieiting
nicht einset/bar, d.h. für eine Schmierung, bei der nur eine Schmiermittelleitung,
die verzweigt werden kann, zu ilen einzelnen Schmierstellen fühlt und bei der die entsprechenden Dosierventil
an den Schmierstellen von dem schlagartigen ju
Druekaulhau und Druckabfall in tier Leitung ge
steuert werden. Die bekannte Vorrichtung ei mim InIiI um einen langsamen Druckauf- und abbau,
so dall diese Dosierventile nicht eiusetzbar sind. Die
Dosierung muß durch die Pumpe selbst ei folgen. 1··,
wozu mehrere Pumpenzylinder, und zwai für jede
Dosiei stelle einer, erfoitleilieh sind. Bei tier bekann
ten F.inrichtung ist insbesondere nicht in jeder Siel
lung ties Drehantriebes eine Handahschmicnmu
möglich. Wenn der Kolben bei der bekannten Vorrichtung im uuleien Totpunkt steht, so kann er nie lit
weiter abwärts gedrückt werden, so dall für ein· Zwischcnabschmiciiutg ei Λ wieder gewartet weiden
muli, bis die Kuibelwelle so weil aufwärts pelaiilen
ist, (I,ill er wieder wirksam abwärts gediückt weiden r>
kann. Das k.inn jedoch bei deraitigen Schmierpumpe»
Stunden dauern, in denen die /11 si'hiuie
rcnde Maschine längst wegen Scliniiermittelmangels
/L'istöil winde.
'\ndeierseit', ist eine l'iimpc bekanntgeworden. r>"
bei der dei Kolben gegen die Kraft einei IVdei den
Saughtib aiisiüliil iuul /111 Durchführung de-. Aiheil-,
hübe-, unter der Kr.ill der Feder von einer Kuru
oder Noeke freigegeben v.iul. Bei dieser Pumpe ist
zwar ebenfalls eine Ilarulabschmierung möglich, je r,o
doch ist d,is Voltunen der Handabschmiening davon
abhängig, in welcher Stellung sich die Kurve oder Nocke befindet. Wenn sich der Kolben in seiner
unteren Stellung befindet, so ist zwar eine Haiulabschniieriing
mit vollem Hubvolumen möglich, ßo wenn jedoch die Kurve oder Nocke den Kolben
bereits in seine obere Fndlnge Iransporlieil hali so
wird tlas /111 Handabschmiening zur Veifiigiing
stehende Volumen null, ti. h. eine Handabschmic· iiing ist nicht mehr möglich. '<:>
lis ist ferne 1 eine Schmiermittelpumpe der eingangs
erwähnten Art bekannlgewoitlen, bei der ein !.■χ/οίοischer Stift an einer Scheibe von einem (ie-Irlebemotor
angetrieben wird. Dur Stift greift an einem Vorsprung um Kolben bzw. der Kolbenstange
au und hebt ilen Kolben gegen die Kraft einer Feder zur Durchführung des Siiughubes an. An
.seinem höchsten Punkt kommt der Vorsprung von dem Stift frei und der Kolben wird unter der Kraft
der Feder In den Zylinder gedrückt und führt den Arbeilshub aus. Die Pumpe ist eine einfuch-wiikende
Kolbenpumpe.
Derartige Schmiermittelpumpe!) werden bei Zentralschmierungen
eingesetzt, bei denen /wischen den ein/einen Sehmiermiltelsrttöen relativ große Zeitabschnitte
liegen. Dies können unter Umstünden Stunden sein. Hs ist jedoch häufig nötig, mehrere
Schmiermiltelsloßc hintereinander durcluiif Uhren
bzw. außei halb der Zeitintervalle Schmiermittel zu
ikn Zumel.lveiitilen zu drücken. Das ist beispielsweise
bei Inbetriebnahme einer Maschine nach längerem Stillstand nötig. Iu diesem Falle kann mau
nicht warten, bis,, unter Umständen erst nach Stunden, der erste Sdimiermittelstoß erfolgt. Bei der
bekannten Pumpe kann daher tier Kolben von Hand zur Durchführung des Saiigliubes angehoben weiden
und führt dann unter der Kraft der Feder einen Aibeitshub aus. Die Länge des Arbeitshubes ist jedoch
von der jeweiligen Stellung der Nockenscheibe abhängig, d. h. der Kolben kanu nur einen sehr gelingen
Arbeilshub ausführen, wenn die Nockenscheibe ihn bereits in die Nähe seines oberen Totpunktes
angehoben hat. Der Bedienende kann tlas nicht ohne weiteres erkennen, so daß er sichelheitshalber
sehr viele Schmierstoffe ausführen mul.1, was
linier Umständen zu einer (Jbeischmieiuiig führen
kann. Die ar. lie Zentralschmierung angeschlossenen /lunellventilc können dabei in iluer Funktion ge
stört werden, da ein zu kleiner Schiniermittelstoll unter Umständen nicht ausreicht, um bei ihnen einen
sollen AibeiN/jklus zu gewährleisten.
Aufgabe der lirfindung ist es, eine Schmiermittelpumpe
der eingangs erwähnten Art zu schallen, die bei einwandfreier Funktion eine Zwischenabschmieiiing
in jeder Stellung ihres Drehantiiebes ermöglicht, die hohe Gegendrücke überwinden kann und sich
gut einei iinteisehiedlichen Zahl von Schmierslellen
anpassen lallt.
Diese Aufgabe wirtl gemäl.l der Hrfmdung ilailuicli
gelöst, dall der Kolben außerhalb des Zylindeis in einer an sich bekannten, mit dem Nockenanliieb
zusammenwirkenden Hülse geführt ist, die durch die Feder gegen den Not kenantrieb angedrückt ist.
während dei Kolben dtiich eine dieser Feder entgegenwirkende
weitere Feder mit einem Anschlag in Beiühiimg mit dem einen linde der Hülse gehalten
i-<! iuul der Kolben bei Handbetätigung entgegen tier
Kraft der zweiten Feder über die mit Nockenantrieb erreichbaie l-'iulstelhing hinaus in den Zylinder hinein
verschiebbar ist und eine Druckentlastung in tier bei Nockenantrieb erreichbaren Endlage ties Kolbens
vorgesehen ist.
Durch die Hi funking wird es möglich, den Kolben auch dann zu betätigen, wenn der Drehantrieb ihn
bis kurz \or den oberen Totpunkt angehoben hat. Der Kolben kann dann von Hund einfach niederi'.edriickl
weiden, wobei sich das an der Nocke, Knive od. dgl. anlegende bewegliche Teil relativ zum
Kolben entgegen der Federkraft verschiebt. Die /weile Feder sorgt dafür, daß nach Durchführung
der llaudubsdimierimg der Kolben wieder in seine
3 Λ 4
der Kurve, Nucke od. dgl. entspricht. Auch in der des Uehiilters U uuf einer Kugel gelugert und trügt
nonuiilen unteren Totpunkt verschoben werden, wo- Kurvenscheibe zwischen ihrem höchsten und tiefsten
bei wiederum das bewegliehe Teil sich relativ zum Punkt eine Ausnehmung 16.
möglich, das Ende des Arbeitshubes schürf ab/u- dem Zylinder 18 der Pumpe angeordnet. Ein Einlaß-
gienzen, indem die Leitung schlagartig drucklos 10 kanal V) verbindet über ein Einlaßventil 20 den
wird. Die Zumeßventile können daher ihren Arbeits- Zylinder mit dem Schmiermittelbehälter. Aus dein
zyklus scharf begrenzt beenden. Zylinder 18 führt ein Auslaßkanal 21 zu einem
Vorzugsweise besitzt du/41 der Kolben in seiner Druck- und Entlastungsventil 22, von dem die Lei-Außenwand eine Entlaslungsuusnehmung, die in der liingen zu deneinzelnen Sehmierstellen abgehen. Vor
bei Nockenantrieb erreichbaren Endlage des KoI- i5 den Schmierstellen sind Zumeßventile vorgesehen,
bens eine an die Druckseite der Pumpe angeschlos- die je Sehmieisloß eine bestimmte Schmiermillelsene Entlaslungsöifnung in der Zylinderwaiul mit menge dem Strom entnehmen und diese gespeicherte
einer Ableitungsöirnung in Verbindung setzt. Sclimiermittelnienge unter Umstünden kontinuierlich
Nach einem weiteren bevorzugten Merkmal der wieder abgeben. Über eine Längs- und eine Ouer-
Erfindung ist eine zweite Entlastung für die Druck- »o bohrung ist eine EntlastungsöITnung 23 zwischen dein
seile der Pumpe vorgesehen, die bei einer Stellung Druck- und Entlastungsventil 22 und dem Auslaß-
des Kolbens im Bereich des Endes des möglichen kanal 21 angeschlossen. Die Enllastungsöllnuiig 23
Kolbenweges im Zylinder wirksam ist. Diese /weite endet im Zylinder, und zwar in Fig. 1 oberhalb des
Entlastung, die also wirksam wird, wenn die eiste Auslaßkanals 21. Der EntlastungsölTnung 23 liegt
Ausnehmung überlaufen ist, stellt sicher, daß bei «5 eine Ablcitungsölfnung 24 gegenüber, die wieder in
besonders schnellem Durchlauf des Kolbens, bei- den Schmiermittelbehälter zurückführt,
spielsweise bei schneller Handbetätigung, noch eine In dem Zylinder kann sich ein Kolben 25 ver-
Entlastung stattfindet und ermöglicht es, auch dann schieben, der im dargestellten Ausführungsbeispiel
noch einen sicheren Arbeitszyklus der angeschlos- mit seiner Kolbenstange einstückig ausgeführt ist und
senen Zumeßventile durchzuführen, wenn die Hand- jo im wesentlichen eine durchgehende Stangenfonn hat.
betätigung der Pumpe von einer Stellung aus erfolgte, Der Kolben 25 ist mit seinem unteren Teil im Zylin-
die dem Ende des normalen, durch den Drehantrieb der und mit seinein oberen Teil in einer Führung 26
bewiiklen Aibeilshubes entspricht. des Gehäuses Il geführt. An seinem aus dem Ge-
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist hiiuse 11 herausragenden Teil besitzt er einen Knopf
der Aibeitsraum der Pumpe über eine Drosseleinrich- 35 27 zur Handbetätigung. In dem mit dem Zylinder in
tung mit dein Schmierniittelvorratsbehiilter verbun- HingrilT kommenden Bereich weist er zwei Ent-
den. Die Pumpe kann somit für eine Schmiermittel- lastungsausnehmungen 28, 29 auf, die aus Ringnuten
menge ausgelegt sein, die mit Sicheiheit über der bestehen. Oberhalb der Entlastungsausnehmungen ist
jeweils benötigten Menge liegt. Nachdem alle Zumeß- durch einen Sprengring ein Anschlag 30 gebildet, auf
ventile bedient sind, bleibt der Druck noch so lange 40 dem ein verschiebbares Teil 31 unter der Kraft einer
aufrechterhalten, wie die im Pumpenzylinder ent- Feder 32 aufsitzen kann. Das ringförmige verschieb-
haltene Schmiermittelmcngc benötigt, um über die bare Teil 31 ist mit einer Hülse 33 verbunden, die
Drosseleinrichtung zu entweichen. Dadurch läuft der die Kolbenstange bzw. den Kolben außerhalb des
Kolben weiter abwärts, bis die Entlastung wiiksam Zylinders teilweise umgibt. Die Feder 32 stützt sich
wird. 15 /wischen dem verschiebbaren Teil 31 und der Füh-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der rung 26 am Gehäuse 11 ab.
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden naher Das verschiebbare Teil 31 arbeitet mit der Knrven-
crläuteit. scheibe 15 zusammen, d.h. das verschiebbare Teil
Es zeigt 31 liegt normalerweise auf der Kurvenscheibe auf
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Schmiermittel- 50 und wird bei deren Drehung unter Spannung der
pumpe nach der Erfindung am Ende des Saughubes, Fuler 32 angehoben. Zwis».heu dem Knopf 27 und
FM g. 2 einen Teilschnitt entsprechend IMg. 1 am dem Gehäuse Il ist außerhalb des Gehäuses eine
Ende des durch den Drehantrieb bewiikten Arbeits- weitere Feder 34 um den Kolben herum angeoulnct,
Iiubes, die den Kolben aus dem Gehäuse herauszudrücken
Fig. 3 einen Schnitt entsprechend Fig. 2 in 55 sucht. Die Feder 34 ist schwächer bemessen als die
einer durch Handbetätigung bewirkten Arbeits- Feder 32.
stellung, Wie aus F i μ. 4 zu erkennen ist, ist in den Kolben
Fig. 4 einen Schnitt durch ein Detail, insbesondere 25 ein Rückschlagventil 35 eingesetzt, dessen Ventil-
dcn Kolben, und kugel sich unter Federkraft gegen die kalibrierte
Fig. 5 einen Teilschnitt nach der Linie VV in fio Bohrung eines in die Stirnfläche des Kolbens 25 ein-
IMg. L geschraubten Einsatzes 36 abstützt. Das Rückschlag-
Die in Fig. I in ihrer Gesamtheit -dargestellte ventil läßt das Schmiermittel nur aus dem Zylinder
Schmiermittelpumpe besitzt ein Gehäuse II, das bei einem Druck ausströmen, der mit Sicherheit über
gleichzeitig den Schmiermittelbehälter 12 bildet. An dein Anspreclidriick der an die Pumpe angeschlosdein
Gehäuse ist ein Gctriebemotor 13 angeflanscht. 65 scnen Zumeßventile bzw. Verbraucher liegt, und vertier
eine Welle 14 antreibt. Der Gctriebemotor ist hindert somit ein Ansaugen von Luft beim Saughub,
so ausgelegt, daß die Welle 14 sich sehr langsam . v/011 dem Rückschlagventil 35 führt eine Längsbohtlreht
und unter Umständen mehrere Stunden zu rung 37 zu einem Durchbruch 38 in der Kolbenwan-
dung außerhalb des Zylinders, der normalerweise von meßvcntile könnten daher ihren Arbeitszyklus nicht
der Hülse 33 überdeckt wird. mit der nötigen Sicherheit und Genauigkeit aus-
Die in der Zeichnung dargestellte Schmiermittel- führen.
pumpe arbeitet wie folgt: Bei dem dargestellten Ausführimgsbeispicl kann
Nach Füllung des vom Gehäuse .11 gebildeten 5 daher die in dem Zylinder enthaltene Schmiermitlel-Schmicrmitlelbehältcrs
mit Schmiermittel 12 kann menge über die Bohrung im Einsatz 36, das Rückdcr
Getriebemotor 13 eingeschaltet werden, der die schlagvcntil 35, die Längsbohrung 37 und die Quer-Welle
14 antreibt. Die sich mit der Welle 14 drehende bohrung 38 entweichen, wobei der sich zwischen der
Kurvenscheibe 15 hebt das sich auf ihr abstützende Hülse 33 und dem Kolben 25 bildende Spalt als
verschiebbare Teil 31 entgegen der Kraft der Feder io zusätzliche Drosseleinrichtung wirkt. Auf diese Weise
32 an, wobei auch die Hülse 33 mit nach oben gc- ei reicht der Kolben nach einer relativ kuizen Zeit
nommcn wird. Durch die Kraft der Feder 34 bleibt (also nicht erst, wenn die Kurvenscheibe das Teil 31
der von einem Sprengring gebildete Anschlag 30 an wieder anhebt, z. B. erst nach Stunden, wenn die
das verschiebbare Teil 31 angedrückt, so daß der von den Schmierstellen verbrauchte Schmiermittel-Kolben
zur Durchführung des Saughubes mit hoch- 15 menge sehr gering ist) die in Fig. 2 dargestellte
genommen wird. Die Pumpe saugt über den Einlaß- Lage, woduich die schlagartige Entlastung eintritt. F.s
kanal 19 und das Einlaßventil 20, das in der Einlaß- sei in diesem Zusammenhang bemerkt, daß an Stelle
richtung öffnet, Schmiermittel in den Zylinder 18. der aus Rückschlagventil, Einsatz, Hülse und Boh-Die
Entlastungsausnehmungcn 28, 29 liegen vom Hingen bestehenden Drosseleinrichtung auch eine
Zylinder her gesehen außerhalb der Entlastungs- 20 erheblich einfacheie Drosseleinrichliing verwendet
öffnung 23. werden kann, wenn diese nur den Zweck erfüllt. Wenn die Kurvenscheibe 15 ihren höchsten Punkt den Kolben nach einer gewissen Zeit in die in Ei g. 2
erreicht, d. h. wenn das Teil 31 und damit der dargestellte Lage zu bringen. Wenn die Kunen-Kolben
25 den Saughub vollständig ausgeführt ha- scheibe 15 die Ausnehmung 16 übcilaufcn hat, so
ben, erreicht das verschiebbare Teil 31 die Ausneh- 25 wird das Teil 31 wieder von der unleren Kante der
nehmung 16 der Kurvenscheibe 15. Das verschieb- Kurvenscheibe 15 erfaßt, und der Saughub beginnt
bare Teil 31 wird dann von der Kurvenscheibe frei- erneut.
gegeben, und der Kolben 25 bewegt sich unter der Zui Abschmierung von Hand, um beispielsweise
Kraft der stärkeren Feder 32, entgegen der Kraft der die Leitungen zu füllen oder nach einer Bclriebsruhe
Fcdei 34, in den Zylinder hinein und führt dabei den 30 für eine gute Anfangsschmierimg zu sorgen, kann
Arbeitshub aus. Das Schmiermittel wird über den die Schmiermittelpumpe auch von Hand betätigt wei-
Auslaßkanal 21 und das Diuck- und Entlastungsven- den. In Fig. 3 ist eine solche Betriebsstellung dar-
til zu den Zumeßvcntilen bzw. Schmierstellen ge- gestellt. Durch Druck von Hand auf den Knopf 27
drückt. Die Entlastungsrtffnung 23 ist während des wird der Kolben 25 abwärts geführt. Dabei wird die
Arbeitshubes durch die Kolbenwandung vcrschlos- 35 Feder 34 unter Spannung gesetzt. Das Teil 31 bleibt
sen. Das als Rückschlagventil ausgebildete Einlaß- auf der Kurvenscheibe 15 liegen, und auch die Feder
ventil 20 hatte sich unter der Einwirkung des 32 und die Hülse 33 bleiben im Verhältnis zum
Arbeitsdruckes ebenfalls geschlossen (Fig. 1). Gehäuse in unveränderter Lage. Lediglich der An-
Am Ende des Arbeitshubes legt sich das ver- schlag 30 hebt von dem verschiebbaren Teil 31 ab und
schicbbarc Teil 31 gegen einen Anschlag 39 am 4° bewegt sich zusammen mit dem Kolben 25 abwärts.
Gehäuse an, so daß der Kolben nicht weiter in den Dabei wird in der bereits beschriebenen Weise ein
Zylinder hineinläuft. Es sei bemerkt, daß der Kolben erster Arbeitshub durchgeführt, nur daß die dazu
am Ende des durch den Drehantrieb bewirkten benötigte Kraft nicht von der Feder 32, sondern von
Arbeitshubes noch nicht das Ende des Zylinders er- der auf den Knopf 27 drückenden Hand erzeugt wird,
reicht hat. In dieser Stellung ist die Entlastungs- 45 Infolge der Tatsache, daß die Hülse 33 in einer
öffnung 23 in Deckung mit der in F i g. 2 unteren oberen Stellung stehen bleibt, ist jedoch die Quer -
F.ntlastungsausnehmung28. so daß die Druckseite der bohrung 38 nicht mehr von der Hülse 33 abgedeckt,
Pumpe über die Entlastungsöffnung 23, die lint- so daß die Drosselung durch den Spalt zwischen
lastungsausnehmung 28 und die Ableilungsöflnung Hülse und Kolben wegfällt. Die Drosselung ist daher
24 mit dem Schmiermittelbehälter verbunden ist. Der 50 schwächer als bei dem durch die Drehvorrichtung
Druck in den Zuleitungen zu den Zumeßventilcn bewirkten Arbeitshub, so daß der Bedienende die
bricht daher schlagartig zusammen. überschüssige Schmiermittelmcnge schneller und mil
Die in Fig. 2 dargestellte Stellung wird jedoch geringerem Kraftaufwand durch die Drosseleinrich·
meist nicht in einem kontinuierlichen Arbeitshub des tung verdrängen kann. Wenn der Kolben die ir
Kolbens erreicht. Die Schmiermittelpumpe ist näm- 55 Fig. 2 dargestellte Lage erreicht hat, erfolgt ir
lieh so ausgebildet, daß ihre Fördermenge pro Ar- bereits beschriebener Weise die Entlastung. Er kam
beitshub stets größer ist als die von den angeschlos- dann den Kolben noch weiter herunterdrücken, se
1 senen Schmierstellen benötigte Schmiermenge. Das daß mit einem Druck noch ein weiterer Arbcitshul
ermöglicht es einerseits, die gleiche Pumpe zur durchgeführt werden kann. Dieser beginnt, wenn di<
Versorgung von Schmicrslcllcn unterschiedlicher An- 60 Entlastungsausnchmung 28 die Entlastungsöflnung 2:
zahl ynd benötigter Schmicrmittclmenge einzusetzen überlaufen hat und die letztere wieder von de
und stellt andererseits unter allen Bedingungen eine Kolbenwandung verschlossen ist. Sie endet, wenn di<
ausreichende Versorgung sicher. Wenn nach einem obere Enllaslungsausnehmung29 auf die Lntlastungs
Teil des Arbeitshubes alle Schmierstellen versorgt öffnung 23 trifft. Auch dort ist ein klares E.nde de
sind, so steigt der Gegendruck in dem Zylinder an. 65 Arbeitshubes durch Entlastung gegeben. Die Drossel
Der Kolben würde also in dieser Lage stehen bleiben. einrichtung wirkt dabei wiederum in der beschrie
was jedoch zur Folge hätte, daß aiii den Aibeitshub baren Weise. Es ist zu erkennen, daß eine Abschmie
keine eindeutige Entlastung folgen würde. Die Zu- iunj: von Hand auch möglich ist. wenn sich dl·
Kurvenscheibe in der in F i g. 2 dargestellten Lage befindet. Durch Druck auf den Knopf 27 wird auch
dabei der Kolben 25 relativ zu dem verschiebbaren Teil 31 abwärts verschoben und führt noch einen
vollen Druckhub aus (zwischen den Entlastungsausnehmungen 28 und 29). Es ist also sichergestellt, daß
in jeder Lage der Kurvenscheibe, d. h. zu jeder Zeit, durch Handbetätigung wenigstens ein voller Druckhub
ausgeführt werden kann.
Claims (8)
1. Schmiermittelpumpe zur Erzeugung eines Schmiermittelstoßes in Zeitintervallen mit einem
in einem Zylinder geführten Kolben, der von einem kontinuierlich laufenden Drehantrieb über eine
Kurve, Nocke od. dgl. betätigt, den Saughub ausführt, wobei der Kolben auch von Hand betätig- ao
bar ist und die Kurve. Nocke od. dgl. auf ein relativ zum Kolben und zum Zylinder und der
Zwischenschaltung von Federn verschiebbares Teil einwirkt, wobei der Kolben gegen die Kraft
einer Feder den Saughub ausführt und zur Durch- as führung des Arbeitshubes unter der Kraft der
Feder von der Kurve oder Nocke freigegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kolben (25) außerhalb des Zylinders in einer an sich bekannten, mit dem Nockenantrieb zusammenwirkenden
Hülse (31, 33) geführt ist, die durch die Feder (32) gegen den Nockenantrieb
angedrückt ist, während der Kolben durch eine dieser Feder entgegenwirkende weitere Feder (34)
mit einem Anschlag (30) in Berührung mit dem einen Ende der Hülse gehalten ist und der Kolben
bei Handbetätigung entgegen der Kraft der zweiten Feder über die mit Nockenantrieb erreichbare
Endstellung hinaus in den Zylinder hinein verschiebar ist und eine Druckentlastung (23,
24, 28) in der bei Nockenantrieb erreichbaren Endlage des Kolbens vorgesehen ist.
2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß in der bei Nockenantrieb erreich
baren Endlage des Kolbens die Hülse (31), wem sie an dem Anschlag (30) des Kolbens (25) an
liegt, an einem Anschlag (39) des Pumpengehäu· ses anschlägt.
3. Pumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurcl· gekennzeichnet, daß der Kolben (25) in seine:
Außenwand eine Entlastungsausnehmung (28 besitzt, die in der bei Nockenantrieb erreichbaren
Endlage des Kolbens eine an die Druckseite der Pumpe angeschlossene Entlastungsöffnung
(23) in der Zylinderwand mit einer Ablei tungsöffnung (24) in Verbindung setzt.
4. Pumpe nach einem der Ansprüche I bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Entla
stung (23, 24, 29) für die Druckseite der Pumpe vorgesehen ist, die bei einer Stellung des Kolben;
(25) im Bereich des Endes des möglichen KoI benweges im Zylinder (18) wirksam ist.
5. Pumpe nach Anspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, daß die Entlastung durch eine zweitf
Entlastungsausnehmung (29) im Kolben (25) gebildet ist.
6. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsraum
der Pumpe über eine Drosseleinrichtung (33, 35 36, 37, 38) mit dem Schmiermittelvorratsbehältei
verbunden ist.
7. Pumpe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosseleinrichtung aus einei
Bohrung (37) und einer seitlichen öffnung (38^
im Kolben (25) an einer Stelle besteht, die während des unter Federkraft ausgeführten Arbeitshubes von der Hülse (33) überdeckt ist, wobei dei
Spalt zwischen Hülse (33) und Kolben (25) einer Drosselquerschnitt bildet.
8. Pumpe nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den zur Drosseleinrichtung
führenden Kanal (37, 38) ein nur in Austrittsrichtung aus dem Zylinder (18) durchlassendes
Rückschlagventil (35) eingebaut ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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